11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Der bewusste Umgang mit natürlichen Ressourcen ist zentral für unsere Geschäftstätigkeit. Die Bundesdruckerei-Gruppe hat in diesem Zusammenhang konkrete Umweltziele definiert, die auf weitgehende Ressourcen- und Energieeffizienz sowie umweltfreundliche Prozesse und Produkte abzielen.

Die wichtigsten Aspekte in Bezug auf die Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen der Bundesdruckerei-Gruppe sind Energieverbrauch – und die damit einhergehenden Treibhausgas-Emissionen (s. Kriterium 13) – sowie Abfallaufkommen. Zum einen liegt das an unseren relativ energieintensiven Produktionsverfahren. Zum anderen entstehen im Rahmen der Produktion gefährliche Abfälle. Auch im Rahmen durchgeführter Bestandsmodernisierungen des Firmengeländes sind gefährliche Abfälle (i. S. v. § 3 der Abfallverzeichnis-Verordnung – AVV) entstanden. Zu diesen drei Aspekten haben wir strategische Ziele formuliert, die sich in unserer Nachhaltigkeitsstrategie wiederfinden (s. Kriterien 3 und 12).

Darüber hinaus benötigen die Unternehmen der Bundesdruckerei-Gruppe Wasser und Kraftstoffe wie Diesel und Benzin sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wie Papier, Farben, Gefahrstoffe, Folien und Verpackungsmaterial. Nähere Angaben zu den Verbräuchen der eingesetzten Materialien und den Emissionen finden sich in den Indikatoren zu Kriterien 12 und 13.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Umweltpolitik: Klimaneutrale Bundesdruckerei
Das übergeordnete Ziel der Bundesdruckerei-Gruppe ist es, den Umwelt- und Klimaschutz sowie die Energieeffizienz im Betrieb kontinuierlich zu verbessern. Das Handlungsprinzip, das diesem Ziel zugrunde liegt, lautet: vermeiden, reduzieren und kompensieren. Die enge Verzahnung der Unternehmens- und der Nachhaltigkeitsstrategie hat sich in diesem Zuge bezahlt gemacht: Denn unsere Klimareduktionsziele haben wir in den vergangenen Jahren bei gleichzeitigem Umsatzwachstum (von mehr als 5%) erreicht.

Im Jahr 2020 haben wir die Klimaneutralität der Bundesdruckerei-Gruppe als konkretes, messbares Umweltziel in die Unternehmensstrategie aufgenommen. Wir haben uns verpflichtet, die Vermeidungs- und Einsparpotenziale unserer CO2-Emissionen im Rahmen der technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten weitgehend auszuschöpfen. Aufgrund der energieintensiven Produktionsverfahren ist es der Unternehmensgruppe jedoch nicht möglich, den Ausstoß von CO2 vollständig zu vermeiden. Deshalb engagiert sich die Bundesdruckerei-Gruppe im Rahmen des Klimaschutzprojektes „Effiziente Kochöfen für nachhaltige Entwicklung“ der Klima ohne Grenzen Projekt gGmbH. Hierdurch kompensierten wir im Jahr 2020 nicht vermeidbare CO2-Emissionen in Höhe von 5.272 Tonnen (t) und wirtschafteten somit erstmals klimaneutral. Umweltaspekte haben so in der Unternehmensführung deutlich an Bedeutung gewonnen.

Zudem haben wir Ende 2020 unsere neuen Arbeitssicherheits-, Energie- und Umweltgrundsätze verabschiedet und veröffentlicht. Darin ist unsere besondere Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in Bezug auf Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Energieeffizienz festgeschrieben. Dazu gehören vor allem gesetzeskonformes Verhalten, Beteiligung der Mitarbeiter, Weiterbildung und ständige Verbesserung sowie die Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Aspekten in unseren Geschäftsbeziehungen.

Um unsere Umweltpolitik und unser Handeln messbar zu machen, nutzen wir etablierte Umwelt- und Energiemanagementsysteme, deren Wirksamkeit regelmäßig durch eine extern durchgeführte Zertifizierung bestätigt wird. Als Teil unseres integrierten Ansatzes haben wir uns im Rahmen dieser Managementsysteme pro Bereich strategische Ziele gesetzt, die auf unsere Nachhaltigkeitsstrategie (Handlungsfeld 4) einzahlen.

