11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Im 2019 veröffentlichten Unternehmenszweck von Veolia heißt es: "Mit unserer Geschäftstätigkeit, die heute die Bereiche Wasser, Entsorgung und Energie umfasst, stellen wir unseren kommunalen ebenso wie unseren privaten Kunden überall auf der Welt Lösungen zur Verfügung, die den Zugang zu natürlichen Ressourcen verbessern, Ressourcen schützen und ihre effektive Nutzung und Wiederverwertung ermöglichen. Die Verbesserung unserer Umweltbilanz sowie der unserer Kunden steht im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells." Dennoch ist das Erbringen unserer Dienstleistungen zum Management effizienter Kreisläufe von Wertstoffen, Energie sowie Trink- und Abwasser mit dem Gebrauch von Ressourcen verbunden.

Für das Managen von Wertstoffkreisläufen verfügt Veolia über besondere Kompetenz darin, dezentrale Abfallströme effizient zusammenzuführen und durch spezifische Aufbereitungsprozesse in recycelte Rohstoffe umzuwandeln. Das gilt insbesondere für große Wertstoffmengen wie beispielsweise im Bereich Altpapierrecycling, in dem Veolia Marktführer ist. Dieses Know-how setzen wir aber auch für kleinere, nicht weniger bedeutsame Abfallströme ein. So gewinnen wir Phosphor und Stickstoff aus dem Abwasser zurück, stellen lebensmitteltaugliche PET-Flakes aus Einwegflaschen her, betreiben eine der modernsten Kühlgeräterecyclinganlagen Europas und produzieren Kompost aus Bioabfall und Grünschnitt. Im Rahmen des Programms Waste2Energy produzieren wir auf der Grundlage von Sortierresten darüber hinaus hochkalorische Ersatzbrennstoffe, welche in Industrieunternehmen mit hohem Energiebedarf fossile Brennstoffe substituieren können. Veolia hat sich weltweit das Ziel gesteckt, den Umsatz im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu erhöhen. Veolia Deutschland trug zur Umsetzung dieses Ziels 2020 mit etwa einem Drittel seines Umsatzes bei. 

So nutzt Veolia in Deutschland zur Gewinnung bzw. Aufbereitung von Trinkwasser in bundesweit 38 Wasserwerken in Abhängigkeit von den regionalen Gegebenheiten und unter Abwägung wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aspekte sowohl Grundwasser als auch Fernwasser. So wurden 2020 insgesamt 58 Mio. m3 zur Trinkwasserproduktion genutzt. Davon waren 22 Mio. m3 Grundwasser.
Bei der Reinigung von Abwasser in bundesweit 120 Kläranlagen im Jahr hält Veolia sämtliche Grenzwerte ein und kann diese vielfach übererfüllen. Anschließend wird das gereinigte Abwasser in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt. Veolia sorgt für die kontinuierliche Instandhaltung von Wasser-Infrastrukturen, um Wasserverluste auf dem Weg zum Kunden auf ein ökologisch und ökonomisch vertretbares Mindestmaß zu reduzieren. Den Schutz der wertvollen Ressource Wasser, auch durch die Bewahrung eines gesunden natürlichen Umfelds der Quellen, in denen es gewonnen wird, verstehen wir als Teil unseres Versorgungsauftrags. Im Rahmen des Programms  Water2Energy sorgt Veolia dafür, Energie aus Abwasser zu gewinnen und zur Deckung des Energiebedarfs der Kläranlagen zu nutzen.

