11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Eine intakte Natur ist wesent­liche Voraus­setzung für die Zukunfts­fä­higkeit unseres Geschäfts, denn Kaffee, Baumwolle, Holz und andere natür­liche Rohstoffe bilden die Grundlage unserer Sorti­mente. Deshalb ist es für uns von großer Bedeutung, dass der Klima­wandel begrenzt und natür­liche Ressourcen geschont werden. Entspre­chend erweitern wir unsere Maßnahmen zum Klima­schutz an unseren Stand­orten, in der Logistik und der Mitar­beiter-Mobilität. Wir arbeiten daran, den Ressour­cen­einsatz so weit wie möglich zu reduzieren, das Recycling zu erhöhen und unver­meidbare CO2-Emissionen zu kompen­sieren.

Umweltschutz an Standorten und unterwegs

Klimaschutz


Wir setzen uns für den Klima­schutz ein und überprüfen und optimieren unsere Prozesse permanent. Die ambitio­nierte Tchibo Klima­schutz-Roadmap 2020 bildet den roten Faden, das Korrektiv auf dem Weg zu einer 100 % nachhal­tigen Geschäftstä­tigkeit – an all unseren Stand­orten sowie auch für die Mobilität unserer Mitar­beiter. Im Vorder­grund stehen die Reduzierung von Emissionen und Verpa­ckungen, nachhal­ti­gerer Energie­ver­brauch sowie umwelt­scho­nende Mobili­täts­lö­sungen.

Klimaschutz

Ressourceneffizienz

Verant­wor­tungs­voller Umgang mit natür­lichen Ressourcen – dieser Anspruch prägt unser Handeln und treibt uns an, dass nicht nur unsere Produkte, sondern auch deren Verpa­ckungen sowie Transport- und Hilfs­mittel sowie Versand­kar­to­nagen Nachhal­tig­keits­kri­terien bestmöglich entsprechen. Deshalb haben wir 2015 eine umfas­sende Analyse unserer Verpa­ckungen durch­ge­führt und Optimie­rungs­bedarf identi­fi­ziert. Analy­se­kri­terien zur Beurteilung der von uns bereits einge­setzten Verpa­ckungen waren die sieben Faktoren – Funktion, Materia­lität, Volumen, Risiko­po­tenzial, Kunden­re­levanz, Machbarkeit und Kosten­im­pli­ka­tionen. Diese haben wir unter­sucht und mittels „Trich­ter­ana­lysen“ haben wir ermittelt, welche Optimie­rungs­spiel­räume für die verschie­denen Verpa­ckungs­arten bestehen und entspre­chend unseren Anfor­de­rungen die besten sind. Sämtliche Ergeb­nisse sind dann in unsere Verpa­ckungs­richt­linie von 2015 einge­flossen. Insbe­sondere in Bezug auf unsere Non Food-Verpa­ckungen haben wir die Richt­linien verschärft – mit dem klaren Ziel, Umweltan­for­de­rungen optimal mit funktio­nalen Anfor­de­rungen zu kombi­nieren, ohne dabei die Qualität zu beein­träch­tigen.

Es gilt also, die funktio­nalen Aspekte, wie den Schutz des Produkts und die Verbrau­che­r­in­for­mation, in Einklang zu bringen mit den umwelt­scho­nenden Zielen, wie müllver­mei­dender, ressour­cen­scho­nender und umwelt­freund­licher Gestaltung, fairer und umwelt­ver­träg­licher Herstellung und Recycling­fä­higkeit der Materialien. Auf Basis von sechs entspre­chenden Leitsätzen entwi­ckeln wir neue Verpa­ckungen und haben beste­hende angepasst.

Der Umfang der in unserer Geschäftstätigkeit genutzten natürlichen Ressourcen ist detailliert in den Leistungsindikatoren 11-12 dargestellt. 

