11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Da die aktuellen Umwelt- und Klimadaten der GIZ für 2021 erst im Sommer 2022 vorliegen, bezieht sich das Kriterium 11 sowie die Leistungsindikatoren 11-12 auf das Berichtsjahr 2020.

Energieverbrauch
in In- und Ausland

Der Energieverbrauch der GIZ im In- und Ausland unterscheidet sich nach Menge und Zusammensetzung stark. Im Inland setzt sich der Energieverbrauch aus Strom und Heiz- sowie Kühlenergie zusammen. Im Ausland wird zusätzlich der Verbrauch von Kraftstoffen für Dienstfahrzeuge und Generatoren eingerechnet. An den GIZ-Standorten in Deutschland nutzen wir fast ausschließlich Ökostrom. Der Verbrauch von konventionellem Strom entfällt auf die gemeinsam mit anderen Mietern genutzten Flächen, wie beispielsweise Empfangsbereiche oder Fahrstühle in Mietobjekten. Wenn möglich und wirtschaftlich sinnvoll, treiben wir den Einsatz von LED-Leuchtmitteln sukzessive voran, beispielsweise in den Veranstaltungsräumen unserer Berliner Repräsentanz. Darüber hinaus versuchen wir, durch die effiziente Steuerung der Lüftungssysteme Einsparungen zu erzielen. Den entstandenen Verbrauch in unseren Partnerländern messen wir grundsätzlich an allen Standorten, an denen GIZ-Mitarbeiter*innen tätig sind. Wir stellen jedoch fest, dass insbesondere der bei einzelnen Projektpartnern (zum Beispiel Ministerien) anfallende Verbrauch häufig schwierig zu erfassen ist, da es dort keine Unterzähler für die getrennte Erfassung gibt.1 Da Strom aus erneuerbaren Energien in den meisten Ländern noch nicht ausreichend angeboten wird, kann in den Auslandsbüros kein so hoher Anteil an erneuerbaren Energien realisiert werden wie in Deutschland. Die GIZ strebt jedoch die weitere Installation von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) für die Stromversorgung an und prüft, inwieweit sie anstelle von konventioneller Stromversorgung genutzt werden können. In einigen Partnerländern wie Ghana, Pakistan (beide seit 2018) oder Mali (seit 2012) sind bereits einzelne Landes- und Projektbüros mit PV-Anlagen ausgestattet. Im Landesbüro in Uganda wurde im Jahr 2020 auf effiziente LED-Leuchtmittel umgestellt. 1 Für Standorte, an denen wir keine vollständigen Daten haben, rechnen wir die Verbräuche anhand des Landesdurchschnitts hoch. Durch die Corona-Pandemie und damit beschränkte Zutrittsmöglichkeiten war dies im Verhältnis zu den Vorjahren vermehrt der Fall.

Trinkwasser sparen
Die GIZ hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Wasserverbrauch pro Kopf im Inland im Jahr 2020 um zwei Prozent zu senken. Gegenüber 2019 nahm der Verbrauch 2020 bereits aufgrund der Corona-Pandemie um 34 Prozent ab. Pro Kopf ging der Wert im Vergleich zu 2019 sogar um 40 Prozent zurück, 2020 lag er bei 5.574 Litern pro Mitarbeiter*in. Die Corona-Pandemie erschwert jedoch den Vergleich mit den Vorjahren und damit auch die Erfolgsmessung unserer Ansätze im Bereich Nachhaltigkeit. In vielen Partnerländern der GIZ ist Wasser ein besonders seltenes, schützenswertes Gut. Dort erheben wir nur den Verbrauch von Leitungswasser, nicht den von in Flaschen abgefülltem Trinkwasser. Abgefülltes Trinkwasser wird nur einbezogen, wenn Wasserkanister als Ersatz für Leitungswasser dienen. Die Datenerhebung beim Wasserverbrauch hat sich in den vergangenen Jahren weiter verbessert. Sie ist jedoch besonders aufwendig und immer noch unvollständig, etwa weil in GIZ-Büros Wasserzähler fehlten, defekt waren oder ungenau maßen. Außerdem werden insbesondere in afrikanischen Ländern (z. B. in Ghana und Nigeria) Brunnen zur Wasserentnahme verwendet. Auf Basis der bestehenden Daten lässt sich dennoch feststellen: Der Wasserverbrauch im Ausland hat sich 2020 gegenüber dem Jahr 2019 um 22 Prozent reduziert. Pro Kopf ging der Wert im Vergleich zum Vorjahr um knapp 25 Prozent zurück, im Jahr 2020 lag er bei 25.153 Litern pro Mitarbeiter*in. Dieser Rückgang bleibt hinter dem zurück, was wir beim Verbrauch anderer Ressourcen erreicht haben. Das liegt daran, dass aufgrund der Corona-Pandemie mehr Wasser zur Hygiene verwendet wurde als zuvor üblich.  