Mit unseren Produkten und Dienstleistungen zum Energiemanagement begleiten wir unsere Kunden auf dem Weg in eine ressourceneffiziente und kohlenstoffarme Energieerzeugung. Herausragende Bedeutung hat das Projekt Kohleausstieg in Braunschweig, in dessen Rahmen die Strom- und Wärmeversorgung der Stadt bis 2022 auf Kohle verzichtet und statt dessen auf der Basis von Biomasse und Erdgas zukunftsorientiert gestaltet wird. Mit den sogenannten Energieeffizienz-Quartieren versorgt Veolia darüber hinaus Stadtteile oder Industriegebiete an mehreren Standorten ressourcenschonend und kostensparend. Weitergeführt wurde im Berichtszeitraum das über das Programm Horizon 2020 finanzierte Projekt ReUseHeat. Naturstromprodukte und atomstromfreie Stromprodukte gehören zum Portfolio der Veolia-Stadtwerke.

Die Erbringung der Veolia-Dienstleistungen geht mit einem relevanten Energieverbrauch einher. Der gesamte Energieverbrauch von Veolia in Deutschland betrug 2020 rund 2.628.086 MWh.

Die Anlagen, welche Veolia für seine operative Tätigkeit nutzt, benötigen große Flächen - sei es beim Management von Wasserkreisläufen, der Optimierung von Energiesystemen oder der Gewinnung von Recyclingrohstoffen aus Abfall. Zugleich nutzt Veolia in einigen Bereichen natürliche Behandlungsmethoden, wie beispielsweise bei der biologischen Abwasserreinigung. Vor diesem Hintergrund übernimmt das Unternehmen auch Verantwortung für den Erhalt und die Wiederherstellung von Biodiversität auf den genutzten Flächen.
Weltweit verfolgt dafür einen einheitlichen, systematischen Ansatz, der im Rahmen des Strategieprogramms Impact 2023 weiter entwickelt wurde. Über das Umweltreporting konnten sensible Standorte identifiziert werden, die sich u.a. durch die Nähe zu Schutzgebieten, den Anteil unversiegelter Fläche und das Vorkommen geschützter Arten auszeichnen. Nach einer zertifizierten Methodik sind an den Standorten Maßnahmen umzusetzen, die sich nach den spezifischen Bedingungen richten. So sind in Deutschland bis 2023 umzusetzen: 

- Biodiversitäts-Fußabdruck mit einem Ökologen am Standort des Klärwerks Steinhof in Braunschweig einschließlich Umsetzung von 75% eines zu vereinbarenden Aktionsplans mit Verbesserungsmaßnahmen

- ökologisches Standortmanagement entsprechend einer definierten Charta an 75% der Standorte mit einer Größe von über 1 ha- Sensibilisierung der Beschäftigten zum Thema Biodiversität an 50% aller Standorte sowie

- kompletter Verzicht auf die Nutzung von Pflanzenschutzmitteln (Zero Phyto) an 75% aller Standorte. Der Fortschritt bei der Umsetzung dieser Maßnahmen ist in das Reporting integriert und wird sowohl auf Landesebene wie auf internationaler Ebene regelmäßig evaluiert und dokumentiert.
 

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Ziele
Veolia Deutschland hat aus dem für Veolia weltweit geltenden strategischen Programm Impact 2023 eigene Ziele abgeleitet. In Bezug auf Ressourcenmanagement sind folgende Ziele relevant:
 


Indicator Baseline
2019
2020 Target 2021 Key actions
THG-Emissionen senken i.R. Investplan zum Kohleausstieg in Europa bis 2030 (% erreicht vs. geplant bis 2030)
 
11 39 68 Baufortschritt neue Biomasse-Anlage
 
jährl. Beitrag zu vermiedenen THG-Emissionen (im Vgl. zu Referenzszenario) in kt CO2 eq. 1756
davon geplant 1099
1593 Verminderung
davon geplant
1027
durch Recycling
Volumen verarb. Kunststoffe in kt, die Verarbeitungsanlagen verlassen 128  102 134 Herstellung recycelter Kunststoffe ohne Handel  
Fortschritt Aktionspläne zur Verringerung der Auswirkungen auf Natur und Biodiversität an empfindlichen Standorten in %  -
Fußabdruck 0


