11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Durch unsere Schlüsselaktivitäten (s. Kriterium 4) haben wir einen wesentlichen Einfluss auf natürliche Ressourcen. Der Schwerpunkt liegt dabei für uns als Stadtentwässerungsbetriebe auf der Ressource Wasser, doch auch andere Ressourcen wie Energie, Abfälle, Düngemittel oder die Biodiversität beeinflussen wir durch unsere Arbeit. Nicht immer lässt sich unser Einfluss hier mit geeigneten Maßeinheiten beschreiben, weshalb wir im Folgenden teilweise auf qualitative Beschreibungen zurückgreifen. Weitere Details zu unserem Umgang mit diesen Ressourcen sind in Kriterium 12 beschrieben.

Energie und Ressourcen aus Abwasser
2019 reinigten wir 72 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser. Dabei holten wir 728 Tonnen Sand, 5.793 Tonnen Rechengut und 78.532 Tonnen Klärschlamm mit Phosphor, Stickstoff, Kohlenstoff und anderen Stoffen aus dem Wasser, bevor wir es in den Rhein leiteten. Wir reinigen erheblich mehr als gesetzlich gefordert und arbeiten gleichzeitig an weiteren Verbesserungen. So halten wir beispielsweise 90 Prozent des ankommenden Mikroplastiks zurück. Um Plastik in unserem Reinigungsprozess noch besser entfernen zu können, planen wir einen zusätzlichen Filter.

Rechengut und Klärschlamm sind für uns nicht einfach Abfall, sondern eine Quelle, um Energie und Rohstoffe, insbesondere Phosphor, zurückzugewinnen. Die Energiegewinnung gehört bereits heute zu unserem Tagesgeschäft (s. Kriterium 12), die Phosphorrückgewinnung ist noch in der Entwicklungsphase. Gemeinsam mit der Klärschlammkooperation Rheinland (KKR) planen wir für die Phosphorrückgewinnung eine Klärschlammverbrennungsanlage nach strengen ökologischen Vorgaben, die 2028 in Betrieb gehen wird.

In unserem Nachhaltigkeitsbericht 2019 zeigen wir in zwei anschaulichen Grafiken, wie wir in unserem Tagesgeschäft Wasserkreisläufe schließen (Seiten 10-11) und wie wir in unseren Klärwerken mit Ressourcen umgehen (Seiten 18-19).

Wassersensible Stadt
Die Klimaverhältnisse in der Stadt Köln unterscheiden sich deutlich von jenen im Umland: Versiegelte Flächen absorbieren die Sonneneinstrahlung; Industrie, Autos und Heizungen setzen zusätzlich Wärme frei. Die Folge sind lokale Hitzeinseln, die Mensch und Natur in der Stadt zu schaffen machen. Auch bei Starkregenereignissen kommt die versiegelte Stadt an ihre Grenzen, denn Wasser kann nicht versickern.

Da diese Wassermassen die Bemessungsgrenzen der Kanäle übersteigen, kommt es so oft zu oberflächlichen Überflutungen, häufig mit entsprechenden Schäden. Eine wassersensible Stadt mit ausreichend Grünflächen bietet neben dringend notwendiger Kühlung auch Möglichkeiten, anfallende Wassermengen abzuleiten und ins Grundwasser zurückzuführen.

Mit Starkregen-, Hochwasser- und Hitzegefahrenkarten, Schutzstrategien, Checklisten, Broschüren, Infoveranstaltungen, Ausstellungen, individueller Beratung und einem Servicetelefon stellen wir den Menschen in Köln Instrumente für die Vorsorge und den Schutz ihrer Immobilien zur Verfügung. Seit Jahren beraten wir gemeinsam mit der Stadt außerdem Bauleitungen und Planer durch Informationen, Leitfäden, Veranstaltungen und Online-Tools. Bereits 2017 identifizierten wir für das Stadtplanungsamt beispielsweise 1.400 Hektar Potenzialflächen, die multifunktional genutzt werden können. Multifunktionale Flächen speichern Regenwasser, schützen bei Starkregen vor Überflutung, kühlen die Stadt und verbessern die Lebensqualität, da sie als Grünflächen genutzt werden können. Durch gezielte Beratung zum Thema Entsiegelung erreichten wir in den letzten Jahren trotz steigender Einwohnendenzahlen zudem einen Rückgang der Versiegelung im Bestand. Der Erfolg gibt uns Recht, denn seit 2015 konnten wir 415.000 Quadratmeter Fläche vom Kanalnetz abkoppeln. So halten wir Regenwasser in der Stadt, verbessern das Mikroklima und senken sogar die Niederschlagsgebühren.

