11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Den größten Anteil der in Anspruch genommenen Ressourcen stellen Energie, Treibstoff, Wasser, Flächen und Baustoffe dar. Während der Verbrauch der erstgenannten Ressourcen im Einzelnen bewertet wird, könnten über den Verbrauch von Baustoffen aktuell nur bedingt Angaben gemacht werden, sodass dieser Verbrauchswert nicht aufgeführt wird.

Detaillierte Informationen zum Verbrauch von Energie können Sie den Leistungsindikatoren GRI SRS-302-1 und GRI SRS-302-4 entnehmen.
Detaillierte Informationen zum Verbrauch von Treibstoff können Sie dem Leistungsindikator GRI SRS-302-1 entnehmen.
Detaillierte Informationen zum Verbrauch von Frischwasser können Sie dem Leistungsindikator GRI SRS-303-3 entnehmen. 
Detaillierte Informationen zum Abfallaufkommen können Sie dem Leistungsindikator GRI SRS-306-2 entnehmen. 

VIVAWEST bewirtschaftete zum Stichtag 31. Dezember 2020 knapp 22 Millionen Quadratmeter bebaute Grundstücksfläche. Für die Bewertung der Inanspruchnahme von Fläche als Ressource ist der Versiegelungsgrad ein wichtiger Indikator. Durch Maßnahmen zur Regenwasserversickerung und Regenwassernutzung (358.605 Quadratmeter) oder Dachbegrünung (101.596 Quadratmeter) wirkt VIVAWEST nicht nur in Neubaugebieten, sondern auch in bestehenden Quartieren einer zunehmenden Flächenversiegelung entgegen und trägt so zum Erhalt der Biodiversität in den Quartieren bei. Im Berichtsjahr weisen VIVAWEST-eigene Flächen einen Versiegelungsgrad von insgesamt 17,1 Prozent auf.

Bebaute Grundstücksfläche
2018: 22,6 Millionen Quadratmeter
2019: 22,0 Millionen Quadratmeter (- 2,4 %)
2020: 21,9 Millionen Quadratmeter (- 0,6 %)

Versiegelungsgrad
2018: 17,0 Prozent
2019: 17,1 Prozent
2020: 17,1 Prozent

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 74) und Umwelterklärung.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Vor dem Hintergrund ihrer ökologischen Verantwortung hat sich VIVAWEST die Erhöhung der Energieeffizienz, die Senkung der THG-Emissionen, die Reduktion des Ressourcenverbrauchs und die Erprobung innovativer Produkte, Verfahren und Technologien zur umweltfreundlicheren Bestandsbewirtschaftung als Ziele gesetzt. Die zur Zielerreichung definierten Maßnahmen finden sich im Umweltprogramm wieder.

Zur Steuerung der Umweltaktivitäten greift VIVAWEST auf ein nach der europäischen Norm EMAS III zertifiziertes Umweltmanagementsystem zurück, das von einem Umweltmanagementbeauftragten im Bereich Strategie konzernweit verantwortet wird. Durch seine zentrale Rolle und die Unterstützung von Umweltkoordinatoren und Standortbeauftragten Umwelt, deren Aufgaben im Berichtsjahr präzisiert wurden, wird sichergestellt, dass alle ökologischen Handlungsfelder und Maßnahmen ganzheitlich betrachtet und systematisch vorangetrieben werden. Das Umweltmanagementsystem, das alle wesentlichen ökologischen Themen abdeckt, ist damit wichtiger Bestandteil des Nachhaltigkeitsmanagements.
 
Weitere Ausführungen zu Verantwortung, Regeln und Prozessen können Sie den DNK-Kriterien 5 und 6 entnehmen.

Zur Einhaltung der EMAS-Anforderungen hat die Geschäftsführung der Vivawest GmbH sieben Leitlinien festgelegt, die ein ressourcen- und umweltschonendes Verhalten im gesamten Konzern sicherstellen. Diese Leitlinien werden gemäß der EMAS-Systematik als „Umweltpolitik“ bezeichnet. Über ein Management-Review lässt die Geschäftsführung jährlich die Funktionsweise des Umweltmanagementsystems intern prüfen. Ergänzend wird die Erreichung der ökologischen Ziele jährlich über einen externen Gutachter im Rahmen eines Umweltmanagement-Audits geprüft. Damit erfüllt VIVAWEST auch die Anforderungen des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G). Die daraus resultierenden Ergebnisse werden in einer Umwelterklärung veröffentlicht. In diesem Rahmen werden Umweltaspekte standardmäßig in Bezug auf Risiken analysiert und bewertet. Die Ergebnisse fließen jährlich im Zuge der Risikoinventur in das interne Risikomanagement von VIVAWEST ein. Insgesamt sind keine ökologischen Risiken bekannt, die nennenswerte Auswirkungen auf die Umwelt oder bestandsgefährdende Auswirkungen auf den Konzern haben. In einer längerfristigen Perspektive ergibt sich jedoch insbesondere die strategische Herausforderung, den zunehmenden Anforderungen an die Steigerung der Energieeffizienz sowie die Umstellung auf erneuerbare Energieträger (Dekarbonisierung) zur Erreichung der Klimaschutzziele zu entsprechen, ohne dabei den wirtschaftlichen Erfolg und die Sozialverträglichkeit zu vernachlässigen. Neben der bereits laufenden Umsetzung einzelner energetischer Handlungsfelder entwickelt VIVAWEST daher aufbauend auf der Energetischen Positionierung aus dem Jahre 2015 eine ganzheitliche Klimaschutzstrategie zur systematischen Erreichung der Klimaschutzziele und der damit einhergehenden Klimaneutralität im Gebäudebestand bis zum Jahr 2050.