Papierverbrauch reduzieren

Papier ist für den Büroalltag eine wesentliche Ressource und nicht immer verzichtbar. Trotzdem hat die GIZ ihren Verbrauch weltweit seit 2017 signifikant gesenkt und arbeitet beständig daran, ihn weiter zu reduzieren. Bis 2025 soll der Druckpapierverbrauch um 30 Prozent im Inland und um 40 Prozent im Ausland gemindert werden.2020 verwendete die GIZ in Deutschland zu 100 Prozent Recyclingpapier mit dem Gütesiegel „Blauer Engel“. Es werden zudem energiesparende Drucker benutzt. Die leeren Farbkartuschen nutzt unser Dienstleister im Recyclingverfahren für die Herstellung neuer Kartuschen. In den Partnerländern ist es nur teilweise möglich, Recyclingpapier wie in Deutschland einzusetzen, weil es vor Ort häufig nur schwer oder gar nicht zu beschaffen ist. Nichtsdestoweniger sind bereits zehn Länder in Afrika, Asien und Europa auf die ausnahmslose Nutzung von Recyclingpapier umgestiegen. Die Nutzung von Recycling- und Umweltpapier war 2020 im Verhältnis zum Vorjahr um insgesamt 30 Prozent höher. Um den Papierverbrauch in Zukunft weiter zu senken, will die GIZ unter anderem auf die verstärkte Nutzung von Software-Applikationen umstellen. Die Corona-Pandemie hat diesen Wandel zusätzlich beschleunigt.

Abfall vermeiden: Recycling und Mehrweg statt Entsorgung
Wir haben den Anspruch, möglichst wenige Abfälle zu verursachen, und streben eine hohe Wiederverwendungsquote an. Seit 2013 bereitet ein gemeinnütziges IT-Unternehmen als Dienstleister unsere ausrangierten IT-Geräte wieder auf und vermarktet sie als Gebrauchtwaren. Defekte Geräte entsorgt das Unternehmen umweltfreundlich und fachgerecht.   Bei der Beschaffung achtet die GIZ darauf, dass die Verpackung der Produkte möglichst wenig Abfall erzeugt, daher bevorzugen wir Mehrwegverpackungen. Alle Verpackungen müssen den ökologischen Anforderungen der GIZ entsprechen oder von den Lieferanten wieder zurückgenommen werden. Großer Wert wird auf die Reparierbarkeit beschaffter Sachgüter gelegt. Ausgediente Textmarker und Filzstifte sammeln wir an allen Standorten in Deutschland, vor allem in unseren Bildungszentren, um sie zu recyceln. Im Jahr 2020 hat die GIZ ein neues Abfallkonzept für die deutschen Standorte entwickelt, das die saubere Trennung von Abfall weiter vereinfacht und zentralisiert. Es setzt auf die leichtere Trennung von Wert- und Reststoffen, die Einsparung von Plastik und eine effizientere Reinigung. Die Gesamtmenge von uns produzierter, nicht gefährlicher Abfälle lag in Deutschland im Jahr 2020 bei 115 kg pro Mitarbeiter*in. Somit reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr das Aufkommen nicht gefährlicher Abfälle um rund 35 Prozent. Gefährliche Abfälle fallen mit einer Gesamtmenge von rund 15 Tonnen in geringem Maße an. Dies sind etwa defekte Elektrogeräte, Batterien oder Leuchtstoffröhren. Im Rahmen des Corporate Sustainability Handprint® (CSH) wird Abfall nicht erfasst, es liegen daher keine Daten aus dem Ausland vor. Nichtsdestoweniger führen wir auch in diesem Bereich Nachhaltigkeitsmaßnahmen durch: Im GIZ-Büro in Kairo in Ägypten etwa wird der Abfall nicht nur getrennt, sondern an eine Nichtregierungsorganisation (NGO) zum Upcycling weitergegeben. Sie stellt daraus Produkte her, durch deren Verkauf die Lebensgrundlagen der lokalen Gemeinschaft verbessert werden.


