11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Die wesentlichen zur Produktion von Bettwaren eingesetzten Ressourcen sind Energie, Wasser und Roh-, wenige Hilfs- und Betriebsstoffe wie tensidfreie Reinigungsmitteln auf Basis von Alkohol. Als Energieträger nutzen wir Strom, Erdgas und Diesel.
Der Erdgaseinsatz ist optimiert durch den Betrieb eines eigenen BHKW und wird zu rund 38  % zur Beheizung der Hallen und Bürogebäude sowie zu 62 % für die Trocknungsprozesse der Rohstoffe genutzt. Diesel wird für Beschaffungs- und Auslieferfahrten sowie Dienstreisen eingesetzt. Ca. 70 % des Stromverbrauchs entfällt auf den Betrieb der beiden Waschstraßen. 16 % auf die Erzeugung der Sekundärenergie Druckluft. Der Rest verteilt sich auf Trockner, Misch- und Füllanlagen und Beleuchtung etc. Frischwasser (Stadtwasser - in 2017 275 m3) wird in den Sanitär- und Laborbereichen verwendet. Geringe Mengen an Frischwasser werden im Veredelungsprozess benötigt, um Verluste bei der Trocknung und anderen Teilschritten auszugleichen. Der größte Teil des Prozesswassers wird wiederaufbereitet und im geschlossenen Kreislauf verwendet.  In direktem Zusammenhang mit dem Energieverbrauch steht der Ausstoß von Treibhausgas-Emissionen. Der direkte CO2-Ausstoß setzt sich beispielsweise aus dem Erdgasverbrauch durch das BHKW, Dampferzeuger und Heizung (ca. 68 %), dem Betrieb der Produktionsmaschinen und Querschnittstechnologien (19,8 %) zusammen. Der Fuhrpark erzeugt 10,3 % zzgl. 1,7 % Mitarbeiteranfahrten  der THG-Emissionen. Indirekte CO2-Emissionen entstehen durch den bezogenen Strom, Produkt-Liefer- und Rohstoff-Beschaffungsverkehre, Abfallaufkommen im Betrieb etc. Als natürliche Rohstoffe für die Produktion werden ausschließlich Federn und Daunen genutzt: Eine ressourcenschonende Rohstoffsituation, weil ein nachwachsendes Naturprodukt verarbeitet wird, dessen Ausschüsse als Wertstoff in Form von Düngemitteln, Fasern und Baustoffen weiterverwertet werden kann. Auch der Nahrungsbedarf der Gänse ist zumeist in Bezug auf die Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen fast ideal. Als Weidetiere ohne Beifütterung gehalten benötigen Gänse lediglich Fläche und Wasser. Der sonst erhebliche Energie- und Rohstoffeinsatz für die Erzeugung von Futter, wie in anderen Bereichen der Landwirtschaft entfällt weitgehend. Betriebsstoffe: Reinigungsmittel – Verwendung von tensidfreien Reinigungsmitteln auf Basis von Alkohol mit einer Abbaurate des DOC von über 90 % in der Kläranlage. Fertige Produkte werden ca. zur Hälfte in Mehrweggebinden (langlebige Kunststoff-Gewebesäcke) verpackt versendet oder in recyclingfähigen Kartonverpackungen ausgeliefert. Die zum Versand der Waren eingesetzten unbedruckten Faltkartons bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen: Ca. 85 % Recyclingpapier, ca. 15 % Frischzellstoff (technologisches Erfordernis); Weizenstärke zur Verklebung; Sicherung mit Schnüren aus Hanf/Flachs-Gemischen. Ein Teil der für die Decken- und Kissenherstellung verwendeten Hüllmaterialien (Inletts) stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Gewerberestabfälle werden als Wertstoffe weitgehend sortenrein gesammelt (Papiere, Kunststoffe, DSD-Abfälle, biologisch abbaubare Abfälle) und an zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe der Verwertung zugeführt. Der Anteil des gemischten Gewerbeabfalls (Restabfall) beträgt nur 20 %. Grünabfälle des Grundstücks werden kompostiert. Der Flächenverbrauch umfasst mit der Gesamtfläche des Betriebsgeländes 4.564 m². Es entfallen 2.250 m² auf Grünflächen. Es handelt sich dabei um extensiv bewirtschaftete Wiesen, Baum- und Gehölzbestände sowie 140 m² Wasserfläche (Fließgewässer und Teich). Die befestigten Betriebsflächen sind wasserdurchlässig gepflastert.