12. Liegenschaften, Bau, Freiflächen (Campusgestaltung)

Die Hochschule legt dar, wie Neubau, Ausbau, Sanierung, Renovierung, Betrieb etc. von Gebäuden der Hochschule ressourceneffizient und klimaschonend unter Einbezug der Nutzung erneuerbarer Energien geplant und ausgeführt wird. Dies bezieht sich sowohl auf die Bauwerksausführung als auch auf die Inanspruchnahme von Fläche und den Boden, auch hinsichtlich der Auswirkungen auf die Biodiversität. Zudem soll dargelegt werden, inwiefern die Gebäude eigenverantwortlich oder durch externe Dienstleister verwaltet werden.

Die Hochschule legt dar, wie sie Freiflächen gestaltet und verwaltet (inkl. Lichtsmog, Lärm und Versiegelung), die Aufenthaltsqualität sicherstellt und verbessert (Campusgestaltung).

Das Grundstück der Hochschule am Standort Elmshorn umfasst rund 18.000 qm Fläche teils mit altem Baumbestand. Auf dem Grundstück befinden sich sechs Gebäude mit rund 8.000 qm Nutzfläche, in denen 30 Seminarräume, ein Audimax, eine Mensa, eine Bibliothek, 6 IT-Räume, 7 Laborräume, Büros sowie 100 Wohnheimplätze und ein Apartment für ausländische Gastdozenten untergebracht sind.

Im Hochschulentwicklungsplan 2017 bis 2021 ist vorgegeben, Neubauten nach Standard von Passivhäusern und mit Dachbegrünung und/oder Photovoltaikanlagen zu errichten. Das jüngste, 2017 errichtete Teilgebäude unterschreitet mit einem Jahresprimärenergiebedarf von 114 KWh/m2 den Grenzwert für Passivhäuser und entspricht diesem Standard damit. Eine neue Photovoltaik-Anlage mit einer maximalen Leistung von 17 KWp auf dem Dach des Neubaus wird voraussichtlich mit einer jährlichen Stromausbeute von ca. 15.000 KWh den Strombedarf der vierzehn neuen Studentenappartements decken können. 

Noch zwei weitere Gebäude sind mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Gemeinsam mit den bestehenden Anlagen verfügt die NORDAKADEMIE über Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 66 KWp und kann damit jährlich ca. 60.000 KWh Strom produzieren. Damit wird die NORDAKADEMIE am Campus Elmshorn auch in Zukunft gut 20 % des Strombedarfs mittels Sonneneinstrahlung produzieren können. Weitere 20 % werden ressourcenschonend durch das Blockheizkraftwerk, welches auch einen Teil des Wärmebedarfs deckt, produziert. Solarkollektoren erwärmen außerdem das Brauchwasser der Mensa. Drei Dachflächen der Gebäude sind begrünt und ein Großteil der Außenanlage ist naturnah belassen. Im Mittelpunkt befindet sich ein Feuchtbiotop mit 990 qm Teichfläche, an dessen Rändern Wildblumen und Wildkräuter dominieren. Im Bestand der Bäume und Sträucher wurden 37 verschiedene Gehölzarten gezählt. Der Erhalt des Feuchtbiotops und der naturnahen Campusgestaltung sowie die Ergänzung um weitere heimische Gehölzarten gehören zu den fortwährenden Aufgaben der Campusbewirtschaftung.

Am Standort Hamburg wurde eine Etage des Bürogebäudes „Dockland“ angemietet, Verwaltung und ggf. Renovierung dieses Gebäudes liegen nicht im Verantwortungsbereich der Hochschule.