Ressourceneffizienz

Unsere Leitsätze lauten:
1. So wenig Verpa­ckungs­ma­terial wie möglich, so viel wie nötig
2. Mehrweg vor Einweg
3. Recycling­ma­te­rialien vor Frisch­faser
4. Zerti­fi­zierte vor nicht­zer­ti­fi­zierten Materialien
5. Monoma­te­rialien vor Verbund­stoffen

Mehrwert­schaffung der Verpa­ckung durch innovative Gestaltung und innova­tives Design
a) Wieder­ver­wend­barkeit
b) Verwendung in einem anderen Kontext (innovative Nutzung und Gestaltung von Verpa­ckung

Biodiversität

Tchibo setzt sich für den Erhalt der biolo­gi­schen Vielfalt und den Schutz der Ökosysteme beim Kaffee­anbau ein. Darum sind wir im Jahr 2012 Mitglied der Initiative Biodi­versity in Good Company des Bundesum­welt­mi­nis­te­riums geworden. Die Initiative bringt Vorrei­ter­un­ter­nehmen aus unter­schied­lichen Branchen zusammen, um gemeinsam Lösungen zum Erhalt der weltweiten Biodi­ver­sität zu entwi­ckeln. Darüber hinaus soll die breite Öffent­lichkeit stärker für das Thema Arten­vielfalt sensi­bi­li­siert werden.

Mit dem Beitritt haben wir eine „Leadership-Erklärung“ unter­zeichnet. Mit ihr verpflichten wir uns dazu, die Wahrung der natür­lichen Arten­vielfalt in das Nachhal­tig­keits­ma­na­gement unseres Unter­nehmens zu integrieren und entspre­chende Ziele und Maßnahmen zu verfolgen. Im Jahr 2016 haben wir den dritten Fortschritts­be­richt zur Leadership-Erklärung veröf­fent­licht.

Biodiversity in Good Company

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Ressourceneffizienz
Die Papiermengen für unsere Büro- und Kundenkommunikation beziehen wir seit 2014 fast vollständig aus nachhaltigen Quellen. Wir setzen dabei auf Papier, das gemäß dem Standard des Blauen Engels als Recyclingpapier gekennzeichnet oder vom Forest Stewardship Council® (FSC®) zertifiziert beziehungsweise mit dem EU Ecolabel ausgezeichnet ist. Entspre­chend der Roadmap 2020 stellen wir unsere Liefer­do­ku­mente sukzessive auf digitale Dokumente um, sowohl für B2B- als auch für B2C-Kunden. Bei der Belie­ferung unserer Geschäfts­partner und Filialen verzichten wir seit 2015 auf Papier­lie­fer­do­ku­mente und auch Privat­kunden im Fernabsatz erhalten nur noch auf ausdrück­lichen Wunsch eine ausge­druckte Rechnung. Bei abwei­chendem Waren­emp­fänger bekommen Kunden zudem die Rechnung per E-Mail anstatt per Post. Auch Bedie­nungs­an­lei­tungen stellen wir in erster Linie online zur Verfügung, sofern sie ausschließlich nicht­recht­liche Infor­ma­tionen enthalten.

Auch beim Design unserer Verkaufs- und Transportverpackungen achten wir darauf, dass der Ressourcenverbrauch reduziert wird. Mit unserer Verpackungsrichtlinie, die sowohl Qualitäts- als auch Umweltanforderungen enthält, haben wir hierfür klare Vorgaben definiert. Anfang 2015 haben wir begonnen, eine noch weitergehende Verpackungsstrategie zu entwickeln. Mit ihr verfolgen wir fünf einander ergänzende Ansätze unter den Überschriften Vermeidung, Verminderung, Verwertung, Verbesserung und Verrechnung. Bis zum Jahr 2020 wollen wir auf diese Weise den Papier- und Kartonagenverbrauch gegenüber 2013 um 30 % pro Sendung senken.

Wir haben uns der Selbst­ver­pflichtung von Wirtschafts­ver­bänden in Deutschland und Öster­reich angeschlossen, keine Einweg­plas­tik­tüten mehr gratis anzubieten. Diese setzen wir seit Januar 2016 in Deutschland erfolg­reich um und haben so in unseren Filialen in Deutschland fast 90 %, in Öster­reich rund 80 % weniger Einweg­tüten einge­setzt. Die zweite Selbst­ver­pflichtung betrifft die konse­quente Nutzung von Mehrweg­be­chern für „Coffee to go“. So haben wir eine eigene Mehrweg­be­cher­lösung für unsere Kaffee Bars in den Tchibo Filialen einge­führt und betei­ligen uns zudem an der Testphase zur Einführung eines ganzheit­lichen Pfand­systems für Mehrweg­becher, in der Hamburger Innen­stadt, dem sogenannten Kehrwieder Becher.