Die positive Wirkung der laufenden Umweltaktivitäten von VIVAWEST spiegelt sich in den Entwicklungen der ökologischen Kennzahlen wider. Zudem verdeutlicht die Vielzahl der Maßnahmen im Umweltprogramm, dass VIVAWEST ihre ökologische Verantwortung ernst nimmt.

Umweltprogramm 
Auszug Nachhaltigkeitsprogramm - Stand 31.12.2020




Vergleiche Bericht 2020 (Seite 99-101).

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Wie unter DNK-Kriterium 11 beschrieben, stellen Energie, Treibstoff, Wasser, Flächen und Baustoffe dar. Während der Verbrauch der erstgenannten Ressourcen im Einzelnen bewertet wird, könnten über den Verbrauch von Baustoffen aktuell nur bedingt Angaben gemacht werden, sodass dieser Verbrauchswert nicht aufgeführt wird.

Weiterführende Informationen zu eingesetzten Materialien können Sie den folgenden Leistungsindikatoren entnehmen:

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch innerhalb der Organisation (Heizenergie inkl. Strom und Treibstoff) 
Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs (außerhalb der Organisation)
Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Frischwasserverbrauch der eigenen Verwaltungsstandorte
DNK-Kriterium 11: bebaute Grundstücksfläche und Versiegelungsgrad 

Zum gesunden Wohnen gehören viele verschiedene Aspekte. Die Grundlage für gesundheitlich unbedenklichen Wohnraum ist aber vor allem die Verwendung geeigneter Baustoffe, deren Einsatz auch über den Bedarf an Primärenergie entscheidet, der für die Gebäudeerstellung notwendig wird. Gleichzeitig sind sie wichtige Parameter für den Energieverbrauch sowie das Wohnklima und bestimmen den erforderlichen Aufwand für die Baustofftrennung im Falle eines Abrisses. Mit der sukzessiven Erweiterung und Pflege eines Baustoffkatalogs trägt VIVAWEST diesem Thema Rechnung. Die Erkenntnisse und Innovationen rund um Baustoffe, ihren Primärenergieverbrauch und ihre Gesundheitsaspekte werden in den Baustoffkatalog aufgenommen und fortgeschrieben. Darüber hinaus werden ökologische Aspekte auch in einem Bauteilkatalog berücksichtigt. Baustoff- und Bauteilkatalog stehen allen Planern und Bauleitern im Konzern online zur Verfügung und werden in Ausschreibungsunterlagen übernommen.

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 91) und Umwelterklärung.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Für die Verwaltungsstandorte ermittelt VIVAWEST sowohl den Verbrauch der Heizenergie als auch den Stromverbrauch. Der gesamte Energieverbrauch für Strom und Heizenergie beträgt im Berichtsjahr 7.456 Megawattstunden und ist damit um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Energieintensität je Quadratmeter Bürofläche liegt bei 127,2 Kilowattstunden. Im Vorjahresvergleich ist das eine Reduzierung um ebenfalls 0,2 Prozent. Die Reduzierung des Gesamtenergieverbrauchs liegt vor allem darin begründet, dass der Stromverbrauch um 9,8 Prozent gesenkt werden konnte. Ein Großteil der Reduzierung ist auf den Standort Nordstern zurückzuführen, da im Jahr 2020 keine Trocknung zur Behebung eines Wasserschadens mehr notwendig war und konsequent LED-Leuchtmittel eingebaut wurden. Der Heizenergieverbrauch hat sich aufgrund der im Jahr 2020 vorgenommenen spezifischen Klimabereinigung für jeden Standort um 6,1 Prozent erhöht. Der mittlere Korrekturfaktor liegt bei 1,22, das ist ein Zuschlag von 22,0 Prozent auf den Realverbrauch. Eine mit hohem Aufwand verbundene, rückwirkende Korrektur der Werte für 2018 und 2019 zur besseren Vergleichbarkeit wird aus wirtschaftlichen Gründen als nicht zweckmäßig angesehen.

Endenergieverbrauch in den eigenen Verwaltungsgebäuden
Tatsächlicher Heizenergie- und Stromverbrauch
2018: 7.643,1 Megawattstunden
2019: 7.473,5 Megawattstunden (- 2,2 %)
2020: 7.456,0 Megawattstunden (- 0,2 %)

Endenergieintensität der eigenen Verwaltungsgebäuden
Tatsächlicher Heizenergie- und Stromverbrauch

2018: 141,3 Kilowattstunden pro Quadratmeter Bürofläche
2019: 127,5 Kilowattstunden pro Quadratmeter Bürofläche (- 9,8 %)
2020: 127,2 Kilowattstunden pro Quadratmeter Bürofläche (- 0,2 %)
Die Berechnungsgrundlage wurde im Jahr 2020 angepasst. Die angegebenen Werte für 2018 und 2019 sind Realverbräuche für Strom und Heizenergie, die mit einem Pauschalwert klimabereinigt wurden. Die Heizenergiewerte für 2020 wurden einer standortspezifischen Klimabereinigung unterzogen.

