12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Energie ist unser Fokus. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sehen wir uns als Vorbild in Sachen Energieeffizienz und handeln dementsprechend. Wir arbeiten seit 2014 in einem modernen Bürogebäude, das die Firma 2013 erworben und umgebaut hat. In allen Räumen werden ausschließlich LED-Lampen genutzt. Zusätzlich sind in wenig genutzten Räumen Bewegungsmelder installiert, die das Licht nur bei Raumnutzung einschalten und anschließen automatisch ausschalten. Darüber hinaus verfügt das Gebäude über eine vernetzte Gebäudeautomation, worüber es aus der Ferne überwacht werden kann. Auf diese Weise kann z. B. vermieden werden, dass Fenster über Nacht offenstehen. Unseren Strom haben wir 2019 zu 40% von einer PV-Anlage auf dem Dach bezogen und zu 60% Grünstrom zugekauft. Weiterhin ist eine effiziente Fußbodenheizung verbaut. Der Strom- und Gasverbrauch wird über Zählpunkte erfasst und mit den Energierechnungen abgeglichen. Alle Energieverbräuche und Energierechnungen werden in der Exceltabelle „Energiemonitor“ erfasst und überwacht.

Aufgrund des bereits sehr effizient gestalteten Gebäudes bietet das Fuhrparkmanagement sowie die Dienstreisen größere Potentiale. Auch hat der Kraftstoffverbrauch den größten Anteil am Gesamtenergieverbrauch. Die Kraftstoffverbräuche werden über ein Tankkartensystem erfasst. Außerdem werden zur Erfassung der gefahrenen Kilometer Fahrtenbücher geführt. Zusätzlich werden die zurückgelegten Zug-Kilometer erfasst. In 2019 wurden 16% der Dienstreisen mit dem Zug erledigt. 2018 waren es nur 10%. Seit 2018 hat first energy eine Mobilitätsmanagerin. Diese hat den Ist-Zustand im Themenkomplex erfasst und Verbesserungspotentiale ermittelt. Schwerpunkte ihrer Analyse waren zum einen die Mitarbeitermobilität und zum anderen das Poolfahrzeug. Ergebnis der Befragung war, dass 64% mit dem Auto zur Arbeit kommen, 21% mit dem ÖPNV, 7% mit dem Fahrrad und 7% zu Fuß. Diese Verteilung spiegelt sich in unserer CO2-Bilanz wider. Ungefähr die Hälfte der Autofahrer*innen wäre bereit, das Auto für die Umwelt und Gesundheit gegen ein Fahrrad zu tauschen. Allerdings sprechen verschiedene Gründe wie eine zu lange und zu anstrengende Strecke dagegen. Der Wechsel zum ÖPNV kommt lediglich für 9% der Autofahrer*innen in Frage. Als Gründe dafür werden ein längerer Arbeitsweg und Stress durch Umstiege genannt.

Als dritter Verbrauchsbereich ist der Papierverbrauch zu nennen. Dieser ist nur schwer zu quantifizieren. Der Einkauf aus 2019 ist in Tab. 2 dargestellt. Der Vorrat wird in 2020 weitergenutzt. Das gesamte Papier ist nach verschiedenen Nachhaltigkeitsstandards zertifiziert. Zu nennen sind die Siegel FSC Mix, EU Ecolabel, TFC und das Nordic Ecolabel. Bisher kaufen wir kein Recyclingpapier ein.

Für die Bereiche Wasser und Abfall haben wir bisher kein gesondertes Erfassungssystem. Wasser wird ausschließlich in der Küche und den Sanitäranlagen genutzt. Der Verbrauch ist als unwesentlich einzustufen und wird aus diesem Grund nicht näher im Nachhaltigkeitsmanagement betrachtet. Der entstehende Abfall wird bisher nur geschätzt.

Im Hinblick auf unsere Ressourcennutzung haben wir uns folgende Ziele gesetzt:  
Diese Ziele sollen bis 2025 ggü. der festgelegten Ausgangsbasis 2018 erreicht werden. Dafür haben wir Kennzahlen gebildet deren Entwicklung der Tabelle entnommen werden kann:

Kennzahl 2018 2019 Veränderung
CO2e-Emissionen durch Dienstreisen [kg CO2e/km] 0,202 kg CO2e/km 0,124 CO2e/km -39%
Gesamtenergieverbrauch je Beratungsstunde [kWh/BS] 7,02 kWh/BS 5,77 kWh/BS -18%
Recyclinganteil des Papiers 0% 0% -
 
Unsere Nachhaltigkeitskennzahlen haben sich insgesamt sehr positiv entwickelt. Die größte Verbesserung konnte 2019 im Bereich Mobilität erzielt werden, da verstärkt die Bahn als Transportmittel genutzt worden ist. Durch die Reduzierung des Gesamtenergieverbrauchs um 21% bei ungefähr gleichbleibender Anzahl der Beratungsstunden, hat sich auch die Energiekennzahl deutlich verbessert.

Da wir in den Bereichen Mobilität und Energieverbrauch unsere Zielsetzung übertroffen haben, werden für das nächste Berichtsjahr neue Kennzahlen festgelegt. Diese befinden sich aktuell im Abstimmungsprozess.

Besondere Risiken ergeben sich aus unserer Geschäftstätigkeit nicht, außer dass sich bei steigender Nachfrage auch unsere Treibhausgasbilanz durch eine Steigerung der Fahrten sowie die Vergrößerung der Belegschaft erhöht. Letzteres beinhaltet im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit aber auch Chancen. Insgesamt ist es jedoch unser Ziel unsere Treibhausgasbilanz so gering wie möglich zu halten. Diese Zielsetzung überwachen wir mittels unserer Kennzahlen. Im Fokus steht dabei die Kennzahl Gesamtenergieverbrauch je Beratungsstunde, da diese unsere gesamte Tätigkeit abbildet. Diese Kennzahl soll sich auch bei steigender Mitarbeiterzahl im Bereich 6 kWh/BS bewegen.