11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Unternehmenseigener Ressourcenverbrauch
Als Südhessens größter Immobiliendienstleister ist die bauverein AG ist in der Vermietung sowie im Neubaugeschäft tätig. Der klimafreundliche und nachhaltige Umgang mit Energie und Ressourcen besitzt für uns einen hohen Stellenwert. Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit verbrauchen wir in unserem Unternehmenssitz in erster Linie Strom und Wasser und wir produzieren Abfall. In unserem Haupthaus (Siemenstraße 20, Darmstadt) verbrauchten wir im Jahr 2021 242.687 kWh Strom (2020: 249.733 kWh), davon 100% Ökostrom. Außerdem beanspruchten wir 481.040 kWh Fernwärme: (2020: 391.140 kWh) und 1.375 kbm Wasser (2020: 764 kbm). Neben der Verwendung von energiesparenden Bürogeräten setzen wir bei Publikationen auf klimaneutralen Druck, FSC-zertifiziertes Papier und nachhaltige Werbemittel. Außerdem planen wir kontinuierlich weitere Optimierungsprojekte, um unseren internen ökologischen Fußabdruck sukzessive zu reduzieren bzw. nehmen hierzu Vorschläge seitens unserer Beschäftigten im Rahmen unseres betrieblichen Vorschlagswesens entgegen.

Im Zuge von Neubauten versiegelt die bauverein AG Bodenflächen, wobei es sich in erster Linie um Konversionsfläche handelt. Die Quadratmeterzahl unseres (Neu-)Flächenverbrauchs wird derzeit nicht von uns erfasst. Kerngeschäft der bauverein AG ist die Vermietung von Wohn- und Gewerbeeinheiten. Dort besteht für uns nur insofern Einfluss auf die Umwelt als dass unsere Kunden Ressourcen wie Energie und Wasser nutzen bzw. Abfall produzieren. Die bauverein AG setzt dabei auf moderne technische Möglichkeiten und Angebote, um die Sensibilität unserer Mieter zu erhöhen und aktiv bei der Einsparung von Energie und Müll bzw. Ressourcenvermeidung mitzuwirken. 

Abfall
Bei der bauverein AG selbst fallen Abfälle lediglich in der Zentrale des Unternehmens, der Werkstatt sowie den zwei Außenbüros an. Das Müllaufkommen wird bei der bauverein AG nicht berechnet. Für das Müllaufkommen in unseren 17.038 Wohnungen (2020: 16.889) sind die Kunden der bauverein AG verantwortlich. Hier kann das Unternehmen nur begrenzt Einfluss nehmen. So wurden z.B. Mülltrennschleusen eingeführt und ein Flyer zur Mülltrennung aufgelegt. In der Mieterzeitung wird regelmäßig zum Thema Mülltrennung berichtet und für Recyclinglösungen sensibilisiert. 

Energie
Der Bestand der bauverein AG gliedert sich in unterschiedliche Baualtersklassen; den größten
Anteil machen dabei Liegenschaften aus, die in der Nachkriegszeit und den 1960er Jahren errichtet
wurden. Der Erhalt sowie die Verbesserung des energetischen Zustands dieser Gebäude stellen für
die bauverein AG eine besondere Herausforderung dar und führt zu starken Steigerungen in den
durchgeführten und geplanten Investitionsplänen. Dennoch haben wir bereits große Teile unseres Bestandes energetisch überarbeitet - mit spürbaren Einsparungen beim Energieverbrauch.

