11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Im 2019 veröffentlichten Unternehmenszweck von Veolia heißt es:

 “Mit unserer Geschäftstätigkeit, die heute die Bereiche Wasser, Entsorgung und Energie umfasst, stellen wir unseren kommunalen ebenso wie unseren privaten Kunden überall auf der Welt Lösungen zur Verfügung, die den Zugang zu natürlichen Ressourcen verbessern, Ressourcen schützen und ihre effektive Nutzung und Wiederverwertung ermöglichen. Die Verbesserung unserer Umweltbilanz sowie der unserer Kunden steht im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells.”

Das Erbringen unserer Dienstleistungen zum Management effizienter Kreisläufe von Wertstoffen, Energie sowie Trink- und Abwasser ist dabei zugleich auch mit dem Gebrauch von Ressourcen verbunden.

Die Anlagen, die Veolia für seine operative Tätigkeit nutzt, benötigen große Flächen, sei es beim Management von Wasserkreisläufen, der Optimierung von Energiesystemen oder der Gewinnung von Recyclingrohstoffen aus Abfall. Zugleich nutzt Veolia in einigen Bereichen natürliche Behandlungsmethoden, wie beispielsweise bei der biologischen Abwasserreinigung. 

Durch konsequenten betrieblichen Umweltschutz sorgt Veolia in Deutschland an seinen Standorten für eine Minderung von Risiken. Angepasst an die jeweiligen operativen Tätigkeiten und Bedingungen werden entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen wie z.B. Verfahrensanweisungen für die Qualitätssicherung des Inputs in Anlagen, die Berufung von Gefahrgutbeauftragten oder Trinkwasserschutzmaßnahmen. Zertifizierungen wie die als Entsorgungsfachbetrieb oder nach DIN 140001 gewährleisten zusätzlich eine hohe Umweltsicherheit der umgesetzten Prozesse. 

Vor diesem Hintergrund übernimmt das Unternehmen auch Verantwortung für den Erhalt und die Wiederherstellung von Biodiversität auf den genutzten Flächen. Weltweit verfolgt Veolia dafür einen einheitlichen, systematischen Ansatz, der im Rahmen des Strategieprogramms Impact 2023 weiter entwickelt wurde. 

Über das Umweltreporting konnten sensible Standorte identifiziert werden, die sich u.a. durch die Nähe zu Schutzgebieten, den Anteil unversiegelter Fläche und das Vorkommen geschützter Arten auszeichnen. Nach einer zertifizierten Methodik sind an den Standorten Maßnahmen umzusetzen, die sich nach den spezifischen Bedingungen richten. So sind in Deutschland bis 2023 umzusetzen: 
Veolia verfügt über besondere Kompetenz im Management von Wertstoffkreisläufen, sowie der effizienten Zusammenführung dezentraler Abfallströme und der damit verbundenen Aufbereitung in recycelte Rohstoffe. Das gilt insbesondere für große Wertstoffmengen wie beispielsweise Altpapier, in dem Veolia Marktführer ist. Dieses Know-how setzen wir aber auch für kleinere Abfallströme ein. So gewinnen wir Phosphor und Stickstoff aus dem Abwasser zurück, stellen lebensmitteltaugliche PET-Flakes aus Einwegflaschen her und gewinnen wertvollen Kompost und Biogas aus Bioabfall und Grünschnitt. Abfälle, die nicht mehr recycelt werden können, nutzt Veolia zur Produktion sogenannter Ersatzbrennstoffe, die als Ersatz für natürliche Primärenergieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle als Brennstoff eingesetzt werden, um Energie zu erzeugen. Ersatzbrennstoffe sind somit wahre Beschützer natürlicher Ressourcen.

Veolia hat sich weltweit das Ziel gesteckt, das Volumen verarbeiteter Kunststoffe, die die Verarbeitungsanlagen verlassen, zu erhöhen. 2021 konnte das gesteckte Ziel nicht erreicht werden, da kunststoffhaltige Wertströme am Markt besonders nachgefragt waren . aufgrund der aktuellen Situation nicht erreicht werden. Unseren Kunden bieten wir einfachen Zugang zu Entsorgungsdienstleistungen z.B durch Webshops, die Berechnung/Optimierung des Klimafußabdrucks von Dienstleistungen mithilfe des zertifizierten Tools GreenPath und die optimierte Sammel-Aktivitäten durch Digitalisierung (z.B. Füllstandsmesser).

