11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Durch die Geschäftstätigkeit von TEQPORT wird die Nutzungsdauer von Gebrauchtgegenständen verlängert und somit Abfall vermieden. Weiterhin ist TEQPORT in seiner Rolle als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb für die Produktion von Sekundärrohstoffen wie Kupfer, Blei, Silber, Gold, Palladium und Platin verantwortlich, wodurch die Förderung von Primärrohstoffen reduziert wird. Hierbei achtet TEQPORT auf höchstmögliche Recyclingquoten in Kombination mit lokalen Entsorgungskonzepten.

Die Primärrohstoffgewinnung ist für einen beträchtlichen Energieaufwand, der Entstehung von Abfall (Abraum), Landverbrauch und anderen ökologischen Schäden, wie Wasserbelastung, Erosion und Zerstörung der Natur verantwortlich. In Chile werden beispielsweise jährlich 57 Mio. m³ Wasser für die Kupfergewinnung verbraucht. (Quelle 1). Die Kupferrückgewinnung vermeidet das Entstehen von 200 kg „Abraum“ je kg Kupfer im Rahmen einer Primärproduktion (bei einer Kupferkonzentration von 0,5%). Es fallen durchschnittlich 5,15 Tonnen CO2 je Tonne Kupfer an. Das Recycling in Deutschland setzt weniger als 2 Tonnen CO2 je Tonne Kupfer frei (Quelle 2).

Mit der Menge von 2.460 Tonnen zurückgewonnenem Kupfer im Jahr 2020 wurden 492.000 Tonnen Abraum, sowie 7.750 Tonnen CO2 eingespart. Außerdem wurden 410 Tonnen Blei, 24 kg Gold, 270 kg Silber und ca. 9 kg Palladium als Sekundärrohstoffe zurückgewonnen. 

Leider finden in der Primärrohstoffgewinnung heute noch Menschenrechtsverletzungen, wie Kinderarbeit, Lohndumping, mangelnder Arbeitsschutz oder Unterdrückung von Arbeits- und Gewerkschaftsrechten statt. Die sinkenden Erzgehalte verschlimmern die Situation für die Menschen in diesem Sektor. Neben der Verantwortung der Industrie nur Primärrohstoffe zu beziehen, die nicht aus fragwürdigen oder illegalen Minen stammen, kann ein konsequentes Recycling die Nachfrage an Primärrohstoffen senken. 

Neben dem Recycling von obsoleter Technik hat TEQPORT im "Second-Lifecycle-Management" für seine Kunden im Jahr 2020 3.600 gebrauchte Möbelstücke und 198.000 Festnetzendgeräte und 26.000 andere Peripheriegeräte verkauft.
Außerdem wurden 4.700 gebrauchte Notebooks, 1.300 gebrauchte PCs, sowie 1.200 gebrauchte Peripheriegeräte von TEQPORT aufbereitet und in den Second-Hand-Markt wieder eingeführt. Allein für die Herstellung eines PCs fallen ca. 100 kg CO2 an. Die Aufbereitung für den Wiedereinsatz benötigt nur ca. 3 kg CO2 (Quelle 3).
Um diese Sekundärressourcen in den Kreislauf zurückzubringen, betreibt TEQPORT drei Bürostandorte. Von dort aus werden die Rückbaumaßnahmen bzw. das Second-Hand-Management koordiniert. Diese Bürostandorte benötigen natürliche Ressourcen wie Energie, Wasser, Papier, Nahrungsmittel und generieren Abfälle. Durch den Fuhrpark, die Anreise und Geschäftsreisen der Beschäftigten wird Kraftstoff benötigt und CO2 freigesetzt. 

Quelle 1: Ressourcenschutz ist mehr als Rohstoffeffizienz – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland S. 14-15 und 23.
Quelle 2: Rohstoff- Energie- und CO2 - Einsparungen durch das Recycling von Sicherungseinsätzen von Dipl.-Ing. Götz Bräuninger S. 3 und 8-9.
Quelle 3: Energie- und CO2-Bilanz von PCs - Relevanz für ReUse-Strategien von K. Schischke TU Berlin S. 21.