11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Die GIZ ist im Wesentlichen ein Bürobetrieb, was einen umfangreichen Papierverbrauch mit sich bringt. Ihn zu verringern ist uns ein wichtiges Anliegen. Im Vergleich zu 2012 wollen wir den Papierverbrauch 2015 weiter reduzieren. Nachdem wir in den Jahren zuvor den Blattverbrauch pro Kopf bereits signifikant senken konnten und viele Einsparmaßnahmen ausgereizt haben, ist es uns gelungen, ihn 2012 bis 2014 nochmals um fünf Prozent zu verringern. Wir haben vermehrt Duplex-Drucker eingeführt und ein einheitliches elektronisches Ablagesystem sowie den papierlosen Faxempfang eingerichtet.

weitere Informationen:
- Leistungsindikatoren zu den Kriterien 12 und 13
- Umweltbilanz 2014

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Unser Handeln ist dem verantwortungsbewussten Umgang mit Natur und Umwelt verpflichtet. Wir haben in unserem Umweltleitprinzip festgelegt, dass wir Umweltbelastungen systematisch vermeiden, mit Ressourcen effizient umgehen und unsere Beschäftigten und Partner an unserem Umweltmanagement beteiligen.

Anhand der Umweltbilanz prüfen wir an unseren deutschen Standorten regelmäßig, ob wir die selbst gesteckten Ziele zum Umweltschutz im Unternehmen auch erreichen bzw. wo es nötig ist, diese anzupassen. Die Ergebnisse für den Berichtszeitraum können in unserer Umweltbilanz 2014 eingesehen werden.

An den Standorten Berlin, Bonn, Eschborn verfügen wir zudem über ein Umweltmanagementsystem nach EMAS (IUB 2014, S.14f), für das standortspezifische Umweltprogramme erstellt werden. Der GIZ-Standort Feldafing konnte 2015 zum wiederholten Mal die Zertifizierung ÖKOPROFIT für sein Engagement im betrieblichen Umweltschutz entgegennehmen.

Weiterführende Informationen:
- Umweltbilanz 2014
- Fortschrittsbericht 2015, Kapitel „Ökologisches Gleichgewicht", Seiten 40ff

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen. Link

Papierverbrauch gesamt (Blatt)
2012:22.595.021
2013: 20.902.252
2014: 18.530.192

Inlandsbüros (Blatt)
2012: 19.779.427
2013: 18.011.942
2014: 16.297.209

Internationale Bildungs- und Begegnungszentren (IBB) (Blatt)
2012: 2.815.594
2013: 2.890.310
2014: 2.232.983

Spezifischer Papierverbrauch Inlandsbüros (Blatt / MA)
2012: 6.820
2013: 6.334
2014: 6.474

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation. Link

Energieverbrauch gesamt (kWh)
2012: 18.816.803
2013: 19.083.231
2014: 16.572.027

weitere Informationen:
Fortschrittsbericht 2015, Seite 45

Leistungsindikator G4-EN6
Verringerung des Energieverbrauchs. Link

Die GIZ führt Vorhaben durch, um die Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien in den Partnerländern zu erhöhen. Der eigene Energieverbrauch für Wärme und Strom – insbesondere für Beleuchtung und Informationstechnik – ist der zweite Bereich mit großem Potential für CO2-Einsparungen. Wir hatten uns im Nachhaltigkeitsprogramm 2013–2015 das Ziel gesetzt, an unseren deutschen Standorten bis 2015 zehn Prozent weniger Strom und Heizenergie zu verbrauchen. Für jeden Beschäftigten ergibt sich damit umgerechnet ein jährlicher Zielverbrauch von etwa 2.300 Kilowattstunden Strom und 3.500 Kilowattstunden Heizenergie pro Vollzeitstelle.
Durch zahlreiche Maßnahmen konnten diese Ziele bereits in den letzten Jahren erreicht werden. Bei den Neubauten in Bonn und Eschborn wurde auf Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien gesetzt. Anlagen für Fotovoltaik und Solarthermie bauen wir weiter aus. Zudem beziehen wir seit 2014 an allen deutschen Standorten Ökostrom, der anspruchsvollen Kriterien in Anlehnung an das ok-power-Label entspricht. Damit haben wir ein wichtiges Ziel aus dem zurückliegenden Nachhaltigkeitsprogramm frühzeitig erreicht.

Weiterführende Informationen finden sich im Fortschrittsbericht 2015, S.44 f, sowie unten unter dem Indikator G4-EN3.

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen. Link

Wasserverbrauch gesamt (m³)
2012: 39.629, davon   9.791 Brauchwasserverbrauch
2013: 39.925, davon 10.541 Brauchwasserverbrauch
2014: 43.265, davon 15.351 Brauchwasserverbrauch