12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Das Umweltleitprinzip der GIZ

Nachhaltige Entwicklung setzt einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen voraus. Nur so lassen sich die Entwicklungschancen zukünftiger Generationen sichern. Die GIZ hat sich deshalb ein eigenes Umweltleitprinzip gesetzt. Wir werden weiterhin:
Die GIZ verpflichtet sich darüber hinaus, ihre Umweltleistung an Standorten, die am europäischen Umweltmanagementsystem EMAS teilnehmen, kontinuierlich zu verbessern.

Nachhaltigkeitsprogramm 2021–2025

Das einstige Umweltprogramm ist im neuen Nachhaltigkeitsprogramm aufgegangen. Dieses richtet sich grundsätzlich an alle Beschäftigten der GIZ in Deutschland und in den Ländern, in denen wir arbeiten und hat zahlreiche Bezüge zum Umwelt- und Klimaschutz. Oberstes Ziel ist es, den Ausstoß von Treibhausgasen an den GIZ-Standorten weltweit zu verringern. Bis zum Jahr 2025 wird die GIZ ihre Emissionen so weit reduzieren, dass sie damit aktiv zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens beiträgt. Im Nachhaltigkeitsprogramm ist der Klimaschutz für uns das strategisch wichtigste Thema, bei dem wir unsere Vorreiterrolle im unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagement weiter ausbauen werden. In diesem Sinne beziehen sich die Umweltaspekte des Nachhaltigkeitsprogramms vor allem auf die Themenfelder Klimamanagement, Ressourceneffizienz und Mobilität. 

Eine Schlüsselrolle bei der Steuerung des Nachhaltigkeitsprogramms kommt dem Sustainability Board zu. Als höchstes Gremium für Nachhaltigkeit im Unternehmen ist es in alle Entscheidungen zu Nachhaltigkeitsthemen eingebunden sowie in die Abnahme von Zielen und Maßnahmen. Auch beim Monitoring der Nachhaltigkeitsziele laufen die Fäden beim Sustainability Board zusammen. Die GIZ erstellt jährliche Klima- und Umweltbilanzen, um die Erreichung der Ziele aus dem Nachhaltigkeitsprogramm nachzuhalten. Die Ergebnisse werden dem Sustainability Board vorgestellt, das gegebenenfalls Zielanpassungen vornimmt.

Umweltmanagementsystem in Deutschland nach EMAS
Aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und den Ländern, in denen wir arbeiten, wendet die GIZ zwei verschiedene Umweltmanagementsysteme an, eines in Deutschland und eines außerhalb. In Deutschland nutzen wir das Eco-Management and Audit Scheme (EMAS), eine Erweiterung des Umweltmanagementstandards ISO 14001. EMAS ist die weltweit anspruchsvollste Zertifizierung für betriebliches Umweltmanagement und verlangt eine kontinuierliche, jährlich nachzuweisende Verbesserung der Umweltwirkung eines Unternehmens. Oberstes Ziel ist es, die durch die GIZ erzeugten Umweltbelastungen nachweislich und kontinuierlich zu verringern. Diese Reduktion belegen wir jährlich durch eine Umweltbilanz, die den Erreichungsstand unserer Umweltziele darstellt. Sie wird in einer Erklärung gegenüber der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) dargelegt und durch externe EMAS-Gutachten geprüft.  Die Vorstandssprecherin der GIZ nimmt die Position der EMAS-Umweltmanagementvertreterin ein. Unsere Beauftragte für Umweltmanagement ist im Sustainability Office der GIZ verortet. Sie startet und kontrolliert alle nötigen Schritte im Unternehmen, die für das EMAS-System relevant sind. In enger Abstimmung mit anderen Einheiten koordiniert sie zudem die Umsetzung von umweltbezogenen Maßnahmen aus dem Nachhaltigkeitsprogramm.   Die GIZ-Standorte in Bonn und Eschborn sowie die Repräsentanz in Berlin sind seit 2013 EMAS-zertifiziert. In den Folgejahren kamen weitere Gebäude in Berlin, Bonn und Feldafing dazu.