Wesentliche Aspekte und Risiken
Die Bundesdruckerei-Gruppe ermittelt, bewertet und überwacht kontinuierlich und systematisch die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt sowie die daraus entstehenden Risiken und Chancen. Im Berichtsjahr 2020 haben wir Schwellen für wesentliche Risiken definiert. In Zukunft werden wir bei der jährlichen Prüfung im Rahmen des integrierten Managementsystems nur solche Risiken berücksichtigen, die über ein bestimmtes Schadensausmaß hinausgehen. Dadurch werden wir alle wesentlichen Risiken identifizieren, die mit unserer Geschäftstätigkeit sowie unseren Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und die zu negativen Auswirkungen auf Umweltbelange führen könnten. Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen Risiken identifiziert, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich zu schwerwiegend negativen Auswirkungen auf Umweltbelange führen könnten. 

Strategische und operative Ziele
Im Berichtsjahr haben wir darüber hinaus den Prozess der Entwicklung strategischer und operativer Umwelt- und Energieziele verbessert und nachvollziehbar dokumentiert. Zur Zeit der Erstellung dieser DNK-Erklärung hat die Geschäftsführung den Stand der Umsetzung freigegeben. Eine Kontrolle der Umweltleistungen und der Zielerreichung findet durch interne Audits und externe Zertifizierungen der Managementsysteme statt, u. a. anhand von festgelegten Indikatoren (s. Kriterium 7). Als Ergebnis dieser jährlichen Reviews identifizieren und prüfen wir geeignete Maßnahmen und setzen diese bei Bedarf um.

Im Jahr 2020 haben wir unsere strategischen Umwelt- und Energieziele angepasst. Konkret ist das Ziel zum Energieverbrauch angepasst worden (s. Übersicht).



Weitere (operative) Ziele und strategische Maßnahmen formulieren und verfolgen wir im Rahmen der Managementsysteme für Umwelt und Energie. Im Folgenden werden die Wichtigsten davon aufgelistet:



Integriertes Managementsystem (IMS)
Zur kontinuierlichen Steuerung, Kontrolle und Verbesserung der Betriebsabläufe hinsichtlich Ökologie sowie Arbeitssicherheit (s. Kriterium 15) hat die Bundesdruckerei-Gruppe ein integriertes Managementsystem (IMS) aufgebaut. Dieses besteht u. a. aus den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Energie sowie Umweltschutz. Unser umfassendes Zielprogramm stellen wir in Kriterium 3 (Handlungsfeld „Klimaschutz und Ressourceneffizienz“) dar.

Die zuständigen Fachbereiche arbeiten sehr eng zusammen, um die verschiedenen Aspekte zu verzahnen. So finden im 14-tägigen Rhythmus Besprechungen zur integrierten Prozessarbeit statt. Zudem werden monatlich Berichte an die Systemverantwortliche übermittelt. Diese münden im jährlichen Managementreview, der gemeinsam mit der Geschäftsführung diskutiert wird.

Seit 2017 umfasst das IMS den gesamten Standort Berlin und damit auch die D-Trust GmbH. Im Jahr 2020 haben wir plangemäß die Maurer Electronics GmbH in das IMS integriert. Somit umfasste der Geltungsbereich des IMS im Jahr 2020 die Bundesdruckerei GmbH, D-Trust GmbH und die Maurer Electronics GmbH (Hamburg, Hannover, München). Bis Ende 2023 werden wir den Geltungsbereich des IMS auch auf die Maurer Electronics Split d.o.o. sowie auf die genua GmbH und iNCO SpóÅ‚ka z o.o. ausweiten. Zum 1.12.2020 wurde die neue Konzernstruktur eingeführt. Dies hatte auch Auswirkungen auf das bestehende IMS.

Umweltmanagement
Zur Koordination und Steuerung unserer Aktivitäten im Bereich Umwelt und zur Kontrolle der Ergebnisse haben wir seit 1998 das Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001. Ein zentraler Bestandteil unseres Umweltmanagementsystems ist das Abfallmanagement. Durch die systematische Getrenntsammlung von gefährlichen Abfällen, nicht-gefährlichen Abfällen sowie Gemischen, wie Siedlungsabfällen, fördern wir die Wiederverwertung von Materialien. Dabei achten wir auf eine getrennte Sammlung.