Ökol. Mgmt. 0

0-Phyto 100%

Sensib. 10%
Fußabdruck 1


Ökol. Mgmt. 50%

0-Phyto 100%

Sensib. 50%
Fußabdruck und Aktionsplan KA  Braunschweig 2021
Ökol. Mgmt.: 30 Standorte >1 ha / 75% bis 2023 (Charta)
0-Phyto: 112 Standorte / 75% bis 2023
Sensib.: 112 Standorte / 50% bis 2023
Effizienz von TW-Netzen (m3 TW konsumiert / m3 TW produziert in Städten  > 50.000 EW) in %
 
88,94  90 89,24  Aufbau von District Metered Areas mit NB IoT/stationäre
Leckage-Ortung /Check Wasser-Rechnung

Zielerfüllung

THG-Emissionen reduzieren

Wie es im Unternehmenszweck formuliert ist, steht die Verringerung des Umweltfußabdrucks unserer Kunden und unserer eigenen Klimaauswirkungen im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells. Die Erfüllung der diesbezüglich definierten Ziele belegen dieses Engagement. Der Indikator zum Umsetzungsfortschritt der Investitionen zum Kohleausstieg in Braunschweig wurde 2020 erfüllt. Dieses Schwerpunktprojekt wird weiter zielstrebig umgesetzt. Der Indikator 2 vermiedene THG-Emissionen wurde 2020 mit 1496 kt CO2 eq. deutlich übertroffen. Messbares Engagement für den Klimaschutz wird immer stärker auch ein wettbewerbsrelevanter Aspekt in Ausschreibungen für bestimmte Dienstleistungen. Veolia verfügt durch ein eigenes Tool zur Berechnung des projekt- bzw. standortbezogenen Carbon Footprints (Greenpath) über gute Voraussetzungen, die Erwartungen der Kunden hinsichtlich der Messbarkeit der Auswirkungen seiner Dienstleistungen zu erfüllen. 2020 startete Veolia in Deutschland zudem die interne Ideenkampagne "Wir fürs Klima", die sich reger Beteiligung erfreute und insgesamt 55 Projektideen hervorbrachte. Daraus wurden elf schnell umsetzbare Best-practice-Ideen sowie sieben High-impact-Projekte erarbeitet. Im Zuge der Umsetzung dieser Ideen ab 2021 können rund 11.600 Tonnen klimaschädlicher Emissionen pro Jahr vermieden werden.  

Kreislaufwirtschaft stärken

Veolias besondere Stärken im Management von Ressourcenkreisläufen tragen in vielfältiger Weise zur Gestaltung einer zukunftsorientierten Gesellschaft mit verringertem Ressourcenverbrauch bei. So konnte auch der definierte Indikator - Volumen verarbeiteter Kunststoffe / Kunststoffprodukte, die Verarbeitungsanlagen verlassen - 2020 mit 130.000 Tonnen erfüllt worden. 

Biodiversität schützen

Auch im neuen Strategieprogramm von Veolia hat die Bewahrung von Biodiversität einen hohen Stellenwert. Veolia setzt sein systematisches Vorgehen fort und ermittelte auf der Basis des Global Reports die sensiblen Standorte der Gruppe. In einer daraus entwickelten Abstufung sind in Deutschland bis 2023 folgende Maßnahmen umzusetzen:
- Durchführung eines Biodiversitäts-Footprints in der Kläranlage Steinhof sowie 75% Umsetzung des daraus abgeleiteten Aktionsplans. Gemeinsam mit einem Ökologen wird dieses Audit im Frühjahr 2021 durchgeführt. 
- Ökologisches Management an 50% der Standorte >1 ha: Hierfür wurden ein Leitfaden und eine Charta zum ökologischen Standortmanagement entwickelt, die den Standortleitern zur Verfügung gestellt. Die Charta ist von ihnen bzw. den Dienstleistern für das Grünflächenmanagement zu unterzeichnen und umzusetzen. 
- Sensibilisierung der Beschäftigten an 50% der Standorte: Hierfür ist ein Online-Weiterbildungstool in Vorbereitung, das 2021 zur Verfügung gestellt wird. 
- Null Einsatz von Pflanzenschutzmitteln an 100% der Standorte: Bereits heute werden Pflanzenschutzmittel nur in seltenen Ausnahmenfällen an Veolia-Standorten eingesetzt. Alle Standortleiter haben ein Infoblatt zum Thema erhalten und sind angehalten, sich an diese Regel zu halten. 
 