So nutzt Veolia in Deutschland zur Gewinnung bzw. Aufbereitung von Trinkwasser in bundesweit 38 Wasserwerken in Abhängigkeit von den regionalen Gegebenheiten und unter Abwägung wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte sowohl Grundwasser als auch Fernwasser. So wurden 2021 insgesamt 56,2 Mio. m3 zur Trinkwasserproduktion genutzt. Davon waren 22,6 Mio. m3 Grundwasser.Bei der Reinigung von Abwasser in bundesweit 128 Kläranlagen hält Veolia sämtliche Grenzwerte ein und kann diese vielfach übererfüllen. Anschließend wird das gereinigte Abwasser in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt. Veolia sorgt für die kontinuierliche Instandhaltung von Wasser-Infrastrukturen, um Wasserverluste auf dem Weg zum Kunden auf ein ökologisch und ökonomisch vertretbares Mindestmaß zu reduzieren. Den Schutz der wertvollen Ressource Wasser, auch durch die Bewahrung eines gesunden natürlichen Umfelds der Quellen, in denen es gewonnen wird, verstehen wir als Teil unseres Versorgungsauftrags. Weiterhin setzt sich Veolia dafür ein, Energie aus Abwasser zu gewinnen und dieses für den Betrieb der Kläranlagen zu nutzen. Darüber nutzt Veolia auf Kläranlagen, in Regenrückhaltebecken und der Kanalisation zunehmend digitale Sensoren, um Fehleinleitungen frühzeitig zu erkennen und schneller reagieren zu können. Die Abwasserentsorgung wird auf diesem Weg noch sicherer gemacht. Gewässerverunreinigungen können so vermieden und die Umwelt geschützt werden.

Mit unseren Produkten und Dienstleistungen zum Energiemanagement begleiten wir unsere Kunden auf dem Weg in eine ressourceneffiziente und kohlenstoffarme Energieerzeugung. Herausragende Bedeutung hat das Projekt Kohleausstieg in Braunschweig, in dessen Rahmen die Strom- und Wärmeversorgung der Stadt schon bald auf Kohle verzichtet und statt dessen auf der Basis von Biomasse in Form von Altholz sowie mit Erdgas zukunftsorientiert gestaltet wird. Mit den sogenannten Energieeffizienz-Quartieren versorgt Veolia darüber hinaus Stadtteile oder Industriegebiete an mehreren Standorten ressourcenschonend und kostensparend. Weitergeführt wurde im Berichtszeitraum das über das Programm Horizon 2020 finanzierte Projekt ReUseHeat. Naturstromprodukte und atomstromfreie Stromprodukte gehören zum Portfolio der Veolia-Stadtwerke.

Die Erbringung der Veolia-Dienstleistungen geht mit einem relevanten Energieverbrauch einher. Der gesamte Energieverbrauch von Veolia in Deutschland betrug 2021 rund 2.778.183 MWh.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Ziele
Veolia in Deutschland hat aus dem für Veolia weltweit geltenden Strategieprogramm Impact 2023 eigene Ziele abgeleitet. In Bezug auf Ressourcenmanagement sind folgende Ziele relevant:

Indikator Baseline2019 Ziel 2021 Ergebnis 2021 Ziel 2022
THG-Emissionen senken i.R. Investplan zum Kohleausstieg in Europa bis 2030 (% erreicht vs. geplant bis 2030)  11 68 59 97
jährl. Beitrag zu vermiedenen THG-Emissionen (im Vgl. zu Referenzszenario) in kt CO2 eq. 1756
davon
geplant
1099
Verminderung
davon budgetiert
1027
1604 Stabilität gegenüber Ist 2021
davon budgetiert
955
Volumen verarb. Kunststoffe in kt, die Verarbeitungsanlagen verlassen 128  134 126 132
Fortschritt Aktionspläne zur Verringerung der Auswirkungen auf Natur und Biodiversität an empfindlichen Standorten in %  - 75 87,2 92
Effizienz von TW-Netzen (m3 TW konsumiert / m3 TW produziert in Städten  > 50.000 EW) in %  88,94 89,24  90,6 89,4