Der Fuhrpark von VIVAWEST umfasste im Berichtsjahr 904 mit Diesel oder Benzin betriebene Fahrzeuge, 19 Elektrofahrzeuge und 16 Hybridfahrzeuge. Darunter waren 278 Pkw und eine Vielzahl verschiedener Lkw, Einsatz- und Baufahrzeuge. Letztere kommen vor allem im Segment Immobiliendienstleistungen zum Einsatz. Im Berichtsjahr wurde der Fuhrpark um insgesamt 46 Fahrzeuge vergrößert. VIVAWEST hat zum Beispiel die Kundencenter mit insgesamt 17 Elektrofahrzeugen und der dafür nötigen Ladeinfrastruktur ausgestattet. Bereits in den Jahren 2010 bis 2017 hatte VIVAWEST im Rahmen eines Pilotprojekts den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insgesamt fünf Elektrofahrzeuge an ausgewählten Standorten zur Verfügung gestellt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Pilotprojektes entschloss sich das Unternehmen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Termine im Quartier den Zugang zur Elektromobilität flächendeckend zu ermöglichen und dafür in eine klimafreundliche Flotte sowie die erforderliche Infrastruktur zu investieren. Die Emscher Lippe Energie GmbH als Partner sorgte für die passende Ladetechnik. An Ladesäulen oder sogenannten Wallboxen werden die Fahrzeuge mit 100 Prozent VIVAWEST Ökostrom beladen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kundencentern können so ihre Kunden in den rund 100 Kommunen in Nordrhein-Westfalen im Sinne eines guten Stadtklimas verlässlich, schnell und umweltfreundlich erreichen.

Trotz Vergrößerung des Fuhrparks um 5,4 Prozent konnte eine Reduktion des Treibstoffverbrauchs um 5,3 Prozent realisiert werden. Dies ist vorrangig darauf zurückzuführen, dass coronabedingt deutlich weniger Kilometer mit den Dienstwagen zurückgelegt wurden. Darüber hinaus werden zur Reduktion des Treibstoffverbrauchs kontinuierlich Maßnahmen zur Optimierung der EDV-gestützten Disposition von Monteuren und der Routenplanung vorgenommen.
 
Treibstoffverbrauch
2018: 1.513,0 Tausend Liter
2019: 1.502,1 Tausend Liter (- 0,7 %)
2020: 1.422,3 Tausend Liter (- 5,3 %)


Vergleiche Bericht 2020 (Seite 77 f.) und Umwelterklärung. 

Eine gesonderte Betrachtung der Kraftstoffverbräuche aus erneuerbaren bzw. nicht erneuerbaren Quellen erfolgt nicht. 

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

VIVAWEST unterscheidet aufgrund der Mengenverhältnisse zwischen dem Energieverbrauch innerhalb und außerhalb der Organisation, hat aber in beiden Fällen die kontinuierliche Senkung durch Steigerung der Energieeffizienz zum Ziel.

Informationen zur Verringerung des Energieverbrauchs innerhalb der Organisation können SIe dem Leistungsindikator GRI SRS-302-1 entnehmen.

Außerhalb der Organisation
VIVAWEST hat das Modell zur Ermittlung des Endenergieverbrauchs im Wohnungsbestand grundlegend überarbeitet. Während bisher ein Großteil der Endenergiewerte aus den vorliegenden Energieausweisen (Verbrauchs- und Bedarfsausweise) ermittelt wurde, wird seit 2020 – soweit möglich – auf reale Endenergiewerte auf Grundlage eines internen Energiecontrollings zurückgegriffen. Nur wenn diese nicht vorliegen werden Endenergiebedarfe beziehungsweise -verbräuche anhand von Energieausweisen oder einer Gebäudetypisierung nach Baualtersklassen als Quelle herangezogen. Für die Ermittlung von Verbrauchswerten zur Warmwasserbereitung werden, wenn keine realen Werte vorhanden sind, Pauschalwerte gemäß Empfehlungen des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. herangezogen. Die Bezugsgröße für die Angabe relativer Werte ist zukünftig – wie branchenüblich – ausschließlich die Wohn-/Nutzfläche. Die realen Endenergiewerte für Heizung werden zudem klimabereinigt. Eine Leerstandsbereinigung wird nicht vorgenommen.

Im Sinne der Energiewende strebt VIVAWEST an, den Endenergieverbrauch durch die Mieter zu senken. Die Endernergieintensität (Heizung inklusive Warmwasser) von VIVAWEST beträgt im Berichtsjahr rund 161 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche. Für den Gesamtbestand ist das eine Reduktion um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bezogen auf den Kernbestand liegt der Endenergieverbrauch bei rund 144 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche. Damit zeigt sich, dass die vielfältigen Maßnahmen – vorwiegend energetische Modernisierungen, Erneuerungen veralteter Heizanlagen und Optimierungen bestehender Heizanlagen – wie auch in den vergangenen Jahren weiter greifen.