Als wesentliches Thema in unserer Nachhaltigkeitsstrategie (Handlungsfeld 4) haben wir diverse strategische Maßnahmen formuliert, mit denen wir die Reduktion der Siedlungsabfälle erreichen wollen:

Insgesamt sehen wir weitere Potenziale in der besseren Abfalltrennung. Aktuell werden Siedlungsabfälle in eine Vorbehandlungsanlage abgegeben, um enthaltene Wertstoffe zu entfernen. Diesen Schritt wollen wir perspektivisch vermeiden und bereits auf dem Gelände der Bundesdruckerei GmbH eine bessere Sortierung erzielen.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden im Jahr 2020 keine gezielten technischen Maßnahmen zur Reduzierung des Abfallaufkommens vorgenommen, da sich die Mitarbeiter weitestgehend im Homeoffice befanden. Auf Produktionsabfälle wurde in 2020 kein Fokus gelegt. Im organisatorischen Bereich wurden hingegen mehrere Schulungen mit den Schwerpunkten „Grundlagen der Abfallwirtschaft“, „Einstufung von Abfällen und elektronische Nachweisführung“ und „Schadstoffe in Baustoffen und Bauabbruchabfällen“ für alle relevanten Bereiche angeboten.

Energiemanagement
Als Produktionsunternehmen ist Energie für die Bundesdruckerei-Gruppe ein wesentliches Thema. Hauptziel unseres Energiemanagements ist es, den Verbrauch zu senken und die Energieeffizienz zu steigern.

Auf Basis der „Energieeffizienzstrategie 2050“ und der „Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie“ der Bundesregierung hat die Bundesdruckerei-Gruppe 2020 ein neues Energieeffizienzziel entwickelt. Dieses wird Anfang 2021 offiziell von der Geschäftsführung freigegeben und anschließend unternehmensweit kommuniziert. Darin haben wir eine jährliche Anforderung an Energieeinsparprojekte definiert. Das neue Ziel ist mit mehreren Kennzahlen verbunden, die der Überprüfung und Steuerung dienen. Um diese Ziele zu kontrollieren und bei Bedarf anzupassen soll die Prozessdatentransparenz erhöht werden.

Die größten Einsparpotenziale ergeben sich bei uns aus dem Gebäude- und Produktionsbetrieb, insbesondere bei raumlufttechnischen Anlagen und dem Maschinenbetrieb. Bei regelmäßigen Inspektionen von Fachexperten identifizieren wir Umweltbelastungen und Energieverbräuche in der Produktion, die vermieden werden können.

Unser Energiemanagementsystem wird regelmäßig nach ISO 50001 zertifiziert. Die von der ISO-Norm geforderte energetische Bewertung wurde im Jahr 2020 weiterentwickelt. Ferner ermitteln wir im Rahmen von Potenzialanalysen Einsparmöglichkeiten und setzen diese konsequent um. Konkret haben wir im Jahr 2020 die Wärmeverbräuche mithilfe von maschinellem Lernen untersucht. Zudem haben wir eine weitere Möglichkeit zur Wärmerückgewinnung identifiziert, die 2021 umgesetzt werden soll. Auch im IT-Betrieb der Rechenzentren setzen wir schon seit Jahren auf Virtualisierung von Serversystemen, um Energie einzusparen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Eingesetzte Materialien der Bundesdruckerei GmbH sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, wie Farben, Folien, papierähnliches Verpackungsmaterial, Gefahrstoffe und Papier. Aufgrund des umfangreichen Produktportfolios der Bundesdruckerei-Gruppe können an dieser Stelle keine weiteren aggregierten Mengenangaben zu den eingesetzten Materialien gemacht werden.



Der Anstieg der eingesetzten Materialien im Berichtsjahr liegt überwiegend an der schwankenden Auslastung einer großen Produktionsanlage im Jahr 2019.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Energieverbrauch der Bundesdruckerei GmbH und D-Trust GmbH für die letzten zwei Berichtsjahre.



Der Energieverbrauch der Tochterunternehmen liegt noch nicht vor, da zur Zeit der Erstellung der DNK-Erklärung noch keine Abrechnung durch die Energieversorger und Vermieter vorhanden war.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Die Hauptenergieträger der Bundesdruckerei GmbH am Standort Berlin sind Strom, Fernwärme und Gas zur Wärmeerzeugung. Unser strategisches Ziel ist es, den Energieverbrauch (basierend auf den Energiearten Strom und Wärme) bis 2020 im Vergleich zu 2014 um 20% zu senken.

