12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Seit 2017 bezieht das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ als Teil der Nutzergemeinschaft auf dem Telegrafenberg (NuGem) seinen Strom aus erneuerbaren Energiequellen („Ökostrom“). Die Leistungsbeschreibung für den Ökostrom basiert auf den Empfehlungen des Umweltbundesamtes (UBA) einschließlich seiner besonderen Anforderungen für Wasserkraft und stellt damit höchste Ansprüche hinsichtlich ökologischer Anforderungen beim Einkauf von Strom. Gegenüber konventionell erzeugtem Strom erfordert die Ökostromnutzung einen jährlichen finanziellen Mehraufwand von ca. 50.000 EUR.  Seit 2018 hat das GFZ eine Personalstelle für den Bereich Energiemanagement geschaffen. Die dadurch bereits erreichten Fortschritte sind unter anderem:
Als weitere Ziele wurden Identifiziert:
Das GFZ betreibt in seinem Hauptgebäudekomplex „B-G“ zwei mit Erdgas betriebene Blockheizkraft-Module, drei Gasbrennkessel, zwei Absorbtionskältemaschinen, eine konventionelle Kompressionskältemaschine und eine mit CO2 als Kältemittel arbeitende Kältemaschine welche Wärme auskoppeln kann.

Die gekoppelte Strom-, Wärme und Kälteerzeugung ist zum Zeitpunkt der Berichterstellung Gegenstand einer systematischen Analyse für die zukünftige Ausrichtung. Berichtet werden daher unten die berechneten Medienverbräuche für Gas und Strom (siehe Kriterium 11: Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen).

Eine wichtige räumliche Ressource ist für das GFZ das Campusareal auf dem Telegrafenberg. Die Erhaltung und behutsame Weiterentwicklung dieser denkmalgeschützten Parkanlage stellt besondere Anforderungen an die Pflege- und Planungsarbeiten sowie die Nutzung. Neben einer regelmäßigen Grünraumpflege (u.a. mit Gehölz- und Rasenschnitt sowie Laub- und Schneeberäumung) und Einschätzungen des Zustands finden anlassbezogene Arbeiten statt (u.a. Reparatur von Wegen und Parkflächen, Baumfällungen, Nachpflanzungen von Gehölzen). Drei Dürrejahre in Folge (2018-2020) sowie Stürme – eingebettet in den generellen Trend klimatischer Erwärmung inklusive Zunahme meteorologischer Extremereignisse in Nordostdeutschland – haben zu erheblichen Schäden am Baumbestand geführt. Eine systematische Erhebung zum Zustand, zur Perspektive (Ziele) und zu konkreten Maßnahmen soll im Rahmen eines geplanten „Parkpflegewerks“ ab 2021 erfolgen.

Weitere Risiken als diejenigen, die sich aus der normalen Geschäftstätigkeit des GFZ ergeben und die negative Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosysteme haben (z.B. Energieverbrauch, Emissionen, Abfall), sind nicht bekannt. Ein potenzielles Risiko ist für das GFZ mit seiner weltweiten Tätigkeit verbunden, da die Folgen einer nichtnachhaltigen Entwicklung in vielen Teilen der Erde inklusive Klimawandel zur politischer Destabilisierung, bewaffneten Konflikten und Gesundheitsproblemen führen und die Forschung regional erheblich beeinträchtigen können.