Weitere Beispiele dazu, wie wir uns gezielt für das Thema wassersensible Stadt engagieren, ist in unserem Nachhaltigkeitsbericht ab Seite 26 dargestellt.

Biodiversität
In Köln pflegen wir 15 Parkweiher, 75 Kilometer offenes und 15 Kilometer verrohrtes Gewässer. Unser Ziel ist es, diese Gewässer dort, wo es möglich ist, wieder natürlich zu gestalten. Dazu legen wir verrohrte Gewässerläufe frei und vernetzen Biotope.

Auch unsere Betriebsflächen im Stadtgebiet bauen wir mit Blühwiesen und Bienenvölkern nach und nach für mehr Biodiversität und ein besseres Stadtklima um. Gemeinsam mit dem Kölner Zoo schaffen wir außerdem Lebensräume für eine gefährdete Krötenart. Die Wechselkröte ist europaweit stark bedroht. In Nordrhein-Westfalen ist sie nur in der Kölner Bucht heimisch. Gemeinsam mit NABU, Kölner Zoo und der TU Braunschweig haben wir ein Schutzkonzept entwickelt: Nach Erfassung der Bestände und Erforschung der Ursachen des Rückgangs betreibt der Kölner Zoo eine artgerechte Aufzucht. Wir haben auf unseren Flächen vernetzte Biotope für eine Rückführung der Jungkröten in die Natur eingerichtet. So stabilisieren wir Lebensräume und erhöhen die Populationsgröße.

Für unseren Geschäftsbetrieb benötigen wir auch selbst Ressourcen, die meisten davon für den Betrieb unserer Klärwerke (s. Leistungsindikator GRI SRS-301-1). Wie wir diese Ressourcen verwenden, ist in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2019 auf den Seiten 18 und 19 grafisch dargestellt.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Wie in Kriterium 11 beschrieben, ist unser Einfluss auf die natürlichen Ressourcen der Stadt Köln vielfältig. Wesentliche Chancen und Risiken in Bezug auf diesen Einfluss sind in Kriterium 2 beschrieben. Der verantwortliche Umgang mit diesen Ressourcen ist seit Jahren ein integraler Bestandteil unseres Handelns. Im Rahmen unseres nach EMAS III zertifizierten Umweltmanagementsystems erfassen wir deshalb seit 20 Jahren jährlich unsere In- und Outputmengen zu Abfällen, Energie, Wasser und Emissionen und veröffentlichen diese und unseren Umgang damit in unserer Umwelterklärung. Unsere Zielsetzungen zum Thema Ressourcenmanagement sind in Kriterium 3 dargestellt. Im Folgenden stellen wir unsere Ziele und Maßnahmen zum Umgang mit Ressourcen zusätzlich exemplarisch dar.

Abwasser reinigen
Der derzeitige Standard zur Klärung von Abwasser besteht aus drei Stufen: Auf die mechanische Reinigung mit Rechen und Sandfang folgt die zweite Reinigungsstufe mit einer mechanischen Vorklärung. In der dritten Stufe werden zunächst in der biologischen Reinigung mit Fäll- und Flockungsmitteln und durch Sauerstoffzufuhr organische und andere Stoffe aus dem Abwasser entfernt. In der Nachklärung wird das Wasser dann weiter geklärt. Das so geklärte Wasser enthält immer noch Spurenstoffe aus Kosmetik, Medizin und Haushaltschemikalien, an deren Entfernung wir intensiv arbeiten. 2014 haben wir begonnen, im Klärwerk Rodenkirchen eine vierte Klärstufe mit einer halb-technischen Anlage zur Schadstoffeliminierung zu testen. Seit 2017 setzen wir die dort erprobte granulierte Aktivkohle auch in einer Versuchssäule im Großklärwerk Köln-Stammheim ein. Derzeit läuft das Nachfolge-Forschungsprojekt, in dem wir die Ergebnisse der Aktivkohlefiltration mit dem alternativen Verfahren der Ozonung vergleichen. Die ersten Versuche zeigen, dass die Nutzung nur einer Verfahrenstechnik (Aktivkohle oder Ozonung) die Potenziale nicht ausschöpft und nicht ressourceneffizient ist. Deshalb wird nun eine Kombination beider Verfahren untersucht. Die wichtigste Maßnahme zur Reduzierung der Gewässerbelastung ist es jedoch, unser Abwasser erst gar nicht mit Medikamenten, Chemikalien oder anderen Schadstoffen zu belasten. Wie wir die Verbraucher dazu sensibilisieren, beschreiben wir in den Kriterien 4 und 18.