Umweltmanagement in den Partnerländern: der CSH 

Um unsere Fortschritte bei der Nachhaltigkeit in den Ländern, in denen wir arbeiten, zu erfassen, nutzen wir den Corporate Sustainability Handprint® (CSH). Er bietet den Beschäftigten der GIZ einen einheitlichen Rahmen zur unternehmerischen Nachhaltigkeit und damit auch zum Umweltmanagement. Seit dem Berichtsjahr 2018 erheben wir jährlich die Klima- und Umweltdaten in allen unseren Landesbüros . Die Datenqualität ist noch nicht mit der in Deutschland vergleichbar, verbessert sich jedoch stetig. Das gilt auch für die Verfügbarkeit der Daten. Unserem Ziel, eine solide und belastbare Datenbasis für das Nachhaltigkeitsprogramm 2021–2025 und für zukünftige Kompensationsleistungen zu schaffen, nähern wir uns kontinuierlich an. Bei der Erfassung der Umweltdaten wird zwischen einem „ökologischen Fußabdruck“ und einem „ökologischen Handabdruck“ unterschieden. Während der „Fußabdruck“ Verbrauchszahlen etwa zu Wasser oder CO2-Emissionen erfasst, bildet der „Handabdruck“ aktive Beiträge zur Nachhaltigkeit ab, etwa die Nutzung von Solaranlagen statt Generatoren, die Organisation von Fahrgemeinschaften für Pendler*innen, aber auch zu Themen wie Gesundheitsaufklärung, Informationen zu integrem Verhalten in potenziellen Konfliktsituationen sowie nachhaltige Beschaffung. Die GIZ ermutigt ihre Teams vor Ort, ihre Nachhaltigkeitsbilanz zu optimieren.

Risikomanagement
Umweltrelevante Chancen und Risiken werden im EMAS-Umweltmanagement mindestens jährlich analysiert und aktiv in den Fokus genommen. Wo immer möglich, werden Ziele und Maßnahmen festgelegt, um Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren.   

Bestimmung von Risiken und Chancen im EMAS-Umweltmanagement
Risiken und Chancen werden einmal jährlich in den Umweltteamsitzungen identifiziert und bewertet. Gegebenenfalls werden in diesen Sitzungen aus diesen Erkenntnissen Präventivmaßnahmen abgeleitet. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird u. a. im Rahmen der Bewertung der Rechtskonformität und des Notfallmanagements sowie jährlich im Rahmen des Managementreviews bewertet.  

Allgemeingültige Chancen für die GIZ liegen in der Erfüllung der Vorbildfunktion nach innen und außen, wodurch unsere license to operate, sowie die Zufriedenheit unserer Auftraggeber, Partner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesteigert wird. Bei der Beschaffung geht es darüber hinaus darum, Einfluss auf den Markt zu nehmen, indem hochwertige Nachhaltigkeitskriterien und Anforderung von Lieferanten und Dienstleistern gefordert werden. Hierbei besteht wiederum die Chance, gemeinsam mit diesen Lösungen und Verbesserungen zu entwickeln. Entsprechend ist das Lieferantenmanagement ein zentraler Aspekt, den wir weiterentwickeln werden. Als Chance betrachten wir es auch, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Nur so können wir unsere Umweltleistung kontinuierlich verbessern.  

Wesentliche Risiken sehen wir beim Reputationsverlust, der bei Skandalen und Rechtsbruch unserer Lieferanten und Dienstleister auf uns abfärben kann. Bei der Beschaffung sehen wir auch immer die Gefahr, dass zu hohe Nachhaltigkeitsanforderungen bei Ausschreibungen dazu führen können, dass keine oder nur wenige Angebote bei uns eingereicht werden und dass ein immer höher werdender Aufwand bei der Erstellung der Leistungskriterien entsteht.


