12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Maßgeblichkeit und Relevanz: Wir benötigen primär Aluminium und Kunststoffgranulat, welche beide im Rahmen der stofflichen und energetischen Wiedereingliederung größtenteils recycelt werden. Verwertbarer Ausschuss und Abfall wird ebenfalls dem Recycling zugeführt und wir tragen damit zu einem schonenden Ressourcenumgang bei. Im Rahmen der Herstellung von qualitativ hochwertigen Spezialoberflächen benötigen wir Primäraluminium. Wir bewerten deshalb unsere relevanten Lieferanten zusätzlich zu Kosten- und Qualitätsgesichtspunkten auch nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten, um negative Auswirkungen zu reduzieren.

Managementansatz: Der Umweltschutz und dessen stetige Verbesserung erfolgt auf Grundlage unseres Umweltmanagementsystems, welches seit Jahren nach EMAS und der DIN EN ISO 14001 zertifiziert ist und konsequent weiterentwickelt wird. Die Überprüfung der Wirksamkeit erfolgt regelmäßig durch interne und externe Audits. Beauftragte für Umweltmanagement, Gewässerschutz und Gefahrgut stellen organisatorisch die Umsetzung unserer nachhaltigen Unternehmenspolitik sicher. Diese berichten an dem Leiter HSE (Health, Saftey & Environment), welcher direkt einem Mitglied der Geschäftsführung unterstellt ist. Die arbeitsteilige Splittung dieser Funktionen sichert damit die rechtlichen Verpflichtungen im Bereich Arbeits- und Umweltschutz. Bereits vor der Beschaffung bewerten wir umweltrelevante Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe, Dienstleistungen und technisches Equipment nach ökologischen Standpunkten und ermöglichen dadurch eine durchgehend umweltschonende Produktion. Neben der Umstellung der Gebäudeheizung auf klimaneutrale Fernwärme beziehen wir Ökostrom aus Wasserkraft. Zielsetzung ist somit der Einsatz von Lieferanten und Dienstleistern, welche ein Umweltschutzmanagement einsetzen. Wo dies ggf. nicht nachweisbar ist, fordern wir diese Lieferanten auf, Ihre Umweltleistung zu verbessern und überzeugen uns davon in Lieferantenassessments und –audits.

Um die Ressourceneffizienz zu verbessern, arbeitet die Demmel AG vor allem an der Reduzierung des Material-, Wasser- und Energieeinsatzes.

Materialeinsatzquote 2016 2017 2018 2019 Ziel 2020
  54,6% 53,7% 49,8% 48,8%  47,1%

Unsere technischen Produktionsverfahren und Arbeitsprozesse optimieren wir stetig in Bezug auf Umweltverträglichkeit. Die positive Entwicklung unserer umweltrelevanten Leistungsindikatoren zeigt, dass ökologische und ökonomische Gesichtspunkte im Einklang stehen und vereinbar sind. Es ist für uns Motivation und gleichzeitig Ziel, dies weiter stetig zu optimieren und das Aufkommen von Abfall, Emissionen und Abwasser weiter zu reduzieren.

Risiken ergeben sich indirekt im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit auf Ressourcen und Ökosystem durch den Bezug von Primäraluminium. In interdisziplinär zusammengestellten, internen Teams und unter Hinzuziehung von Sachverständigen, Kunden und Sachversicherern werden Risiken identifiziert, bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und Gefahren und/oder Eintrittswahrscheinlichkeiten durch geeignete Maßnahmen reduziert oder die Folgen beherrschbar gemacht. Es sind uns derzeit darüber hinaus keine weiteren wesentlichen Risiken bekannt, welche sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Umweltbelange haben.