11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Materialeffizienz bei Werner & Mertz  
Die Werner & Mertz Gruppe nutzt an ihren Standorten in Mainz und Hallein pflanzlich basierte Rohstoffe in allen Rohstoffbereichen. Um Biodiversität zu fördern, werden unter anderem Tenside und Seifen basierend auf verschiedenen Pflanzenquellen verwendet, wie z. B. Raps, Sonnenblume, Oliven und Flachs. Dabei gewinnen vor allem Tenside und Seifen aus europäischen Pflanzenölen eine höhere Wichtigkeit.   Es werden zudem auch Rohstoffe wie organische Säuren, Lösungsmittel und Verdicker aus natürlichen Ressourcen für die Produkte verwendet. Darunter auch Rohstoffe, die aus Fermentation von pflanzlichen Ölen und Zuckern wie Rapsöl, Mais und Weizen hergestellt werden, wie z. B. Bioalkohol, Milchsäure, Zitronensäure und Xanthan Gum. Auch bei der Verwendung von Wachsen wird durch die Nutzung von Bienenwachs und Carnaubawachs auf natürliche Ressourcen zurückgegriffen.   Generell hängen die Einsatzmengen der verwendeten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe  sowie die Veränderungen der einzelnen Materialien direkt vom produzierten Sortiment (Artikelmix) ab.  

Konkret setzt Werner & Mertz auf die folgenden qualitativen Maßnahmen zur Reduktion bei der Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen an beiden Standorten:   Wasser und Abwasser an den Standorten
Für den Standort Mainz finden sich die qualitativen Ausführungen sowie Kennzahlen für den Bereich Wasser- und Abwassernutzung in der Umwelterklärung des Jahres 2020 auf den Seiten 30 und 31.

Der Wasserbezug am Standort Hallein wird aus einem eigenen Brunnen sowie aus dem städtischen Leitungsnetz sichergestellt. Ein Großteil der Wassermenge fließt in aufbereiteter Qualität zur Herstellung in unsere Produkte ein. Aus dem auf dem Firmengelände gelegenen betriebseigenen Brunnen fördern wir seit Anfang 2006 täglich bis zu 80 m3 Wasser und stellen daraus voll entsalztes Wasser für die Produktion her. Darüber hinaus entnehmen wir täglich bis zu 15 m3 Wasser aus dem Brunnen zu Kühlzwecken. Dieses Wasser kommt nicht mit Produkten oder anderen Betriebsmitteln in Berührung und wird völlig unbelastet wieder in die Salzach eingeleitet. Die Grundwasserentnahme trägt dazu bei, den ohnehin hohen Grundwasserspiegel im Ortsteil Neualm abzusenken.

Aus dem Produktionsgebäude wird im Wesentlichen das zu Reinigungszwecken genutzte Wasser aufbereitet und danach in die Kläranlage des Reinhalteverbandes abgeleitet. Der Anstieg des Wasserverbrauchs seit 2016 ist auf die aufwendigeren Reinigungs- und Spülvorgänge bei der Schuhpflegeherstellung und -abfüllung zurückzuführen, da es bei diesen Produkten zu häufigeren Massewechseln kommt. Diese Maßnahmen dienen der Sicherstellung der gleichbleibenden Produktqualität am Produktionsstandort.  

Im Jahr 2018 sind neue Auflagen zur Entsorgung des Abwassers aus der Schuhpflegeproduktion hinzugekommen, wodurch das Abwasser in IBC/KTC Containern abtransportiert werden muss. Um stark schwankende Abwasserfrachten zu vermeiden, sind wir verpflichtet, unser Produktionsabwasser zu neutralisieren und täglich in die Kläranlage abzuleiten. Die Abwasserbelastung selbst, beispielsweise durch Tenside, wird kontinuierlich geprüft und von der Behörde überwacht. Die genehmigten Grenzwerte wurden eingehalten.  

Zahlen und Maßeinheiten zur Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen  
Für den Standort Mainz werden in der Umwelterklärung 2020 auf den Seiten 35-36 Maßeinheiten und konkrete Zahlen offengelegt, die darüber Auskunft geben, in welchem Umfang die für die Geschäftstätigkeit wesentlichen natürlichen Ressourcen genutzt werden.  

Für den Standort in Hallein lauten die Maßeinheiten und Zahlen:

Kernindikatoren
im Jahr 2019
2016 2017 2018 2019 Bemerkungen
1. Bereich Materialeffizienz
Summe aller Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe: 2.039 t
0,235 t/t
0,057 t/*
1.915 t
0,248 t/t
0,054 t/*
2.271 t
0,22 t/t
0,058 t/*
2.470 t
0,232 t/t
0,06 t/*
 
2. Bereich Wasser
Gesamter jährlicher Wasserverbrauch: 13.445 m3/t
1,551 m3/t 0.378 m3/*
17.281 m3/t
2,239 m3/t
0,487 m3/*
24.599 m3/t
2,38 m3/t

0,63 m3/*
23.201 m3/t
2,18 m3/t
0,59 m3/*
 
3. Bereich biologische Vielfalt
Flächenverbrauch in m2 bebauter Fläche: 6.617 m2
0,763 m2/t
0,186 m2/*
6.617 m2 0,763 m2/t 0,186 m2/* 6.617 m2
0,641 m2/t
0,170 m2/t
6.617 m2
0,641 m2/t
0,170 m2/t
Anteil bebauter Fläche an der Gesamtfläche 2016, 2017, 2018, 2019 = 50%

Legende:
Zahl A: Angabe der gesamten jährlichen Inputs/Auswirkungen in dem betreffenden Bereich
Zahl B: Angabe des gesamten jährlichen Outputs der Organisation (in Tonnen)
* = 1000 Stück