THG-Emissionen reduzieren
Wie es im Unternehmenszweck formuliert ist, steht die Verringerung des Umweltfußabdrucks unserer Kund*innen und unserer eigenen Klimaauswirkungen im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells. Die Erfüllung der diesbezüglich definierten Ziele belegen dieses Engagement. Der Indikator zum Umsetzungsfortschritt der Investitionen zum Kohleausstieg in Braunschweig wurde 2021 formal nicht erfüllt. Dennoch ist das Bauvorhaben im Plan, lediglich die Rechnungslegung erfolgte für Teilbeträge erst Anfang 2022, was die Kennzahlen verzerrt. Der Indikator Vermiedene THG-Emissionen wurde 2021 mit 1604 kt CO2 eq. deutlich übertroffen. Messbares Engagement für den Klimaschutz wird immer stärker auch ein wettbewerbsrelevanter Aspekt in Ausschreibungen für bestimmte Dienstleistungen. Veolia verfügt durch ein eigenes Tool zur Berechnung des projekt- bzw. standortbezogenen Carbon Footprints (Greenpath) über gute Voraussetzungen, die Erwartungen der Kunden hinsichtlich der Messbarkeit der Auswirkungen seiner Dienstleistungen zu erfüllen. 2020 startete Veolia in Deutschland zudem die interne Ideenkampagne "Wir fürs Klima", die sich reger Beteiligung erfreute und insgesamt 55 Projektideen hervorbrachte. Einige davon konnten 2021 bereits umgesetzt werden, so z.B. die fortlaufende Umstellung auf Grünstrom, die Pflanzung von 100 Bäumen an Veolia Standorten oder der Test von Fairphones im Unternehmen. Auch der Bau von E-Ladesäulen an vier Veolia Standorten ist im Gange.Darüber hinaus stammte der im Jahr 2021 von BS|Energy an Veolia Umweltservice gelieferte Strom zu 100% aus Wasserkraft. Zudem kompensiert Veolia in Deutschland seit 2017 jährlich seine Flugemissionen über ClimatePartner. 

Kreislaufwirtschaft stärken
Veolias besondere Stärken im Management von Ressourcenkreisläufen tragen in vielfältiger Weise zur Gestaltung einer zukunftsorientierten Gesellschaft mit verringertem Ressourcenverbrauch bei. Der definierte Indikator - Volumen verarbeiteter Kunststoffe / Kunststoffprodukte, die Verarbeitungsanlagen verlassen - konnte für das Jahr 2021 nicht erreicht werden. Die nicht erreichte Steigerung der Mengen spiegelt die derzeitige Marktsituation wider, da es aktuell eine große Nachfrage an kunststoffhaltigen Wertstoffströmen gibt. 

Biodiversität schützen
Auch im neuen Strategieprogramm Impact 2023 von Veolia hat die Bewahrung von Biodiversität einen hohen Stellenwert. Veolia setzt sein systematisches Vorgehen fort und ermittelte auf der Basis des Global Reports die sensiblen Standorte der Gruppe. In einer daraus entwickelten Abstufung sind in Deutschland bis 2023 folgende Maßnahmen umzusetzen: Ressourcenschutz Wasser
Im Interesse des Schutzes der wertvollen Ressource Wasser setzt sich Veolia als Dienstleister für Betrieb von Trink- und Abwasserinfrastrukturen für eine hohe Effizienz ein. Als wesentlicher Indikator wurde die Effizienz von Trinkwassernetzen definiert (m3 TW konsumiert / m3 TW produziert in Städten  > 50.000 Einwohner). Der Zielwert von 89,24% wurde für 2021 mit 90,6% erreicht. Auch künftig soll dieser Wert u.a. durch den Aufbau von District Metered Areas und stationäre Leckage-Ortung verbessert werden. Darüber hinaus setzen die Unternehmen zahlreiche Maßnahmen zur Verringerung des Wassergebrauchs um (z.B. Sprühnebelanlagen zur Staubniederhaltung beim Papierrecycling in Hamburg und Kreislaufführung von Wasser in Aufbereitungsprozessen mit Wasser 3.0 (PET) und treffen Vorsorge gegen mögliche Verschmutzungen (z.B. Einsatz doppelwandiger Behälter in Abwasserbehandlungsanlagen).