Ressourceneffizienz

Klimaschutz
Seit 2006 haben wir unsere durchschnittlichen transportbedingten CO2-Emissionen im Rahmen des Programms LOTOS (Logistics towards Sustainability) relativ um rund 27 % verringert. Mit neuen ambitionierten Zielen bis 2020 werden wir die relativen CO2-Emissionen im Transport (in g pro Tonnenkilometer) gegenüber 2006 um weitere 10 % reduzieren. Darüber hinaus streben wir eine relative Reduktion der trans­port­be­dingten CO2-Emissionen um 40 % im Jahr 2020 im Vergleich zu 2006 an.

Aufgrund ihres hohen Energiebedarfs stellt die energieeffizientere Gestaltung der Prozesse in unseren Kaffeeröstereien in Hamburg und Berlin einen weiteren Schwerpunkt unseres Klimaschutzengagements dar: Hierzu haben wir 2013 ein Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001 eingeführt. Jedes Jahr wollen wir mit ihm den spezifischen Energieverbrauch pro Tonne Röstkaffee gegenüber 2013 um mindestens 1,5 % weiter absenken. 2016 wurde das Energie­ma­na­ge­ment­system erfolg­reich nach ISO 50001 rezer­ti­fi­ziert und die Röste­reien konnten im Vergleich zum Vorjahr eine Energie­ein­sparung um 1,7 % bezogen auf die Röstkaf­fee­pro­duk­ti­ons­menge verbuchen.

Unter Kriterium 13 finden Sie weitere Angaben zu unseren Zielsetzungen und Maßnahmen im Bereich der Mitarbeitermobilität.

Klimaschutz

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Baumwolle und Holz sind die wesentlichen Rohstoffe der Wertschöpfungskette Gebrauchsartikel. Insgesamt wurden ca. 7.500 Tonnen Baumwolle für Tchibo Produkte verarbeitet. Zu der Gesamtmenge Holz ist keine Angabe möglich, da Tchibo neben Vollholzprodukten auch zahlreiche Produkte anbietet, die zwar einen Holzanteil haben, ansonsten aber zum überwiegenden Teil aus anderen Materialien gefertigt sind. Das Gewicht dieser Holzbestandteile wird nicht separat erfasst und kann somit nicht zur Gesamtmenge Holz summiert werden.

Nachhaltige Ressourcen und Produkte

Jahr zertifizierte
Baumwolle
zellu­lo­se­ba­sierte Fasern Holz und
Zellstoff­
Chromfrei gegerbtes Leder
2014 85 % 60 % 57 % 65 %
2015 80 % 64 % 40 % 98 %
2016 80 % 81 % 40 % 100 %

In Verkehr gebrachte Verpackungsmaterialien
2012: 19.279 t
2013: 20.241 t
2014: 20.462 t
2015: 19.172 t
2016: 18.668 t

Reduktion der kostenlosen Ausgabe von Plastiktüten
2016: -87 %

Kennzahlen

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Energieverbrauch an Standorten
2012: 122.861 MWh
2013: 123.478 MWh
2014: 117.246 MWh
2015: 117.070 MWh
2016: 116.479 MWh

Kraftstoffverbrauch des Tchibo Fuhrparks
2012: 1.380.000 l
2013: 1.320.000 l
2014: 944.000 l*
2015: 971.000 l
2016: 918.000 l

*Die deutliche Verminderung des Kraftstoffverbrauchs resultiert aus einer organisatorischen Veränderung.

Kennzahlen

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Energieverbrauch an Standorten
2013 vs. 2014: -5,0%
2013 vs. 2014: -6.232 MWh

2015 vs. 2016: 0,05 %
2015 vs. 2016: -591 MWh

Kraftstoffverbrauch des Tchibo Fuhrparks
2013 vs. 2014: -28,5%*
2013 vs. 2014: -376.000 l*

2015 vs. 2016: -5,45 %
2015 vs. 2016: -53.000 l

*Die deutliche Verminderung des Kraftstoffverbrauchs resultiert aus einer organisatorischen Veränderung.

