11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Direkte Umwelteinflüsse entstehen bei den Stadtwerken in allen Bereichen der Versorgung der Kunden mit Gas, Wasser, Fernwärme und Strom, zusätzlich in unseren Parkhäusern, unseren Erdgastankstellen und unserem Verwaltungsgebäude. In der Folgestudie der Universität Göttingen zu unserem unternehmensweiten CO2-Fußabdruck werden genaue Aussagen zu den Stoffströmen im Unternehmen hinsichtlich der Auswirkungen auf die THG-Emission getätigt.

Als Energieversorger gehören wir nicht zum Produzierenden Gewerbe. Im Prinzip leiten wir vorhanden Produkte (z.B. Erdgas, Wasser) nur an unsere Kunden weiter. Auch im Bereich Fernwärme übernehmen wir nur stellvertretend für unsere Kunden die Konversion von Erdgas in Strom und Wärme - allerdings durch Anwendungen modernster Technologien wesentlich sauberer und nachhaltiger als ein Privatkunde es könnte. Daher ist ein Produktlebenszyklus ist für unserere "Produkte" nicht relevant. Intern sind wir bemüht sowohl im Wareneinkauf auf regionale, saisonale und ökologische Produkte zurückzugreifen. Unsere Mitarbeiter werden z.B. durch Verwendung von Brotdosen statt Einwegpapier oder das Druckerkonzept zu einem sparsamen Umgang mit Verbrauchsgütern angehalten.
(s. Nachhaltigkeitsbericht)  

Wir besitzen in und um Göttingen diverse natürliche Flächen z.B. Streuobstwiesen und Grünbrachen, die nicht wirtschaftlich genutzt werden und zur Biodiversität beitragen.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Für das Gesamtunternehmen wurden keine konkreten Ziele zur Ressourceneffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien definiert, da bei uns der Ressourcenverbrauch z.B. zur Bereitstellung von Fernwärme oder Erdgas für den Kunden stark durch dessen Verhalten und die Witterung beeinflusst wird.

Wir erhöhen weiterhin den Anteil erneuerbarer Energien an unserer Strom- und Wärmeproduktion kontinuierlich. Zum Beispiel haben wir 2017 mit vorbereitenden Maßnahmen zum Bau eines BioWärmeZentrums begonnen. Nötig wurde dieses durch den Wegfall zweier Gasmotoren in unserem Heizkraftwerk Godehardstraße. Nach Abwägen verschiedener Szenarien zur regenerativen Energiegewinnung haben wir uns für die Erzeugung von Strom und Wärme aus nachwachsendem und regionalem Holz der Klasse A1 und A2 entschieden. Die Inbetriebnahme der Anlage soll April 2019 erfolgen. Mit dieser Maßnahme wird es uns gelingen, den Primärenergiefaktor auf mindestens 0,1 zu senken. Weitere Maßnahmen zur effizienteren Nutzung unserer Fernwärme sind die Erweiterung unserer Netze im Norden und Süden Göttingens und die Anschlussverdichtung in der Innenstadt durch gezielte Förderprogramme.
Im Bereich Photovoltaik sollen künftig über Contracting- und Pachtmodelle jedes Jahr Anlagen mit einer Leistung von zusammen 1 MWp generiert werden.

Im Rahmen des Energiemanagementsystems gem. DIN EN 50001 sind für den Verwaltungsstandort Vorgaben zu Einsparungen festgelegt worden. Den größten Einfluss auf Ressourceneffizienz des Unternehmens hatte die Umstellung von Graustrom auf Strom aus reiner Wasserkraft. So konnten wir schon 2014 mit dieser Maßnahme die CO2 Emissionen aus dem Stromverbrauch für den Verwaltungsstandort von 133 t in 2012 auf 1 t reduzieren. Zusätzlich sank der Stromverbrauch pro Mitarbeiter von 2.327kWh  in 2012 auf 1.914 kWh in 2017. Dies entspricht einer Einsparung von knapp 18 Prozent.

Die schon begonnene Umstellung der Beleuchtungsmittel auf LED soll für das gesamte Unternehmen soll spätestens 2025 abgeschlossen sein. Auch die Modernisierung unserer Versorgungstechnik (z.B. Pumpen, Kompressoren o.ä.) wird kontinuierlich fortgeführt. Im Dezember 2016 konnten wir auf unserem Parkhaus Hospitalstraße eine neue Photovoltaikanlage mit 100 kWp in Betrieb nehmen, eine weitere Anlage auf dem Dach unseres Außenlagers ist in Planung und wird 2018 realisiert.