weitere Informationen:
Fortschrittsbericht 2015, Seite 47

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode. Link

Abfallmenge gesamt (t)
2012: 578,8
2013: 515,2
2014: 443,2

weitere Informationen:
Fortschrittsbericht 2015, Seite 47

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Wir setzen uns in unseren Projekten für den Klimaschutz ein und haben uns auch innerhalb des Unternehmens ehrgeizige Ziele gesetzt, die wir regelmäßig prüfen und weiterentwickeln. In unserer Klima-Strategie haben wir uns vorgenommen, unsere Kohlendioxid-Emissionen zu mindern, fossile Energien durch erneuerbare zu ersetzen und nicht-vermeidbare Emissionen zu kompensieren. Als Mitglied der Initiative „Wirtschaft pro Klima“ und Unterzeichner der hessischen „Charta der 100 Unternehmen für den Klimaschutz“ haben wir uns vorgenommen, an unseren deutschen Standorten „Klimaneutralität“ zu erreichen.
Im Jahr 2014 haben wir unsere CO2-Emissionen an den deutschen Standorten um rund 20 Prozent gegenüber 2012 reduziert. Seit 2014 beziehen wir an allen deutschen Standorten Ökostrom, der anspruchsvollen Kriterien in Anlehnung an das ok-power-Label entspricht (s.o.). Durch den Aufkauf von Klimazertifikaten nach dem Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Protokolls haben wir erstmals alle verbleibenden Kohlendioxid-Emissionen an unseren deutschen Standorten kompensiert. Alle Projekte, aus denen Zertifikate aufgekauft wurden, sind zudem nach den Kriterien des Gold Standards zertifiziert.

Als weltweit tätiges Unternehmen verursachen wir mit unseren Dienstreisen erhebliche CO2-Emissionen. Sie machen einen Anteil von rund 90 Prozent aller unserer CO2-Emissionen aus. Deshalb nutzen wir – soweit möglich – Videokonferenzen und andere virtuelle Austauschformate (IUB 2014, S. 45). Unsere Reisekostenrichtlinien sehen vor, dass in Deutschland bei einer Reisedauer von weniger als vier Stunden die Bahn anstelle des Flugzeugs genutzt wird. Dienstfahrten mit dem Auto werden ab einer Strecke von 300 Kilometern nur in begründeten Ausnahmefällen genehmigt. Durch die Teilnahme am Umwelt-Plus-Programm der Deutschen Bahn fahren GIZ-Beschäftigten „klimaneutral“.

In den Jahren 2012 bis 2014 wies der Anteil an innerdeutschen Dienstreisen mit der Bahn kontinuierlich etwa 70 Prozent auf. Hier wollen wir uns in Zukunft weiter verbessern. An den deutschen Standorten Berlin, Bonn und Eschborn wird unseren Mitarbeitenden ein Jobticket für den öffentlichen Personennahverkehr angeboten. Die Nutzung des umweltfreundlichen Verkehrsmittels Fahrrad unterstützen wir durch Fahrradstellplätze und Duschmöglichkeiten für die Radfahrerinnen und Radfahrer. Wir stellen Dienstfahrräder zur Verfügung und sind Mitglied der Initiative bike+business des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).

Im Rahmen der „Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit“ des Rats für Nachhaltige Entwicklung führten wir 2015 weltweit 45 Aktionen zu den Themen Bewegung, Gesundheit und Mobilität durch.
Eigene Baumaßnahmen führt die GIZ unter Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien aus. Dies galt bereits für die Neubauten „Haus 5“ in Eschborn sowie den „Mäanderbau“ in Bonn, die im Mai 2014 beziehungsweise Juni 2015 in Betrieb genommen wurden. Die beiden Bürogebäude sind nach dem Silberstandard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) geplant und errichtet. Ein weiteres Gebäude am neuen Standort Röttgen bei Bonn für unsere Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) wird ebenfalls nach diesen Nachhaltigkeitskriterien geplant und gebaut.

Die in den Leistungsindikatoren angegebenen Emissionswerte werden bei Flügen nach dem atmosfair-Rechner, bei Energiedaten nach Angabe des Anbieters und bis 2012 nach Umrechnungsfaktoren des Umweltbundesamts, danach nach dem „Globalen Emissions-Modell integrierter Systeme" des Internationalen Instituts für Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (wenn diese Daten der Anbieter nicht vorhanden sind) berechnet. Für Pendlerdaten wurden ab 2014 Daten des Instituts für Energie-und Umweltforschung Heidelberg verwendet.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1). Link

CO2-Emissionen gesamt (t CO2)
2012: 25.398
2013: 24.445
2014: 20.411

weitere Informationen: Fortschrittsbericht 2015, Seite 45

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2). Link

Wir weisen bisher Verbräuche nach Kilowattstunden aus, ab dem Berichtsjahr 2015 werden wir Emissionen nach Scope 1, 2, 3 angelehnt an das GHG-Protokoll ausweisen.

 

Stromverbrauch gesamt (kWh)
2012: 7.371.828
2013: 7.028.748
2014: 6.839.840

Spezifischer Stromverbrauch (kWh/MA)
2012: 2.319
2013: 2.315
2014: 2.318 

Anteil Ökostrom
2012: 70%
2013: 74%
2014: 100% 

Heizenergieverbrauch gesamt (kWh)
2012: 11.124.319
2013: 11.783.032
2014: 9.472.686

Spezifischer Heizenergieverbrauch (kWh/MA)
2012: 3.288
2013: 3.562
2014: 2.853

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3). Link

NOx (Stickoxide) (kg)
2012: 58.994
2013: 60.349
2014: 40.316

SO2 (Schwefeldioxid) (kg)
2012: 43.828
2013: 43.916
2014: 27282

PM10 (Feinstaub) (kg)
2012:    895
2013: 1.632
2014:    876

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen. Link

siehe Kriterium 13 sowie G4-EN15