11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Als Dienstleistungsunternehmen sehen wir den Ressourcenverbrauch im Vergleich zu anderen Branchen bzw. zu verarbeitenden Unternehmen als untergeordnet an. Aus diesem Grund sehen wir die Implementierung und Unterhaltung eines Umweltmanagements und damit verbundene Ziele, zeitliche Umsetzungsvorgaben, Steuerung und Berichtswesen aktuell nicht für notwendig an. Wie bereits in Kriterium 2 dargelegt, sehen wir die Risiken unserer Geschäftstätigkeit in Bezug auf Umweltschäden als nicht wesentlich an. Nichtsdestotrotz achten wir im Zuge unserer genossenschaftlichen Werte auf eine ressourcenschonende Unternehmenspraxis.

Als Kreditinstitut liegt der wesentliche Ressourcenverbrauch für unsere Geschäftstätigkeit beim Energieverbrauch, Papier und Mobilität in Form von Dienstfahrten per unternehmenseigenem Fuhrpark (genauere Verbrauchswerte in den Leistungsindikatoren G4-EN3 und G4-EN23). Den Wasserverbrauch sehen wir in diesem Zusammenhang als unwesentlich an, da hier keine Einsparpotenziale zu erkennen sind. Zur Verbesserung der anfangs genannten wesentlichen Ressourceneffizienz bzw. -reduzierung befinden wir uns in einem stetigen Prozess. Mit Blick auf die Energiebilanz haben wir zum einen seit 2009 eine eigene Photovoltaikanlage auf unserem Verwaltungsgebäude installiert. Grundsätzlich beziehen wir 100 Prozent Ökostrom über unseren Energieversorger und sparen somit erhebliche CO2-Emissionen ein. Wir möchten damit einen Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz leisten.

Zum anderen sind wir durch verschiedenste Digitalisierungsmaßnahmen dabei, moderne, energiesparende Geräte zu implementieren und die Gesamtanzahl der Geräte zu optimieren. Beispielhaft hierfür sind die Installation von Multifunktionsdruckern auf Stockwerken anstelle von Einzeldruckern in einzelnen Büros. Dadurch wird auch dauerhaft der Verbrauch der Ressource Papier geschont, da sowohl weniger Drucker vorhanden sind, als auch die digitale Archivierung durch integrierte Scanner gefördert wird. Im Jahr 2015 hat die Mainzer Volksbank erstmals einen Energie-Audit nach DIN EN 16247-1 durchgeführt, auf dessen Grundlage auch in Zukunft Rückschlüsse auf Optimierungspotenziale zur Ressourceneffizienz geschlossen werden.

Um Emissionen seitens unseres Fuhrparks zu reduzieren, fördern wir den Einsatz von digitalen Meetingvarianten, um die durch die dezentrale Struktur des Filialbetriebs oft notwendigen Kurzstrecken durch Betriebsfahrten zu reduzieren. Zusätzlich sind wir seit 2016 im Besitz eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs, mit dem E-Mobilität als mögliche Alternative zum bislang genutzten Mobilitätskonzept untersucht werden soll. Für die stärkere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch unsere Mitarbeiter sind wir aktuell dabei die Möglichkeiten einer vergünstigten Nutzung mit den örtlichen Verkehrsbetrieben zu erörtern.

Wie bereits in Kriterium 10 beschrieben, sind wir als finanzieller Partner des privaten und gewerblichen Mittelstandes mit unserer Geschäftstätigkeit maßgeblich an der energetischen Modernisierung unserer Region beteiligt. Hierzu bieten wir unseren Mitgliedern und Kunden aktiv öffentliche Förderprogramme an und beraten mit unserer genossenschaftlichen Branchenkompetenz.