Unsere Bestandsgebäude verfügen über aktuelle Energieausweise, welche sukzessive verbessert werden. 2021 verteilten sich unsere Gebäude (Wohn- & Gewerbefläche) auf folgende Effizienzklassen:
Die 2021 verbaute Heiztechnologie verteilte sich wie folgt:
  • 67 % der Wohneinheiten wurden mit Erdgas (Etagenheizungen, Kessel, BHKW und Brennstoffzellen),
  • 21 % mit Fernwärme,
  • 10 % mit Nahwärme,
  • 1 % mit Heizöl (Einzelöfen, Kessel, BHKW),
  • 1 % mit Stromdirektheizungen (Nachtspeicheröfen etc.) und
  • 1 % mit Holzpellets / Hackschnitzel / fester Biomasse (Einzelöfen, Kessel) versorgt.
Um die Nutzer generell für das Thema Energiesparen zu sensibilisieren, wurden eine Infobroschüre zu energiesparendem Wohnen und eine Raumklimatestkarte aufgelegt und ein Pilotprojekt zur Sensibilisierung der Nutzer für ihren Energieverbrauch durchgeführt. Neben einer weiteren Sensibilisierung der Verbraucher/Kunden in Sachen Energiesparen sieht die bauverein AG großes Potenzial in der Kooperation mit Energieunternehmen. So wurde 2019 die gemeinsame Tochter bauTega GmbH gegründet. Ein besonderer Schwerpunkt der bauTega GmbH liegt auf einem nachhaltigen und effizienten Umgang mit Energie. Künftig sollen alle der bislang im Besitz der bauverein AG befindlichen Anlagen erneuert werden. Somit leisten wir einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz durch die Reduktion von CO2-Emissionen. Im Zuge unserer Strategie, die Wertschöpfungskette nachhaltig zu erweitern und die Digitalisierung voranzutreiben (siehe Kriterium 1), arbeitet die bauverein AG zudem mit ihrer Tochter System-tec Service GmbH daran, die Verbrauchserfassung und die Wartung von Messtechnik nach dem modernsten Stand der Technik auch im Sinne des Klimaschutzes in den Liegenschaften umzusetzen. 

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Nachhaltiges und klimafreundliches Bauen
Die Herausforderung, unseren Gebäudebestand energetisch zukunftsähig zu machen, ist eine unserer zentralen Aufgaben. Aber auch andere Bausteine spielen für uns eine wichtige Rolle, um schonend mit Ressourcen umzugehen, unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. 2020 wurden ein ressourcenschonendes alternatives Grünpflegekonzept umgesetzt und die Grundlage für den langfristigen Einsatz einer ressourcenschonenden Holz-Hybridbauweise gelegt. Den Einsatz innovativer Bauweisen und regenerativer Baustoffe sowie die Betrachtung von gesamten Gebäudelebenszyklen werden wir in den nächsten Jahren systematisch steigern, um unseren Gebäudebestand flexibel, hochwertig, effizient, wirtschaftlich - und somit fit für die Zukunft - zu gestalten. Ebenso werden wir unsere klimagerechte Modernisierungsquote - wo möglich auch seriell und, im Sinne von Cradle-to-Cradle, mit wiederverwendeten Baustoffen - deutlich erhöhen und prüfen derzeit Möglichkeiten für die praktische und ökonomisch sinnvolle Umsetzung.

Energieeffizienz und -einsparung

Die bauverein AG hat sich Ziele zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zur Senkung der CO2-Emissionen gesetzt und arbeitet mit Hilfe energetischer Sanierungen, innovativer Kooperationen mit Energiedienstleistern und der Sensibilisierung ihrer Mieter zur Einsparung von Energie an deren Erreichung. Dort, wo die bauverein AG selbst Vertragspartner ist, setzt sie schon seit Jahren zu 100% auf klimaneutrales, d.h. CO2-kompensiertes, Erdgas sowie Ökostrom. Die Gründung der bauTega 2019 als gemeinsames Tochterunternehmen der bauverein AG und des kommunalen Energieversorgers legt den Grundstein die Energieversorgung zukünftig effizienter zu gestalten und langfristige Weichenstellungen im Sinne der Nachhaltigkeit selbst vornehmen zu können. 
Zur Dämmung unserer Gebäude setzen wir zunehmend auf natürliche und regenerative Materialien, die recycelbar sind. Zudem hat die bauverein AG festgelegt, dass Neubauten nur noch im EH40-Standard oder besser errichtet werden und Großmodernisierungen immer im bestmöglichen und finanzierbaren KfW-Standard umgesetzt werden. Dazu haben wir 2021 unsere Modernisierungsstrategie überarbeitet und Klimaschutzfaktoren stärker gewichtet. Dabei berücksichtigen wir den jeweiligen Primärenergiebedarf sowie den räumlichen Zusammenhang und die individuelle Größe von Objekten, um höhere energetische Effekte zu erreichen bzw. effizientere energetische Gesamtkonzepte umzusetzen und Einsparpotentiale zu erhöhen.

