12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Da B.A.U.M. bisher keine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt hat, existieren noch keine quantifizierbaren Zielsetzungen. Im Rahmen der Strategieentwicklung für die Post-Corona-Zeit sollen jedoch Ziele im Bereich der Ressourceneffizienz gesetzt werden, um den materiellen Fußabdruck der Organisation so gering wie möglich zu halten. Bisher gibt es hierzu unternehmensinterne Maßnahmen, insbesondere in Form von Beschaffungsleitlinien für Druckerpapier, Briefbögen, Visitenkarten und Notizblöcke, die unter anderem die Nutzung von 100% recyceltem Papier mit dem Blauen Engel vorschreiben.

Auch bei der Verwendung von Strom und Energie wird bereits auf Ressourcenschonung geachtet. Seit Beginn der Arbeit im Haus der Zukunft in Hamburg wird auf eine energiesparende Beleuchtung gesetzt. Die Stromversorgung wird bereits seit einigen Jahren aus erneuerbaren Energien gewährleistet. Innerhalb der Geschäftsstelle wird außerdem bei der Beschaffung von Gebrauchsgegenständen und bei der Nutzung von Verpackungsmaterialien auf Aspekte wie Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit und Notwendigkeit geachtet, um möglichst ressourcenschonend zu agieren. Mit Wasser wird sparsam umgegangen.

Bei der B.A.U.M.-Jahrestagung und Preisverleihung werden außerdem Ressourcenverbräuche, (eigens angefertigte Materialien, Verpflegung und organisatorische Emissionen) erfasst und kompensiert. Dieses Jahr war die Menge gedruckter Materialien sehr gering. Der beim ExtremWetterKongress genutzte Messestand gehört zum Bestand. Hauptsächliche Emissionstreiber waren Unterbringung sowie Anreise der Teilnehmer:innen. Die Erfassung der Verbräuche beruht auf Schätzungen und Selbstauskünften der Gäste zur An- und Abreise. Die Veranstaltungsemissionen setzen sich dabei wie folgt zusammen:

- An-/Abreisen: 2,77 t CO2e
- Unterbringung und Verpflegung: 1,99 t CO2e
- Organisation: 0,4 t CO2e
- Energieverbrauch vor Ort: 0,05 t CO2e
- Papierverbrauch: 0,0 t CO2e
- Sonstige: 0,18 t CO2e

Auch bei der Nutzung von Arbeitsgeräten wie Computern und weiterer Büro-IKT wird darauf geachtet, dass Neuanschaffungen meist aus wiederaufbereiteten Geräten bestehen. Geräte sind bei B.A.U.M. e.V. in der Regel rund 10 Jahre lang im Einsatz. Daraufhin werden sie fachgerecht entsorgt und den dafür zuständigen Stellen für ein gesetzeskonformes Recycling überlassen, da durch die erhebliche Überschreitung der durchschnittlichen Nutzungsdauer keine erneute Verwendung sinnvoll erscheint. Wesentliche Risiken im Ressourcenmanagement werden noch nicht systematisch erfasst und können nicht berichtet werden. Potenzielle Risiken können dort auftreten, wo natürliche Ressourcen in großem Maße genutzt werden. Durch die globale Disruption von Lieferketten aufgrund der Corona-Pandemie kann es beispielsweise zu kurzfristiger Rohstoffknappheit, wie in unserem Fall bei Papier, kommen.

Potenzielle Risiken werden vor allem auch dann gesehen, wenn Veranstaltungen in Präsenz stattfinden, was coronabedingt im Berichtsjahr nur einmal der Fall war. In den Fällen, in denen Veranstaltungen in Präsenz stattfinden, gilt der "Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen" von BMUB/UBA als wesentliche Maßgabe, um möglichst ressourcenschonend zu agieren.