11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

In- und Outputmengen an Abfällen, Energie, Wasser, Emissionen werden jährlich erfasst und seit dem Jahr 2000 publiziert. Nähere Informationen zum direkten und indirekten Energieverbrauch, der Gesamtwasserentnahme, aufgeteilt nach Quellen, den Energieeinsparungen und Initiativen zu einer höheren Energieeffizienz sowie der Verringerung des Energiebedarfs und Informationen über Abwassereinleitungen entnehmen Sie bitte den Tabellen und Grafiken der Umwelterklärung 2018 und den Leistungsindikatoren.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Die Qualitativen Umweltziele sind in Managementkonzept eingebettet. Die Ziele und die Strategien zur Zielerreichung werden von den Fachabteilungen erarbeitet und mit der Unternehmensführung abgestimmt. Nach Verabschiedung fließen die Ziele in die Formulierung der Jahresziele der Abteilungen und Beschäftigten ein. Der Stand der Zielerreichung wird regelmäßig kontrolliert. Faktoren, die eine Zielerreichung gefährden, werden dabei benannt und nach Möglichkeit neutralisiert oder durch Änderung der Teilstrategie vermieden. 
Jährlich werden die Ergebnisse zum Ressourcenmanagement dokumentiert und nach EMAS III validiert. Anschließend erfolgt eine Veröffentlichung der Ergebnisse  in der Umwelterklärung, die ebenfalls als Planungsgrundlage für das weitere Ressourcenmanagement dient.

Beispielhafte Ziele zum Ressourcenmanagement:

Wasser

- Reduzierung des Grundwasser- und Brauchwasseranteils am Wasserverbrauch
- Verbesserung des ökologischen Zustandes der Fließgewässer
- Verbesserung der Umweltleistungen der Klärwerke
- Gewässerunterhaltung: Baumerfassung und Baumkataster
- Forschung zur Gewinnung von Erkenntnissen zum möglichen Abbau von
  Spurenstoffen in Klärwerken

- Sensibilisierung von Stadtverwaltung und Grundstückseigentümern für
  Überflutungsvorsorge bei Starkregenereignissen


Boden
- Verringerung der negativen Bodenbeeinflussung durch die Infrastruktur der StEB Köln

Energie
- Verbesserung der CO2-Bilanz und der Energiewirtschaftlichkeit
  (Inbetriebnahme neuronales Netz)
- Senkung des Energieverbrauchs von eingesetzten Fahrzeugen
- Energieeinsparungen in den Außenklärwerken und den Pumpanlagen
- Senkung des fossilen Anteils des Stromverbrauchs durch Bezug vom 100 Prozent
  Grünstrom ab dem Jahr 2018

Abfall
- Optimierung der Klärschlammausfaulung auf dem Großklärwerk

Weitere Umweltziele entnehmen Sie bitte der Umwelterklärung 2018.

Quantitative Ergebnisse 2017

Entwicklung Gesamtstromverbrauch absolut 2017 ggü. 2016: + 1,46 Mio kWh Strom = + 3,1 Prozent. Die Ursachen für den gestiegenen Verbrauch sind in die Jahre gekommene technische Anlagen, deren Erneuerung bereits eingeplant ist. Details entnehmen Sie bitte der Umwelterklärung 2018.
 
Entwicklung Eigenanteil Strom 2016 ggü. 2017: + 1,02 Mio kWh auf 38.663.664 kWh durch den Einsatz von PV, Klärgas und Erdgas zur Energieerzeugung.

Entwicklung regenerativer und fossiler Anteil am Gesamtstromverbrauch 2017 ggü. 2016:
Anteil fossil: 18 Prozent ggü. 9 Prozent, Anteil erneuerbar: 82 Prozent ggü. 91 Prozent
Entwicklung CO2-Äquivalente absolut 2016 gegenüber 2015: - 988,2 t

Im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse wurde festgestellt, dass sich zusätzliche wesentliche Risiken aus der Geschäftstätigkeit der StEB Köln mit wahrscheinlich negativen Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosysteme über die erkannten Aufgabenfelder hinaus nicht ergeben.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Eingesetzte Materialien 2017

Eingesetzte nicht erneuerbare Materialien 2017
Fällmittel                    1.400 t/a
Flockungsmittel       217,93 t/a
Chemikalien                 1,1 t/a

Eingesetzte erneuerbare Materialien 2017
Papier                          7,95 t/a

Die 2017 
bei den StEB Köln eingesetzte Materia
lien nach Gewicht und/oder Volumen finden Sie in der Umwelterklärung 2018 ab Seite 70.
 

