11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Wesentliche Angaben hinsichtlich Umweltbelangen (Kriterien 11 bis 13)

Ziele in Bezug auf Umweltbelange Status Ergebnis und Fortschritt 2018
Wir stellen konzernweit sukzessive auf LED-Beleuchtung um. fortlaufendes Ziel Im Jahr 2018 haben wir drei neu eröffnete WASGAU Frischemärkte mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Zusätzlich wurden vier Bestandsmärkte und zwei C+C Märkte auf LED-Beleuchtung umgestellt.
Darüber hinaus wurde in Teilbereichen der Produktionsbetriebe und der Logistik LED-Technik installiert.
Wir streben eine konzernweite Reduzierung des Energie-Leistungsindikators bei Strom um 5 % an (Basisjahr 2015). 2019 Im Jahr 2018 konnten wir unseren Energiebedarf an Strom um 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr senken. Auf bereinigter Fläche, in unseren Frischemärkten (ohne Neubauten und Schließungen), ergibt dies eine Reduzierung um 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr.
Wir erhöhen konzernweit die Energietransparenz durch zusätzliche Messungen. fortlaufendes Ziel Neben den geregelten Messungen haben wir in 2018 weitere Untermessungen installiert. Dadurch erhöhen wir unsere Energietransparenz.
Wir überprüfen konzernweit die Nutzung von Verglasung für die Kühltruhen und die Wirtschaftlichkeit des Einbaus. 2018 Die Überprüfung wurde durchgeführt. Im Ergebnis hat sich die WASGAU dazu entschieden, die Verglasung für die Kühltruhen bei allen Neu- und Umbauten ab 2018 durchzuführen.
Wir überprüfen die größten Wärmeerzeuger und ermitteln die Wirtschaftlichkeit eines Austauschs. fortlaufendes Ziel Nach Überprüfung erfolgte ein Austausch im WASGAU Metzgerei Produktionsbetrieb.
Die Dampferzeugung wird seit der Umstellung direkt in die Heizungsanlage eingespeist.
Das Einsparpotenzial wird sich nach Herstellerangaben auf jährlich ca. 64 Tonnen CO2 belaufen.
Wir überprüfen die größten Erdgasverbraucher und ermitteln die Wirtschaftlichkeit eines Austauschs. 2018 Momentan wird in einigen Bereichen Erdgas genutzt. Die Überprüfung ergab, dass dies ein sinnvoller Bestandteil des energetischen Gesamtkonzepts des WASGAU Konzerns darstellt.
Bei Neubauten von WASGAU Frischemärkten verzichten wir auf den Einsatz von Erdgas als Energieträger.
Wir arbeiten nach Möglichkeit mit lokalen Lieferanten zusammen, um kurze Transportwege zu gewährleisten. fortlaufendes Ziel Wir wollen die Zusammenarbeit mit regionalen und lokalen Lieferanten weiter fördern. Insbesondere beim Bau neuer WASGAU Frischemärkte und auch bei der Wartung und Instandhaltung unserer Liegenschaften ist ein wichtiges Kriterium die räumliche Nähe der Geschäftspartner.
Wir beabsichtigen, den Anteil an schadstoffarmen Fahrzeugen in unserem Fuhrpark weiter zu erhöhen. fortlaufendes Ziel Unser Fuhrpark besteht momentan aus 139 Pkw sowie 75 Lkw, die der Euro-5- und Euro-6-Abgasnorm entsprechen. Für das Jahr 2019 planen wir die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs zu Testzwecken.
Wir versuchen verstärkt, Plastikabfälle in den Produktionsbetrieben und Märkten zu minimieren. fortlaufendes Ziel Plastikabfälle werden bei uns gesondert betrachtet, aus der Sicht der Verpackung, in der Lebensmittel an den Endverbraucher abgegeben werden.
Seit Jahresmitte haben wir in unseren WASGAU Bäckerei-Filialen sukzessive auf recycelte Papiertüten umgestellt.
Durch den Einsatz von Mehrwegtransportbehältern in unserer Frischelogistik reduzieren wir unsere Emissionen jährlich um bis zu 241 Tonnen CO2.
Im Laufe des Jahres 2018 haben wir die Verpackung in den WASGAU Metzgerei-Filialen auf eine nachhaltigere Alternative umgestellt.
Wir modernisieren fortwährend unsere Märkte, sodass sie dem neuesten technischen Stand entsprechen. fortlaufendes Ziel Entsprechend unserer Expansionsplanung und wo immer bautechnisch möglich, werden ressourcenschonende Komponenten in unsere WASGAU Frischemärkte eingebaut.
Dazu zählen insbesondere: LED-Beleuchtung, neueste Kühltechnik, Klimatisierungsanlagen und Wärmetauscher.


Weitere Angaben zu Kriterium 11: Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen:

Als Handelsunternehmen und Lebensmittelproduzent verzeichnet die WASGAU vor allem bei den Wertschöpfungsprozessen Verarbeitung, Lagerung, Transport, Zubereitung und Verkauf wesentliche Ressourcenverbräuche. In den Produktionsbetrieben nutzen wir Transportverpackungen, z. B. Holz, Kunststoffe (wie PVC) sowie Papier, Pappe und Karton. Zur Produktwerbung, wie beispielsweise bei unseren Broschüren und Handzetteln, nutzen wir Papier, welches mit dem „Blauen Engel“ gekennzeichnet ist. Für Produktions- und Vertriebsprozesse nehmen wir Ressourcen wie Energie und Wasser in Anspruch.

Insbesondere in der Logistik, in unseren Märkten und in den Produktionsbetrieben fällt ein erheblicher Anteil unserer Energieverbräuche an: Die Beleuchtung, der Betrieb unserer Anlagen, die Klimatisierung und die Belüftung unserer Gebäude machen einen großen Anteil unseres Energieverbrauchs aus. Um die Einhaltung der Kühlketten zur Produktsicherheit zu gewährleisten, setzen wir in den Märkten, den Produktionsbetrieben und in der Logistik darüber hinaus Kühlanlagen und Kühlmittel ein. Ein weiterer Teil unserer Ressourcennutzung resultiert aus dem Kraftstoffverbrauch unseres Fuhrparks. Für die C+C Märkte sind derzeit 36 Lkw (VJ 35) auf den Straßen in der Region unterwegs. In der Metzgerei verfügen wir über eine Flotte von 15 Lkw (VJ 15) und in der Zentrallogistik beträgt die Anzahl 24 Lkw (VJ 24).

Abfälle entstehen bei WASGAU aus Verpackungsmaterialien in der Produktion, in der Logistik und in den Einzelhandels- und C+C Märkten. Im Produktionsprozess fallen zudem Reststoffe an. Hinzu kommen dem Abfall zuzuordnende Lebensmittel. Ein weiterer Posten sind diejenigen Wertstoffe, welche nach der Nutzung von Produkten bei unseren Kunden entstehen und für welche wir in unseren Märkten Annahmestellen eingerichtet haben. Darunter fallen beispielsweise PET-Flaschen, Pfandflaschen und alte Batterien. Gefährliche Abfälle fallen im Betrieb aus Sandfanganlagen oder Öl- bzw. Wasserabscheidern sowie durch den Einsatz von Motoren- und Getriebeöl an.

Einen Großteil der im Sortiment angebotenen Produkte kauft die WASGAU von Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie ein. Im Berichtszeitraum erfasste die WASGAU den Ressourcenverbrauch in dieser erweiterten Lieferkette nicht, weil sie die Waren im Wesentlichen nicht direkt, sondern über Zwischenhändler bezieht. Aus diesem Grunde liegen hierzu keine konsistenten Daten vor.