Energie und Ressourcen gewinnen
Das Abwasser enthält viele biogene Stoffe – Essensreste, Fett, Toilettenpapier –, und die wiederum enthalten jede Menge regenerative Energie. Da wir für die Wasserreinigung selbst sehr viel Energie benötigen, liegt es nahe, uns mit dem, was wir haben, selbst zu versorgen. Im Jahr 2019 benötigten wir 48 Gigawattstunden Strom und 22 Gigawattstunden Wärme. Unser Ziel: Im Jahr 2030 sind wir klimaneutral und produzieren auch Energie für die Stadt Köln. 2019 deckten wir knapp 81 Prozent des Gesamtstromverbrauchs mit regenerativer Eigenstromerzeugung, auf den Klärwerken waren es sogar 89 Prozent (8 Prozent mehr als 2018). Bis 2023 möchten wir die regenerative Energieproduktion um weitere 15 Prozent im Vergleich zu 2017 steigern und gleichzeitig den Energieverbrauch der Pump- und Klärwerke um 15 Prozent senken. Die Abwärme der Stromerzeugung nutzen wir ebenfalls selbst oder speisen sie ins Fernwärmenetz der Rheinenergie ein.

Den größten Teil der Energie gewinnen wir aus unserem Klärschlamm. Er wird in allen fünf Klärwerken in Faultürmen ausgefault. So gewinnen wir beispielsweise in unserem Großklärwerk Köln-Stammheim jährlich mehr als zwölf Millionen Kubikmeter Faulgas, mit dem wir in unserem Blockheizkraftwerk Strom und Wärme herstellen. Seit Ende 2015 führen wir den Faultürmen zusätzlich Bioabfälle zu und vergären diese mit. Durch diese Co-Fermentation steigern wir die Faulgasmenge um knapp 6 Prozent. So können wir einen regionalen Kreislauf klimapositiv integrieren: 21.000 Tonnen regionale Bioabfälle bringen zusätzlich 3.300 Megawattstunden Strom und Wärme pro Jahr. Im Vergleich zur Nutzung von Erdgas sparen wir damit 900 Tonnen CO2-Äquivalente jährlich. Bis 2023 möchten wir diese Menge auf 50.000 Tonnen Bioabfall oder 2,3 Millionen Kubikmeter Faulgas erhöhen, das entspricht einer Einsparung von 2.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Ein weiterer Energielieferant ist das Rechengut, von dem wir 2019 knapp 5.800 Tonnen aus dem Wasser geholt haben. Um das Rechengut nicht einfach zu entsorgen, zerkleinern wir einen Teil davon in einem aufwendigen Prozess in unserem Klärwerk in Stammheim. Langfristig ist vorgesehen, das Rechengut so mit dem Klärschlamm ausfaulen zu können. Durch diese Rechengutverwertung entstehen nicht nur sieben Prozent weniger zu entsorgender Abfall, sondern wir gewinnen auch zusätzliche Energie. Über das Abwassernetzwerk Rheinland, das 19 weitere Kommunen umfasst, diskutieren wir derzeit eine Skalierung der Rechengutzerkleinerung auf weitere Klärwerke.

Weitere Details zu unserer Energiegewinnung sind in den nachfolgenden Indikatoren, Kriterium 13, in unserem Nachhaltigkeitsbericht ab Seite 16 und in unserer Umwelterklärung dargestellt.

