12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Als Hersteller von chemischen Rohstoffen können wir Auswirkungen auf die Umwelt nicht komplett vermeiden, denn unser Unternehmen verbraucht Ressourcen und beim Produktionsprozess entstehen Emissionen, Abwasser und Abfälle. Zudem sind wir auf zahlreiche Einsatzmaterialien angewiesen, die, sofern sie nicht fachgerecht gehandhabt werden, Umweltbelastungen zur Folge haben können.   Besonders schwere Risiken für das Ökosystem ergeben sich aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens allerdings nicht.

Zu den wesentlichen Auswirkungen unserer Produktionstätigkeit gehören der Energieverbrauch und die Emission klimaschädlicher Treibhausgase. Aus diesem Grund fokussieren wir uns darauf, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Optimierung der Produktionsprozesse zu erarbeiten und zu implementieren.  

So führten wir im Jahr 2013 am deutschen Standort ein Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001 ein. Im Rahmen dessen haben wir zahlreiche Aktionen geplant und durchgeführt – beispielsweise den Einbau von Magnetventilen in Druckluftleitungen, um das Risiko von Leckagen zu minimieren, oder die Umstellung der Beleuchtung in den beleuchtungsintensiven Lagerhallen von HQL- Leuchten auf LED. Um diesen Erfolg weiter auszubauen, werden wir in den nächsten Jahren ein Konzept zur vollständigen Ausstattung der Beleuchtung mit energieeffizienten LED Leuchtmitteln erarbeiten.  

Für den Produktionsbereich am deutschen Standort entwickelten wir eine Energiestrategie bis 2020 (Basisjahr: 2015). Ziel ist es, die Energieeffizienz durch neueste Technologien bis 2020 um rund 4 % zu verbessern. Der Fokus liegt hierbei zum einen auf der energieintensiven Produktion von anorganischen Pigmenten, zum anderen auf der Optimierung der Verfahrenstechnik, die bei der Nassvermahlung zum Einsatz kommt und in nahezu allen Produktionsbereichen angewandt wird.  

Basierend auf den Betriebserfahrungen der Anfang 2018 in den USA installierten State-of-the-Art-Anlage zur Produktion von Korrosionsschutzpigmenten, möchten wir in Deutschland ab 2020 ebenfalls für einzelne Prozessschritte beziehungsweise Aggregate verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz einführen.  

Darüber hinaus sind wir bestrebt, den spezifischen Wassergesamtbedarf durch den vermehrten Einsatz von Trockenverfahren und eine Optimierung des Kühlwassersystems um 5% zu reduzieren.