Planung auf Quartiersebene
Durch die Definition und Ermittlung technischer/energetischer Quartiere ist es unserem Portfoliomanagement möglich, die zu den Liegenschaften vorliegenden Daten aggregiert auszuwerten und entsprechende strategische Entscheidungen zur Entwicklung des Immobilienbestandes auf der neu definierten Quartiersebene im Portfoliomanagementtool zu treffen. Hierzu bereitet das Portfoliomanagement neben den Bestands-, Markt- und technischen Objektdaten auch die energetischen Merkmale unserer Liegenschaften auf. In Zukunft möchten wir eine zunehmend integrierte Betrachtung auf Quartiersebene vornehmen, um Synergieeffekte und weitere Potentiale zu nutzen, die zu ergreifenden Maßnahmen besser aufeinander abzustimmen und die Wärmewende ganzheitlich voranzubringen. 

Mit der Teilnahme am Forschungsprojekt DELTA Reallabor beabsichtigen wir innovative Maßnahmen zu erpoben, um Energieverbräuche und CO2-Emissionen in Stadtquartieren zu reduzieren. Mehrere Quartierstypen sollen verknüpft, damit die Netze besser ausgelastet sowie Energiequellen und Energiesenken verstärkt gekoppelt werden, sodass sektorübergreifende Synergien entstehen. Auch die wirtschaftliche Umsetzbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz werden überprüft.

Auch bei der energetischen Versorgung der „Postsiedlung“ verfolgt die bauverein AG den Quartiersansatz. Die Moltkestraße 3-19 in Darmstadt ist Teil des Forschungsprojekts „SWIVT“, bei dem nicht das Einzelgebäude betrachtet wird, sondern ein ganzes Quartier. Ziel des gemeinsamen Projekts der bauverein AG und der TU Darmstadt ist es, das energetische Profil des Quartiers und die Energiebilanz um mindestens 30% zu verbessern. Für die Moltkestraße 3-19 bedeutet das, dass in der Energiezentrale Blockheizkraftwerke neben Wärmepumpen, die über die Geothermie dem Erdreich Wärme entnehmen, mit Gaskesseln zusammenwirken.

Ausbau von Photovoltaik und Mieterstrom
Mit dem Einsatz von sogenanntem Mieterstrom profitieren unsere Kunden von günstig vor Ort produziertem Strom aus Photovoltaik-Anlagen, bei dem keine Netzentgelte anfallen. Von dem Mietern nicht verbrauchter Strom wird ins allgemeine Stromnetz eingespeist. Diesen Bereich planen wir sukzessive in den nächsten Jahren auszuweiten.

Biodiversität 
Zur Erhaltung der Artenvielfalt kooperiert die bauverein AG u.a. mit der Naturschutzorganisation BUND. Aus der Kooperation resultieren mehrere Begrünungs- und Biodiversitätsprojekte in Wohnanlagen des Wohnungsunternehmens. Unsere Außenbereiche gestalten wir bienen- und insektenfreundlich und PKW-Stellplätze werden oberirdisch auf sickerfähigem Pflaster angelegt. In der Postsiedlung in Darmstadt wurde 2019 ein ehemaliges Baugrundstück in ein Biotop verwandelt. Es dient seit dem als biodiverse Naturerlebnisfläche, die auch für Nachbarschaftsaktionen genutzt wird. Zudem hat die bauverein AG 2020 ein neues Grünpflegekonzept eingeführt, welches verstärkt auf eine biodiverse Pflege achtet. So werden zum Beispiel Wiesen seltener gemäht und Laubhaufen als Rückzugsorte für Igel liegengelassen. Gleichzeitig verwenden die bauftragten Dienstleister seit 2020 emissions- und immissionsarme Geräte. Auf die Nutzung von Laubbläsern/-saugern wird aus Gründen des Erhalts der Artenvielfalt und der Reduzierung von Emissionen weitestgehend verzichtet.

Ziele
Folgende für 2020 und 2021 anvisierten Ziele haben wir zu 100% erreicht und umgesetzt:
Risiken
Die Ziele bergen keinerlei Risiken für Ressourcen und Ökosysteme. Bei dem in der Holzhybridbauweise verwendeten Holz handelt es sich um eine nachwachsende Ressource. Generell kann die Geschäftstätigkeit der bauverein AG Risiken für Ressourcen und Ökosysteme beinhalten, wenn polititische Vorgaben nicht eingehalten werden oder rücksichtslos gehandelt wird. Durch striktes Einhalten aller Auflagen sowie eine langfristige und nachhaltige Bauweise und Quartiesentwicklung (in enger Zusammenarbeit mit Umweltgutachtern) können die Risiken bei der bauverein AG ausgeschlossen werden.