Endenergieverbrauch im Wohnungsbestand
Heizenergie inkl. Warmwasser
2019: 1.275,1 Gigawattstunden
2020: 1.241,9 Gigawattstunden (- 2,6 %)

Endenergieintensität im Wohnungsbestand
Heizenergie inkl. Warmwasser
2019: 166,4 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche 
2020: 160,5 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche  (- 3,5 %)

Aufgrund der Umstellung des Berechnungsmodells liegen keine vergleichbaren Werte für 2018 vor. Die Werte für 2019 wurden im Zuge der Modellumstellung im Jahr 2020 angepasst
.

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 76) und Umwelterklärung.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Der Frischwasserverbrauch an den Verwaltungsstandorten belief sich im Berichtsjahr auf 9.261 Kubikmeter und ist im Vorjahresvergleich um deutliche 18,5 Prozent gesunken, was unter anderem auf die Behebung von Leckagen an den Standorten Nordstern und Düsseldorf zurückzuführen ist. Eine standortbezogene Aufschlüsselung des Frischwasserverbrauchs ist der aktuellen Umwelterklärung zu entnehmen.

Frischwasserverbrauch in den eigenen Verwaltungsgebäuden
2018: 11.719 Kubikmeter
2019: 11.358 Kubikmeter (- 3,1 %)
2020: 9.261 Kubikmeter (- 18,5 %)

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 74) und Umwelterklärung.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Das Abfallaufkommen an den Verwaltungsstandorten betrug im Berichtsjahr knapp 206 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg des gesamten Abfallaufkommens um 2,6 Prozent zu verzeichnen. Das höhere, absolute Abfallaufkommen im Jahr 2019 liegt in dem Wechsel von Beschäftigten aus angemieteten Bürogebäuden am Campus Nordstern in ein neues, eigenes Verwaltungsgebäude begründet, da das Abfallaufkommen für angemietete Büroflächen zuvor nicht berücksichtigt wurde. Das um 2,6 Prozent erhöhte Abfallaufkommen im Berichtsjahr ist im Wesentlichen auf die Einhaltung von Hygienevorschriften im Zuge der Coronapandemie zurückzuführen. Entsprechend ist situationsbedingt vor allem das Restmüllaufkommen im Vergleich zum Vorjahr um 16,9 Prozent angestiegen und macht im Berichtsjahr 37,3 Prozent des Gesamtabfallaufkommens aus. Das sind 4,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr (32,8 Prozent). Grundsätzlich strebt VIVAWEST durch eine stetig zu verbessernde Wertstofftrennung an den Verwaltungsstandorten eine Reduzierung des Restabfallaufkommens an. Eine standortbezogene Aufschlüsselung des Restabfallaufkommens kann der aktuellen Umwelterklärung entnommen werden. 

Abfallaufkommen in den eigenen Verwaltungsgebäuden

2018: 
Abfallaufkommen gesamt: 178,0 Tonnen
davon Restmüll: 65,5 Tonnen
davon Papier: 91,9 Tonnen
davon Verpackung: 11,3 Tonnen
davon Biotonne: 9,3 Tonnen

2019:
Abfallaufkommen gesamt: 200,5 Tonnen (+ 12,6 %)
davon Restmüll: 65,7 Tonnen (+ 0,3 %)
davon Papier: 105,4 Tonnen (+ 14,7 %)
davon Verpackung: 10,8 Tonnen (- 4,8 %)
davon Biotonne: 18,6 Tonnen (+ 100,0 %)

2020:
Abfallaufkommen gesamt: 205,8 Tonnen (+ 2,6 %)
davon Restmüll: 76,8 Tonnen (+ 16,9 %)
davon Papier: 99,6 Tonnen (- 5,5 %)
davon Verpackung: 11,0 Tonnen (+ 1,9 %)
davon Biotonne: 18,4 Tonnen (- 1,1 %)

Im Sinne der Gewerbeabfallverordnung wird das Abfallaufkommen je Baustelle entsprechend den gesetzlichen Anforderungen dokumentiert. Die Abfallentsorgung erfolgt dabei über die eigenen Dienstleistungsgesellschaften oder externe Dritte. Die Menge der produktionsbedingten Abfälle im Segment Immobiliendienstleistungen, welche jedoch auftragsbedingt hohen Schwankungen unterliegen kann, betrug im Berichtsjahr rund 8.700 Tonnen.

Im Wohnungsbestand werden von VIVAWEST unterschiedliche Maßnahmen zur Verminderung des Abfallaufkommens durchgeführt. Hierzu zählt vor allem die systematische Aufklärung von Mietern in Bezug auf das Trennen der Abfälle. Darüber hinaus sammelt VIVAWEST Erfahrungen aus dem Einsatz von Unter- beziehungsweise Niederfluranlagen. Das Müllvolumen in den Wohnungsbeständen wird allerdings nicht erfasst, sodass Entwicklungen quantitativ nicht nachvollzogen werden können.

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 74 f.) und Umwelterklärung.
Biodiversität (optional)
Die zunehmende Bedeutung der Biodiversität – auch in der Wohnungswirtschaft – zeigt sich in den Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalyse. Im Berichtsjahr wurde die Biodiversität erstmalig als wesentlich eingeschätzt und somit als neues Kriterium in die Nachhaltigkeitsberichterstattung aufgenommen. Zur Erhaltung oder sogar Erhöhung der Biodiversität unterscheidet VIVAWEST zwischen Maßnahmen im Wohnungsbestand und Maßnahmen an den Verwaltungsstandorten.