Ressourcenschutz Wasser

Im Interesse des Schutzes der wertvollen Ressource Wasser setzt sich Veolia als Dienstleister für Betrieb von Trinkwasser- und Abwasser-Infrastrukturen für eine hohe Effizienz ein. Als wesentlicher Indikator wurde die Effizienz von Trinkwassernetzen definiert (m3 TW konsumiert / m3 TW produziert in Städten  > 50.000 Einwohner) . Der Zielwert von 89,09% für 2020 konnte erreicht werden. Auch künftig soll dieser Wert u.a. durch den Aufbau von District Metered Areas und stationäre Leckage-Ortung verbessert werden. 

Risiken bzw. Chancen

Grundsätzlich ist die gesellschaftlich gewünschte ökologische Transformation für Veolia in Deutschland und seine Dienstleistungen mit großen Chancen verbunden. Das Unternehmen mit seinem auf die Senkung des Umweltfußabdrucks seiner Kunden ausgerichteten Geschäftsmodell versteht sich selbst als wesentlicher Akteur und Beschleuniger dieser Entwicklung.Um dem Ressourcenschutz und der Kreislaufwirtschaft über die gesamte Wertschöpfungskette schneller zum Durchbruch zu verhelfen, braucht es zusätzliche Marktimpulse. So gibt es noch immer zu wenig konkrete Anreize für die Hersteller von Produkten, recycelte Rohstoffe in der Produktion einzusetzen und die Recyclingfähigkeit ihrer Produkte sicherzustellen. Konsumenten können beim Kauf von Produkten praktisch nicht erkennen, wie zirkulär diese gestaltet sind. Zudem muss weiterhin der Vollzug der jüngsten gesetzlichen Regelungen zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft abgesichert werden. So wird die Erfüllung der Pflicht zur separaten Erfassung von Bioabfällen in Haushalten nach wie vor nicht überall nachverfolgt. Bei der Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung und insbesondere der Pflicht zur separaten Erfassung verschiedener Wertstoffströme gibt es zu wenige Kontrollen bzw. Sanktionen bei Nichteinhaltung. Die neu geschaffenen politischen Anreize für die stärkere Vermeidung und Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen insbesondere durch die Bepreisung von CObeginnt ihre Wirkung zu entfalten.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Veolia ist kein Hersteller von Produkten, sondern ein Anbieter von Dienstleistungen. Insofern ist der Materialeinsatz nur in ausgewählten Geschäftsfeldern ein relevanter Indikator, für den Daten erfasst werden. 

Eingesetzte Materialien
 in der Abwasserbehandlung (Anlagen > 100.000 Einwohnerwerte): 

2020: 
FeClSO4 :  nicht mehr berichtet im Zuge der Vereinfachung des Berichtswesens
AlCl3: nicht mehr berichtet im Zuge der Vereinfachung des Berichtswesens
Kationische Polymere (zur Entwässerung): nicht mehr berichtet im Zuge der Vereinfachung des Berichtswesens

2019:
FeClSO4 : 1 040 t (Steigerung aufgrund zusätzlich einbezogener Kläranlage)
AlCl3: 101 t
Kationische Polymere (zur Entwässerung): 80 t