Projektebene
Auf Projekt-Ebene greift das Safeguards+Gender Managementsystem (weitere Informationen unter Kriterium 6 „Regeln und Prozesse“). Der Safeguard Klima betrachtet dabei die Wirkung des Vorhabens auf den Klimawandel durch Emissionen von Treibhausgasen und die Notwendigkeit der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Zu den Schutzgütern im Safeguard Umwelt zählen Menschen, die biologische Vielfalt (Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen, etc.), Ökosysteme und deren Dienstleistungen, Boden, Wasser und Luft, Kulturgüter und andere Sachgüter sowie Wechselwirkungen zwischen diesen Schutzgütern.

Weitere Ausführungen zu identifizierten Risiken im Rahmen des Safeguards+Gender Managementsystems finden sich ebenfalls unter Kriterium 6 „Regeln und Prozesse“.  Zentrale Chancen und Risiken der GIZ finden sich unter Kriterium 2 „Wesentlichkeit“.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

   
Papierverbrauch Inland1 Ausland2
2018 2019 2020 2018 2019 2020
Papierverbrauch (Blatt) 13.102.634 11.897.087 6.067.587 54.282.225 63.796.381 37.054.564  
Pro Kopf-Papierverbrauch (Blatt/MA) 2.836 2.164 1.009 3.141 3.500 1.954  
Umweltpapierquote 98,3% 94,8% 100,0% 9,6% 15,5% 20,0%  
 
1 Die Daten für das Inland entsprechen der Bilanz des Stichtages 31.07.2021. Aufgrund verbesserter Datenverfügbarkeit wurden teilweise Werte für die Bilanzjahre 2018 und 2019 aktualisiert.
2 Seit 2019 wird für das Ausland eine neue Hochrechnungssystematik angewendet.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Energieverbrauch Inland1 Ausland2
2018 2019 2020 2018 2019 2020
Gesamt Energieverbrauch
Gesamt Energieverbrauch in kWh 24.526.074 23.961.919 22.213.208 68.060.204 80.277.407 66.717.089
Gesamt Energieverbrauch pro MA in kWh 5.309 4.359 3.692 3.938 4.404 3.518
Strom
Gesamt Stromverbrauch in kWh 10.022.712 10.036.389 9.793.714 18.550.541 19.717.828 15.778.096
Gesamt Stromverbrauch pro MA in kWh 2.170 1.826 1.628 1.073 1.082 832
Anteil Ökostrom 93% 93% 94% Wird im CSH nicht erfasst
Heiz-/Kühlenergie
Gesamt Heiz-/Kühlenergie in kWh 14.503.362 13.925.530 12.419.494 4.290.389 7.083.143 8.430.613
Gesamt Heiz-/Kühlenergie pro MA in kWh 3.139 2.533 2.064 248 389 445
Anteil erneuerbare Heizenergie in % 10% 12% 20% Wird im CSH nicht erfasst
Kraftstoffe für Dienstfahrzeuge und Generatoren
Gesamt Energieverbrauch Pkw-Kraftstoffe in kWh 163.635 94.826 49.087 39.670.808 46.036.759 33.489.005
Gesamt Energieverbrauch Pkw-Kraftstoffe pro MA in kWh 37 18 8 2.295 2.526 1.766
Gesamt Energieverbrauch Generatoren in kWh 5.498 5.498 24.343 5.548.467 7.439.677 9.019.375
Gesamt Energieverbrauch Generatoren pro MA in kWh 1,2 1,0 4,0 321 408 476  


1 Die Daten für das Inland entsprechen der Bilanz des Stichtages 31.07.2021. Aufgrund verbesserter Datenverfügbarkeit wurden teilweise Werte für die Bilanzjahre 2018 und 2019 aktualisiert.
2 Seit 2019 wird für das Ausland eine neue Hochrechnungssystematik angewendet.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Im Vergleich zum Vorjahr können wir sowohl im In- als auch im Ausland eine deutliche Reduktion des Gesamtenergieverbrauchs verzeichnen. Dies resultiert insbesondere aus der geringeren Büroauslastung durch die Corona-Pandemie, ist aber auch das Ergebnis von Nachhaltigkeitsmaßnahmen wie etwa der Einführung von LED-Leuchtmitteln oder der effizienteren Nutzung von Anlagen.

Die folgenden Angaben stammen aus der GIZ Klima- und Umweltbilanz 2020. Die Verbrauchswerte gelten jeweils für das Jahr 2020 im Vergleich zum Jahr 2019:  

Der Gesamtenergieverbrauch sank im Inland um 7,3% und im Ausland um 16,9%.  