Zur Gestaltung von Außenanlagen im Wohnungsbestand greift VIVAWEST auf einen standardisierten Modulkatalog zurück. Um dem zunehmenden Anspruch, die Biodiversität zu erhöhen, gerecht zu werden sowie den Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf das Wohnumfeld entgegenzuwirken, sollen vorhandene Bausteine in dem Modulkatalog zukünftig noch konsequenter an den Anforderungen von Biodiversität und Klimaanpassung ausgerichtet und zudem neue ökologische Bausteine entwickelt werden. Hierfür hat VIVAWEST die Maßnahme „Entwicklung eines ganzheitlichen Konzeptes zur ökologischen Gestaltung und Pflege des Wohnumfeldes“ in das Umweltprogramm 2021 aufgenommen.

Darüber hinaus leistet VIVAWEST einen Beitrag zum Artenschutz durch den Einbau von Nistkästen in die Fassaden von Wohngebäuden im Zuge von Baumaßnahmen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 258 Nistkästen eingebaut. Im Kampf gegen Schädlinge, wie den Eichenprozessionsspinner, setzt VIVAWEST zudem nicht nur auf den Einsatz biologischer Schädlingsbekämpfungsmittel. Im Herbst 2019 haben beispielweise Kinder der Ferienfreizeit in der Waldsiedlung Marl unter Anleitung Nistkästen für Meisen und Rotkehlchen gebaut, um die natürlichen „Fressfeinde“ des Eichenprozessionsspinners zu stärken sowie die Biodiversität im Quartier zu fördern.

An den Verwaltungsstandorten werden ebenfalls verschiedene Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität umgesetzt. Im Berichtsjahr wurden an den Standorten Nordstern und Bergmannsglückstraße (BMG) erste großflächige Wildblumenwiesen angelegt. Zudem hat VIVAWEST im Jahr 2019 am Campus Nordstern mehrere Bienenvölker angesiedelt. 2020 kamen dann weitere am Standort BMG hinzu. Grund zur Freude gab es im Berichtsjahr auch durch den dreifachen Nachwuchs von artengeschützten Wanderfalken im Brutkasten auf dem Südbalkon des Nordsternturms.

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 75 f.).
Energieeffizienzklassen im Wohnungsbestand (optional)
Der Wohnungsbestand von VIVAWEST lässt sich in die nachfolgenden Energieeffizienzklassen zum Stichtag 31. Dezember 2020 aufteilen. Da im vorliegenden Bericht die bran-chenübliche Bezugsgröße für klimarelevante Kennzahlen die Wohn-/Nutzfläche ist, wurden die gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) grundsätzlich in Gebäudenutzflächen (AN-Flächen) angegebenen Effizienzklassen in die Wohn-/Nutzfläche umgerechnet. Der relativ hohe Anteil an Gebäuden in den Energieeffizienzklassen G und H ist vorrangig darauf zurückzuführen, dass es sich hierbei, historisch bedingt, um energetisch schlechtere Ein- und Zweifamilienhäuser handelt, die zum größten Teil zum Desinvestitionsbestand von VIVAWEST gehören.

Energieeffizienzklassen im Wohnungsbestand
Energieeffizienzklasse A+
unter 36 kWh/m2a
0,6 Prozent
Energieeffizienzklasse A
36 kWh/m2a bis unter 60 kWh/m2a
1,5 Prozent
Energieeffizienzklasse B
60 kWh/m2a bis unter 90 kWh/m²a
8,3 Prozent
Energieeffizienzklasse C
90 kWh/m2a bis unter 120 kWh/m2a
16,5 Prozent
Energieeffizienzklasse D
120 kWh/m2a bis unter 156 kWh/m2a
19,9 Prozent
Energieeffizienzklasse E
156 kWh/m2a bis unter 192 kWh/m2a
13,7 Prozent
Energieeffizienzklasse F
192 kWh/m2a bis unter 240 kWh/m2a
8,4 Prozent
Energieeffizienzklasse G
240 kWh/m2a bis unter 300 kWh/m2a
13,4 Prozent
Energieeffizienzklasse H
ab 300 kWh/m2a
17,7 Prozent

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 76 f.). 


13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Im Themenfeld klimarelevante Emissionen erachtet VIVAWEST vorrangig die THG-Emissionen im Gebäudebestand als wesentliches Kriterium. Zur Senkung der THG-Emissionen setzt VIVAWEST aber auch im Fuhrpark zahlreiche Maßnahmen um. 

THG-Emissionen im Gebäudebstand

Im Jahr 2020 hat VIVAWEST das Modell zur Ermittlung der THG-Emissionen überarbeitet. Für die Berechnung der THG-Emissionen werden die absoluten Endenergiewerte entsprechend der unter dem Leistungsindikator GRI SRS-302-4 beschriebenen Vorgaben zur Ermittlung der Endenergie (Heizung und Warmwasser) herangezogen. Als Umrechnungsfaktor für die THG-Emissionen werden je Energieträger branchenübliche Emissionsfaktoren zur Berechnung von CO2-Äquivalenten auf Basis der Arbeitshilfe 85 des GdW genutzt. Diese Werte orientieren sich sehr stark an den Emissionsfaktoren gemäß GEG und sehen eine Aufteilung mit und ohne Vorkette vor. In der Vorkette werden Emissionen erfasst, die im Zuge des Abbaus beziehungsweise der Förderung, Aufbereitung, Lagerung und des Transports des jeweiligen Energieträgers entstehen. Für Scope 1 (direkte THG-Emissionen) und Scope 2 (indirekte THG-Emissionen) werden jeweils Emissionsfaktoren herangezogen, die die Vorkette nicht berücksichtigen. Für die Berechnung von Scope 3 (THG-Emissionen in der Vorkette) werden Emissionsfaktoren ausschließlich für die Vorkette verwendet. Die Scope-Zuordnung ist abhängig von dem jeweiligen Energieträger. Die Be-zugsgröße für die Angabe relativer Werte ist – wie branchenüblich – die Wohn-/Nutzfläche.

