11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

11.1.    Ökologische Auswirkungen der Geschäftstätigkeit

Obwohl Versicherungen als nicht-physische Produkte naturgemäß geringere Auswirkungen auf die Umwelt haben als das produzierende Gewerbe, ist uns dennoch ein Einfluss in folgenden Bereichen bewusst:
  1. Verwaltung
  2. Marketing
  3. Vertrieb

Zur Verwaltung zählen das Gebäudemanagement, die interne Organisation inkl. Papierverbrauch, Stromverbrauch, Abfallmenge, Wasserverbrauch und Elektroniknutzung sowie als Sonderposten unser Betriebsrestaurant; der Ressourcenverbrauch im Marketing bezieht sich auf die Herstellung von Werbematerialien; in Betrieb und Vertrieb monitoren wir die Schadstoffausstöße auf Geschäftsreisen mit Auto, Bahn und Flugzeug.

11.2.     Einflussnahme auf ökologische Auswirkungen

Prinzipiell sehen wir Möglichkeiten, unsere Ressourcenverbräuche in den genannten Bereichen Verwaltung, Marketing und Vertrieb zu optimieren. Um dies nachhaltig anzugehen, testen wir an verschiedenen Stellen neue Maßnahmen zur Ressourcenschonung.

In unserem Betriebsrestaurant setzen wir hierzu nach wie vor auf regionale und ökologische Lebensmittel und prüfen unsere Zulieferer auf Nachhaltigkeitskriterien. Zudem haben wir 2018 Papp- und Plastikbecher sowie Einweggeschirr durch biologisch abbaubare Produkte ersetzt. Entsprechend der EU-Richtlinie zur Plastiknutzung wird in unserem Betriebsrestaurant auf Einwegplastik verzichtet.

Im Marketing läuft derweil ein Test noch nachhaltigeren Papiers im Druck unserer CSR-Broschüre. Statt wie bisher nur auf FSC-zertifiziertes Papier zu setzen, drucken wir die CSR-Broschüre auf Papier mit Blauer Engel Zertifikat.

In Vertrieb und Verwaltung setzen wir nach wie vor auf mehr digitale Meetings und motivieren unsere Vertriebsmitarbeiter zu mehr Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei unseren Vertriebsazubis prüfen wir regelmäßig den Einsatz von E-Autos. Außerdem nutzen unsere Vertriebspartner im Außendienst iPads statt Papierausdrucke.

Bestehende nachhaltige Regeln wie das Auffüllen neuer Lampen mit LEDs und die Berücksichtigung von Energieeffizienzklassen bei Elektronikanschaffungen bleiben über diese Neuerungen hinaus bestehen.

11.3. Umfang der Nutzung natürlicher Ressourcen durch die Geschäftstätigkeit

Für die Bemessung unserer Umweltkennzahlen nutzen wir die Leistungsindikatoren des VfU (Verband für Umweltmanagement). Da die INTER Außenstellen in ganz Deutschland unterhält, gestaltet sich die Darstellung der Gesamtverbräuche schwierig. Wir fokussieren im Folgenden daher den Ressourcenverbrauch der Direktion. Insgesamt fällt der Ressourcenverbrauch vergleichsweise gering aus, schließlich zählt die INTER nicht zum produzierenden Gewerbe.

Folgende natürliche Ressourcen nahmen wir 2018 in Anspruch:

Flüge
In 2018 hat die INTER insgesamt 151 Flüge gebucht, dies waren nahezu ausschließlich Inlandsflüge von Vorständen und Aufsichtsräten. Es kommen 145 Flüge für Incentives hinzu.

Fuhrpark Unser Fuhrpark hat sich geringfügig verändert. Ca. 80 Mitarbeiterfahrzeuge führten 2018 zu einer durchschnittlichen Kilometerlaufleistung von etwa 40.000 Kilometer pro Fahrzeug. Unser Umsatz bei der Deutschen Bahn ist wiederum um 27 % gestiegen. Wir haben mehr als vier Mal so viele Fahrten in der Ersten Klasse registriert, die Anzahl der Fahrten stieg um 5 %. Dies resultiert daraus, dass wir das Thema CSR in unsere Reiserichtlinie aufgenommen haben. Wir wollen noch mehr Bahnfahrten und ein ruhigeres Arbeiten in der 1. Klasse ermöglichen. In der Reiserichtlinie steht: Bei der Reiseplanung sollte neben der Wirtschaftlichkeit stets auch der Umweltgedanke im Fokus stehen. Durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel kann jeder Reisende die Nachhaltigkeit (CSR) der INTER unterstützen und einen wichtigen Beitrag zur Öko-Bilanz des Unternehmens leisten.“   

Für das Geschäftsjahr 2017 zeigte sich, dass die wesentlichen Treiber unserer Emissionen der Strom- und Papierverbrauch sind. Es folgten Emissionen durch Wasser und Verkehr. Verhältnismäßig fiel der Stromverbrauch besonders ins Gewicht. Anhand der Daten aus 2017 können wir einen Vergleich mit dem Jahr 2018 anstellen. Dabei ergibt sich ein ähnliches Bild: Strom- und Papierverbrauch sind die größten Posten unserer Treibhausgasbilanz. Es folgen Abfall und Verkehr.