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Energieverbrauch 2017

Kraftstoffe aus nicht erneuerbaren Quellen

  Verbrauch l Dichte kg/l Heizwert GJ/kg Verbrauch GJ
Diesel 187.041 0,832 0,0430 6.685,35
Benzin 8.651 0,742 0,0435 279,50
         
Summe 195.692     6.964,86

Stromverbrauch und Heizenergieverbrauch

  Verbrauch kWh Verbrauch GJ
Strom* 48.215.651 173.576
Wärme (Heizenergie)** 25.224.217 90.807
     
Summe 73.439.868 264.384

* Summe aus Fremdstrombezug, Eigenverbrauch selbst erzeugten Stroms aus BHKWs, PV, NEA
** Summe aus Eigenverbrauch selbst erzeugter Wärme BHKWs (Faul- und Erdgas), Heizkessel (Faul-, Erdgas, Heizöl), Fernwärme


Verkaufter Strom und verkaufte Heizenergie

  Verkauf kWh Verkauf GJ
Lieferung an Versorger* 954.004  
Lieferung an Dritte** 170.771  
Strom 1.124.775 4.049
Heizenergie Wärme 11.023.914 39.686
     
Summe 12.148.689  43.735

* Überschusseinspeisung Eigenerzeugung KW und OMS, Regelenergie
** Stromlieferung zum Beispiel an Mobilfunkmasten GKW und OMS


Gesamtenergieverbrauch

271.348 GJ



Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Entwicklung Gesamtstromverbrauch absolut 2017 gegenüber 2016: + 1,46 Mio kWh Strom = + 3,1 Prozent. Die Ursachen für den gestiegenen Verbrauch sind in die Jahre gekommene technische Anlagen, deren Erneuerung bereits eingeplant ist. 

Entwicklung Eigenanteil Strom 2016 gegenüber 2017: + 1,02 Mio kWh auf 38.663.664 kWh durch den Einsatz von PV, Klärgas und Erdgas zur Energieerzeugung.

Entwicklung regenerativer und fossiler Anteil am Gesamtstromverbrauch 2017 ggü. 2016:
 Anteil fossil: 18 Prozent gegenüber 9 Prozent, Anteil erneuerbar: 82 Prozent ggü. 91 Prozent

Entwicklung CO2-Äquivalente absolut 2017 gegenüber 2016: + 489 t. Begründung siehe: Entwicklung Gesamtstromverbrauch.

Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen sind ausführlich in der Umwelterklärung 2018 beschrieben.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Wasserverbrauch der StEB Köln
Die StEB Köln nutzen Trinkwasser sowie Brauchwasser für folgende unternehmerische Aufgaben:
- Bautätigkeiten
- Unterhaltungstätigkeiten (Spülung und Reinigung von Klärbecken, Kanälen und sonstiger Infrastruktur)
- Prozesswasserbehandlung 
- Bewirtschaftung Kölner Parkweiher

Menge Wassereinsatz nach Trink- und Brauchwasser
Im Berichtsjahr 2017 wurden von den StEB Köln insgesamt 30.291 Kubikmeter Trinkwasser (2016: 30.045 Kubikmeter) und 896.920 Kubikmeter Grundwasser (2016: 814.716 Kubikmeter) für die genannten Zwecke eingesetzt.

Anteiliger Wassereinsatz Trinkwasser
40,3 % für Parkweiher
17,9 % für Verwaltung/Betriebshof
13.8 % für Klärwerke
28 % für Kanalnetz

Anteiliger Wassereinsatz Brauchwasser
56,8 % für Parkweiher
43,1 % für Klärwerke

Durch die vier Aufgabenbereiche Abwasserbeseitigung, Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge inklusive der Starkregenvorsorge, Pflege der Kölner Gewässer und Straßen-Entwässerung stehen die StEB Köln in der Verantwortung für den Wasserkreislauf: vom Anfallen des Abwassers bis zur schadlosen Einleitung in die Gewässer, vom Gewässerschutz bis zum Hochwasserschutz.
Insofern liegt die sparsame und umweltschonende Nutzung der Ressource Wasser im Interesse des Unternehmens und beschränkt sich auf die Notwendigkeit des Einsatzes.

