11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Als Finanzdienstleister sind unsere wesentlichen Umweltauswirkungen indirekter Natur. Der größte Stellhebel liegt dabei im Angebot unserer Produkte und Dienstleistungen. Der private Immobilienbestand ist einer der zentralen Ansatzpunkte im Hinblick auf die Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Da wir als LBS Südwest nahezu ausschließlich im Bereich der privaten Wohnbaufinanzierung tätig und dabei gemeinsam mit den Sparkassen Marktführer sind, nehmen wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen eine Schlüsselstellung ein. Daraus erwächst nach unserem Selbstverständnis, aktiv Verantwortung zu übernehmen. Details hierzu beschreiben wir in den Kriterien 2 und 10.  Unser eigener Ressourcenverbrauch ist hauptsächlich durch die Nutzung von Gebäuden und unseren Geschäftsbetrieb induziert. Im Wesentlichen sind dies: Energieverbrauch der Gebäude und der technischen Geräte, Emissionen des Fuhrparks, Wasserverbrauch durch die Gebäudenutzung, Papierverbrauch und Abfall im Rahmen der Geschäftstätigkeit sowie der Dienstreiseverkehr. Durch ressourcenschonendes Verhalten nehmen wir aktiv Einfluss auf die Inanspruchnahme dieser Ressourcen. Details beschreiben wir bei Kriterium 12. Den Umfang der Inanspruchnahme belegen wir bei den Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11-12 sowie Kriterium 13.

Unser Ziel ist es, den Verbrauch von Ressourcen so gering wie möglich zu halten. Dies haben wir in unserer Geschäftsstrategie verankert. Darauf wird unser Ressourcenkonzept aufbauen. Nach der Fusion 2016 haben wir deshalb in einem ersten Schritt die Erfassung der Umweltdaten unserer drei Standorte vereinheitlicht. Diese Harmonisierung haben wir 2019 abgeschlossen und anschließend mit der Umsetzung unseres Ressourcenkonzeptes für das Gesamthaus begonnen.

In 2018 beginnend haben wir die fusionsbedingt noch rudimentäre und teilweise uneinheitliche Datenbasis weiter optimiert, so dass wir seit 2019 Umweltdaten „aus einem Guss“ ermitteln können. Die Auswertung nehmen wir anhand des VfU-Kennzahlen-Tools vor. Es ist das in der Finanzbranche führende Tool zur Erstellung von Umwelt- und Klimabilanzen. Emissionsfaktoren und Energieinput-Faktoren wurden anhand der Datenbank 'Ecoinvent' (http://www.ecoinvent.org), V.3.4, Oktober 2017, berechnet. Diese weltweit umfassendste Umweltdatenbank des schweizerischen ETH-Bereichs enthält Daten zu über 4.000 Produktions-, Transport- und Entsorgungsprozessen. Die Dokumentation zu Ecoinvent ist auf www.ecoinvent.org zugänglich, der Zugriff auf die Daten unterliegt dem Copyright und ist kostenpflichtig. Die Berechnungen wurden mit der Software 'Simapro' der Firma Pré Consultants (Niederlande) gemacht.

Wir haben uns in 2019 entschieden, anstelle des ursprünglich vorgesehenen Umweltmanagementsystems EMAS ein eigenes Umweltmanagement in der LBS Südwest aufzubauen. Im Zentrum des neu geschaffenen Umweltmanagements steht das Kompetenzteam Umwelt. Dessen Aufgaben sind die Definition der Umweltziele, die Entwicklung von Maßnahmen zur Zielerreichung, die Delegation von Aufgaben an die Unternehmensbereiche und die Berichterstattung an den Nachhaltigkeitsbeauftragten. Das Kompetenzteam kann bei Bedarf weitere Fachleute hinzuziehen. Erste Umweltziele, die in diesem Zusammenhang erarbeitet und mit Maßnahmen unterlegt wurden, bezogen sich u. a. Mit unseren bisherigen Maßnahmen im Rahmen des neuen LBS-Umweltmanagements nehmen wir aktiv Einfluss entlang der Wertschöpfungskette. Erste Erfolge sind bereits sichtbar, z. B. in Form von energetischen Einsparungen. Der Vorstand ist in die Evaluierung des Konzepts eingebunden. Daher sehen wir aktuell und mit Blick auf unsere zukünftige Positionierung keine wesentlichen Risiken.