11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ nutzt als wichtigste energetische und materielle Ressourcen Strom, Erdgas, Treibstoffe, Wasser, Chemikalien, Werkstatt- und Baumaterialien sowie Fertigprodukte aller Art (z.B. IT-Technik, Papier, Laborgeräte) und erzeugt entsprechende Mengen an CO2-Äquivalent-Emissionen, Abwasser, Abfall und Abwärme. Der Campus Telegrafenberg ist als wichtigste räumliche Ressource einerseits ein denkmalgeschütztes Bauensemble in einer alten Parkanlage mit hoher Biodiversität und besitzt daher einen hohen baugeschichtlichen und naturräumlichen Wert für die Stadt Potsdam. Andererseits erzeugt der Campusbetrieb einen erheblichen Beschäftigten- und Lieferverkehr, finden diskontinuierliche, aber teilweise jahrelange Baumaßnahmen statt und werden dadurch vor allem tagsüber Abgase und Lärm emittiert.  

Das GFZ ist Teil der Nutzergemeinschaft „Wissenschaftspark Albert Einstein“ (NuGem) auf dem Campus Telegrafenberg. Vertragspartner für den Einkauf von Energie und Wasser ist die NuGem. Der Verbrauch von Strom und Gas wird durch die Übergabezähler des Netzbetreibers an den jeweiligen Übergabepunkten auf dem Campus per Lastgangmessung erfasst (stunden- bzw. viertelstundenscharf aus geeichter Messung).

Der Campus umfasst 46 Gebäude, welche von den Mitgliedern der NuGem teils allein und teils in Gemeinschaft mit anderen NuGem-Mitgliedern genutzt werden. Die Medienverbräche der Gebäude werden aufgrund von Durchschnittswerten für die Anzahl der MitarbeiterInnen und der genutzten Flächen auf die einzelnen Mitglieder der NuGem aufgeteilt. Als kleinste Einheit wird der Medienverbrauch von Gebäuden einzeln erfasst. Diese Messwerterfassungen finden je nach Medium und Anforderung an die Zählung in Zeitintervallen von 5 Minuten bis zu einem Monat statt. Normalerweise wird der Messwert monatlich manuell erfasst. Die Summierung der Einzelzählungen der Medien weicht im Zeitraum 2017-2019 im Bereich von -8 % bis +10 % von der geeichten Messung an den Übergabepunkten ab. Der Medienverbrauch eines einzelnen NuGem-Mitglieds muss daher als Schätzwert eigestuft werden.

Das GFZ hat neben dem Hauptcampus Telegrafenberg drei weitere Standorte in Potsdam und drei Außenstellen in Niemegk (Brandenburg), Weßling und Windischeschenbach (beide Bayern). Diese machen weniger als 10 % des Medienverbrauchs aus (Energieauditbericht 2019). Berichtet werden unten nur die Medienverbräuche des Hauptcampus.

Die quantitativen Angaben zu den Medienverbräuchen und weitere Informationen finden sich in den Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12 (vgl. Kriterium 12: Ressourcenmanagement).