Kennzahlen

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Wasserverbrauch
2012: 32.963 m3
2013: 34.042 m3
2014: 37.279 m3
2015: 32.593 m3
2016: 39.103 m3

Quelle des Wasserverbrauchs Einheit 2014 2015 2016
Gesamt m3 37.279 32.593 39.103
Verwal­tungs­standorte m3 26.400 24.623 32.011
Lager­standorte m3 10.879 7.970 7.092

Kennzahlen

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Abfall an Tchibo Standorten
2012: 11.514,68 t
2013: 10.594,26 t
2014: 12.821,51 t
2015: 13.012.00 t
2016: 10.501,79 t

Abfallarten in Tonnen (t) an den Tchibo Standorten
Abfallart Einheit 2014 2015 2016
Gesamt t 12.821,51 13.012,00 10.501,79
Papier, Pappe, Karton t 9.880,59 8.104,20 6.289,90
Siedlungs­ab­fälle t 975,66 2.186,99 1.505,88
Abfälle aus der Herstellung/ Verar­beitung von Nahrungs­mitteln t 1.455,30 1.557,35 1.695,44
Folie gemischt t 233,40 377,76 198,61
Kunst­stof­f­ab­fälle t 165,62 175,89 126,93
Sperrmüll t 9,63 313,81 61,97
Holz t 96,31 93,81 543,57
Glas t 1,50 0,00 0,00
Gebrauchte Geräte t 7,00 181,85 155,90
Gefähr­liche Abfälle (laut Abfall­ver­zeichnis­verordnung) t 3,50 8,50 2,30
Bau- und Abbruch­ab­fälle t 0,00 11,84 1,42


Abfall an von Dienstleistern betriebenen Lagerstandorten
2012: 9.758,78 t
2013: 8.833,33 t
2014: 5.645,16 t
2015: 6.748,64 t
2016: 6.573,25 t


Abfallarten in Tonnen (t) an von Dienstleistern betriebenen Lagerstandorten
Abfallart Einheit 2014 2015  2016
Gesamt t 5.645,16 6.748,64 6.573,25
Papier, Pappe, Karton t 4.740,78 5.665,60 5.241,13
Siedlungs­ab­fälle t 570,12 373,81 546,01
Abfälle aus der Herstellung und Verar­beitung von Nahrungs­mitteln t 2,50 0,00 0,00
Folie gemischt t 167,30 199,29 163,93
Kunst­stof­f­ab­fälle t 2,35 1,53 0,00
Sperrmüll t 63,35 454,50 622,18
Holz t 98,76 53,88 0,00
Glas t 0,00 0,00 0,00
Keramik t 0,00 0,23 0,00
Gebrauchte Geräte t 0,00 0,00 0,00
Gefähr­liche Abfälle (laut Abfall­ver­zeichnis­verordnung) t 0,00 0,00 0,00
Bau- und Abbruch­ab­fälle t 0,00 0,00 0,00


Abfall nach Art der Entsorgungsmethode
Abfallart/Entsorgungmethode Einheit 2014 2015 2016
Gefähr­licher Abfall t 3,50 8,50 2,30
Nicht­ge­fähr­licher Abfall t 12.818,01 19.752,14 17.072,74
Kompos­tiert t 1.538,16 159,82 1.528,89
Recycelt t 10.254,41 18.721,17 14.748,16
Verbrannt t 769,08 773,38 725,86
Deponiert t 256,36 97,77 69,83

Kennzahlen
 

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Logistik
Seit 2006 haben wir unsere transportbedingten CO2-Emissionen im Rahmen des Programms LOTOS (Logistics towards Sustainability) relativ um rund 30 % verringert. Mit neuen ambitionierten Zielen bis 2020 werden wir die relativen CO2-Emissionen im Transport (in g pro Tonnenkilometer) gegenüber 2006 um weitere 10 % reduzieren. Darüber hinaus haben wir uns für die nächsten fünf Jahre vorgenommen, die Emissionen unserer Distributionszentren gegenüber 2013 um zusätzliche 15 % zu senken. 