Zielerfüllung
Die Erfüllung der gesteckten Ziele ist Gegenstand regelmäßiger interner Überprüfungen. Mindestens zwei Mal im Jahr fragt die Performance-Abteilung bei den für die einzelnen Aufgabenfelder Verantwortlichen des Status der Erreichung der Purpose-Ziele (Multifaceted Performance) ab. Die Ergebnisse werden der Geschäftsführung von Veolia in Deutschland vorgelegt und anschließend an die Unternehmenszentrale berichtet. Sowohl Veolia Corporate als auch Veolia in Deutschland legen die Zielerreichung in ihren Nachhaltigkeitsberichten offen. Der Beitrag zur Erfüllung dieser für Veolia weltweit relevanten Ziele ist Bestandteil der persönlichen Zielvereinbarungen des Managements. 

Risiken bzw. Chancen
Grundsätzlich ist die gesellschaftlich gewünschte ökologische Transformation für Veolia in Deutschland mit großen Chancen verbunden. Das Unternehmen mit seinem auf die Senkung des Umweltfußabdrucks seiner Kund*innen ausgerichteten Geschäftsmodell versteht sich selbst als wesentlicher Akteur und Beschleuniger dieser Entwicklung. Um dem Ressourcenschutz und der Kreislaufwirtschaft über die gesamte Wertschöpfungskette schneller zum Durchbruch zu verhelfen, braucht es jedoch zusätzliche Marktimpulse. So gibt es noch immer zu wenig konkrete Anreize für Hersteller, recycelte Rohstoffe in der Produktion einzusetzen und die Recyclingfähigkeit ihrer Produkte sicherzustellen. Für Konsument*innen ist beim Kauf von Produkten kaum erkennbar, wie zirkulär diese gestaltet sind. Zudem muss weiterhin der Vollzug der jüngsten gesetzlichen Regelungen zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft abgesichert werden. So wird die Erfüllung der Pflicht zur separaten Erfassung von Bioabfällen in Haushalten nach wie vor nicht überall nachverfolgt. Bei der Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung und insbesondere der Pflicht zur separaten Erfassung verschiedener Wertstoffströme gibt es zu wenige Kontrollen bzw. Sanktionen bei Nichteinhaltung. Die neu geschaffenen politischen Anreize für die stärkere Vermeidung und Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen, insbesondere durch die Bepreisung von CO2, beginnt ihre Wirkung zu entfalten.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

a. Veolia ist kein Hersteller von Produkten, sondern ein Anbieter von Dienstleistungen. Insofern ist der Materialeinsatz nur in ausgewählten Geschäftsfeldern ein relevanter Indikator, für den Daten erfasst werden. 

Eingesetzte Materialien in der Abwasserbehandlung (Anlagen > 100.000 Einwohnerwerte): 
2021:
FeClSO4:  nicht mehr berichtet im Zuge der Vereinfachung des BerichtswesensAlCl3: nicht mehr berichtet im Zuge der Vereinfachung des BerichtswesensKationische Polymere (zur Entwässerung): nicht mehr berichtet im Zuge der Vereinfachung des Berichtswesens

2020: 
FeClSO4:  nicht mehr berichtet im Zuge der Vereinfachung des BerichtswesensAlCl3: nicht mehr berichtet im Zuge der Vereinfachung des BerichtswesensKationische Polymere (zur Entwässerung): nicht mehr berichtet im Zuge der Vereinfachung des Berichtswesens