Während der Energieverbrauch im ersten Halbjahr 2020 reduziert werden konnte, lag der Verbrauch im zweiten Halbjahr infolge erhöhter Produktionsleistungen und einem gesteigerten Lüftungseinsatz (Anti-Corona-Maßnahme) über dem Vorjahresniveau.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters



Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Gesamtabfallmenge (ausgenommen Bau- und Abbruchabfälle) um 10%. Mit 75% ist die Getrenntsammlungsquote im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 5% gestiegen. Somit haben wir einen deutlichen Schritt in Richtung der gesetzlich geforderten 90% gemacht, um auf eine Vorbehandlung dieser Fraktion zu verzichten. Die gestiegene Getrenntsammlungsquote ist auf die hohe Anzahl von Mitarbeitern im Homeoffice zurückzuführen. Dadurch sind weniger Siedlungsabfälle entstanden. In puncto Gefahrstoffe wollen wir die kritischen Gefährlichkeitsmerkmale der eingesetzten Gefahrstoffe in unseren Produkten und Prozessen minimieren. Für 2020 betrug deren Anzahl 272.
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 1
Es gibt keine branchenspezifischen Ergänzungen.
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 2
Es gibt keine branchenspezifischen Ergänzungen.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Strategischer Klimaschutz und Klimaneutralität
Der Schutz des Klimas hat für die Bundesdruckerei-Gruppe einen hohen Stellenwert. Auch im Bereich Klimaschutz verfolgen wir das Prinzip: vermeiden, reduzieren und kompensieren. Die nicht vermeidbaren Emissionen kompensieren wir konsequent mithilfe anerkannter Klimaschutzprojekte.

Mit dem im Jahr 2019 verabschiedeten Ziel der Einsparung von Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) und anschließender Klimaneutralität, hat das Thema eine zentrale Bedeutung bekommen und wurde als strategisches Nachhaltigkeitsziel auf Konzernebene gehoben. Demzufolge wollen wir unsere THG-Emissionen, gemessen in CO2-Äquivalenten (CO2e), dauerhaft senken.

Im Jahr 2020 wurden nicht vermeidbare CO2-Emissionen erstmals kompensiert. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr 5.272 t CO2e über „Gold Standard“ versehene Projekte ausgeglichen. In Zusammenarbeit mit unserem Partner Klima ohne Grenzen gGmbH unterstützen wir das Klimaschutzprojekt „Effiziente Kochöfen für nachhaltige Entwicklung“ in Ostafrika.

Im Jahr 2020 wurde in diesem Kontext zudem ein neues strategisches Ziel erarbeitet und verabschiedet. Das Ziel gibt die Treibhausgasintensität der Geschäftstätigkeit bezogen auf die Bundesdruckerei-Gruppe an. Die Berechnung erfolgt in Anlehnung an die Empfehlungen des GHG Protocol/DIN EN ISO 14064. In einem Zeitraum von 2018 bis 2023 sollen die CO2e-Emissionen um 5% verringert werden. Dieses Ziel löst das Bisherige ab, welches sich nur auf absolute Zahlen bezog.

CO2-Bilanz
Die Erstellung des Corporate Carbon Footprints (CCF) der Unternehmensgruppe ist ein wesentlicher Bestandteil des Umweltmanagements. Dieser wird in der Bundesdruckerei-Gruppe bereits seit 2015 ermittelt und auf dessen Basis konkrete Maßnahmen hinsichtlich der einzelnen Ergebnisse der jeweiligen Scopes abgeleitet.

Die THG-Emissionen der Bundesdruckerei-Gruppe beliefen sich 2020 auf 3.643 t CO2e. Im Vergleich zum Jahr 2019 entspricht dies einer Reduktion von über 30%. Dieser Rückgang ist vor allem auf die stark gesunkene Reisetätigkeit (in Form von Flügen) als Folge der Corona-Pandemie zurückzuführen.

Damit unterschritt die Bundesdruckerei-Gruppe den Zielwert von rund 6.000 t CO2e das fünfte Jahr in Folge deutlich. Auch die Treibhausgasintensität der Bundesdruckerei-Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahr bereits weiter gesunken. Auch d
ie Treibhausgasintensität der Bundesdruckerei-Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahr bereits weiter gesunken (s. Abbildung).