Im gesamten Wohnungsbestand wurde gemäß dieser Berechnungsgrundlage im Berichtsjahr 2020 ein THG-Ausstoß von absolut 304.757 Tonnen verursacht.

Die Verwaltungsstandorte von VIVAWEST weisen 801 Tonnen THG-Emissionen im Jahr 2020 auf.

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 78 f.). 

Weiterführende Informationen zu klimarelevanten Emissionen im Gebäudebestand können Sie den folgenden Leistungsindikatoren entnehmen:

Leistungsindikator GRI SRS-305-1: Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Branchenspezifischen Ergänzungen, DNK-Kriterien 5 bis 7: CO2-Intensität des Gebäudebestandes und CO2-Emissionen seit 1990

CO2-Emissionen im Fuhrpark
Für den Fuhrpark ergibt sich für das Berichtsjahr ein CO2-Ausstoß von 3.733 Tonnen. Die Reduktion des CO2-Ausstoßes um 5,3 Prozent liegt in der unter dem Leistungsindikator GRI SRS-302-1 beschriebenen Reduktion des Treibstoffverbrauchs begründet. Darüber hinaus hat VIVAWEST die im Jahr 2019 überarbeitete Dienstwagenrichtlinie im Berichtsjahr umgesetzt, um alternative Antriebe zu fördern und die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren (siehe auch Nachhaltigkeitsprogramm). Die Effekte aus dem neuen Anreizsystem werden sich in den kommenden Jahren zeigen, wenn der Anteil von Hybrid- und Elektrofahrzeugen im Fuhrpark zunimmt.

Weiterführende Informationen zu klimarelevanten Emissionen im Fuhrpark können Sie dem folgenden Leistungsindikatoren entnehmen:

Leistungsindikator GRI SRS-305-1:
Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen


Der Einsatz regenerativer Energien hat bei VIVAWEST Tradition. An geeigneten Standorten setzt VIVAWEST bereits seit 1991 Solarthermie ein. Mit ihrer im Jahr 2008 in Gelsenkirchen-Schaffrath errichteten Photovoltaik-Anlage ist VIVAWEST Eigentümerin einer der größten Solarsiedlungen in Deutschland. Auch andere Formen der Nutzung regenerativer Energien werden bei VIVAWEST eingesetzt und erprobt, wie zum Beispiel Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen oder Wärmepumpen mit unterschiedlichen Energiequellen. Letztere umfassen sogar einen Latentwärmespeicher in Form eines Eisspeichers. Darüber hinaus überprüft VIVAWEST die Erstellung von energieautarken Mehrfamilienhäusern mit dem Angebot einer Energie-Flatrate-Miete (siehe auch Nachhaltigkeitsprogramm). Da bisher die vorgestellten Lösungsvarianten jedoch nicht zielführend waren, hat VIVAWEST ein neues Planungsteam zusammengestellt, welches im Jahr 2021 neue Ansätze erarbeiten soll.


Vergleiche Bericht 2020 (Seite 82).

Weitere Informationen zu den Zielen und Maßnahmen in Bezug auf klimarelevante Emissionen können Sie den DNK-Kriterien 3 und 12 entnehmen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

THG-Emissionen im Gebäudebstand 
In 2020 hat VIVAWEST das Modell zur Ermittlung der THG-Emissionen überarbeitet.

Weiterführende Informationen zum Berechnungsmodell können SIe dem DNK-Kriterium 13 entnehmen.

Die Aufteilung der gesamten THG-Emissionen im Wohnungsbestand in Scope 1 bis 3 ist aufgrund der Berechnung anhand der vom GdW empfohlenen Emissionsfaktoren nunmehr möglich und wurde deshalb erstmalig für das Jahr 2020 in die Berichterstattung aufgenommen.

Absolute THG-Emissionen in Tonnen - Scope 1:
Gesamt: 151.579 
Gas: 143.018 
Fernwärme: 20 
Öl: 3.771 
Holz: 
Feststoff: 4.770  
Strom:
Strom (Wärmepumpe) 0

Relative THG-Emissionen in Kilogramm pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche - Scope 1:
Gesamt: 19,59
Gas: 34,28
Fernwärme: 0,01
Öl: 48,51
Holz:  0,00
Feststoff: 153,77
Strom: 0,00
Strom (Wärmepumpe) 0,00

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 79). 