Die StEB Köln handelt im Auftrag und in Abstimmung der Stadt Köln. Das Unternehmen steht dazu in beständigem Kontakt mit den Vertreterinnen und Vertretern der Stadt sowie der Stadtgesellschaft.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Klärschlämme haben einen Anteil von rund 90 % an der Abfallmenge bei den StEB Köln. Anfallende Klärschlämme werden durch die StEB Köln thermisch verwertet und zur Strom- und Wärmeerzeugung via BHKW genutzt. Die über die Eigenbedarfsdeckung hinausgehende Energie, hauptsächlich Wärme, wird in ein Fernwärmenetz eingespeist. Alle anfallenden und nicht selbst zu verwertenden Abfälle werden getrennt gesammelt, dem Recycling zugeführt oder entsprechend der gesetzlichen Vorgaben verwertet.

In 2017 sind bei den StEB Köln 83.629 t Abfall angefallen (2016: 85.311).
Die einzelnen Abfallfraktionen setzen sich viel folgt zusammen:

2017 Tonnen Prozent
Klärschlamm 74.952 89,62
Rechengut
5.947
7,11
Sandfanggut
692
0,83
Abfälle aus Kanalreinigung
1.370
1,64
Bauabfälle
136,8
0,16
Gefährliche Abfälle
42,13
0,05
Sonstige Abfälle
489,1
0,58
     
Summe aller Abfälle
83.629
100

Insgesamt setzt sich das Abfallaufkommen der StEB Köln zu 99,2 Prozent aus Klärgut (Klärschlamm, Rechengut, Sandfanggut und Abfällen aus der Kanalreinigung) zusammen. Lediglich 0,8 Prozent der Abfallmenge entfallen auf Bauabfälle, gefährliche und sonstige Abfälle.

Die Gesamtmenge des entsorgten Klärschlammes bei den StEB Köln ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Trotzdem konnte eine höhere Menge Klärgas produziert werden. Dies ist in der optimierten Entwässerung des Klärschlammes begründet. So ist trotz des Gesamtrückganges der Klärschlammmenge die Menge der Trockensubstanz in etwa konstant geblieben. Durch die Zugabe eines Teilstroms des Rechenguts in den Klärschlamm konnte eine höhere Klärgasproduktion realisiert werden. Etwa 1,5 Prozent der angefallenen Klärschlammmenge wurden landwirtschaftlich verwertet. In 2018 fällt dieser Entsorgungsweg komplett weg. Dann werden 100 Prozent der Klärschlammmenge thermisch verwertet.
Die Rechengutmenge ist gegenüber 2016 um etwa 30 Prozent angestiegen. Dies ist durch die Wiederinbetriebnahme des Rücklaufschlamm-Rechens im GKW Stammheim erklärbar. Durchschnittlich fielen in den letzten fünf Jahren rund 4.000 Tonnen Rechengut pro Jahr bei den StEB Köln an.

Sämtliche Abfälle werden, soweit möglich, dem Recycling zugeführt. Reststoffe oder Abfälle, die nicht weiterverwendet werden können, werden durch zertifizierte Spezialunternehmen entsorgt. Alle gesetzlichen und behördlichen Vorgaben werden dabei berücksichtigt und erfüllt, zum Beispiel die Verordnung über die Verwertung von Klärschlamm, Klärschlammgemisch und Klärschlammkompost.
 

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die StEB Köln veröffentlichen THG-Emissionen aus dem Jahr 2017 in der Umwelterklärung 2018. Die Umwelterklärung für das Jahr 2017 wurde von den Umweltgutachtern Dr. Uwe Schloßer und Dr. Reiner Huba, Schorndorfer Straße 41 in 70736 Fellbach nach EMAS III validiert.

In den Umwelterklärungen der StEB Köln bis zum Jahr 2017 wurden die Gesamtemissionen – sowohl klimaneutral als auch klimaschädlich – anhand des Emissionsfaktors (378 g CO2/kWh) aus der UBA-Veröffentlichung „Nationaler Inventarbericht zum Deutschen Treibhausgasinventar 1999 -2014“, UBA 23/2016 berechnet und dargestellt.
Da die durch Verbrennung des Klärgases emittierte CO2-Menge der Atmosphäre nicht neu hinzugefügt wird, handelt sich dabei um bewahrende und nicht vermehrende Äquivalente. Die Nennung der Gesamtemissionen durch die energetische Nutzung von Klärgas kann daher missverständlich wahrgenommen werden.
Die StEB Köln haben entschieden, zukünftig den Anteil der klimaschädlichen Emissionen deutlicher darzustellen. Als Emissionsfaktor für den klimaschädlichen Emissionsanteil für die Verbrennung von Klärgas im BHKW wird der Wert von 29,76 g CO2/kWh verwendet. Quelle dieses Emissionsfaktors ist die „Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger“, UBA 23/2017. Dieser Faktor beinhaltet treibhausrelevante Gase inklusive Methanschlupf der BHKW. Weitere Methanemissionen aus den Kraftwerken sowie die Lachgasemissionen wurden bisher bei den StEB Köln nicht bilanziert. Der bisherig verwendete Emissionsfaktor von 378 g CO2/kWh wird für die Berechnung der klimaschädlichen und klimaneutralen Gesamtemissionen weiter verwendet. Quelle für diesen Faktor: „Nationaler Inventarbericht zum Deutschen Treibhausgasinventar 1990-2014“ UBA 23/2016. In der Umwelterklärung 2018 werden die Zusammenhänge erläutert.

