11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Die bauverein AG ist in der Vermietung sowie im Neubaugeschäft tätig. Die Vermietung von Wohnraum hat nur insofern Einfluss auf die Umwelt als die Kunden der bauverein AG Ressourcen wie Energie und Wasser nutzen bzw. Müll produzieren. Das Unternehmen unterstützt seine Mieter aktiv bei der Einsparung von Energie und Müll.

Müll: Bei der bauverein AG selber fallen Abfälle lediglich in der Zentrale des Unternehmens, der Werkstatt sowie den zwei Außenbüros an. Das Müllaufkommen wird bei der bauverein AG nicht berechnet.

Für das Müllaufkommen in den rund 16.000 Wohnungen sind die Kunden der bauverein AG verantwortlich. Hier kann das Unternehmen nur begrenzt Einfluss nehmen. So wurden z.B. Mülltrennschleusen eingeführt und ein Flyer zur Mülltrennung aufgelegt. In der Mieterzeitung wird regelmäßig zum Thema Mülltrennung berichtet und für Recyclinglösungen sensibilisiert.

Energie: Die bauverein AG hat bereits Teile ihres Bestandes energetisch überarbeitet - mit spürbaren Einsparungen beim Energieverbrauch. Um die Nutzer generell für das Thema Energiesparen zu sensibilisieren, wurden ein Informationsfilm, eine Infobroschüre zu energiesparendem Wohnen und eine Raumklimatestkarte aufgelegt und ein Pilotprojekt zur Sensibilisierung der Nutzer für ihren Energieverbrauch durchgeführt.

Energieverbrauch (direkter Energieverbrauch der bauverein AG, aufgeschlüsselt nach Primärenergiequellen): In 2014 lag der Stromverbrauch bei 22.155 kWh, davon entfielen 100% auf Ökostrom. Fernwärme: 357.770 kWh.

Neben einer weiteren Sensibilisierung der Verbraucher/Kunden in Sachen Energiesparen sieht die bauverein AG großes Potenzial in der Kooperation mit Energieunternehmen. So wurden z.B. gemeinsam mit dem kommunalen Energiedienstleister Entega zwei innovative Projekte realisiert, bei denen der Fokus auf Energieeinsparungen liegt.

Im Bauträgergeschäft hatte die bauverein AG schon lange vor Inkrafttreten der EnEV hohe energetische Standards; zudem wurden zwei Passivhausprojekte realisiert. Vorgaben für den Einkauf von nachhaltigem Baumaterial gibt es noch nicht.

Biodiversität wird ebenfalls von der bauverein AG gefördert. Hier kooperiert man z.B. mit der Naturschutzorganisation BUND. Aus der Kooperation resultieren mehrere Begrünungs- und Biodiversitätsprojekte in Wohnanlagen des Wohnungsunternehmens.

Innerhalb der bauverein AG wird auf Ressourcenschonung geachtet. Neben der Verwendung von energiesparenden Bürogeräten setzt man bei Publikationen auf klimaneutralen Druck, FSC-zertifiziertes Papier und nachhaltige Werbemittel. 2016 ermittelt die bauverein AG erstmals den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens. Dazu wird ein Tool des Anbieters Climate Partner (Unternehmen für Klimaschutzlösungen) genutzt.