Die folgenden Angaben zeigen die Entwicklungen der Energieverbräuchen in den verschiedenen Unterkategorien auf:

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Wasserverbrauch Inland1 Ausland2
2018 2019 2020 2018 2019 2020
Gesamt Trinkwasserverbrauch in m³ 52.045 50.678 33.535 358.441 608.612 476.944
Gesamt Trinkwasserverbrauch pro MA in l 11.266 9.219 5.574 20.738 33.390 25.153
1 Die Daten für das Inland entsprechen der Bilanz des Stichtages 31.07.2021. Aufgrund verbesserter Datenverfügbarkeit wurden teilweise Werte für die Bilanzjahre 2018 und 2019 aktualisiert. 2 Seit 2019 wird für das Ausland eine neue Hochrechnungssystematik angewendet.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

 
Abfall Inland1 Ausland2
2018 2019 2020 2018 2019 2020
Gesamtmenge nicht gefährlicher Abfall in t3 1.217 1.009 694 Wird im CSH nicht erfasst
Gesamtmenge nicht gefährlicher Abfall pro MA in kg3 263 184 115      
Gesamt Restmüllmenge in t 589 303 169      
Gesamt Restmüllmenge pro MA in kg 127 55 28      
Gesamt Papierabfallmenge in t 249 283 188      
Gesamt Papierabfallmenge pro MA in kg 54 51 31      
Gesamtmenge gefährliche Abfälle in t 11 5 15        

1 Die Daten für das Inland entsprechen der Bilanz des Stichtages 31.07.2021. Aufgrund verbesserter Datenverfügbarkeit wurden teilweise Werte für die Bilanzjahre 2018 und 2019 aktualisiert.
2 Seit 2019 wird für das Ausland eine neue Hochrechnungssystematik angewendet.
3 Die Gesamtmenge nicht gefährlicher Abfälle bezieht neben Fraktionen Restmüll und Papierabfall noch weitere Abfallfraktionen ein.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Erste Meilensteine erreicht
Klimaschutz ist das Herzstück des Nachhaltigkeitsprogramms der GIZ. 2020 haben wir bereits ein wichtiges Etappenziel erreicht: Wir arbeiten nun weltweit klimaneutral. Klimaschädliche Emissionen an unseren Standorten im In- und Ausland, die wir nicht vermeiden können, werden kompensiert.1 Schritt für Schritt erweitern wir unser Monitoring, um weitere wesentliche Emissionen zu erfassen – und wenn möglich zu reduzieren. Denn beim Klimamanagement gilt für die GIZ: vermeiden vor reduzieren vor kompensieren. Konkrete Maßnahmen zur Umsetzung dieses Dreiklangs haben wir in unserem Nachhaltigkeitsprogramm verankert. Zur Kompensation erwirbt die GIZ Zertifikate aus Klimaschutzprojekten, die neben ökologischen Aspekten auch soziale Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Sie entsprechen dem Gold Standard, einem der höchsten internationalen Qualitätsstandards und werden über den „Clean Development Mechanism der Vereinten Nationen verifiziert.  

Wissenschaft als Maßstab
Die GIZ orientiert sich beim Klimamanagement an den Ergebnissen der Klimaforschung. 2021 hat sie sich als erstes Unternehmen der Entwicklungszusammenarbeit der globalen Initiative Science Based-Targets initiative (SBTi) angeschlossen. Diese Allianz wichtiger Umwelt- und Klimaschutzorganisationen unter Beteiligung des UN Global Compact unterstützt die Privatwirtschaft, ihren Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad zu leisten. Sie zeigt Unternehmen auf, wie und wie schnell sie ihre Emissionen reduzieren müssen. Ihre Kriterien haben sich international als Standard etabliert, wenn es darum geht, Reduktionsziele für Unternehmen zu definieren, die im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen stehen. Als Mitglied der Science Based-Targets initiative (SBTi) folgt die GIZ ehrgeizigen Minderungszielen, die nach internationalen Vorgaben in verschiedene Gruppen von Emissionsquellen, sogenannte Scopes, eingeteilt sind. Bis 2025 wollen wir unsere klimaschädlichen Emissionen um 30 Prozent im Vergleich zu 2019 senken (Scope 1 und 2). Dies gilt für direkte Emissionsquellen des Unternehmens wie zum Beispiel unsere Fahrzeuge und für den Strom, den wir verbrauchen.  