2019:
FeClSO4: 1 040 t (Steigerung aufgrund zusätzlich einbezogener Kläranlage)AlCl3: 101 tKationische Polymere (zur Entwässerung): 80 t

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

a. Energieverbrauch aus nicht-erneuerbaren Quellen
(Kohle, Gas, Kfz-Kraftstoff, Strom-/Wärmeeinkauf)
2021: 2,48 Mio. MWh
2020: 2,26 Mio. MWh
2019: 2,46 Mio. MWh

b: Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen
(aus Stromeinkauf und Eigenproduktion)
2021: 0,17 Mio. MWh
2020: 0,20 Mio. MWh
2019: 0,20 Mio. MWh

c. i Stromverbrauch gesamt
2021: 0,17 Mio. MWh
2020: 0,16 Mio. MWh
2019: 0,17 Mio. MWh

c. ii Wärmeverbrauch gesamt
2021: 2,61 Mio. MWh
2020: 2,46 Mio. MWh
2019: 2,62 Mio. MWh

d. i verkaufter Strom
2021: 0,57 Mio. MWh
2020: 0,59 Mio. MWh
2019: 0,66 Mio. MWh

d. ii verkaufte Wärme
2021: 1,13 Mio. MWh
2020: 1,02 Mio. MWh
2019: 1,04 Mio. MWh

e. Energieverbrauch gesamt
2021: 2,78 Mio. MWh
2020: 2,58 Mio. MWh
2019: 2,79 Mio. MWh
 

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Der Energieverbrauch der Organisation stieg im Berichtszeitraum 2021 leicht gegenüber dem Vorjahr von 2,6 auf 2,8 MWh. 

Die Berechnung des Energieverbrauchs erfolgte auf der Grundlage des Veolia-internen Environmental Reporting. Dieses entspricht den Vorgaben von GHG Protocol, Sectoral guides waste: EPE waste protocol, water: ASTEE protocol. Weitere Informationen zu Standards und Berechnungsmethoden sind im Referenzdokument ab S. 198 ff. festgehalten.
 

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

a. Gesamte Wasserentnahme (nur Trinkwasser-Produktion):  
2021: 55 Mio m3
2020: 57 Mio. m3
2019: 57 Mio. m3 
davon:
i. Oberflächenwasser
2021: 0 Mio. m3
2020: 0 Mio. m3
2019: 0 Mio. m3

ii. Grundwasser
2021: 23 Mio. m3
2020: 23 Mio. m3
2019: 22 Mio. m3

b. Gesamte Wasserentnahme in Regionen mit Wasserstress 
keine
 

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Behandelte Abfälle einschließlich gehandelter Mengen
2021: 2,7 Mio. t
2020: 3,1 Mio. t
2019: 3,2 Mio. t

Klärschlamm aus Großkläranlagen (>100.000 Einwohnerwerte)
2021: 5,4 kt Trockensubstanz
2020: 5,8 kt Trockensubstanz
2019: 5,6 kt Trockensubstanz

davon landwirtschaftliche Verwertung oder Energierückgewinnung
2021: 100%
2020: 100%
2019: 100%

Schlacke und Asche
2021: 10.977 t
2020:   5.941 t
2019: 10.722 t

Die Entsorgung erfolgte direkt durch die Veolia-Organisation oder wurde anderweitig direkt bestätigt.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Veolia in Deutschland setzt auf strategisches Energiemanagement, um die Umweltaus­wirkungen der wirtschaftlichen Tätigkeit weiter zu reduzieren. 91% Prozent der Geschäftstätigkeit waren 2021 von einem zertifizierten Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001:2011 abgedeckt.

2021 betrug der gesamte Energieverbrauch rund 2,78 Millionen MWh. Den bedeutendsten Anteil daran hatte der Verbrauch von Wärme und Strom im Geschäftsbereich Energie. Die direkten Treibhausgas-Emissionen beliefen sich 2021 auf 0,635 Mio. t CO2-Äquivalente. Die indirekten Emissionen betrugen 2021 0,035 Mio. t CO2-Äquivalente. Im Vergleich zum Vorjahr sind die direkten Emissionen leicht gestiegen, die indirekten Emissionen leicht gesunken. Angesichts der dezentralen Struktur des Unternehmens sind es eine Vielzahl von Optimierungsmaßnahmen, die dazu beigetragen haben. Eine übergreifende Maßnahme ist die Beschleunigung der Umstellung auf den Einkauf von Grünstrom.