Gewässer pflegen und verbessern
Zurzeit prüfen wir, ob das Gewässersystem Strunde/Flehbach durch Offenlegungen wieder mit dem Rhein verbunden werden kann. Außerdem erhöhen wir den Anteil der naturnahen Uferflächen entlang der Bachläufe. 86 Prozent der Flächen sind unbefestigt – und bis 2027 entwickeln wir 45 Prozent dieser Fläche naturnah. Dabei haben wir die Lebensräume für die Gewässerbewohner im Blick, die natürlich am liebsten ungestört sein wollen. Gleichzeitig liegen uns auch die Bedürfnisse der Menschen in Köln am Herzen, die den Zugang zum Wasser als Ort der Naherholung suchen. Durch Schutzzonen und ausgewiesene Zugangsstellen richten wir Lebensräume für alle Spezies ein und bitten die Menschen in der Stadt um Rücksichtnahme.

Gemeinsam mit Partnerorganisationen haben wir für die Gewässer in Köln ein fischereiliches Pflegekonzept erarbeitet. In allen Weihern prüfen wir regelmäßig den Fischbestand und die ökologische Qualität. Mit Brutzonen für Wasservögel und neuen, von unseren Mitarbeitenden entwickelten Pflanzinseln sorgen wir außerdem für mehr Artenreichtum bei Fischen, Vögeln und Insekten. Da die Pflanzen auf den Inseln ihre Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnehmen, wird außerdem übermäßiges Algenwachstum verhindert. Durch die zunehmende Hitze in der Stadt erhöht sich jedoch auch die Temperatur der Gewässer. Das verschlechtert die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen. Deshalb führen wir regelmäßig Wasser zu, um Temperatur und Wasserstand zu regulieren. Seit 2019 nutzen wir dafür umweltfreundlicheres Grundwasser statt Trinkwasser. Unser langfristiges Ziel ist es, die Weiher in einen möglichst naturnahen Zustand mit einer stabilen Flora und Fauna zu versetzen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Die meisten Ressourcen benötigen wir für den Betrieb unserer Klärwerke. Für das gesamte Unternehmen verbrauchten wir im Berichtsjahr 2019:

Nicht erneuerbare Materialien
Fällmittel 1.288 t
Flockungsmittel 201 t
Aktivkohle 66 m3
Heizöl 18.204 l
Erdgas 729.339 Nqm

Erneuerbare Materialien
Sauerstoff 201.637 t
Bioabfälle 21.000 t
Papier 5,9 t


Wie diese Ressourcen eingesetzt werden, ist in unserem Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 18 grafisch dargestellt.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Erzeugung

Stromerzeugung Menge
BHKW (Faul- und Erdgas) 37.875 MWh 136.350 GJ
Photovoltaik 1.053 MWh 3.791 GJ
Notstromaggregate (Diesel) 117 MWh 421 GJ
Summe 39.045 MWh 140.562 GJ
 
Wärmeerzeugung Menge
BHKW (Faul- und Erdgas) 40.817 MWh 146.941 GJ
Heizkessel (Faul- und Erdgas, Heizöl) 1.157 MWh 4.165 GJ
Summe 41.974 MWh 151.106 GJ

Die gesamte Erzeugung von Kraftstoffen, Strom und Wärme lag im Berichtsjahr somit bei 291.668 GJ.


Verbrauch

Stromverbrauch Menge
Grünstrom von externem Anbieter 8.787 MWh 31.633 GJ
Selbst erzeugter Strom (Quellen s. o.) 36.805 MWh 132.498 GJ
Summe 45.592 MWh 164.131 GJ
 
Wärmeverbrauch Menge
Fernwärme von externem Anbieter 374 MWh 1.346 GJ
Selbst erzeugte Wärme (s. o.) 25.441 MWh 91.588 GJ
Summe 25.815 MWh 92.934 GJ
 
 Kraftstoffverbrauch der Flotte Menge
Diesel 193.759 l 6.932 GJ
Benzin 7.839 l 253 GJ
Summe 201.598 l 7.185 GJ

Umrechnungsfaktoren:
Diesel: Dichte 0,832 kg/l; Heizwert 0,043 GJ/kg
Benzin: Dichte 0,742 kg/l; Heizwert 0,0435 GJ/kg

Der Gesamtverbrauch von Kraftstoffen, Strom und Wärme lag im Berichtsjahr somit bei 264.891 GJ.