Zusätzlich übernehmen wir Verantwortung für indirekte Emissionen, die in der Wertschöpfungskette beim Einkauf von Dienstleistungen entstehen (Scope 3). Darunter fallen auch Flugreisen. Dienstliche Flugreisen sind die größte Emissionsquelle der GIZ, deshalb haben wir uns hier besonders viel vorgenommen: Gemessen an 2019 wollen wir bis 2025 bei Flugreisen im In- und Ausland 25 Prozent Treibhausgase einsparen. Wo immer möglich sollen Dienstreisen durch digitale Formate ersetzt oder durch die Bündelung von Terminen reduziert werden. In der Corona-Pandemie haben wir damit bereits gute Erfahrungen gemacht.

Neue Ziele setzen
An den deutschen GIZ-Standorten haben wir in den vergangenen Jahren schon viele klimafreundliche Maßnahmen angestoßen. Mit dem neuen Nachhaltigkeitsprogramm rücken nun die Potenziale im Ausland stärker in den Fokus. An vielen Standorten sollen etwa Photovoltaik-Systeme installiert werden. Das senkt die CO2-Emissionen, spart Energiekosten und kann bei Stromausfällen Generatoren überflüssig machen. Im nächsten Schritt weiten wir außerdem unsere jährliche Klima- und Umweltbilanz auf die Leistungen unserer Unterauftragnehmer aus. Ab 2022 nehmen wir zunächst die Treibhausgasemissionen aus Flügen unserer Dienstleister in unser Monitoring und unsere Reduktionsbemühungen auf.

Im Sinne von Netto-Null der THG-Emissionen: Nichtvermeidbare Emissionen der GIZ werden durch hochwertige Klimazertifikate aus Projekten, in denen THG-Emissionen reduziert wurden, kompensiert. Die GIZ erfasst und kompensiert alle direkten THG-Emissionen. Zusätzlich erfasst und kompensiert sie auch einige gut messbare indirekte THG-Emissionen, wie z. B. Flüge oder Pendlermobilität. Für Details siehe die aktuelle Umwelt- und Klimabilanz der GIZ.  

Wirkungen der Projekte sichtbar machen
Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels bilden seit langem einen Schwerpunkt unserer Arbeit in unseren Partnerländern. Mehr als ein Drittel des Projektportfolios der GIZ zielt direkt darauf, der fortschreitenden Erderwärmung entgegenzuwirken und Menschen zu unterstützen, sich auf Klimaveränderungen einzustellen. Hinzu kommt, dass viele weitere Projekte eine positive Klimawirkung besitzen, ohne dass diese durch entsprechende Kennungen sichtbar wird.  

Gleichzeitig erfassen wir, welche CO2-Emissionen durch Vorhaben in den Einsatzländern entstehen können. Seit 2020 prüfen wir im Rahmen der Risikoabsicherung – unserem Safeguards- und Gender-Managementsystem - bereits bei der Planung eines Projekts, welche klimarelevanten Emissionsrisiken bestehen (vgl. Kriterium 6 „Regeln und Prozesse“). Die GIZ hat eigene Berechnungsmodelle entwickelt, um den voraussichtlichen ökologischen Fußabdruck, den so genannten Carbon Footprint, zu ermitteln. Baumaßnahmen werden hier ebenso einbezogen wie Emissionen durch Reisen oder den Energiebedarf.  

Das Verfahren zur Berechnung des Carbon Footprints auf Projektebene haben wir von unabhängigen Institutionen wie dem Wuppertal Institut und dem NABU bewerten lassen. Es ermöglicht uns, schon vor dem Start eines Vorhabens mögliche erhebliche negative Auswirkungen auf das Klima verlässlich zu identifizieren und präventive Maßnahmen zur Vermeidung oder Minimierung der Risiken in die Projektgestaltung zu integrieren. Denn wo immer möglich sollen Emissionen gar nicht erst entstehen. 2021 wurden rund 300 neue Vorhaben auf ihren Footprint hin überprüft, insgesamt seit 2018 bereits um die 1.200 Vorhaben. Die Ergebnisse zeigen einerseits, welche Arten von Projektaktivitäten besonders hohe Emissionen erzeugen, und andererseits aber auch, dass über 90 Prozent der analysierten Projekte keine erheblichen klimaschädlichen Emissionen verursachen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Da die aktuellen Umwelt- und Klimadaten der GIZ für 2021 erst im Sommer 2022 vorliegen, beziehen sich die Leistungsindikatoren 13 auf das Berichtsjahr 2020.