Für die Verwaltungsstandorte erfolgt bisher keine differenzierte Scope-Berechnung, da diese nur einen geringen Teil der THG-Emissionen im Vergleich zum Wohnungsbestand ausmachen. 
Insgesamt weisen die Verwaltungsstandorte von VIVAWEST mit 801 Tonnen THG-Emissionen im Jahr 2020 eine Erhöhung der THG-Emissionen von 5,9 Prozent auf, welche auf den vor allem durch die standortspezifische Klimabereinigung gestiegenen Heizenergieverbrauch zurückzuführen ist. Durch den ausschließlichen Einsatz von Ökostrom in den Verwaltungsgebäuden fallen keine THG-Emissionen an, entsprechend wird der Stromverbrauch in den Werten nicht berücksichtigt.

THG-Emissionen in den Verwaltungsgebäuden 
2018: 818 Tonnen
2019: 757 Tonnen (- 7,5 %)
2020: 801 Tonnen (+ 5,9 %)

THG-Intensität in den Verwaltungsgebäuden 
2018: 15,1 Kilogramm pro Quadratmert Bürofläche
2019: 12,9 Kilogramm pro Quadratmert Bürofläche (- 14,6 %)
2020: 13,7 Kilogramm pro Quadratmert Bürofläche (+ 5,9 %)

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 80 f.). 

CO2-Emissionen im Fuhrpark
Für den Fuhrpark ergibt sich für das Berichtsjahr ein CO2-Ausstoß von 3.733 Tonnen. Die Reduktion des CO2-Ausstoßes um 5,3 Prozent liegt in der unter dem Leistungsindikator GRI SRS-302-1 beschriebenen Reduktion des Treibstoffverbrauchs begründet. Darüber hinaus hat VIVAWEST die im Jahr 2019 überarbeitete Dienstwagenrichtlinie im Berichtsjahr umgesetzt, um alternative Antriebe zu fördern und die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren (siehe auch Nachhaltigkeitsprogramm). Die Effekte aus dem neuen Anreizsystem werden sich in den kommenden Jahren zeigen, wenn der Anteil von Hybrid- und Elektrofahrzeugen im Fuhrpark zunimmt.


CO2-Emissionen im Fuhrpark  
2018: 3.973 Tonnen
2019: 3.943 Tonnen (- 0,7 %)
2020: 3.733 Tonnen (- 5,3 %)

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 81). 

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

THG-Emissionen im Gebäudebstand 
In 2020 hat VIVAWEST das Modell zur Ermittlung der THG-Emissionen überarbeitet.

Weiterführende Informationen zum Berechnungsmodell können SIe dem DNK-Kriterium 13 entnehmen.

Die Aufteilung der gesamten THG-Emissionen im Wohnungsbestand in Scope 1 bis 3 ist aufgrund der Berechnung anhand der vom GdW empfohlenen Emissionsfaktoren nunmehr möglich und wurde deshalb erstmalig für das Jahr 2020 in die Berichterstattung aufgenommen.

Absolute THG-Emissionen in Tonnen - Scope 2:
Gesamt: 107.839
Gas: 16.889
Fernwärme: 87.482
Öl: 391
Holz:  195
Feststoff: 222
Strom: 2.635
Strom (Wärmepumpe) 24

Relative THG-Emissionen in Kilogramm pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche - Scope 2:
Gesamt: 13,94
Gas: 4,05
Fernwärme: 25,97
Öl: 5,03
Holz:  4,27
Feststoff: 7,17
Strom: 116,47
Strom (Wärmepumpe) 1,17

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 79). 

Weiterführende Informationen zu den THG-Emissionen der Verwaltungsgebäude können SIe dem Leistungsindikator GRI SRS-305-1 entnehmen.

Der Ladestrom für Elektrofahrzeuge wird aktuell nicht erfasst, sodass zum aktuellen Zeitpunkt keine Berichterstattung möglich ist.


Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

THG-Emissionen im Gebäudebstand 
In 2020 hat VIVAWEST das Modell zur Ermittlung der THG-Emissionen überarbeitet.

Weiterführende Informationen zum Berechnungsmodell können SIe dem DNK-Kriterium 13 entnehmen.

Die Aufteilung der gesamten THG-Emissionen im Wohnungsbestand in Scope 1 bis 3 ist aufgrund der Berechnung anhand der vom GdW empfohlenen Emissionsfaktoren nunmehr möglich und wurde deshalb erstmalig für das Jahr 2020 in die Berichterstattung aufgenommen.

Absolute THG-Emissionen in Tonnen - Scope 3:
Gesamt: 45.339
Gas: 28.075
Fernwärme: 15.578
Öl: 643
Holz:  92
Feststoff: 820
Strom: 130
Strom (Wärmepumpe) 1

Relative THG-Emissionen in Kilogramm pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche - Scope 3:
Gesamt: 5,86
Gas: 6,73
Fernwärme: 4,62
Öl: 8,27
Holz:  2,01
Feststoff: 26,43
Strom: 5,75
Strom (Wärmepumpe) 0,06

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 79). 

Weiterführende Informationen zu den THG-Emissionen der Verwaltungsgebäude können SIe dem Leistungsindikator GRI SRS-305-1 entnehmen.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

THG-Emissionen im Gebäudebestand
Im gesamten Wohnungsbestand wurde gemäß dieser Berechnungsgrundlage im Berichtsjahr 2020 ein THG-Ausstoß von absolut 304.757 Tonnen verursacht. Das entspricht einer Reduktion um 2,9 Prozent im Vorjahresvergleich. Die relativen THG-Emissionen betragen 39,4 kg je Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche. Damit hat VIVAWEST aufgrund der Vielzahl der Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz das Ziel einer durchschnittlichen, jährlichen Reduktion von 2,0 Prozent im Berichtsjahr um 1,9 Prozentpunkte übertroffen.

