12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

SPIES ist nach DIN ISO 50001 zertifiziert und handelt nach deren Vorgaben. Durch die Einführung in 2012 konnte bereits eine Energieeinsparung von 9% erreicht werden. Seit 2019 ist SPIES ISCC PLUS zertifiziert und unterstützt damit den Einsatz von Kunststoffen die auf bio-basierten Vorprodukten hergestellt werden.

Seit 2016 wirkt SPIES im Reginee Netzwerk des VEA-Verbandes mit.
Zielsetzung ist hier die Energie- und CO2-Einsparung sowie die Definition freiwilliger Ziele.
Link VEA/Reginee

Der Grundstoff der produzierten Verpackungen ist Polypropylen (PP). Dieser Kunststoff ist Erdöl basiert und führt in öffentlichen Diskussionen zu vielen Kontroversen, auch aufgrund der Entsorgungsfrage. SPIES trägt die Verantwortung eine 100% recyclingfähige Verpackung zu produzieren, der Kreislauf muss von allen weiteren Beteiligten unterstützt werden. Dies passiert u.a. durch fachgerechte Entsorgung der Verpackungen und entsprechenden Sortiermaschinen der Entsorgerunternehmen, auf diese Faktoren kann SPIES nur bedingt Einfluss nehmen.
Zudem ist SPIES den Anforderungen seiner Kunden ausgesetzt, die ihren gesamten Kunststoffanteil reduzieren wollen und die 100%ige Recyclingfähigkeit der Verpackungen fordern. Gerade die Reduzierung der Kunststoffanteile bildet ein Risiko für das Unternehmen.

SPIES stellt die Recyclingfähigkeit seiner Produkte durch die besonders hochwertige Dekorationstechnik des IML (In-Mould-Labeling) sicher. Ausschließlich Einstoff-Verpackungen verlassen das Betriebsgelände und können so dem Wertstoffkreiskreislauf ohne Verluste wieder zugeführt werden.
Darüber hinaus beteiligt sich SPIES an der Entwicklungs- und Testphase der DigiMarc. Diese Form des Labelings stellt eine sortenreine Sortierung des Abfalls dar, wodurch der Wertstoff ohne Verluste wiederverwertet werden kann.
In Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld werden kooperative Forschungsprojekte durchgeführt. Bestandteile der Zusammenarbeit sind die Forschung an alternativen Rohstoffen sowie der thermischen Optimierung, um den Ausschussanteil zu minimieren.

Konkrete Ziele liegen zurzeit noch nicht vor. Der Aufbau von Reporting und Controlling ist zurzeit ein strategisches Thema, welches mit der Einstellung eines Controllers in 2020 angegangen wird. Auch das Nachhaltigkeitsteam wird sich mit dem Thema ab 2021 beschäftigen.