THG-Emissionen Scope 1 Inland1 Ausland2
2018 2019 2020 2018 2019 2020
Gasheizung in t CO2e ³ 2.627 2.428 2.236 898 1.850 2.383
Kraftstoffe Dienstfahrzeuge in t CO2e 41 23 13 10.537 11.550 8.236
Kältemittel in t CO2e 85 89 23 Wurde im CSH nicht erfasst 4.048 3.876
Generatoren in t CO2e 3 3 7 1.392 1.765 2.256

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

THG-Emissionen Scope 2 Inland1 Ausland2
2018 2019 2020 2018 2019 2020
Strom in t CO2e 472 455 389 8.841 9.693 6.904
Fernwärme in t CO2e 416 443 137 Wurde im CSH nicht erfasst 351 574
Fernkälte in t CO2e4 44 35 27 76 0,5  

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

 
THG-Emissionen Scope 3 Inland1 Ausland2
2018 2019 2020 2018 2019 2020
Pendlerverkehr in t CO2e 3.483 3.042 1.587 Wurde im CSH nicht erfasst
Dienstreisen in t CO2e 21.855 23.275 3.179 76.468 86.254 19.481
   

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

 
Gesamt THG-Emissionen Inland1 Ausland2
2018 2019 2020 2018 2019 2020
Gesamt THG-Emissionen in Tonnen (t) 29.025 29.794 7.598 98.135 115.586 43.711
Gesamt THG-Emissionen pro Kopf in t 6,54 5,71 1,3 5,68 6,34 2,31  
   
Im Vergleich zu 2019 haben sich die durch die Mitarbeiter*innen verursachten Emissionen im Inland um 74 Prozent reduziert. Das liegt daran, dass aufgrund der Corona-Pandemie Reise- und Büroaktivitäten deutlich eingeschränkt waren. So entstanden zwar auch THG-Emissionen durch das mobile Arbeiten, die aber nicht in der Bilanz berücksichtigt werden. Etwa 63 Prozent der gesamten THG-Emissionen im Inland entfallen auf den Bereich Mobilität. Diese Emissionen sanken im Vergleich zu 2019 um 82 Prozent und das bei einer zunehmenden Zahl von Mitarbeitenden. Die Belegschaft im Inland ist im Vergleich zu 2019 um 9 Prozent gewachsen. Die THG-Emissionen pro Kopf im Inland haben sich aufgrund des Corona-Effekts um 77 Prozent verringert. Die GIZ konnte damit ihr Reduktionsziel für das Jahr 2020 von 3 Prozent pro Kopf im Inland deutlich übertreffen. Das soll auch so bleiben, wenn die Pandemie eingedämmt ist: Im Jahr 2020 wurden verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um auch in den Folgejahren – unabhängig von künftigen Auswirkungen der Corona-Pandemie – weitere Verbesserungen zu erreichen.


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Die Daten für das Inland entsprechen der Bilanz des Stichtages 31.07.2021. Aufgrund verbesserter Datenverfügbarkeit wurden teilweise Werte für die Bilanzjahre 2018 und 2019 aktualisiert.
2 Seit 2019 wird für das Ausland eine neue Hochrechnungssystematik angewendet.
3 In 2020 wurde eine Umstellung auf Emissionsfaktoren inkl. Vorkette vorgenommen. Zuvor wurden Emissionsfaktoren ohne Vorkette angewandt. Für die Vergleichbarkeit wurden die THG-Emissionen für die Jahre 2018 und 2019 entsprechend auch auf Emissionsfaktoren inkl. Vorkette umgestellt.
4 In 2020 wurde im Ausland eine Datenerhebung korrigiert, daher unterschieden sich die Werte hier sehr stark.