THG-Emissionen des Wohnungsbestandes
2019: 314.001 Tonnen
2020: 304.757 Tonnen (- 2,9 %) 

THG-Intensität des Wohnungsbestandes
2019: 41,0 Kilogramm pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche
2020: 39,4 Kilogramm pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche (- 3,9 %)
Aufgrund der Umstellung des Berechnungsmodells liegen keine vergleichbaren Werte für 2018 vor.
Die Werte für 2019 wurden im Zuge der Modellumstellung im Jahr 2020 angepasst.

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 78 f.). 

Von 1990 bis Ende 2020 konnten die THG-Emissionen im Wohnungsbestand insbesondere durch energetische Modernisierungen, die Erneuerung veralteter Heizanlagen, den Abriss von energetisch schlechter Bausubstanz und den Neubau energieeffizienter Gebäude um 453.681 Tonnen reduziert werden. Dies entspricht einer Reduzierung der relativen THG-Emissionen je Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche von 59,8 Prozent. 

Weiterführende Informationen können Sie den branchenspezifischen Ergänzungen, DNK-Kriterien 5 bis 7 (CO2-Emissionen seit 1990) entnehmen.

Die Verwaltungsstandorte von VIVAWEST weisen mit 801 Tonnen THG-Emissionen im Jahr 2020 eine Erhöhung von 5,9 Prozent auf, welche auf den vor allem durch die standortspezifischen Klimabereinigung gestiegenen Heizenergieverbrauch zurückzuführen ist. Durch den ausschließlichen Einsatz von Ökostrom in den Verwaltungsgebäuden fallen keine THG-Emissionen an, entsprechend wird der Stromverbrauch in den Werten nicht berücksichtigt.

THG-Emissionen in den Verwaltungsgebäuden 
2018: 818 Tonnen
2019: 757 Tonnen (- 7,5 %)
2020: 801 Tonnen (+ 5,9 %)

THG-Intensität in den Verwaltungsgebäuden 
2018: 15,1 Kilogramm pro Quadratmert Bürofläche
2019: 12,9 Kilogramm pro Quadratmert Bürofläche (- 14,6 %)
2020: 13,7 Kilogramm pro Quadratmert Bürofläche (+ 5,9 %)

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 81). 

CO2-Emissionen im Fuhrpark
Für den Fuhrpark ergibt sich für das Berichtsjahr ein CO2-Ausstoß von 3.733 Tonnen. Die Reduktion des CO2-Ausstoßes um 5,3 Prozent liegt in der unter dem Leistungsindikator GRI SRS-302-1 beschriebenen Reduktion des Treibstoffverbrauchs begründet. Darüber hinaus hat VIVAWEST die im Jahr 2019 überarbeitete Dienstwagenrichtlinie im Berichtsjahr umgesetzt, um alternative Antriebe zu fördern und die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren. Die Effekte aus dem neuen Anreizsystem werden sich in den kommenden Jahren zeigen, wenn der Anteil von Hybrid- und Elektrofahrzeugen im Fuhrpark zunimmt.


CO2-Emissionen im Fuhrpark  
2018: 3.973 Tonnen
2019: 3.943 Tonnen (- 0,7 %)
2020: 3.733 Tonnen (- 5,3 %)

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 81). 

Sonstige klimarelevante Emissionen der Wohnungsbestände (optional)
Seit vielen Jahren setzt VIVAWEST im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen bereits Dachsteine ein, die Luftschadstoffe neutralisieren können. Durch die Beimischung eines Katalysators in der Endbeschichtung der verwendeten Betondachsteine werden mittels Fotokatalyse Stickoxide in ungefährliche Nitrate umgewandelt. Allein im Jahr 2020 wurden weitere 48.094 Quadratmeter Dachfläche im Bestand von VIVAWEST mit diesen sogenannten Climalife-Dachsteinen eingedeckt. Damit beträgt die Fläche zum 31. Dezember 2020 im Gesamtbestand 396.769 Quadratmeter. Laut Berechnungen des Institutes für Technische Chemie der Universität Hannover werden damit jährlich 1.325 Kilogramm an gefährlichen Stickoxiden in der Luft neutralisiert. Dies entspricht den Emissionen von 7,36 Millionen Kilometern Fahrleistung eines durchschnittlichen Diesel-Pkw der Schadstoffklasse Euro 4.

Neutralisierte Stickoxide durch Climalife-Dachsteine
2018:
1.015 Kilogramm
2019: 
1.165 Kilogramm (+14,8 %)
2020: 
1.325 Kilogramm (+13,7 %)

Darüber hinaus bietet VIVAWEST in Kooperation mit den Stadtwerken Duisburg ihren Mietern einen exklusiven Spezialtarif für Ökostrom an. Die Mieter profitieren so von günstigem Strom aus erneuerbaren Energiequellen eines zuverlässigen Versorgers mit fairen Vertragsbedingungen. Ergänzend wurde die Beschaffung des Allgemeinstroms gebündelt und seit 2016 auf kostengünstigen, zertifizierten Ökostrom umgestellt.

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 80).