Deswegen setzten wir uns im Berichtsjahr ein neues, noch ambitioniertes Ziel: Bis 2023 wollen wir unsere Treibhausgasintensität der Geschäftstätigkeit auf Basis von 2020 um 5% verringern und die restlichen Emissionen durch Klimaschutzprojekte kompensieren. Das Ziel gilt für die gesamte Bundesdruckerei-Gruppe.

Wichtigste Emissionsquellen

Entsprechend unserer größten Emissionsquellen (s. Abbildung unten) wollen wir in den kommenden Jahren insbesondere die Emissionen aus unserem Wärmebezug verringern. Um den Fernwärme- und Gasverbrauch weiter zu senken, streben die Gesellschaften der Bundesdruckerei-Gruppe eine Optimierung der Heizungsanlagen an.

Mit dem verstärkten Einsatz von Videokonferenzen ist es darüber hinaus gelungen, bereits vor der Corona-Pandemie, Geschäftsreisen mit dem Flugzeug merklich zu verringern (Scope 3 - Flugreisen der Bundesdruckerei-Gruppe 2019: 1.829 t CO2e; 2016: 1.965 t CO2e). Auch im Jahr 2020 setzten wir – u. a. Pandemie bedingt – konzernweit für Meetings, Konferenzen und Weiterbildungen Videokonferenzlösungen verstärkt ein. Dadurch konnten die Emissionen durch Geschäftsreisen in 2020 um ca. 80% auf 401,1 t CO2e reduziert werden. Hier zeigt sich exemplarisch, wie erfolgreich diese Strategie auch in der postpandemischen Zeit funktionieren kann.



Um den Kraftstoffverbrauch des Fuhrparks zu senken, beschafft die Bundesdruckerei-Gruppe ihre Fahrzeuge gemäß einer internen Richtlinie für einen CO2-armen Fuhrpark. Die Beschaffung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen ist ausdrücklich erwünscht, soweit dies wirtschaftlich sinnvoll ist und dem geplanten Nutzungsverhalten gerecht wird. Zudem bietet die Bundesdruckerei-Gruppe ihren Mitarbeitern finanzielle Anreize, besonders CO2-arme Dienstwagen zu wählen.


Anmerkungen für die Datendarstellung
Bei der Darstellung unserer Emissionen (s. Leistungsindikatoren zu Kriterium 13) gelten die folgenden Anmerkungen:



Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die folgenden Berechnungen beziehen sich ausschließlich auf die Emissionen durch Geschäftsreisen mit dem Flugzeug:

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Das Basisjahr in der folgenden Darstellung ist 2011. In diesem Jahr wurde der erste CO2-Footprint erstellt. Die iNCO SpóÅ‚ka z o.o. kann in diesem Indikator nicht betrachtet werden, da 2011 keine Berechnung der THG-Emissionen der iNCO SpóÅ‚ka z o.o. vorgenommen wurde.

Die Gesamtemissionen von Bundesdruckerei GmbH, D-Trust GmbH, BIS und Maurer Electronics GmbH wurden seit dem Jahr 2011 um ca. zwei Drittel gesenkt:



Anmerkung: Bei der Berechnung von Scope 3 wurden im Jahr 2011 verschiedene Quellen hinzugezogen, während 2019 ausschließlich Geschäftsreisen mit dem Flugzeug betrachtet wurden. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde für die Berechnung der Gesamtemissionen der Scope 3-Wert von 2011 entsprechend angepasst. Die Zahlen enthalten auch die Emissionen der Bundesdruckerei International Services GmbH, die es seit der Umstrukturierung im Dezember 2020 nicht mehr gibt.

Im Berichtsjahr bezogen Bundesdruckerei GmbH, D-Trust GmbH und BIS 100% Ökostrom. Im Vergleich zum Normalstrommix konnten damit THG-Emissionen in Höhe von 12.204 t CO2e eingespart werden. Zur Unterstützung der deutschen Energiewende wird ein Anteil der erneuerbaren Energiemenge direkt aus Deutschland bezogen.
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 1
Es gibt keine branchenspezifischen Ergänzungen.
Branchenspezifische Ergänzungen Überschrift 2
ibt keine branchenspezifischen Ergänzungen.