11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Versicherungen sind ein nicht-physisches Produkt, das keine direkte materielle Umsetzung mittels Rohstoffen benötigt. Daher haben wir im Vergleich zu industriellen Unternehmen geringere Risiken in der Auswirkung auf Umweltbelange, weshalb 2017 keine umweltbezogene Risikoanalyse durchgeführt wurde. Gleichwohl nehmen wir die Themen sorgfältiger Ressourcenverbrauch, Energieeffizienz und Emissionen sehr ernst und prüfen daher ab 2018 systematisch unseren Geschäftsbetrieb auf weitere Herausforderungen. Unser Umweltkonzept orientiert sich an den VfU-Umweltkennzahlen und betrifft insbesondere folgende Bereiche (über das Beschriebene hinaus haben wir noch kein Konzept verfolgt):

- Ressourcenverbrauch (Papier, Wasser, Abfall, Kühlmittel)
- Energieeffizienz (Strom, Fernwärme)
- Emissionen (Fuhrpark und Geschäftsreisen, Abfallentsorgung, Zulieferer)

Der INTER Konzern hat zudem Notfallvorsorgekonzepte für den Nutzungsausfall von Gebäuden erstellt, da ein zügiger und organisierter Umgang mit Ereignissen, die zum Ausfall von wesentlichen Bereichen, Prozessen und Ressourcen führen können, notwendig ist, um größere Schäden zu vermeiden bzw. diesen vorzubeugen. Ziel hiervon ist es, die Geschäftstätigkeit während eines möglichen Ausfalls aufrechtzuerhalten und die vollständige Betriebsfähigkeit innerhalb einer tolerierbaren Zeitspanne wiederherzustellen. 

In den folgenden Texten wird jedoch zu den einzelnen Punkten ausführlich Stellung bezogen. Die genannten Zahlen beziehen sich auf die INTER (ohne polnische Gesellschaften, Bausparkasse Mainz und FAMK).

11.1. Ökologische Auswirkungen der Geschäftstätigkeit
Der Papierverbrauch ist für Versicherungen eine wesentliche beeinflussbare Umweltgröße, weshalb die INTER Versicherungsgruppe hierbei verstärkt auf digitale Möglichkeiten setzt und dies in Zukunft noch weiter ausbaut. Lange Transportwege durch Outsourcing finden aufgrund unserer Produkt- und Dienstleistungspalette praktisch nicht statt. 

Alle Materialien, die uns umgeben, wählen wir mit Sorgfalt aus. So erfüllen in der Direktion in Mannheim beispielsweise alle Teppiche die Anforderungen der Umweltproduktdeklaration des Instituts Bauen und Umwelt e.V. Unsere Beleuchtung besteht zu einem Großteil aus LEDs. Unsere 130 Dienstfahrzeuge sowie indirekt die Bahnfahrten und Flugreisen verursachen jedoch CO2-Emissionen. Unser Betriebsrestaurant bereitet die Speisen größtenteils mit Zutaten aus der Region zu. Unser Fuhrpark wird von deutschen Zwischenhändlern zur Verfügung gestellt.

11.2. Einflussmöglichkeiten auf ökologische Auswirkungen
Diverse Materialien werden bereits nur digital zur Verfügung gestellt, um den Papierverbrauch zu minimieren, z. B. Geschäftsbericht, SFCR-Bericht und CSR-Bericht. Weitere Anwendungen, wie z. B. die Möglichkeit zum Online-Abschluss, die INTER Rechnungen-App sowie der digitale Chatbot EVA, ermöglichen es Vermittlern und Kunden, neben dem Papierverbrauch auch CO2-Emissionen zu umgehen. Ebenso wirken im Vertrieb digitale Apparaturen papierverbrauchsverringernd, z. B. der Einsatz von iPads. In der Betriebsorganisation achtet die INTER auf einen sparsamen Einsatz von Kopierpapier sowie Papierhandtüchern. Unseren Papierverbrauch wollen wir kontinuierlich weiter senken – auch auf den WCs: 2017 haben wir in der Direktion in Mannheim 1.024 Kartons Papierhandtücher verbraucht. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 32 Kartons (2016: 1.056 Kartons). Diese Reduzierung ist auf Schilder an den Waschbecken zurückzuführen, die zu einem geringen Verbrauch animieren. 

Bewegungsmelder helfen, die Beleuchtung nur an notwendigen Stellen einzusetzen. Darüber hinaus prüft die INTER sorgfältig, ob Büroeinzelgeräte (Drucker, Scanner) notwendig sind oder durch Multifunktionsgeräte, die bei Nichtbenutzung in den Standby-Modus gehen, ersetzt werden können. Bei allen technischen und elektrischen Betriebsmitteln nutzen wir die Stromspar-Funktion. Wir prüfen derzeit, ob wir vermehrt Laptops statt Desktop-Rechner einsetzen, da ein Laptop rund ein Drittel weniger Energie als ein PC verbraucht. Unser Vertrieb arbeitet bereits ausschließlich mit energiesparenden iPads. Beim Neukauf von Geräten oder Betriebsmitteln achten wir grundsätzlich neben Qualität auf die Energieeffizienz.

Durch die Installation von Sensoren und Boilern wird der Wasserverbrauch reduziert.

Maßnahmen, wie digitale Meetings oder Geschäftsreisen per Bahn, sorgen dafür, dass klimarelevante Emissionen durch Geschäftsfahrzeuge vermieden werden. 

11.3. Umfang der Nutzung natürlicher Ressourcen durch die Geschäftstätigkeit
Da die INTER als Dienstleister kein produzierendes Unternehmen ist, kann der Umfang der Nutzung natürlicher Ressourcen für die Geschäftstätigkeit als gering eingeschätzt werden. Von uns wird v. a. Papier für Geschäftsprozesse, Wasser, Strom sowie Fernwärme für die Betriebsorganisation verwendet.