2018:
FeClSO4 : 288 t
AlCl3: 96 t
Kationische Polymere (zur Entwässerung): 85 t

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

a. Energieverbrauch aus nichterneuerbaren Quellen
(Kohle, Gas, Kfz-Kraftstoff, Strom-/Wärmeeinkauf)
2020: 2,30 Mio. MWh
2019: 2,46 Mio. MWh
2018: 2,35 Mio. MWh

b: Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen
(aus Stromeinkauf und Eigenproduktion)
2020: 0,20 Mio. MWh
2019: 0,20 Mio. MWh
2018: 0,19 Mio. MWh

c. i Stromverbrauch gesamt
2020: 0,16 Mio. MWh
2019: 0,17 Mio. MWh
2018: 0,17 Mio. MWh

c. ii Wärmeverbrauch gesamt
2020: 2,46 Mio. MWh
2019: 2,62 Mio. MWh
2018: 2,48 Mio. MWh

d. i verkaufter Strom
2020: 0,59 Mio.MWh
2019: 0,66 Mio. MWh
2018: 0,62 Mio. MWh

d. ii verkaufte Wärme
2020: 1,02 Mio. MWh
2019: 1,04 Mio. MWh
2018: 1,04 Mio. MWh

e. Energieverbrauch gesamt
2020: 2,62 Mio. MWh
2019: 2,79 Mio. MWh
2018: 2,65 Mio. MWh

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Der Energieverbrauch der Organisation sank im Berichtszeitraum 2020 leicht gegenüber dem Vorjahr von 2,8 auf 2,6 MWh. 

Die Berechnung des Energieverbrauchs erfolgte auf der Grundlage des Veolia-internen Environmental Reporting. Dieses entspricht den Vorgaben von GHG Protocol, Sectoral guides waste : EPE waste protocol, water : ASTEE protocol. Weitere Informationen zu Standards und Berechnungsmethoden sind im Referenzdokument ab S. 198 ff. festgehalten.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

a. Gesamte Wasserentnahme (nur Trinkwasser-Produktion):  
2020: 58 Mio. m3
2019: 58 Mio. m
2018: 53 Mio. m

davon:

i. Oberflächenwasser
2020: 0 Mio m3
2019: 0 Mio. m3
2018: 0 Mio. m3

ii. Grundwasser
2020: 23 Mio. m3
2019: 22 Mio. m3
2018: 17 Mio. m3

b. Gesamte Wasserentnahme in Regionen mit Wasserstress 
keine

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Behandelte Abfälle einschließlich gehandelter Mengen
2020: 3,1 Mio. t
2019: 3,2 Mio. t
2018: 2,9 Mio, t
2017: 2,9 Mio. t

Klärschlamm aus Großkläranlagen (>100.000 Einwohnerwerte)
2020: 5,8 kt Trockensubstanz
2019: 5,6 kt Trockensubstanz
2018: 4,8 kt Trockensubstanz

davon landwirtschaftliche Verwertung oder Energierückgewinnung
2020: 100%
2019: 100%
2018: 100%

Schlacke und Asche
2020:   5.941 t
2019: 10.722 t
2018: 11.316 t

Die Entsorgung erfolgte direkt durch die Veolia-Organisation oder wurde anderweitig direkt bestätigt.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Veolia in Deutschland setzt auf strategisches Energiemanagement, um die Umweltaus­wirkungen der wirtschaftlichen Tätigkeit weiter zu reduzieren. Über 90 Prozent der Geschäftstätigkeit waren 2020 von einem zertifizierten Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001:2011 abgedeckt.

2020 betrug der gesamte Energieverbrauch rund 2,63 Millionen MWh. Den bedeutendsten Anteil daran hat die Erzeugung von Wärme und Strom im Geschäftsbereich Energie. Die direkten Treibhausgas-Emissionen beliefen sich 2020 auf 0,572 Mio. t CO2-Äquivalente. Die indirekten Emissionen betrugen 2020 0,052 Mio. t CO2-Äquivalente. Beide Werte sanken damit gegenüber 2019. Angesichts der dezentralen Struktur des Unternehmens sind es eine Vielzahl von Optimierungsmaßnahmen, die dazu beigetragen haben. Eine übergreifende Maßnahme war die Beschleunigung der Umstellung auf den Einkauf von Grünstrom (2020: + 37.000 MWh). 