Der Fokus der Emissionsbetrachtung bei den StEB Köln liegt auf den CO2-Äquivalenten. Im Verwaltungsbereich sind weitere Treibhausgasemissionen vernachlässigbar. Für den Fuhrpark der StEB Köln sind ebenfalls die Emissionen von SO2, NOx sowie Feinstaub erfasst. Die StEB Köln erfassen und stellen die CO2-Äquivalente dar, die durch die Nutzung von Strom, Erdgas, Heizöl und Flüssiggas, Diesel und Benzin hervorgerufen werden. Zusätzlich werden die CO2Äquivalente, die durch die Verbrennung von Klärgas entstehen, berücksichtigt. Hinsichtlich dieser durch die Verbrennung von Klärgas hervorgerufenen CO2-Äquivalente wurde das Vorgehen bei der Erstellung der CO2-Bilanz der StEB Köln weiterentwickelt.

Bei der Bilanzierung der CO2-Äquivalente, die durch die Verbrennung von Klärgas in den Blockheizkraftwerken entstehen, wird nun die Unterteilung nach klimaneutralen und klimarelevanten Emissionen deutlicher vorgenommen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurden zur Bestimmung dieses Faktors Emissionserklärungen von genehmigungspflichtigen Anlagen analysiert, um brennstoffspezifische Emissionsfaktoren für den direkten Anlagenbetrieb abzuleiten. Bei der Gesamtmenge der CO2-Äquivalente wird weiterhin der Emissionsfaktor von 378 g CO2 /kWh berücksichtigt (Quelle: Nationaler Inventarbericht zum Deutschen Treibhausgasinventar 1990 - 2014, UBA 2016).

Weiter wurde bei der Umrechnung der Klärgasmenge von Kubikmeter in kWh bisher der idealisierte Heizwert von 10 benutzt. Aufgrund der Zusammensetzung des Klärgases ist auch hier eine Konkretisierung vorgenommen worden. Messungen in den Klärwerken haben ergeben, dass das Klärgas zu knapp 58,9 Prozent aus Methan besteht.
Für die Energiemenge, die mit einem Kubikmeter Erdgas erzeugt werden könnte, sind vom Klärgas der StEB Köln 1,65 Kubikmeter erforderlich, um denselben Energieertrag zu erzielen. Unter diesen Annahmen wurden die CO2-Äquivalente auch für die letzten Jahre detaillierter berechnet. 

Am Standort der Verwaltung in Köln-Merheim sowie im Kanalnetz und beim Fuhrpark konnten die klimarelevanten Emissionen gemindert werden. Durch den erhöhten Stromverbrauch in den Klärwerken ist hier ein Anstieg der Emissionen zu verzeichnen. Insgesamt konnten die StEB Köln in den letzten fünf Jahren ihre klimarelevanten Emissionen aus der Verbrennung von Klärgas um über 2.000 Tonnen senken. Die Äquivalente der Gesamtemissionen der StEB Köln im Jahr 2017 betrugen 40.042 t CO2/a. Diese setzen sich aus klimarelevanten und klimaneutralen Emissionen zusammen. Für die klimarelevanten Emissionen aus der Verbrennung von Klärgas wurde der Emissionsfaktor 29,76 g/kWh angesetzt. Dieser Faktor entstammt der Veröffentlichung des Umweltbundesamtes „Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger 23/2017“. Für die klimaneutralen Emissionen wird der Emissionsfaktor von 378 g CO2 /kWh berücksichtigt (Quelle: Nationaler Inventarbericht zum Deutschen Treibhausgasinventar 1990 – 2014, UBA 2016).

Dementsprechend ergab sich der Anteil der klimarelevanten CO2-Äquivalente zu 9.034 t CO2/a. Von den Gesamtemissionen der StEB entspricht der Anteil dieser treibhausgaswirksamen Emissionen lediglich 22,56 Prozent.