Im Bereich der Energieerzeugung betrug der Anteil erneuerbarer Quellen 2021 24,4 Prozent. Der Anteil erneuerbarer Energien an der gekauften Energie durch Strom und Wärme betrug 2021 im relativen Gesamteinkauf 21,6 Prozent. 

Veolia als Gesamtkonzern hatte sich weltweit das Ziel gesetzt, von 2020 bis 2023 seinen Beitrag zur Verringerung der Treibhausgasemissionen anhand der Umsetzung des Investitionsplans zum Kohleausstieg in Europa sowie durch den Beitrag zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen (u.a. durch die Bereitstellung recycelter Rohstoffe) zu messen. Veolia hat sich darüber hinaus im Rahmen der Science based Target Initiativen dazu verpflichtet bis 2034 seine Emissionen (Scope 1+2) um 22% zu senken.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

a. Bruttovolumen direkte THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äq.
2021: 635.170
2020: 560.230
2019: 608.200

b. In die Berechnung einbezogene Gase: CO2, N2O, CH4

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent:
2021: 32450
2020: 33130 (Steigerung aufgrund neuer Biomasse-Anlage in Zapfendorf)
2019:   6870

d. Basisjahr: kein Basisjahr

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für GWP: N2O, CH4 : IPCC AR5; Electricity Factors : IEA 2013 (Referenzjahr zur Berechnung von THG-Emissionen)

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen: operative Kontrolle

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm: GHG Protocol, Sectoral guides waste: EPE waste protocol, water: ASTEE protocol; Details zu Standards und Berechnungsmethoden im Referenzdokument ab S. 198 ff. 

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

a. Bruttovolumen indirekte THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äq.
2021: 34.720
2020: 50.760
2019: 55.280

b. In die Berechnung einbezogene Gase: CO2 -Äquivalent für eingekauften Strom und Netzverluste (Strom, Wärme) in Abhängigkeit von nationalen Emissionsfaktoren der IEA

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent: n.r.

d. Basisjahr: kein Basisjahr

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für GWP: Electricity Factors : IEA 2013 (Referenzjahr zur Berechnung von THG-Emissionen)

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen: operative Kontrolle

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm: Details zu Standards und Berechnungsmethoden im Referenzdokument S. 198 ff.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

a. Bruttovolumen Scope 3-THG-Emissionen in Tonnen CO2-Äq.
2021: 1.066.740
2020: 1.251.890
2019: 1.543.000

b. In die Berechnung einbezogene Gase: alle Treibhausgase einschl. HFCs, PFCs, SF6, NF3

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent: n.r.

d. Basisjahr: kein Basisjahr

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für GWP: carbone base France (Veolia-CDP-Climate Change questionnaire 2019 C6.5 p.52ff.)

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen: operative Kontrolle

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm: GHG Protocol, Sectoral guides waste: EPE waste protocol, water: ASTEE protocol; Details zu Standards und Berechnungsmethoden im Referenzdokument S. 198 ff.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten
vermiedene THG-Emissionen (v.a. durch Sortieranlagen) in Tonnen CO2-Äq.
2021: 1.499.430
2020: 1.495.620
2019: 1.644.080

reduzierte THG-Emissionen (v.a. durch Kraft-Wärme-Kopplung) in Tonnen CO2-Äq.
2021: n.r.
2020: 188.450
2019: 212.220

b. In die Berechnung einbezogene Gase: CO2, CH4, N2O

c. Basisjahr oder Basis/Referenz: 2014 (Veolia-CDP Climate Change questionnaire 2019)

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist: Scopes 1,2,3

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme: Details zu Standards und Berechnungsmethoden im Referenzdokument S. 198 ff.