Weitere Ergebnisse zur CO2-Minderung können unserer SCC-Studie entnommen werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

Eingesetzte Materialien in 2017 (2016)


Material 2017 2016  
Papier in kg   2.943 4.694 SCC-Studie S. 26 Tab. 28
Schmieröl in l  24.911  23.736 SCC-Studie S. 16 ff Tab. 11, 14, 17
Metaqua in t  199  221 SCC-Studie S. 11 Tab. 4
Odorierungsmittel in kg  2.742  3.395 SCC-Studie S. 13 Tab. 7

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation.

Energieverbrauch

Energieart 2017 2016  
Strom in kWh  4.312.715 4.272.369 SCC-Studie
Gas in kWh 167.050.876 173.533.738 SCC-Studie (inkl. Fernwärme-Erzeugung)  
Fernwärme in kWh  1.008.617  973.535 SCC-Studie S. 15 Tab. 10 u. S. 24 Tab. 27


Verbräuche Fahrzeugflotte

Kraftstoff 2017 2016  
Diesel in l 27.029 28.079 SCC-Studie S. 26 Tab. 26
Benzin in l 12.502 7.731 SCC-Studie S. 26 Tab. 26
CNG in kg 9.431 9.929 SCC-Studie S. 26 Tab. 26


Abgabe an Kunden

  2017 2016
Fernwärme in GWh 86 93
Erdgas in GWh 1.714 1.830

Leistungsindikator G4-EN6
Verringerung des Energieverbrauchs.

Alle relevanten unternehmensweiten Energieverbräuche sind in der letzten Studie der Universität Göttingen zur Erlangung des SCC-Labels ab Seite 55 aufgeführt.

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen.

Die Stadtwerke Göttingen versorgen im Stadtgebiet ca. 130.000 Einwohner mit Trinkwasser. Dieses Wasser besteht zu 80% aus Oberflächenwasser (Sösetalsperre im Harz) und 20% aus Grundwasser (eigene Wassergewinnungsanlagen).

Der Eigenverbrauch wird vollständig aus dem Leitungsnetz bezogen.

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

Abfall in t  (SCC-Studie S. 28 Tab 32)

Abfallart 2017 2016
Restmüll 11,4 11,4
Papier, Pappe, Kartonagen  11,3 18,0
Biomüll 3,1 7,0
Leuchtstoffröhren  - 0,1
Eisen und Stahl   - 55,6
Kabel  - 0,2
Schlämme aus Abfallbehandlung  - -
Schlämme aus Öl- und Wasserabscheidern - -
Lösemittel, Lösemittelgemische  - -
Sieb- und Rechenrückstände - 41,4
Aufsaug- und Filtermaterialien 0,6 1,2
Aluminium - -
nichtchlorierte Maschinen-, Getriebe- und Schmieröle 14,1 13,5
Boden und Steine  4.319 6.827
Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten 114,6 -

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Als Energieversorger sind wir uns der Endlichkeit der natürlichen Ressourcen sehr bewusst. Daher setzen wir schon seit Jahren auf den verstärkten Einsatz regenerativer Energien. Wir produzieren unter Einsatz von Biogas bzw. Biomethan in EE- und KWK-Anlagen, in drei Photovoltaik- und drei Wasserkraftanlagen jährlich etwa 32 Mio. kWh regenerativen Strom. Wir versorgen mehr als 20.000 Kunden in Göttingen mit Strom aus Wasserkraft (66 Mio. kWh), was der Umwelt im Vergleich zum Bundesdeutschen Strommix ca. 31.000 Tonnen CO2 und 26 Kilogramm radioaktiven Abfall erspart.

Die Verringerung der THG-Emissionen ist unser tägliches Bestreben allerdings haben wir derzeit keine quantitativen Ziele formuliert. Der Grund dafür ist, dass unsere größten Quellen für Treibhausgas-Emissionen - die Produktion von Fernwärme und die Erdgasvorwärmung - abhängig von den Witterungsbedingungen und dem Heizverhalten unserer Kunden sind, auf die wir keinerlei Einfluss haben.

