11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Nachhaltiger Klima- und Umweltschutz ist für degewo ein wichtiges Thema, dem wir uns verpflichtet fühlen. Konkrete Ziele zum Energiesparen und Klimaschutz im Gebäudebestand hat degewo mit dem Land Berlin in mittlerweile zwei Klimaschutzvereinbarungen festgehalten. So konnten bereits im Zeitraum der ersten Vereinbarung fast 7.800 Tonnen CO2 eingespart werden. degewo hat sich 2012 im Zuge einer zweiten Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin dazu verpflichtet, die durchschnittlichen CO2-Emissionen je Wohnung bis 2020 auf 1,33 t zu senken. Das entspricht einer jährlichen Minderung von 30.000 t gegenüber dem Niveau des Jahres 2010. Die Energielieferung durch die degewo-Tochtergesellschaft degewo netzWerk GmbH bedeutet für degewo und ihre Mieter einen wichtigen Beitrag zu mehr Umwelt- und Klimaschutz. Dies erreicht sie beispielsweise durch erneuerbare Energien, unsere Photovoltaikanlagen und unser selbst errichtetes Blockheizkraftwerk, durch den Einsatz von innovativer energieeffizienter Technik wie der Solarthermie und unsere energetischen Sanierungen, die Energiebedarf und damit die Energiekosten senken.

degewo hat im Rahmen von Vereinbarungen verbindliche Vorgaben rund um die Wärmeerzeugung festgelegt. Beschäftigte und externe Projketbeteiligte können sich so bei Planung und Umsetzung von Sanierungen und Neubauten sowie der Steigerung der Energieeffizienz an klaren Standards orientieren. Konkret heißt dies, dass Primärenergieträger auch unter Klimaschutzaspekten ausgewählt werden und bei der Planung von Wärmeerzeugungsanlagen geprüft wird, ob diese sich für den Einsatz von Solarthermie oder anderen regenerativen Energien eignen. Durch eine Dachsanierung und Installation von Photovoltaik-Anlagen auf den Dachflächen an verschiedenen Standorten trägt degewo bereits seit über 15 Jahren zur Erzeugung von Solarstrom bei. Die erste Photovoltaik-Anlage hat degewo bereits 1997 errichtet, als Fassadenanlage am Hochhaus Helene-Weigel-Platz 6 / 7 in Berlin-Marzahn. Zum damaligen Zeitpunkt galt diese Anlage als die größte ihrer Art in Europa.

Im Jahr 2009 beschloss degewo dann grundsätzlich, ihre Dächer der regenerativen Solarstromerzeugung zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung ist dabei, dass die Dachflächen zuvor saniert werden. Somit erhalten die Dächer eine Wärmedämmung gemäß den heutigen Standards. Dachflächen sowie Solaranlagen haben einen gemeinsamen Lebenszyklus. Größere Reparaturen bzw. eine Erneuerung der Dachhaut, die einen zeitweisen Rückbau der Solarmodule bedeuten würden, entfallen. Der erzeugte Strom wird von der degewo netzWerk GmbH ins öffentliche Netz eingespeist oder als Hausstrom für das Gebäude genutzt.

Im Jahr 2014 hat degewo eine Energiestrategie festgelegt. Sie zielt auf die mittelfristige Ablösung von Heizöl als Energieträger für Heizungsanlagen und langfristig auf die eigene Stromerzeugung in Höhe des gesamten Hausstrombedarfs des Gebäudebestandes. Planung und Umstellung der Heizölanlagen auf Erdgas- oder Fernwärmeversorgung sind angelaufen. Die Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen für unsere Geschäftstätigkeit spielt zudem auch besonders beim Neubau und auch bei der Sanierung eine wichtige Rolle.

degewo erhebt Materialverbräuche in geringem Umfang (zum Beispiel für die Hauptgeschäftsstelle siehe Leistungsindikatoren Kriterium 11-12). Die Erhebung ist für degewo als bestandshaltendes Wohnungsbauunternehmen jedoch von untergeordneter Bedeutung.