12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Unsere Ziele im Umweltbereich beziehen sich sowohl auf die Vermeidung negativer Auswirkungen auf die Umwelt durch uns angediente Abfälle, als auch auf die Verringerung unserer eigenen Ressourcenverbräuche. Diese Ziele sind in Kriterium 3 dargestellt. Um unsere Ziele optimal steuern zu können, betreibt die ZAK ein zertifiziertes Umwelt- und Qualitätsmanagementsystem nach ISO 14001 und 9001 mit internen und externen Audits.  

Derzeit hat die ZAK vornehmlich qualitative Ziele definiert. Im weiteren Prozess der Strategieentwicklung werden wir jedoch zusätzlich quantitative, operative Ziele definieren und berichten (s. Kriterium 3). Dies wird uns auch ermöglichen, den Status der Zielerreichung zu messen und zukünftig zu den bereits erreichten Zielen zu berichten.

Teil des Umweltmanagementsystems ist eine regelmäßig stattfindende Risikoanalyse. Risiken auf der Deponie sind beispielsweise Gewässer- oder Bodenverunreinigungen oder Luftverschmutzungen. Durch gezielte Maßnahmen minimieren wir diese Risiken so weit wie möglich. Rund um die Deponie führen wir unter anderem ein Grundwassermonitoring durch und fangen Sicker- und Oberflächenwasser auf, um es einer fachgerechten Reinigung in der Kläranlage zuzuführen und Schadstoffeinträge in das Grundwasser vorzubeugen. Unsere Leitungen überprüfen wir regelmäßig, setzen alle nötigen technischen Maßnahmen um und messen den Methanausstoß der Deponie zweimal jährlich. Hier ist es unser Ziel, mindestens die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten, was wir im Berichtsjahr erreichten.

Als Unternehmen der Daseinsvorsorge sind auch Unterbrechungen der Entsorgungssicherheit ein potenzielles Risiko für uns. Wird die Entsorgung der Abfälle in Kaiserlautern nicht mehr sichergestellt, kann dies auch negative Auswirkungen auf die Umwelt haben, beispielsweise wenn dadurch wilde Müllkippen entstehen. Deshalb erfassen wir fortlaufend, wieviel Abfall bei uns ankommt, wie stark unsere Anlagen ausgelastet sind und wieviel Deponieraum uns zu Verfügung steht. Unser Ziel ist es, die Entsorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern an 365 Tagen im Jahr zu gewährleisten.

Eines unserer quantitativen Ziele ist es, bis zum Jahr 2021 unsere Energieeffizienz um 2 Prozent zu steigern und so unseren Energieverbrauch begrenzen. Mithilfe eines Energiemanagementsystems, das wir zurzeit aufbauen, werden wir den Energieverbrauch unserer Anlagen und Prozesse kontinuierlich kontrollieren, Potenziale zur Senkung des Bedarfs erkennen und entsprechende Energieeffizienzmaßnahmen einleiten. In einem zukünftig auf erneuerbaren Ressourcen basierten Energiesystem ist neben der effizienten Nutzung von Strom und Wärme der richtige Zeitpunkt des Energieeinsatzes von großer Bedeutung. Deshalb legt die ZAK aktuell den Grundstein, um den Energieverbrauch am Standort an die Erzeugung von erneuerbarem Strom und Wärme und an die Marktsituation anzupassen.   

Auch der Ressourcenverbrauch durch unsere Maschinen und unseren Fuhrpark prägt unseren ökologischen Fußabdruck. Unser Dieselverbrauch lag 2020 bei etwa 625.000 Litern, unser Benzinverbrauch bei etwa 8.000 Litern. Um unsere Verbräuche zu reduzieren, setzt die ZAK vermehrt Fahrzeuge mit Elektroantrieb ein. 2020 nahmen wir ein neues E-Fahrzeug in unsere Flotte auf.  

Ein weiteres quantitatives Ziel ist die Einführung der Wasserstofftechnologie bis Ende des Jahres 2025. Die Technologie ermöglicht es uns, den Betrieb des Biomasse-Heizkraftwerks fortzuführen. In Zeiten des Überangebots können wir den produzierten Strom weder kostendeckend verkaufen noch das Kraftwerk einfach abschalten. Vielmehr wollen wir den Strom nutzen, um Wasserstoff herzustellen, den wir zum Antrieb unserer Schwerlast-Lkw einsetzen. Damit senken wir zusätzlich unseren Dieselverbrauch.  

Bei unseren eigenen Ressourcenverbräuchen liegt der größte Hebel für Nachhaltigkeit in der Vermeidung von Emissionen. Wie wir zur Emissionsreduktion beitragen, beschreiben wir in Kriterium 13 und den dazugehörigen Indikatoren.