Verkauf

Stromverkauf Menge
Selbst erzeugter Strom (s. o.) 1.856 MWh 6.682 GJ
 
Wärmeverkauf Menge
Selbst erzeugte Wärme (s. o.) 6.908 MWh 24.869 GJ

Für die Produktion von Strom verwenden wir 89 Prozent erneuerbare Energieträger (Faulgas und Photovoltaik), bei der Wärmeproduktion sind es 94 %. Den Rest gewinnen wir durch die Zugabe von Heizöl und Erdgas (nicht erneuerbar). Extern bezogener Strom ist zu 100 % Ökostrom und damit erneuerbar. Extern bezogene Fernwärme wird aus Erdgas gewonnen (nicht erneuerbar). Der Anteil erneuerbarer Energiequellen bei den Kraftstoffverbräuchen lag im Berichtsjahr bei Diesel bei ca. 7 Prozent, bei Benzin bei ca. 5 Prozent.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Im Berichtsjahr konnten wir durch prozesstechnische Optimierungen auf den Klärwerken den Gesamtstromverbrauch der StEB Köln im Vergleich zum Basisjahr 2017 um 6 Prozent (-2,7 GWh) senken. Gleichzeitig erhöhten wir den Anteil der Strom- und Wärmeproduktion aus Faulgas. So nutzten 32 Prozent weniger Erdgas für unser Blockheizkraftwerk (-1,15 GWh). Den Fremdstromverbrauch senkten wir im Berichtsjahr um 14 Prozent (-0,7 GWh). Bei diesen Angaben handelt es sich um eigene Messungen und Datenerhebungen, die regelmäßig im Rahmen unserer Umwelterklärung stattfinden. Details dazu sind in der Umwelterklärung 2020 auf den Seiten 16-17 und ab Seite 34 (Anhang) zu finden.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Die StEB Köln nutzen für ihre Tätigkeiten ausschließlich Süßwasser aus Bereichen ohne Wasserstress für folgende unternehmerische Aufgaben: Im Berichtsjahr wurden so in Summe folgende Mengen Wasser entnommen:

Wasserentnahme Menge
Trinkwasser von Dritten 43.717
Grundwasser 2.061.528
Wasserentnahme (gesamt) 2.105.245


Im Vergleich zur 2019 von den StEB Köln behandelten Abwassermenge von 103 Millionen Kubikmetern (Schmutzwasser und Regenwasser) ist diese Menge vergleichsweise gering.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Ungefährlicher Abfall Menge Entsorgungsmethode
Klärschlamm 78.532 t Verbrennung / thermische Verwertung
Rechengut 5.793 t Verbrennung / thermische Verwertung
Bauabfälle 3.830 t Deponierung / Bauschuttrecycling
Abfälle aus der Kanalreinigung 1.478 t Kompostierung / Rekultivierung
Sandfanggut 728 t Rekultivierung / Vererdung
Sonstige Abfälle 578 t Stoffliche Verwertung / Rest: Verbrennung


Gefährlicher Abfall Menge Entsorgungsmethode
Altöl, ÖVB, Elektro, Akkus / Batterien EDV, Leuchtstoffröhren, Lösemittel, Spraydosen, Chemikalien, Säuren etc. 45 t Deponierung / Beseitigung

Für die Entsorgung beauftragen die StEB Köln ausschließlich zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe. Im Klärgutbereich (Klärschlamm, Rechengut, Sandfanggut, Abfälle aus der Kanalreinigung), der ca. 99 % der Abfälle ausmacht, schreiben wir die Abfallentsorgungsmethode (thermische, stoffliche, langwirtschaftliche Verwertung) in der Ausschreibung vor und lassen uns diese von unseren Dienstleistern bestätigen. Bei den restlichen Abfällen erhalten wir die Informationen über die Methode von unseren Dienstleistern in Form von Übernahmescheinen und Leistungsnachweisen.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die größte Emissionsquelle der StEB Köln für klimarelevante Emissionen sind unsere Klärwerke, gefolgt von Fuhrpark, Kanalnetz und Verwaltung.