Ein wesentliches Risiko bei der bauverein AG ist unverändert die Zukunftsfähigkeit des Bestandes, der
überwiegend aus den 1950er und 1960er Jahren stammt und zu hohen Modernisierungsaufwendungen
in den kommenden Jahren führen wird. Gleichzeitig führen erhöhte energetische Anforderungen
und steigende Baukosten sowie die abflachende Mietentwicklung zu einer Verringerung der Wirtschaftlichkeit. Nach wie vor ist die Abarbeitung der Brandschutzauflagen von Bedeutung. Dies wird
die bauverein AG daher in den kommenden Jahren weiterhin intensiv in der Umsetzung beschäftigen. 
Zusätzlich werden die aus den gegenwärtig auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene geführten
Klimaschutzdiskussionen abgeleiteten Handlungszwänge auch die bauverein AG massiv betreffen
und als Konsequenz substanzielle Investitionen in Maßnahmen zur Erreichung einer Klimaneutralität
des Bestandes der bauverein AG erfordern. Je nach politisch gesetzten Rahmenbedingungen besteht
das Risiko, das sich diese substanziellen Investitionen negativ auf die Ertragslage der bauverein AG
auswirken.

Einbindung der Unternehmensführung
Sämtliche strategische Maßnahmen, Ziele und Risikoabwägungen werden regelmäßig mit dem Vorstand der bauverein AG abgestimmt - bspw. in Jour Fixes zwischen den Bereichsleitenden und dem Vorstand sowie den bereichsübergreifenden Synchronisationsmeetings für unsere Strategiefelder (siehe Kriterium 1), an denen regelmäßig auch die Vorstände teilnehmen.



Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Die eingesetzten Materialien werden im Instandhaltungsbereich nur in Stückzahlen erfasst. Im Bereich des Bauens ist eine Erfassung nach Gewicht oder Volumen nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich, so dass aktuell darauf verzichtet wird.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Unsere Energieverbräuche betrugen 2021: 

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Die bauverein AG setzt seit Jahren, dort, wo sie es steuern kann, auf regenerative Energien. So wird für die Bestände CO2-neutrales, d.h. CO2-kompensiertes, Gas geliefert und als Allgemeinstrom wird in den vermieteten Gebäuden sowie in allen Verwaltungsgebäuden zu 100% Ökostrom genutzt. An unseren Standorten versuchen wir unseren Energieverbrauch kontinierlich zu senken, indem wir z.B. nachts unsere Heizungen herunterregeln und Zeitschaltuhren für elektronische Geräte wie bspw. Kaffeemaschinen einsetzen.

Zudem werden die Bestände der bauverein AG (17.038 Wohneinheiten mit 1.103.164,2 m2) kontinuierlich energetisch saniert, um die Energieverbräuche zu minimieren und die Heiztechnolgie umzustellen.

Unsere Bestandsgebäude verfügen über aktuelle Energieausweise, welche sukzessive verbessert werden. 2021 verteilten sich unsere Gebäude (Wohn- & Gewerbefläche) auf folgende Effizienzklassen:
Die 2021 verbaute Heiztechnologie verteilte sich wie folgt:
  • 67 % der Wohneinheiten wurden mit Erdgas (Etagenheizungen, Kessel, BHKW und Brennstoffzellen),
  • 21 % mit Fernwärme,
  • 10 % mit Nahwärme,
  • 1 % mit Heizöl (Einzelöfen, Kessel, BHKW),
  • 1 % mit Stromdirektheizungen (Nachtspeicheröfen etc.) und
  • 1 % mit Holzpellets / Hackschnitzel / fester Biomasse (Einzelöfen, Kessel) versorgt.
Zahlen zur Verringerung des Energieverbrauchs ggü. dem Vorjahr liegen nicht vor. Um dies zukünftig darstellen zu können, wird aktuell ein Konzept erstellt. Der Primarenergiebedarf unseres Gesamtbestandes lag 2021 bei 221.563 MWh (2020: 206.873 MWh).

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

2021 verbrauchte die bauverein AG in ihren Haupthaus (Siemenstraße 20, Darmstadt) insgesamt 1.375 kbm Trinkwasser (2020: 764 kbm). Verwendet wird Brauchwasser aus einer Regenwasserzisterne für die Bewässerung der Außenanlage und teilweise für die Toilettenspülung. Hier ist kein Wasserzähler vorhanden, daher gibt es dazu keine Verbrauchswerte.
 

