12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Das Ressourcen-Managementkonzept besteht aus der Erarbeitung von Einsparmaßnahmen (zentral durch den Arbeitskreis sowie dezentral durch die verschiedenen Abteilungen und Bereiche der apoBank) und der systematischen Datenerhebung und -auswertung im Rahmen der Erstellung der jährlichen Ökobilanz. Damit werden die Verbräuche messbar und im Zeitablauf vergleichbar, um auf dieser Basis zielgerichtete Entscheidungen treffen zu können.

Die Ökobilanz erstellen wir nach dem Standard des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e. V. (VfU) Version 1.2 des Updates 2018, der sich für Finanzdienstleister etabliert hat. Seit 2016 erfassen wir die Daten zu Strom, Heizenergie und Wasserverbrauch, zu Geschäftsreisen per PKW, Bahn und Flugzeug, zum Papierverbrauch für Büro und Marketing, zum Abfallaufkommen und die daraus rechnerisch hervorgehenden CO2e-Emissionen. Die daraus errechneten Kennzahlen, in denen 100 % aller Mitarbeiter einbezogen sind, geben Auskunft über den aktuellen Stand unserer betrieblichen Umweltleistung. Diese veröffentlichen wir auch als PDF auf unserer Website (https://www.apobank.de/ihre-apobank/die-apobank/nachhaltigkeit.html).

In Bezug auf die Kriterien 11 bis 13 ist der Mitarbeiterbegriff weiter gefasst als der Arbeitnehmerbegriff der finanziellen Berichterstattung. Er umfasst sowohl die Arbeitnehmer der apoBank sowie externe Dienstleister, die zur Ausübung ihrer Dienstleistungen die Infrastruktur und Büromaterialien der apoBank nutzen.

Umrechnungsfaktoren zur Ermittlung von CO2-Äquivalenten basieren auf internationalen Standards der Global-Report-Initiative GRI, dem Greenhouse Gas Protokoll GHG, dem ehemals Carbon Disclosure Projekt CDP und der Science Base Target Initiative SBT. CO2-Äquivalente beinhalten die berechnete relative Treibhausgaswirkung der verschiedenen Treibhausgase.

Im Vergleich der Daten mit dem Vorjahr zeigen wir positive oder negative Veränderungen auf. Auf die erneute Angabe von 2016er Zahlen haben wir aufgrund der für diesen Zeitraum noch sehr heterogenen Datenlage für diesen Bericht verzichtet. Wir planen künftig eine Zeitreihe ausgehend vom Jahr 2017 aufzubauen, um hierdurch künftig Trendentwicklungen aufzeigen zu können.

Die Fachabteilungen und der Arbeitskreis Nachhaltigkeit identifizieren Optimierungspotenziale und der Vorstand entscheidet über Investitionen und konkrete Maßnahmen. Konkrete Zielvorgaben in Bezug auf die einzelnen natürlichen Ressourcen haben wir aus Wesentlichkeitserwägungen nicht gesetzt. Generelle Zielvorgabe ist eine Reduzierung der aus den einzelnen Verbräuchen abgeleiteten CO2-Gesamtemissionen im Jahr 2019. Messbar machen wir dies über die Leistungsindikatoren GRI SRS 305-1 bis 305-3 und 305-5.

Klimaschutz fokussiert sich in unseren Bürogebäuden im Wesentlichen auf Strom-, Brennstoff- und Wassereinsparung. Als konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduzierung haben wir in den vergangenen Jahren Investitionen in stromsparende Technik unserer IT-Systeme, Beleuchtung, Heizung und Kühlung getätigt. Alle neuen Standorte werden ausschließlich mit LED-Technik ausgestattet, und bundesweit wird 100 % zertifizierter "grüner" Strom aus Wasserkraft bezogen.

Darüber hinaus ist beabsichtigt, den Fuhrpark durch die Anschaffung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen sukzessive klimafreundlicher ausrichten. Eine konkrete Zielvorgabe haben wir nicht gesetzt. Vor dem Gebäude der Zentrale betreiben wir bereits seit mehr als zwei Jahren eine Elektrotankstelle, die von unseren Poolfahrzeugen und Kunden genutzt werden kann. 2018 sind drei Pool-Elektrofahrzeuge mit einer Gesamtkilometerleistung von 20.210 km im Einsatz.

Wir sind mit unseren Zulieferern und Dienstleistern in Gesprächen zur Bestätigung der Nachhaltigkeit und Risikoarmut von Produkten wie beispielsweise Papier und Dienstleistungen zur Gebäudereinigung. Wir werden den Einsatz von Recyclingpapier in allen Druckprozessen prüfen. Die Zielsetzung für 2020 besteht im Bereich Büropapier darin, Anteil von Recyclingpapier im kommenden Jahr zu erhöhen. Eine quantifizierbare Zielvorgabe haben wir uns noch nicht gesetzt, weil wir erst Erfahrungen mit der Umstellung sammeln wollen. Wir beabsichtigen, klare Vorgaben zur Nachhaltigkeit in den Einkaufsrichtlinien zu etablieren. Ein konkreter Zeitpunkt hierzu wurde nicht festgelegt.

