12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Gemäß ihrer Unternehmensphilosophie geht die GROSS GmbH verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen um und sucht stets nach Möglichkeiten diese einzusparen, oder durch umweltfreundlichere Ressourcen zu substituieren.
Ein nachhaltiger Gebäudebetrieb ist der GROSS GmbH sehr wichtig. Auf den Dächern der Unternehmensgebäude sind Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 135 kWp installiert. 
Der eigenerzeugte Stromertrag liegt bei 88.824 kWh/Jahr. Der Gesamtstromverbrauch des Unternehmens GROSS liegt bei 96.896 kWh/Jahr. Rechnerisch wird ein Anteil von 91,67 % des Stromverbrauches durch Sonnenenergie erzeugt. 
Im Jahr 2014 wurde im gesamten Unternehmen die Heizung auf „Biomasse“ umgestellt und 2019 um zwei weitere Biomasseheizkessel erweitert. Die vorher eingesetzte Fernwärmeversorgung mittels Gasheizung und ca. 20 % Netzverlusten wurde nachhaltig ersetzt. Durch diese Maßnahme wurde eine Energieersparnis von ca. 35 % realisiert.
Die energieoptimierte Gebäudebe- und entlüftung mit Wärmepumpentechnik begünstigen einen niedrigen Energieverbrauch.
Eine zentrale Energieerfassungssoftware ermöglicht die Visualisierung der Energieströme und ermittelt kontinuierlich die Energieverbräuche und berechnet mögliche Einsparpotenziale. 
Durch die Umstellung auf die Photovoltaikanlage und Biomasse-Heizung konnten bereits enorme CO2-Einsparungen verzeichnet werden. Treibhausgas-Emissionen des Gebäudekomplexes, die bisher nicht vermieden werden konnten, werden durch die finanzielle Unterstüzung von Klimaschutzprojekten vollständig kompensiert, sodass wir auf diese Weise einen CO2-neutralen Gebäudebetrieb erreichen. 
 
Zur weiteren Reduktion der CO2-Emissionen strebt GROSS eine stetige Optimierung des Fuhrparks an. Für den regionalen Lieferverkehr wurden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren durch Elektrofahrzeuge ersetzt. Die verbleibenden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren sind auf dem neusten Stand der Technik und erfüllen überwiegend die Abgasnorm Euro 6. Die Verbräuche werden stetig ausgewertet und die Mitarbeitenden in Fahrerschulungen kontinuierlich auf eine energiesparende Fahrweise geschult. Im kommenden Geschäftsjahr sollen vier Diesel-Fahrzeuge durch nachhaltige Hybrid- bzw. Vollelektrofahrzeuge ersetzt werden.
In Zukunft sollen auch Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb im Lieferverkehr und Kundenservice erprobt werden, um langfristig den Fuhrpark ebenfalls CO2-neutral zu gestalten. Um die Mobilität der Zukunft besser beurteilen zu können, nehmen wir in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Gießen und der THM an einer Studie zur E-Revolution teil. Es ist derzeit nicht möglich, den kompletten Fuhrpark mit nachhaltigen Energieträgern zu betreiben. Wir sind sehr von der am Markt verfügbaren Technik abhängig, und können dieses Ziel daher derzeit nicht terminieren.
 
Unsere Mitarbeitenden werden zudem für einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und sparsamen Umgang mit Wasser, Büromaterialien und Papier angehalten. Langfristig möchten wir weitestgehend auf Papier verzichten. Wir haben hierzu bereits Serviceaufträge von Papier auf den digitalen Versand umgestellt, auch Wartungsverträge werden nicht mehr per Post, sondern nur noch digital versandt. Wir motivieren unsere Mitarbeitenden für die Digitalisierung, möchten jedoch jedem die Freiheiten lassen, so zu arbeiten wie man es möchte. Daher gibt es zu diesem Ziel keine quantitative oder zeitbezogene Einordnung. 
In diesem Jahr fand im Anschluss an die jährliche Sicherheitsunterweisung eine Schulung zum Thema Abfallmanagement statt. In folge dieser konnte ein leichter Rückgang der Abfälle sowie eine bessere Trennung von Mischabfällen erreicht werden.

Zukünftig möchten wir unseren Verbrauch der Ressource Erdöl verringern. Dazu wollen wir den Einsatz herkömmlicher öleingespritzer Kompressoren verringern und stattdessen auf wassereingespritze oder ölfreie Anlagen setzen. In 2021 soll dazu eine Pilotanlage mit mindestens 3 wassereingespritzten Kompressoren installiert werden, um diese in einem Feldtest umfangreich zu testen und das Potenzial dieser zu ermitteln. 
 
Ein gewisses Risiko sehen wir in der Verseuchung von Boden durch auslaufendes Mineralöl. Bei Instandhaltungsarbeiten an Kompressoren oder Kraftfahrzeugen werden Mineralöle verwendet. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, haben wir diverse Maßnahmen eingeleitet. Um die Lagermenge so gering wie möglich zu halten, werden Altöle regelmäßig durch einen zertifizierten Entsorgungs-Fachbetrieb abgeholt. Frisches Öl wird bedarfsgerecht bestellt. Um während der Lagerung ein Eindringen der Mineralöle in das Ökosystem zu verhindern, gibt es eine zentrale Sammelstelle für frisches und verbrauchtes Öl sowie ölbenetzter Abfälle. Diese ist ausgestattet mit modernen Sammelbehältnissen sowie Auffangwannen, die den geltenden Normen entsprechen. Darüber hinaus werden die Behältnisse regelmäßg auf den einwandfreien Zustand und die ordnungsgemäße Anwendung geprüft.