12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Durch das Kerngeschäft eines Finanzdienstleisters wie uns werden insbesondere Strom, Heizung und Büromaterialien vermehrt benötigt. Um hier ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Ressourcenmanagement zu erreichen, wurde bereits 2009 auf dem Dach des Beratungscenters Marburg eine Photovoltaikanlage installiert. In 2019 wurde unsere Filiale in Rauschenberg an das Nahwärmenetz der Gemeinde Rauschenberg angeschlossen. Des Weiteren wurden die Planungen für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach unseres Technischen Zentrums in Cappel weiter vorangetrieben.

Im Zuge unseres 2015 vorgelegten Energieaudit-Berichts wurden Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz dargelegt. Seitdem wurden bereits einige Projekte zur Verkleinerung unseres ökologischen Fußabdrucks in die Wege geleitet. Hierunter fallen unter anderem: Zusätzlich schaffen wir mit den Bauprojekten „Wohnen im Park“ (Marburg) und „Steinkaute“ (Gießen) in unserem Geschäftsgebiet und darüber hinaus insgesamt 141 neue Wohnungen nach KFW-55/-70 Standard. Die Wohnungen sind ca. 50 m² bis ca. 96 m² groß und für unterschiedliche Zielgruppen geeignet. Die bisherige Planung für „Wohnen in Park“ sieht neben Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung auf den Dächern von allen 4 Hausgruppen auch 2 E-Ladetankstellen für Stromfahrzeuge vor. Außerdem wird jeder Tiefgaragenstellplatz mit der Möglichkeit ausgestattet, eine E-Ladestelle nachzurüsten (Leitungen bis zum einzelnen Parkplatz sind vorgesehen). Des Weiteren wird die Heizungsanlage durch ein Blockheizkraftwerk betrieben. Bei dem Projekt „Steinkaute“ wird es in der gemeinsamen Tiefgarage einen allgemeinen Stellplatz mit E-Ladestation geben, welcher von jedem Mieter genutzt werden kann. Die Wohnungen werden ebenfalls mit einem Blockheizkraftwerk beheizt.

Darüber hinaus soll durch die bereits erfolgte Optimierung unseres Online-Bankings und die damit verbundene intensive Nutzung des elektronischen Postfachs der Papierverbrauch auch im Kundengeschäft sukzessive verringert werden. Ebenso wurde im Zuge eines neuen Druckerkonzepts die Anzahl der Drucker in unseren Geschäftsstellen drastisch reduziert. Damit verbunden wurde der doppelseitige Druck in schwarz/weiß auf allen Druckern als Standard eingestellt. So sensibilisieren wir alle MitarbeiterInnen für einen geringeren Papierverbrauch und treiben diesen aktiv voran.

Diese Maßnahmen sind erste Schritte, um unter anderem eine langfristige Einsparung von Strom- und Heizkosten zu erreichen. Da derzeit keine lückenlose Dokumentation sämtlicher Verbrauchsdaten vorhanden ist, kann die Erreichung dieser Ziele keiner konkreten Prüfung unterzogen werden. Mit der Erstellung des in Kriterium 11. (Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen) genannten Gesamtkonzepts erhoffen wir uns, dass mittelfristig eine Überprüfung dieser Messgrößen möglich ist.