Bei nahezu gleichbleibenden CO2-Äquivalenten der Gesamtemissionen für 2016 und 2017 konnten die StEB Köln mit ihren umwelttechnischen Maßnahmen den Anteil der klimaschädlichen CO2-Äquivalente auf gut 23 Prozent konstant niedrig halten. Mit ihren aktuellen und kommenden Maßnahmen streben die StEB Köln an, diesen klimaschädlichen Anteil an den Gesamtemissionen weiter zu reduzieren und auf null zu setzen.

Die THG-Emissionen der StEB Köln werden unter den Leistungsindikatoren zu Punkt 13 beschrieben.

In der Umwelterklärung 2018 sind auf den Seite 46 bis 57 Umweltziele und -maßnahmen des Unternehmens beschrieben. Diese Planung verfolgt immer auch die Ziele des Klimaschutzes.

Beispiele konkreter Ziele zur Reduktion von THG-Emissionen bis 2025:
- Reduktion des Gesamtstromverbrauchs in den Klärwerken um 20 Prozent.
- 100 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in den Klärwerken sollen durch Nutzung von Klärgas
  und PV selbst hergestellt werden.

Die StEB Köln beabsichtigen, erneuerbare Energien vermehrt einzusetzen und dadurch klimarelevante Emissionen aus fossilen Energieträgern zu vermindern. Die Klärwerke sollen bis 2025 energieautark und mit Klärgas und PV betrieben werden. Zugekaufter Strom kommt ab 2018 ausschließlich aus erneuerbaren Quellen. Technische Lösungen zum Betrieb von Spül- und Reinigungsfahrzeugen mit umweltfreundlichen Antriebsenergien sind derzeit noch nicht auf dem Markt verfügbar. Insofern kann eine präzise Zeitplanung derzeit nicht verlässlich aufgestellt werden, wann auch in diesem Bereich die THG-Emissionen erheblich gesenkt werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

In der Umwelterklärung 2018 haben die StEB Köln folgende Werte zur Umweltkategorie Luftemissionen Scope 1 veröffentlicht:


   2016  2017
     
 THG-Emissionen StEB Köln gesamt, tCO2  
8.639
 
9.034
 Biogene CO2-Emissionen, tCO2
31.369
31.007
 Stickoxide (NOx), kg/a
188,24
 179,34
 Schwefeldioxide (SOx), kg/a  196,84
187,55
 Feinpartikel (PM), kg/a
24,54
23,38

Weitere Werte sind bislang nicht erhoben worden.
Die StEB Köln wird prüfen, ob sie die hier geforderten Werte zukünftig ermitteln kann.

Die Werte entstammen der Umwelterklärung 2018 für das Jahr 2017 der StEB Köln.
Die Umwelterklärung 2018 der StEB Köln ist nach EMAS III validiert.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

In der Umwelterklärung 2018 haben die StEB Köln folgende Werte zur Umweltkategorie Luftemissionen Scope 2 (Emissionen aus Fremdstrombezug und Fernwärme) veröffentlicht:

THG-Emissionen StEB Köln gesamt, tCO2e
2016: 3.417
2017: 3.311

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die StEB Köln hat bislang die sonstigen indirekten THG-Emissionen (Sope 3) nicht erhoben, bzw. ermittelt.

Sie StEB Köln wird prüfen, ob sie die hier geforderten Werte zukünftig ermittelt.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

In der Umwelterklärung 2018 haben die StEB Köln folgende Wertentwicklung zur Entwicklung der Luftemissionen Scope 1 veröffentlicht:

  2013 2017  Veränderung absolut
 THG-Emissionen StEB Köln gesamt, tCO2e
11.224
9.034 - 2.190
 Biogene CO2-Emissionen, tCO2e
28.864
31.007
+ 2.143
 Stickoxide (NOx), kg/a
198,57
179,34
- 19,23
 Schwefeldioxide (SOx), kg/a
207,74
187,55
+ 20,19
 Feinpartikel (PM), kg/a
25,88
23,38 - 2,5

Weitere Werte sind bislang nicht erhoben worden.
Die StEB Köln wird prüfen, ob sie die hier geforderten Werte zukünftig ermitteln kann.

Die Werte entstammen der Umwelterklärung 2018 für das Jahr 2017 der StEB Köln.
Die Umwelterklärung 2018 der StEB Köln ist nach EMAS III validiert.

Die jährlich erstellten und veröffentlichten Umwelterklärungen der StEB Köln dokumentieren dynamisch die jeweils letzten fünf Jahre. Entsprechend sind in der Umwelterklärung 2018 die Ergebnisse für die Jahre 2013 bis 2017 berichtet. Das begründet die Auswahl der Referenzjahre 2013 und 2017.