12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Der sorgfältige Umgang mit unserer natürlichen Umwelt spielt für uns als Unternehmen mit 16 weiträumigen Messehallen und einer großen Freifläche eine elementare Rolle. Wir sind uns der großen ökologischen Verantwortung bewusst, die daraus erwächst, und kommen ihr mit einem umfassenden Ressourcenmanagement nach. Wie wir bei den Kriterien 2, 10 und 11 beschrieben haben, liegen die wesentlichen Risiken, die von unserer Geschäftstätigkeit ausgehen, in einer starken Beanspruchung natürlicher Ressourcen durch den Betrieb und Unterhalt unserer Hallen sowie durch die entstehenden Abfälle aus unseren Veranstaltungen, die Klimarisiken bedingen. Hinzu kommt die Reisetätigkeit unserer Teilnehmenden, die ebenfalls erhebliche Emissionen im Scope3 mit sich bringt.   

Unser Ausgangspunkt, um diese Risiken zu adressieren, ist, die Aufmerksamkeit unserer Mitarbeitenden für das Thema zu erhöhen, sie zu informieren und im Hinblick auf umwelt- und klimafreundliches Verhalten zu sensibilisieren. Für die Jahre 2023 und 2024 ist es unser Ziel, dass jeder Mitarbeitende eine entsprechende Schulung durchläuft, denn Umwelt- und Klimaschutz ist in allen unseren Unternehmensbereichen relevant. Auch werden wir das Thema stärker in unsere interne Kommunikation aufnehmen, um mehr Bewusstsein dafür zu schaffen.

Eine tiefgehende Verankerung streben wir auch in unseren übergeordneten Prozessen an. So sind wir bereits seit 2014 nach der ISO 50001 für ein systematisches Energiemanagement zertifiziert. Für das Jahr 2023 streben wir zudem eine Umweltmanagement-Zertifizierung nach ISO 14001 an. 

Neben dem Klimaschutz, über den wir unter Kriterium 13 berichten, liegt ein Schwerpunkt unseres Umwelt- und Energiemanagements auf dem sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Durch verschiedene Maßnahmen wollen wir die kostbarste Ressource des 21. Jahrhunderts schonen und unseren Wasserverbrauch bis 2025 um 15 % reduzieren. Wir werden verstärkt Niederschlags-Grundwasser in Verbindung mit intelligenten Bewässerungskonzepten für unsere Außenanlagen verwenden, die Spülmengen der WC-Anlagen optimieren und bei Toiletten-Sanierungen den Einbau von Grauwasserleitung prüfen.

Was den Unternehmensabfall (ohne Bauschutt) betrifft, planen wir sogar eine Reduktion um 20 % bis 2025. Hier werden unsere Schwerpunkte auf der Wiederverwendung von Investitionsgütern (z.B. Büromöbel), der Reduktion von Print-Produkten und der Einführung eines Mehrweggeschirrsystems in unserem Casino liegen. Alle nicht vermeidbaren Abfälle werden von unserem Servicepartner Sortenrein getrennt und dem Stoffkreislauf wieder zugeführt.

Nicht nur in unserem operativen Tagesgeschäft, sondern auch bei der Durchführung von Veranstaltungen sehen wir großes Potenzial, einen nachhaltigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Besonders im Hinblick auf den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sehen wir viele Möglichkeiten, die wir bisher noch nicht ausgeschöpft haben. So wollen wir schrittweise gezielt auf eine großflächige Teppichverlegung (z.B. bei Gangflächen und Wegführungen) verzichten. Dies gilt auch für gedruckte veranstaltungsbezogene Beschilderungen auf unserem Gelände. Diese sollen durch die konsequente Nutzung des innovativen Navigations- und Informationssystems „myLocation“ reduziert werden.

Ausbauen in diesem Kontext wollen wir auch die Reduktion von Abwasser und Abfall, wobei den Messeständen eine besondere Bedeutung zukommt, da viele von ihnen nach einmaliger Nutzung entsorgt werden. Deshalb werden wir den Einsatz wiederverwendbarer Systemstände fördern, was eine enge Kooperation mit Messebauern und Servicepartnern erfordert. Hier sehen wir es als unsere Aufgabe, Bewusstsein zu schaffen und Aufklärungsarbeit zu leisten und nötigenfalls auch Vorgaben machen. Den Ausbau von Recycling- und Kreislaufsystemen streben wir auch für unser Catering an, indem wir verstärkt auf regionale Produkte zurückgreifen und recyclingfähiges Geschirr zum Einsatz bringen.

Um übergeordnet mehr Bewusstsein zu schaffen und Prozesse zu verbessern, planen wir die Einführung eines Zertifikats, das die nachhaltige Durchführung einer Veranstaltung nachweist und von unseren Gastveranstaltern erworben werden kann. So können wir eine nachhaltige Durchführung von Events auch über unsere Eigenveranstaltungen hinaus stärken.

Stärken wollen wir auch nachhaltige Beschaffungsprozesse im Rahmen von Veranstaltungen. Sowohl für eigene als auch für Gastveranstaltungen sollen vermehrt sozial und ökologisch verantwortliche Produkte und Dienstleistungen bezogen werden. Bis 2024 wollen wir hierfür einen Standard entwickeln, der ab 2025 dann auch bei Gastveranstaltungen zum Einsatz kommen soll. Weiterhin reduzieren wollen wir den veranstaltungsgebundenen Wasser- und Energieverbrauch. Unser Ziel ist es, den Wasserverbrauch bis 2023 um 15 % zu reduzieren.

Unsere Umweltziele für 2020 und 2021 haben wir erreicht, müssen allerdings ergänzen, dass die Aussagekraft dieser Zielerreichung aufgrund der starken Beeinträchtigung unserer Geschäftstätigkeit durch die pandemische Situation eingeschränkt ist.