Unsere mit deutlichen Abstand größte Emissionsquelle ist die Fernwärme (ca. 17.000 t CO2/a), bei der wir stellvertretend für unsere Kunden die Konversion von Ergas und Biogas in Strom und Wärme übernehmen. Dies geschieht bei uns durch den Einsatz von modernsten Techniken (z.B. Kraft-Wärme-Kopplung), die durchgehend kontrolliert und optimiert werden, und dadurch deutlich effizienter als im normalen privaten Umfeld sind. Als nächste relevante Quelle für Emissionen ist unsere Gasversorgung zu nennen. Hier entsehen bei der Druckminderung des Ergases CO2-Emissionen (380 t CO2/a) durch die technische notwendige Vorwärmung des Gas vor der Einspeisung in das Versorgungsnetz. Im Verhhältnis dazu fallen weitere Treibhausgas-Emissionen in unserem Unternehmen gering aus. Informationen dazu gibt es in der Studie der Universität Göttingen, die für die Zertifizierung nach SCC herangezogen wird. Hier sind die unternehmensweiten THG-Emissionen (Scope I, II und III) der Stadtwerke Göttingen aufgeführt.

Grundsätzlich werden die Infrastruktur (Gebäude, Straßen, Rohrnetze usw.) und Kapitalgüter (z.B. Maschinen) nicht berücksichtigt, da davon ausgegangen wird, dass der Erfassungsaufwand für die Daten in keinem Verhältnis zur Emissionsmenge steht.
Als Energieversorger sind wir uns der Endlichkeit der natürlichen Ressourcen sehr bewusst. Daher setzen wir schon seit Jahren auf den verstärkten Einsatz regenerativer Energien. Wir produzieren unter Einsatz von Biogas bzw. Biomethan in EE- und KWK-Anlagen, in drei Photovoltaik- und drei Wasserkraftanlagen jährlich etwa 32 Mio. kWh regenerativen Strom. Wir versorgen mehr als 20.000 Kunden in Göttingen mit Strom aus Wasserkraft (66 Mio. kWh), was der Umwelt im Vergleich zum Bundesdeutschen Strommix ca. 31.000 Tonnen CO2 und 26 Kilogramm radioaktiven Abfall erspart. 

Die Verringerung der THG-Emissionen ist unser tägliches Bestreben allerdings haben wir derzeit keine quantitativen Ziele formuliert.

Unsere mit deutlichen Abstand größte Emissionsquelle ist die Fernwärme (ca. 17.000 t CO2/a), bei der wir stellvertretend für unsere Kunden die Konversion von Ergas und Biogas in Strom und Wärme übernehmen. Dies geschieht bei uns durch den Einsatz von modernsten Techniken (z.B. Kraft-Wärme-Kopplung), die durchgehend kontrolliert und optimiert werden, und dadurch deutlich effizienter als im normalen privaten Umfeld sind. Als nächste relevante Quelle für Emissionen ist unsere Gasversorgung zu nennen. Hier entsehen bei der Druckminderung des Ergases CO2-Emissionen (380 t CO2/a) durch die technische notwendige Vorwärmung des Gas vor der Einspeisung in das Versorgungsnetz. Im Verhhältnis dazu fallen weitere Treibhausgas-Emissionen in unserem Unternehmen gering aus. Informationen dazu git es in der Studie der Universität Göttingen, die für die Zertifizierung nach SCC herangezogen wird. Hier sind die unternehmensweiten THG-Emissionen (Scope I, II und III) der Stadtwerke Göttingen aufgeführt. 

Grundsätzlich werden die Infrastruktur (Gebäude, Straßen, Rohrnetze usw.) und Kapitalgüter (z.B. Maschinen) nicht berücksichtigt, da davon ausgegangen wird, dass der Erfassungsaufwand für die Daten in keinem Verhältnis zur Emissionsmenge steht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1).

Scope 1 in t CO2e/Jahr

  2017 2016
Scope 1 17.373 17.610

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2).

Scope 2 in t CO2e/Jahr

  2017 2016
Scope 2 5,71 6,41

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3).

Scope 3 in t CO2e/Jahr

  2017 2016
Scope 3 up 103.843 96.481
Scope 3 down  269.829  285.975

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen.

Seit 2012 ermittelt die Universität Göttingen jährlich im Rahmen einer Studie unseren unternehmensweiten CO2-Fußabdruck gemäß der DIN EN ISO 14064-1, die alle relevanten Treibhausgase erfasst.

Auf die größten Emissionsfaktoren unseres Unternehmens (Fernwärme, Erdgasvorwärmung) für COhaben wir keinen Einffluss, da sie direkt witterungsabhängig sind. Im Bereich der Wasserversorgung konnten wr durch Erneuerung von Pumpen die Emissionen von 2016 zu 2017 von 71 auf 61 Tonnen CO2 senken.