12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Durch ressourcenschonendes Wirtschaften tragen wir dazu bei, Natur und Ressourcen für zukünftige Generationen zu bewahren. Deshalb investiert EDEKA Nord jährlich in innovative Marktkonzepte und ressourcensparende Technologien, um den eigenen ökologischen Fußabdruck kontinuierlich zu verringern.  

Seit 2009 setzt sich die EDEKA-Zentrale stellvertretend für den gesamten EDEKA-Verbund zusammen mit dem WWF (World Wide Fund For Nature) für mehr Umweltschutz und nachhaltiges Handeln ein. Der Kern der Partnerschaft ist der gemeinsame Wunsch, Umwelt und Ressourcen zu schützen und für kommenden Generationen zu bewahren. Das oberste Ziel der Partnerschaft für Nachhaltigkeit von EDEKA und WWF ist es, den ökologischen Fußabdruck von EDEKA deutlich zu reduzieren und unser Unternehmen und unsere Produkte immer nachhaltiger zu machen, etwa durch einen schonenderen Umgang mit den globalen Ressourcen unserer Erde – wie Energie und Wasser – oder den Ausbau des Angebots an umweltverträglicher hergestellten bzw. umweltverträglicheren Produkten. Außerdem wollen wir Kund:innen zu nachhaltigerem Konsum motivieren – als zusätzlicher Wegweiser hilft dabei das WWF-Logo, das sich auf nachhaltigeren Eigenmarkenprodukten befindet. Diese sind von unabhängigen Dritten zertifiziert gemäß Standards, die der WWF als umweltschonend anerkennt – dazu gehören beispielsweise das Bio-Siegel, der Blaue Engel, FSC sowie mit Einschränkungen MSC.  

EDEKA und WWF haben im Rahmen der Kooperation acht Hauptthemen bestimmt, die eine besonders große Bedeutung für unsere Sortimente und weitreichende Auswirkungen auf die Umwelt haben. Die Themenschwerpunkte sind:
Damit jedes dieser Ziele erreicht werden kann, berät der WWF EDEKA fachlich fundiert über den Ausbau, die Weiterentwicklung und die bestmögliche Umsetzung für unser nachhaltiges Handeln. Für jedes Projekt sind klare, anspruchsvolle Ziele definiert. Jährlich veröffentlichen EDEKA und WWF einen sogenannten Fortschrittsbericht, der transparent über den Grad der Zielerreichung berichtet und dessen Inhalte von unabhängigen Wirtschaftsprüfer:innen geprüft wird. Die WWF-Kooperation wird stellvertretend für den gesamten EDEKA-Verbund von der EDEKA-Zentrale geleitet.
 

EDEKA Nord betreibt ein Energiemanagementsystem nach der Norm ISO 50001, um so die energiebezogene Leistung fortlaufend zu verbessern. Zudem betreibt die Fleischwerk EDEKA Nord GmbH in Zarrentin zusätzlich ein Umweltmanagementsystem nach der Norm ISO 14001. Im Rahmen beider Managementsysteme wurden Ziele erarbeitet sowie Maßnahmenpläne, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Diese werden fortlaufend weiterentwickelt, um die energetische und ökologische Verbesserung zu sichern. Die darin enthaltenen Maßnahmen beziehen sich überwiegend auf den Einsatz moderner LED-Beleuchtung, die Optimierung von Bestandsanlagen sowie auf bautechnische Maßnahmen zur Reduktion von Energieverlusten.  

Für Neubau- oder Sanierungsprojekte sowie bei der Beschaffung von energierelevanten Produkten wie LKW oder gebäudetechnischen Anlagen wird eine möglichst energieeffiziente Auslegung durch den Einsatz modernster Technologien angestrebt. Beispiele dafür sind die Nutzung effizienter CO2-Kälteanlagen, die Integration von Wärmetauschern zur Nutzung der Abwärme zur Wassererwärmung oder für Heizprozesse sowie die Integration intelligenter Steuerungen in Lüftungsanlagen und Beleuchtungen.  

Bisher konnte durch den Umbau auf LED-Beleuchtung im Bereich der Logistik 2,5 GWh Energie eingespart werden. Einen bedeutenden Schritt dabei stellt der gesamtheitliche Wechsel auf LED-Beleuchtung am Logistikstandort Neumünster dar, wodurch der Stromverbrauch um 20 % reduziert wurde und jährlich ungefähr 590 Tonnen CO2 eingespart werden können. Auch die Lagerstandorte Zarrentin und Malchow sollen bis 2023 auf LED-Beleuchtung umgestellt werden. Weiter hat sich der Kraftstoffverbrauch durch den Einsatz modernster LKW sowie eine Bewusstseinssteigerung in puncto Energie und Umwelt in der Belegschaft durch zyklische Schulungen fortlaufend verbessert.  In Zukunft sind Photovoltaik-Anlagen (kurz: PV-Anlagen) zur Eigenstromnutzung für drei Logistikstandorte geplant. So soll der Standort Malchow mit einer 2-MWp-PV-Anlage, der Standort Valluhn mit einer 1-MWp-PV-Anlage sowie der Neubau in Neumünster in zwei Bauabschnitten mit einer 3-MWp-PV-Anlage ausgerüstet werden.  

Durch die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln vor allem im Bereich der Kühl- und Tiefkühlware ist EDEKA Nord einem steten Veränderungsprozess unterworfen. Um die aktuelle und zukünftige Lieferfähigkeit sicherzustellen und der wachsenden Warenmengen gerecht zu werden, müssen bestehende Logistikflächen erweitert oder umgenutzt werden. Zudem wurde ein zusätzlicher Lagerstandort als Neubau in Neumünster geplant. Infolgedessen erhöht sich durch die Flächenvergrößerung der Energieverbrauch fortlaufend, obwohl neue energieeffiziente und umweltfreundliche Technologien sowie EEG-Anlagen zum Einsatz kommen und an Bestandsstandorten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt werden. Wegen des steigenden Transportaufwands gehen wir davon aus, dass sich der Kraftstoffverbrauch in Zukunft erhöhen wird.

Eine detaillierte Betrachtung der EDEKA Nord-Nachhaltigkeitsziele im Bereich Ressourcenmanagement findet sich unter Kriterium 3 "Ziele".