11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Wir haben strategisch verankert, dass wir eine Reduktion unseres CO2-Fußabdrucks von jährlich 2% anstreben (vgl. Kriterium 3). Dieses Ziel wird über die Nachhaltigkeitslandkarte im Handlungsfeld Geschäftsbetrieb operationalisiert (vgl. Kriterium 1 und Kriterium 6).

Unsere größte Einflussmöglichkeit auf den Verbrauch natürlicher Ressourcen sehen wir in unserem Geschäftsbetrieb (insbesondere Energieverbrauch) sowie bei unseren direkten Lieferanten und Dienstleistern.

In 2017 haben wir begonnen, den Verbrauch von natürlichen Ressourcen mit der Systematik des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU) zu erheben. Auf dieser Grundlage können wir einen vollständigen Überblick über die relevanten Kennzahlen geben und unsere Ressourcenverbräuche systematisch verringern.

Unsere wesentlichen Verbrauchsgrößen sind Energie und Papier. Unser Energieverbrauch belief sich im Jahr 2019 auf ca. 14,2 Mio. kWh (2018: 14,6 Mio. kWh), davon sind 99% seit 2018 Ökostrom. Unser Heizungsverbrauch ist mit 19,0 Mio. kWh Wärme (2018: 18,6 Mio. kWh) nahezu auf Vorjahresniveau geblieben. Darüber hinaus konnten wir unseren Papierverbrauch um 26% auf 313,7 t reduzieren.

Ab Ende 2020 wollen wir unsere Lieferanten und Dienstleister auf die Einhaltung einschlägiger Nachhaltigkeits-Standards verpflichten. Dies beinhaltet, über gesetzlichen Normen und Standards hinausgehende Bemühungen, die Umweltwirkung der eigenen Geschäftstätigkeit zu verbessern und ein größeres Umweltbewusstsein zu fördern.

Als Risiko für unseren Geschäftsbetrieb durch die Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen sehen wir flächendeckende Stromausfälle. Hierfür gibt es Notfallpläne mit Verfahrensweisen. Zudem verfügen wesentliche Standorte und Abteilungen über eine Notstromversorgung.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Die qualitativen Ziele zur Verbesserung der Ressourceneffizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energien leiten sich aus unserem Klimaziel ab (vgl. Kriterium 3 und Kriterium 11). Unser Ziel ist es den CO2-Fußabdruck der Kreissparkasse Köln jährlich um 2% im Vergleich zum Vorjahr zu reduzieren.  Die Zielerreichung wird – ebenso wie bei den anderen strategischen Nachhaltigkeitszielen – einmal jährlich im Rahmen des internen Strategieabgleichs durch den Vorstand überwacht. Darüber hinaus wird regelmäßig im Aufsichtsorgan berichtet. Maßnahmen (Energieeffizienz, Papierverbrauch, Heizungsanlagen, …) werden im Rahmen des Koordinierungsteams Nachhaltigkeit, bei dem u.a. unser Umweltmanager Mitglied ist, erarbeitet und durch den Vorstand beschlossen. In dem Zusammenhang erkennbare Risiken (bspw. flächendeckender Stromausfall – vgl. Kriterium 11) werden ebenfalls thematisiert und entsprechende Lösungsansätze erarbeitet.

Durch die Erfassung aller relevanten Verbräuche anhand der Systematik des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU) wird das Klima-Ziel auf einzelne Größen wie Energie, Wasser, Verkehr, Papier und Entsorgung herunter gebrochen. Durch die jährliche Erfassung werden die verschiedenen Größen künftig vergleichbar gemacht. Unser Klima-Ziel konnten wir in 2019 erneut übertreffen (vgl. Kriterium 3 und Leistungsindikatoren zu Kriterium 13).

Eine weitere Grundlage zur Identifikation insbesondere von Energieeinsparmaßnahmen ist das Energie-Audit, welches wir in 2019 bereits zum zweiten Mal durchgeführt haben, und das alle 4 Jahre wiederholt wird.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator EFFAS E04-01
Gesamtgewicht des Abfalls. Link

631 Tonnen.

Leistungsindikator EFFAS E05-01
Anteil des gesamten Abfalls, der recycelt wird. Link

512 Tonnen (= 81% des Gesamtabfalls).

Leistungsindikator EFFAS E01-01
Gesamter Energieverbrauch. Link

Unser Energieverbrauch belief sich im Jahr 2019 auf ca. 14,2 Mio. kWh Strom mit einem Ökostrom-Anteil von 99% und ca. 19,0 Mio. kWh Wärme.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Wir streben an unseren CO2-Fußabdruck auf Gesamthausebene jährlich um 2% im Vergleich zum Vorjahr zu reduzieren. Durch die Erhebung aller wesentlichen Verbräuche über die Systematik des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU) (vgl. Kriterium 11) haben wir unsere klimarelevanten Emissionen messbar gemacht (vgl. Leistungsindikatoren 13). Auf dieser Grundlage soll die Klimawirkung der Kreissparkasse Köln kontinuierlich verbessert werden.

Der größte Treiber unserer Klimawirkung ist unser Energieverbrauch. Diesen erheben wir bereits seit einigen Jahren systematisch. So haben wir in 2019 bereits zum zweiten Mal  ein Energie-Audit durchgeführt. Hier konnten konkrete Maßnahmen zur Reduktion unserer Energieverbräuche identifiziert werden.

Einige Beispiele für konkrete Maßnahmen, die bereits durchgeführt wurden, sind die Umstellung unserer beleuchteten Außenwerbung auf LED-Technik, die Reduzierung unserer Arbeitsplatzdrucker sowie die vermehrte Nutzung digitaler Möglichkeiten (penpads, E-Postkorb) zur Einsparung von Papier. Den nach Reduktion noch verbleibenden CO2-Fußabdruck haben wir für 2019 erstmals durch Investition in ein Klimaschutzprojekt kompensiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator EFFAS E02-01
Gesamte THG-Emissionen (Scope 1, 2, 3). Link

Gesamte THG-Emissionen brutto (market-based method) in 2019: 4.925 Tonnen (2018: 5.536 Tonnen). Dies entspricht einer THG Emission von 1.606 Tonnen (2018: 1.830 Tonnen) pro Mitarbeitendem (= MAK)

Scope 1: 2.703 Tonnen
Scope 2:    129 Tonnen
Scope 3: 2.093 Tonnen  

Damit konnten wir unser Klima-Ziel erneut übertreffen. Den noch verbleibenden CO2-Fußabdruck von 4.925 t haben wir über ein Klimaschutzprojekt freiwillig kompensiert.