11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Seit 2010 wird der Energieverbrauch der HEAG erfasst (Treibstoff, Wärme, Gas, und Strom) und der CO2-Fussabdruck bestimmt. Der ermittelte CO2-Fußabdruck wird durch den Erwerb von CO2-Zertifikaten ausgegelichen. In 2018 wurden auf diese Weise 23,2 t CO2 neutral gestellt.
Im Rahmen eines Newsletters Nachhaltigkeit sowie mittels Online-Schulungen zu den Themen Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz werden auch die Beschäftigten für das Thema Ressourcenschonung und Klimaschutz sensibilisiert. So steht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Online-Tool zur Verfügung, mit dem sie ihre privaten CO2-Emissionen berechnen können. Darüber hinaus haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern die Möglichkeit an speziellen Produkten der ENTEGA AG in Bezug auf Energieeffizienzmaßnahmen zu partizipieren. So bietet die ENTEGA eine Einführungsphase für ihre neue Smart-Home-Lösung an. 
Im Rahmen der Tätigkeit der HEAG als interner Berater für die Beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird bei der Beschaffung von Büromaterial auf eine nachhaltige Einkaufspolitik bei einem regionalen Händler geachtet. Darüber hinaus wurde im Rahmen des Energie-Audits nach dem Energiedienstleistungs-Gesetz der Stromverbrauch nach Elektrogeräten analysiert. Aus dieser Analyse werden Maßnahmen zum Einsparen von Energie abgeleitet.
Bei internen Arbeitstreffen bzw. Termin mit externen Geschäftspartnern wird ausschließlich regionales Wasser angeboten sowie bei Kaffee, Tee, Zucker und Schokolade auf das Fairtrade-Label geachtet. In 2016 wurde der Bezug von Sprudelwasser zu aufbereitetem Leitungswasser wie geplant vollzogen. Dies spart Geld und reduziert die CO2-Emissionen, da auf die Anlieferung von Wasserkästen verzichtet werden kann.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Die HEAG hat sich keine qualitativen oder quantitativen Ziele gesetzt. Im Rahmen einer jährlichen Datenerfassung werden die ökologischen Kennzahlen erhoben. Die Ableitung qualitativer und quantitativer Ziele ist in Zukunft geplant. Dazu werden bereits schon heute ökologische Kennzahlen im Rahmen eines integrierten Berichtsansatzes im Geschäftsbericht veröffentlicht. Auch der Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter Stadtwirtschaft berichtet über ökologische Kennzahlen.
Gleichwohl setzt die HEAG bereits heute vielfältige Maßnahmen zur Ressourceneinsparung um. Dazu hat die HEAG in 2016 ein Wissensmangements-System eingeführt. Dort, wo auf gedruckte Dokumente nicht verzichtet werden kann, wird das Papier beidseitig und 2 auf 1 bedruckt. Außerdem nutzt die HEAG ausschließlich Recyclingpapier. Jedes Paket Recyclingpapier spart so ca. 75 l Wasser und 16 kWh Energie im Unterschied zu herkömmlichem Druckerpapieren ein.
Aufgrund der strategischen Geschäftstätigkeit der HEAG als Dienstleister und Berater der Tochterunternehmen der HEAG sowie der Unternehmen der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind zum aktuellen Zeitpunkt keine Risiken identifiziert worden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Rd. 142.708 DIN A4 Blätter, andere Materialien nicht erfasst.
Rd. 3,266 l Diesel für Firmenwagen

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Rd. 29.546 kWh Ökostrom
Rd. 11.081 kWh Wärme

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Durch die Umstellung auf Recyclingpapier spart die HEAG jährlich rund 12 t CO2, 62.000 l Wasser und 13.000 kWh Energie ein im Vergleich zur Verwendung von herkömmlichem Papier.

Durch die Umstellung des Strombezugs auf Ökostrom reduziert die HEAG ihre jährlichen CO2-Emissionen um rund 20 t im Vergleich zu dem Bezug von konventionellem Strom.

Im Vergleich zum Basisjahr (2012 - erstmalige DNK-Anwendung) hat die HEAG ihren Papierverbrauch um 208.000 Blatt reduziert (- 59 %).

Treibstoff- und Stromverbrauch (Ökostrom) blieben in diesem Zeitraum nahezu konstant.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Rd. 91 cbm Wasserentnahme

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Eine Erhebung der Abfallmenge ist nicht möglich. Es wird Papier und Restmüll getrennt entsorgt. Die Entsorgung erfolgt über zentrale, gemeinschaftlich genutzte Container. Pro Jahr fallen Müllabfuhrgebühren von rd. 1.700 EUR  an.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Der Energieverbrauch der HEAG wird jährlich dokumentiert. Zur Datenerfassung werden Rechnungen zu den entsprechenden Emissionsquellen ausgewertet. Aufgrund der Tatsache, dass die Verwaltung der HEAG in einer angemieteten Immobilie ihrer Tätigkeit nachgeht, können keine Maßnahmen zur Eigenenergieerzeugung umgesetzt werden. Für den Eigenstromverbrauch wird ausschließlich Ökostrom der Tochter ENTEGA bezogen. Die Berechnung der THG-Emissionen erfolgt jährlich in einem sogenannten Energie- und Klimafolgebericht nach dem Greenhouse Gas Protocol und wird von der Entega Energie GmbH (Beteiligungsunternehmen der HEAG), unter zur Verfügung Stellung der benötigten Informationen seitens der HEAG, durchgeführt. Die so ermittelten Emissionen werden über CO2-Kompensationsmaßnahmen durch Wiederaufforstungsprojekte in Nordamerika sowie Afrika kompensiert. Für die Zukunft ist auch ein entsprechendes Engagement in Hessen geplant, um sich auch regional für die Waldflächen einzusetzen.
Gemäß Energie- und Klimafolgebericht sind die größten Emissionsquellen "PKW-Treibstoffe" (Benzin und Diesel). Diese machen ca.75 % der Emissionen aus.
In Bezug auf die CO2-Emissionen hat sich die HEAG eine Reduktion von 20 % (-5t CO2s) bis 2020 (im Vergleich zum Basisjahr 2015) zum Ziel gesetzt. Dazu hat die HEAG in 2019 die Beleuchtung der Büroimmobilie auf LED umgestellt. Ebenso steht die kontinuierliche Optimierung des Führparks (Treibstoff)und die Reduktion von Dienstreisen im Fokus. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Die direkten jährlichen CO2-Emissionen betragen 23,6 t.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

0 t (Bezug von Ökostrom)

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

CO2-Emissionen für Geschäftsreisen, Vorketten, Papier und Druckerzeugnisse: 3,8 t

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Initiativen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen wurden bereits unter Kriterium 10 beschrieben. Darüber hinaus hat die HEAG eine Aufteilung ihres Stromverbrauchs auf die Endgeräte vorgenommen. Die Auswertung dieser Bestandsaufnahme sowie die Ableitung von Maßnahmen ist abgeschlossen. Als erste Schritte ist die Anschaffung von Master-Slave-Steckleisten sowie die weitere, kontinuierliche Mitarbeitersensibilisierung im Bezug auf Ressourcenschonung geplant.
Im Vergleich zum Bezugsjahr 2012 wurden die CO2-Emissionen von 280 t auf  23,e t reduziert. Dies liegt im Besonderen an der Umstellung auf Ökostrom sowie Ressourceneffizienzmaßnahmen (Papier, Energie, Wärme) begründet.