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Das Müllaufkommen wird bei der bauverein AG derzeit nicht berechnet. Bei der bauverein AG selbst fallen Abfälle lediglich in der Zentrale des Unternehmens, der Werkstatt sowie den zwei Außenbüros an. Für das Müllaufkommen in den rund 17.000 Wohnungen sind die Kunden der bauverein AG verantwortlich. Hier kann das Unternehmen nur begrenzt Einfluss nehmen.
 

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Ziele und Maßnahmen
Die bauverein AG hat das Ziel, ihren Gebäudebestand energetisch zukunftsfähig zu machen und klimaschädliche Emissionen, unter anderem durch gemeinsame Projekte mit der städtischen Tochter ENTEGA bei Quartiersentwicklungen (siehe Kriterium 12), zu senken. Der Bestand der bauverein AG gliedert sich in unterschiedliche Baualtersklassen; den größten Anteil machen dabei Liegenschaften aus, die in der Nachkriegszeit und den 1960er Jahren errichtet wurden. Der Erhalt sowie die Verbesserung des energetischen Zustands dieser Gebäude stellen für die bauverein AG daher eine besondere Herausforderung dar und führt zu starken Steigerungen in den durchgeführten und geplanten Investitionsplänen.

Die Bundesregierung Deutschlands hat sich das ambitionierte Ziel „Klimaneutralität im Gebäudesektor bis 2045“ formuliert. In Darmstadt wurde der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, Darmstadt bis 2035 klimaneutral zu gestalten, verabschiedet. Diesen Zielen stellen wir uns - u.a. mit der Modernisierung unseres Bestandes und dem Neubau von Gebäuden mit EH40-Mindeststandard.

Auf Basis unserer Klimaschutzstrategie erarbeitet die bauverein AG einen Sanierungsfahrplan, um die Emissionen der Wärmeversorgung nachhaltig deutlich zu senken. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2022 anvisiert. In einem ersten Schritt haben wir uns im Neubau das Ziel eines KfW 40 Standards und in der Großmodernisierung eines bestmöglichen und finanzierbaren KfW-Standards gesetzt. 2021 haben wir ein CO2-Controlling etabliert. Der Finanzierung der Klimaneutralität unseres gesamten Gebäudebestands ist in sehr großem Maße von den regulatorischen Rahmenbedingungen und Fördermitteln abhängig.

Aktuelle Emissionen unserer Liegenschaften
Die größte Emissionsquelle ist die Wärmeversorgung unserer rund 17.000 Wohnungen. 2021 emittierten unsere Liegenschaften ca. 55.241 Tonnen CO(2020: 54.000 Tonnen). 2016 waren dies noch ca. 60.000 Tonnen CO2.




Davon fielen ca. 30.655 Tonnen unter Scope 1, ca. 14.600 Tonnen unter Scope 2 und ca. 8.750 Tonnen unter Scope 3 (jeweils gerundete Schätzwerte). Bis spätestens 2045 planen wir, unseren Gebäudebestand klimaneutral umgestaltet zu haben.


Die Emissionen unserer Liegenschaften werden anhand der Energieausweise (Bedarfsausweise) berechnet.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Die Gesamtemissionen für die Liegenschaften im bauverein-Bestand lagen 2021 bei 55.241 Tonnen CO2 (2020: 54.011 Tonnen).

Die Scope 1-Emissionen betrugen ca. 30.655 Tonnen.
 

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die Scope 2-Emissionen betrugen ca. 14.600 Tonnen.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die Scope 3-Emissionen betrugen ca. 8.750 Tonnen.
 

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die bauverein AG investiert jedes Jahr in die energetische Modernisierung ihrer Bestände. Der durchschnittliche Verbrauch im Bestand der bauverein AG lag 2021 bei 223.785 mWh/m²a Primärenergie (2020: 206.873 MWh). In den kommenden Jahren soll dieser Wert im Zuge der Klimaschutzstrategie der bauverein AG weiter verringert werden (siehe Kriterium 1).

Aktuell emittieren die Liegenschaften der bauverein AG 55.241 Tonnen CO2. Dies entspricht bei 1.198.858 m2 Gesamtfläche 0,046 Tonnen CO2 je m2. 2016 emittierten die bauverein Liegenschaften noch ca. 60.000 Tonnen CO2. Bei 106.774.3 m2 Gesamtfläche entsprach dies 2016 demnach 0,056 Tonnen CO2 je m2.