11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Begriffe wie regenerative Energien, Energieeffizienz, ökologisches Bauen und Energie sparen gehören längst zur Umgangssprache. Energie ist ein Zauberwort unserer Zeit. Aber es ist nun einmal unumstößliche Tatsache, dass Klima- und Umweltschutz mit eine der wichtigsten Aufgaben des Bundes, der Länder und der Kommunen ist, der mit sofortigen Maßnahmen und langfristigen Strategien auf allen Ebenen begegnet werden muss. Die Stadt Langen, eine der Rechtsvorgängerin der heutigen Stadt Geestland, hat ihre Verantwortung für dieses Thema erkannt und ist 2009 der Resolution zum Masterplan Klimaschutz im Regionalforum Bremerhaven beigetreten. Außerdem wird derzeit an einem integrierte energetischen Quartierskonzept in Langen gearbeitet. In Bad Bederkesa wird ein Energiewerk errichtet, in dem der Rasenschnitt unserer stadteigenen Liegenschaften und der Baumschnitt verarbeitet werden. Dieses Energiewerk wird unsere Moortherme, eine Schule samt Turnhalle mit Wärme versorgen.

Zur Erledigung der Aufgaben  werden verschiedene Ressourcen. Es ist z.B. notwendig, Flächen für die notwendige Infrastruktur bereit zu stellen (Straßen- und Wegebau). Weiterhin sind Liegenschaften erforderlich, die errichtet und unterhalten werden müssen. Auch dabei werden natürliche Ressourcen verbraucht  und es entstehen Emissionen. Die Stadt geht diese Aufgaben allerdings sehr bewusst an und ist bestrebt, den Ressourcenverbrauch auf das unbedingt notwendige zu beschränken. So wird versucht, die Innenbereiche zu stärken und möglichst flächensparend zu bauen. Zusätzlich werden Umbauten Neubauten vorgezogen, um Folgenutzungen vorzunehmen und keine Leerstände entstehen zu lassen. Bei Investitionen erfolgt eine Betrachtung der Kosten der Lebenszeit und der Folgekosten. Es werden fossile Energieträger zunehmend durch regenerative Energie ersetzt und es erfolgen Maßnahmen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren.

Die Wärmegewinnung erfolgt weiterhin überwiegend aus Erdgas. Allerdings erfolgte zur Jahresmitte 2018 eine europaweite Neuausschreibung des Wärmeliefer-Contractings. Dabei wurden zusätzliche Liegenschaften berücksichtigt, die mit neuen Anlagen der Wärmegewinnung versehen und zukünftig noch effizienter gesteuert werden. Nach und nach werden die Heizanlagen auf regenerativen Energie umgestellt. Diverse Heizanlagen bei Kitas und Schulen laufen über Nahwärmeleitungen von Biogasanlagen. Die Moor-Therme als Hauptverbraucher der Stadt soll zukünftig mit regenerativer Energie aus einer Biomasse-Heizung versorgt werden. Die vollständige Stromversorgung der Stadt erfolgt bereits regenerativ (über Ökostrom des regionalen Versorgers bzw. über PV-Anlagen). Weitere Angaben dazu unter Pkt. 12 und 13. Ein Problem stellt weiterhin der Flächenverbrauch dar. Allerdings wird so bodenschonend wie irgend möglich gehandelt. Außerdem erfolgen umfangreiche Kompensationsmaßnahmen (häufig weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, z. B. Klimaschutzwald in Langen oder Schulwaldprojekt in Bad Bederkesa).