Vorjahresziele bestanden in der Verbesserung der Datengrundlage sowie in der Reduzierung der CO2-Emissionen der apoBank. Das erste Ziel haben wir erreicht, indem wir im Jahr 2018 eine Schärfung der Systemgrenzen vorgenommen haben. Kleinere Filialen in Mietobjekten unter 24 Mitarbeitern werden für die Energie-, Wasser- und Abfalldaten nur noch per Hochrechnung in die Datenerhebung einfließen.

Wir folgen damit der Empfehlung des VfU, in der Datenerhebung eine Mindestabdeckung von 80 % aller Mitarbeiter zu erreichen und die Ergebnisse auf 100 % hochzurechnen. Für die Ökobilanz 2018 wurden demzufolge die Zentrale, alle weiteren Eigentums- und Teileigentumsobjekte sowie einige Mietobjekte mit mehr als 24 Mitarbeitern erfasst. Dadurch sind knapp 84 % aller Mitarbeiter einbezogen.

Die zentral erfassten Papier- und Geschäftsreisedaten 2018 standen vollständig zur Verfügung und umfassen 100% aller Mitarbeiter. Energie-, Wasser- und Abfalldaten 2018 standen für die Zentrale in Düsseldorf ebenfalls vollständig zur Verfügung (38% aller Mitarbeiter sind hier beschäftigt). Für die einbezogenen weiteren 27 Filialen, die insgesamt 46% der Mitarbeiter umfassen, fließen die Energie-, Wasser- und Abfalldaten 2018 mit bestmöglichen Schätzungen auf Basis der Verbräuche aus den Vorjahren in die Berechnung ein.

Für die Vergleiche mit den Vorjahreswerten wurden auch die Vorjahresdaten mit den aktuellen VfU-Umrechnungsfaktoren und entsprechend der angepassten Systemgrenzen neu berechnet. Basisjahr für die Vergleiche ist das Jahr 2017. Die Ermittlung der Daten für die Ökobilanz ist für ein Filialunternehmen wie die apoBank durchaus mit Herausforderungen verbunden. Nicht zentral organisierte Datenquellen müssen einzeln und filialweise abgefragt werden. Dabei sind wir auch auf die zeitgerechte Datenbereitstellung von verschiedenen externen Dienstleistern angewiesen. Besonders im Abfallbereich können wir nur sukzessive alle Abfallarten mit aufnehmen.

Bisher haben wir die in jeder Filiale vorkommenden Abfälle „gemischter Siedlungsabfall“, „Altpapier/Karton“ und datensichere Aktenentsorgung aufgenommen. Bei den Abfallarten, die nicht in jeder Filiale anfallen, konnten wir „Fettabscheider“ und „Glas“, „Biologische Abfälle“ und „Sperrgut“ mit aufnehmen. Hierzu gehören auch die gefährlichen Abfälle „Elektroschrott“, „Leuchtstoffröhren“ und die durch die Umbaumaßnahmen in der Zentrale temporär neu hinzugekommenen Abfallarten „Dämmmaterial, das aus gefährlichen Stoffen besteht“ sowie „gemischte Bau- und Abbruchabfälle“. Diese Abfälle fließen entsprechend ihres Aufkommens ohne Hochrechnung in die Treibhausgasberechnung ein.

Künftig zählen hier noch „Altmetall“, „Plastik“, „Holzabfälle“, „Altöle“ und „Batterien“ hinzu. Auch Notstromdiesel (-benzin, -gas) konnte noch nicht differenziert dargestellt werden. Ziel ist es, schrittweise alle hier genannten Abfallarten in die betriebliche Ökobilanz einzubeziehen. Eine konkrete Zeitvorgabe haben wir nicht gesetzt, weil sich der zusätzliche Rechercheaufwand in Grenzen halten und mit externen Dienstleistern abgestimmt werden muss.

Das zweite Vorjahresziel bestand in der Reduzierung der CO2-Emissionen. Dieses Ziel konnten wir nicht erreichen. Hauptursache ist ein deutlicher Anstieg externer Dienstleister, die ihre Tätigkeit im Rahmen von Beratungsprojekten in der Zentrale in Düsseldorf erbringen und hierfür die Infrastruktur und Büromaterialien der apoBank nutzen (vgl. Leistungsindikatoren GRI SRS 305-1, 305-2, 305-3 sowie 305-5).