Wie in Kriterium 12 beschrieben, deckten wir 2019 bereits knapp 81 Prozent des Gesamtstromverbrauchs mit regenerativer Eigenstromerzeugung, auf den Klärwerken waren es sogar 89 Prozent (8 Prozent mehr als 2018). Unser Ziel: Bis 2030 sind wir klimaneutral und produzieren auch Energie für die Stadt Köln. Für extern eingekauften Strom beziehen wir seit 2018 ausschließlich klimaneutralen Ökostrom. Deshalb lagen unsere direkten Treibhausgasemissionen (Scope 1) aus selbst erzeugtem Strom, Wärme und Kraftstoffverbrauch im Berichtsjahr lediglich bei 4.767 Tonnen CO2-Äquivalenten. Hinzu kommen 36 Tonnen indirekte energiebedingte Emissionen (Scope 2) aus dem Bezug von Fernwärme.

Um unser Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, planen wir derzeit den Bau einer Anlage zur Biogasaufbereitung, die im Mai 2022 in Betrieb gehen soll. Durch diese Anlage wird es möglich, unser Faulgas in Biomethan umzuwandeln, das Erdgasqualität besitzt. So können wir es ins Erdgasnetz einspeisen, damit es für Wärme und Mobilität an anderen Orten genutzt oder als Energiereserve im Netz zwischengespeichert werden kann. Die Anlage kann bis zu 1,8 Millionen Kubikmeter Biogas pro Jahr erzeugen. Ein Teil soll in den fünf Klärwerken der StEB Köln zur Strom- und Wärmeproduktion und für Erdgasfahrzeuge eingesetzt werden. Die größere Überschussmenge wird städtische Immobilien beheizen und substituiert 12 Prozent fossiles Erdgas, das entspricht 4.100 Tonnen CO2 jährlich.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Dekarbonisierung unserer Fahrzeugflotte. Diese bestand 2019 aus 82 Fahrzeugen, mit denen wir insgesamt 193.800 Liter Diesel (2018: 195.700 Liter) und 7.800 Liter Benzin (2018: 9.300 Liter) verbrauchten (s. auch GRI SRS-302-1). Unser Ziel: Bis 2030 senken wir den CO2-Ausstoß der Flotte bilanziell auf 0, das heißt, wir sparen 600 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Dazu tauschen wir die Fahrzeuge ökobilanziell sinnvoll am Ende ihrer Nutzungsdauer aus. 10 Prozent der Fahrzeuge fahren bereits heute mit Elektroantrieb. Weitere Fahrzeuge werden in den nächsten Jahren durch Fahrzeuge mit Gasmotoren ausgetauscht, die dann mit unserem CO2-neutralen Biogas betrieben werden. In der Initiative „H2R Wasserstoff Rheinland“ treiben wir die Entwicklung umweltfreundlicher Antriebstechnologien gemeinsam mit Partnerorganisationen voran. Bis 2023 untersuchen wir dort die Erzeugung von grünem Wasserstoff bei der Abwasserreinigung. Bis 2030 stellen wir unsere Kanalreinigungsfahrzeuge auf Wasserstoff-Antriebe um. Zusätzlich erforschen wir alternative, energieeffizientere Reinigungsverfahren für unsere großen Kanäle.

Gerade in einer Großstadt wie Köln möchten wir unsere Angestellten außerdem ermutigen, den Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz möglichst umweltfreundlich zurückzulegen. Das ist besonders relevant an Standorten, die teilweise nur schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. 2019 organisierten wir deshalb einen Mobilitätstag, bei dem sie zum Beispiel Pedelecs, Lasten- und Falträder testen und alternative Mobilitätslösungen wie Carsharing kennenlernen konnten. Wir bezuschussen auch das Jobticket, unterstützen den Kauf von E-Bikes und das Arbeiten im Homeoffice.