Im Bereich der Energieerzeugung betrug der Anteil erneuerbarer Quellen 2020 12,4 Prozent. Der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten genutzten Energie lag 2020 bei 7,35 Prozent.

Veolia Corporate hatte sich weltweit das Ziel gesetzt, von 2015 bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgas-Emissionen um kumuliert 100 Mio. t. CO2-Äq. zu reduzieren (v.a. durch Kraft-Wärme-Kopplung) und kumuliert 50 Mio. t CO2-Äq. zu vermeiden (v.a. durch Sortieranlagen). Veolia in Deutschland trug mit seinen reduzierten (1,3 Mio. t CO2-Äq.) und vermiedenen (6,4 Mio. t CO2-Äq.) Treibhausgas-Emissionen im Zeitraum von 2015-2020 zur Erreichung dieses Ziels bei. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

a. Bruttovolumen direkte THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äq.
2020: 572.120
2019: 608.200
2018: 585.740 

b. In die Berechnung einbezogene Gase: CO2, N2O, CH4

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent:
2020: 33130 (Steigerung aufgrund neuer Biomasse-Anlage in Zapfendorf)
2019:   6870
2018:   6320 

d. Basisjahr: kein Basisjahr

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für GWP: N2O, CH4 : IPCC AR5; Electricity Factors : IEA 2013 (Referenzjahr zur Berechnung von THG-Emissionen)

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen: operative Kontrolle

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm: GHG Protocol, Sectoral guides waste : EPE waste protocol, water : ASTEE protocol; Details zu Standards und Berechnungsmethoden im Referenzdokument ab S. 198 ff. 

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

a. Bruttovolumen indirekte THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äq.
2020: 52.470
2019: 55.280
2018: 60.290

b. In die Berechnung einbezogene Gase: CO-Äquivalent für eingekauften Strom und Netzverluste (Strom, Wärme) in Abhängigkeit von nationalen Emissionsfaktoren der IEA

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent: n.r.

d. Basisjahr: kein Basisjahr

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für GWP: Electricity Factors : IEA 2013 (Referenzjahr zur Berechnung von THG-Emissionen)

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen: operative Kontrolle

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm: Details zu Standards und Berechnungsmethoden im Referenzdokument S. 198 ff.
 
 

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

a. Bruttovolumen Scope 3-THG-Emissionen in Tonnen CO2-Äq.
2020: 1.251.890
2019: 1.543.000
2018:    957.280

b. In die Berechnung einbezogene Gase: alle Treibhausgase einschl. HFCs, PFCs, SF6, NF3

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent: n.r.

d. Basisjahr: kein Basisjahr

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für GWP: carbone base France (Veolia-CDP-Climate Change questionnaire 2019 C6.5 p.52ff.)
 
f. Konsolidierungsansatz für Emissionen: operative Kontrolle

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm: GHG Protocol, Sectoral guides waste : EPE waste protocol, water : ASTEE protocol; Details zu Standards und Berechnungsmethoden im Referenzdokument S. 198 ff.
 

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten

vermiedene THG-Emissionen (v.a. durch Sortieranlagen) in Tonnen CO2-Äq.
2020: 1.495.620
2019: 1.644.080
2018:    889.700

reduzierte THG-Emissionen (v.a. durch Kraft-Wärme-Kopplung) in Tonnen CO2-Äq.
2020: 188.450
2019: 212.220
2018: 212.760

b. In die Berechnung einbezogene Gase: CO2, CH4, N2O

c. Basisjahr oder Basis/Referenz: 2014 (Veolia-CDP Climate Change questionnaire 2019)

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist: Scopes 1,2,3

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme: Details zu Standards und Berechnungsmethoden im Referenzdokument S. 198 ff.