11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Vor dem Hintergrund begrenzter Rohstoffe und zunehmender Umweltverschmutzung ist die Sammlung, Wiederverwendung und Verwertung von Abfällen elementarer Bestandteil eines geschlossenen Rohstoffkreislaufes. Als Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebe leisten wir somit täglich einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Um diesen Beitrag noch größer werden zu lassen, engagieren wir uns innerhalb und außerhalb unserer Betriebsgrenzen für Nachhaltigkeitsthemen.

Unsere größte Einflussmöglichkeit liegt in der Behandlung und Verwertung der von uns gesammelten Abfälle. Hierbei orientieren wir uns an der Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Nach dieser fünfstufigen Hierarchie hat die Abfallvermeidung die höchste Priorität. Dieses Thema gehen wir beispielsweise an, indem wir Repair-Cafés auf einem unserer Recyclinghöfe anbieten und die Plattform www.rohstoffretter.info betreiben, über die neben Inseraten zum Schenken und Tauschen auch Einträge zum Leihen, Reparieren sowie zu Second-Hand- und Flohmärkten möglich sind.

Nicht vermeidbare Abfälle sind zur Wiederverwendung vorzubereiten. Im Rahmen unserer Altkleidersammlung engagieren wir uns für dieses Thema, denn ca. 50 Prozent der gesammelten Textilien sind wiederverwendbar. Durch materialschonende Handleerung und mehrstufige Sortierung wird gut erhaltene Ware in Deutschland und Europa weiterverwendet, weitere Ware senden wir nach Afrika, Asien oder Südamerika. Nicht wiederverwendbare Textilien werden in Europa zu Putzlappen und Dämmmaterial verarbeitet.

Ist die Wiederverwendung nicht möglich, so sind die Abfälle möglichst durch die werkstoffliche Verwertung zu recyceln. Das heißt Altpapier verarbeiten wir zu Papier-Recyclat, Alt-Glas zu Glas-Granulat und Alt-Metalle zu sortenreinen Chargen, die direkt wieder der Produktion zugeführt werden können. Den uns zugeschriebenen Anteil der gesammelten Wertstoffe lassen wir von einer Sortieranlage sortieren und erreichen somit eine werkstoffliche Verwertungsquote von rund einem Drittel der Wertstoffe, während etwa zwei Drittel thermisch verwertet werden. Die thermische Verwertung ist dabei die letzte der fünf Hierarchiestufen. Sie wird beispielsweise für Restmüll verwendet, der nicht oder nur sehr schwer sortierbar ist. Eine Ausnahme bilden hier holzreiche Bioabfälle, wie sie etwa in der Grünflächenbewirtschaftung und in der Sperrgutsammlung anfallen. Diese sollen laut des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorrangig zur Produktion von Energie aus Biomasse verwendet werden.

Um die werkstoffliche Verwertungsquote zu verbessern, bieten wir im Rahmen unserer Umweltpädagogik unter anderem Materialien zur Müllsortierung an, mit denen vor allem Schulkinder spielend den richtigen Umgang mit Abfällen lernen können (https://www.wb-duisburg.de/Umweltpaedagogik/index.php).

Zusätzlich zu den so behandelten Abfällen hat unsere Tätigkeit als Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb selbst Auswirkungen auf die Umwelt. Um diese so gering wie möglich zu halten, versuchen wir, unsere Touren zu optimieren sowie Fahrzeuge zu kaufen, die möglichst schadstoffarm sind. Durch gezielte Fahrertrainings versuchen wir außerdem, unsere Kraftstoffverbräuche und damit unsere Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren. Die durch unsere Gebäude verursachten Emissionen reduzieren wir unter anderem durch eine Photovoltaikanlage, die etwas über acht Prozent des von uns verwendeten Stroms produziert.