Eine Übersicht über die wichtigsten Ziele im Bereich Emissionen sind in Kriterium 3 vermerkt. In der Umwelterklärung 2020 sind weitere Ziele und Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und damit der Emissionen beschrieben. Details zur Berechnung der Emissionen inkl. der verwendeten Standards sind in den folgenden Leistungsindikatoren sowie in der Umwelterklärung ab Seite 16 vermerkt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Die StEB Köln verursachten 2019 folgende Scope-1-Emissionen:

Klimarelevante Scope-1-Emissionen 4.805 t CO2e
Biogene Scope-1-Emissionen 31.763 t CO2e

Die Berechnung erfolgte auf Basis der Energiedaten (s. Leistungsindikator GRI SRS-302-1). Dabei wurden folgende Informationen einbezogen:

Energieträger einbezogene Gase Emissionsfaktor Quelle
Klärgas, klimareselvant (BHKW, Heizkessel, Fackel) CO2, CH4, N2O, FKW 29,76 g/kWh „Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger“ UBA 37/2019
Klärgas biogen (BHKW) CO2, CH4, N2O, FKW 378 g/kWh Nationaler Inventarbericht zum Deutschen Treibhausgasinventar 1990-2017, UBA 2019
Heizöl CO2 0,266 kg CO2/kWh RheinEnergie Heizölrechnung
Erdgas CO2 0,2045 kg CO2/kWh RheinEnergie Erdgasrechnung
Diesel
(LKW, PKW)
 
CO2 0,30134 kg/kWh   „Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger UBA 37/2019
Benzin (PKW) CO2 0,30134 kg/kWh „Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger UBA 37/2019

Angaben zum Global Warming Potential – wo vorhanden – in den jeweiligen Quellen vermerkt.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die StEB Köln verursachten 2019 folgende Scope-2-Emissionen durch den Bezug von Fernwärme:

Klimarelevante Scope-2-Emissionen 36 t CO2e

Die Berechnung erfolgte auf Basis der Energiedaten (s. Leistungsindikator GRI SRS-302-1). Dabei wurden folgende Informationen einbezogen:

Energieträger einbezogene Gase Emissionsfaktor Quelle
Strom, zugekaufter Ökostrom (Prozesse und PKW) CO2 0 g/kWh weil Ökostrom RheinEnergie Stromrechnung
Fernwärme CO2 0,097 kg/kWh RheinEnergie Fernwärmerechnung

Die Angaben zum Global Warming Potential – wo vorhanden – in den jeweiligen Quellen vermerkt.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Um eine möglichst umfassende Klimabilanz zu erstellen, haben wir damit begonnen, eine Bilanz unserer wichtigsten Scope-3-Emissionen zu erstellen. Diese befindet sich derzeit im Aufbau. Erste Ergebnisse werden wir voraussichtlich in der DNK-Erklärung 2020 veröffentlichen.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Wie schon in 2018 bezogen wir auch im Berichtsjahr wieder Ökostrom. Dies ergab eine Einsparung von CO2-Emissionen im Vergleich zum Bezug von Normalstrom in Höhe von 3.513 Tonnen CO2-Äquivalente (Scope 2). Einsparungen von 63 Tonnen CO2-Äquivalente erreichten wir, indem wir mehr Faulgas und dadurch weniger Erdgas zur Strom- und Wärmeproduktion in unserem BHKW einsetzten (Scope 1). Durch Umstellung auf alternative Antriebe (s. auch Kriterium 13) konnten wir außerdem in der Fahrzeugflotte sieben Tonnen CO2-Äquivalente einsparen (Scope 1). Durch die Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden (u. a. Umstieg von Auto und Flugzeug auf die Bahn, z. B. durch den Ausweis von Emissionsfaktoren in unseren Dienstreiseanträgen), die allgemeine Reduktion unserer Dienstreisen und den vermehrten Einsatz von Jobtickets und Dienstfahrrädern erreichten wir außerdem acht Tonnen weniger CO2-Äquivalente bei unseren Geschäftsreisen (Scope 3).

Die Berechnungen beziehen sich auf den Unterschied zum Vorjahr (Basisjahr 2018). Es wurden die gleichen Emissionsfaktoren und Rechenwege wie in den Indikatoren GRI SRS-305-1 bis 305-3 verwendet.