Das Ziel der Klima­schutz-Roadmap, die CO2-Emissionen pro Quadrat­meter Lager­fläche in den Distri­bu­ti­ons­zentren Gallin und Neumarkt bis 2020 gegenüber 2015 um 15 % zu reduzieren, konnte 2016 knapp nicht erreicht werden. 2016 lag die Reduzierung bei 13 %. Beide Standorte wurden aber 2015 hinsichtlich Energie­spar­maß­nahmen auditiert, um Einspar­po­ten­ziale zu identi­fi­zieren und entspre­chende Maßnahmen zu entwi­ckeln. Die Umrüstung auf LED-Beleuchtung am Standort Neumarkt führte daraufhin 2016 zu einer CO2-Reduktion um 33 %. Auch das Distri­bu­ti­ons­zentrum in Gallin wurde 2016 auf diese Technik umgestellt, entspre­chende Tests bezüglich der Energie­ef­fi­zienz laufen noch. Für beide Standorte ist darüber hinaus die Imple­men­tierung eines Energie­ma­na­ge­ment­systems geplant.Mit einem innova­tiven Fließ­band­system sparen wir zudem im Bremer Haupt­lager 400 MWh Strom pro Jahr im Vergleich zum Vorgän­ger­system. Auch die Umstellung auf LED-Beleuchtung im Rahmen unseres Smart-Lighting-Konzepts bringt eine Ersparnis von 100 MWh pro Jahr.


Für das Jahr 2016 haben wir die Berechnung der CO2-Emissionen in der Logistik leicht verändert. Wir haben weitere Trans­porte in den Blick genommen, um zusätz­liche Reduk­ti­ons­po­ten­ziale zu erkennen und umzusetzen. So haben wir beim Transport erstmals auch die CO2-Emissionen aus den Retouren B2B und B2C einbe­zogen. Im Ergebnis weist die Bilanz mit 14,5g CO2-e pro Tonnen­ki­lo­meter einen leichten Anstieg gegenüber 2015 auf. Neben der erstma­ligen Einbe­ziehung von Trans­porten basiert dieser Anstieg vor allem darauf, dass die emissi­ons­starken Trans­porte Luftfracht und Straßen­verkehr zugenommen haben, während die emissi­onsarme Seeschiff­fahrt abgenommen hat. Diese Änderung wird durch vorüber­ge­hende Prozessan­pas­sungen in der Beschaf­fungs­lo­gistik verur­sacht. Der relative Anstieg fällt jedoch insgesamt moderat aus, da sich die verbes­serte Berech­nungs­logik positiv auswirkt.

Röstereien
Aufgrund ihres hohen Energiebedarfs stellt die energieeffizientere Gestaltung der Prozesse in unseren Kaffeeröstereien in Hamburg und Berlin einen weiteren Schwerpunkt bei der Verringerung unserer Treibhausgasemissionen dar: Hierzu haben wir 2013 ein Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001 eingeführt. 2016 wurde das Energie­ma­na­ge­ment­system erfolg­reich nach ISO 50001 rezer­ti­fi­ziert und die Röste­reien konnten im Vergleich zum Vorjahr eine Energie­ein­sparung um 1,7 % bezogen auf die Röstkaf­fee­pro­duk­ti­ons­menge verbuchen. Die Klima­schutz-Roadmap 2020 sieht durch die Verrin­gerung von Energie­ver­brauch und die Optimierung von Prozessab­läufen ein Einspar­po­tenzial der spezi­fi­schen CO2-Emissionen pro Tonne Röstkaffee um weitere 1,5 % vor.

Strom aus erneuerbaren Energiequellen
Alle Tchibo Standorte in Deutschland nutzen ausschließlich „ok-power“-zertifizierten Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Dies gilt ebenfalls für unsere beiden Röstereien und Distributionszentren. Auch die Unternehmenszentrale in Hamburg und alle Filialen, für die wir selber den Strom einkaufen, beziehen ausnahmslos „ok-power“-zertifizierten Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Fuhrpark
Mit unserer Fuhrparkstrategie verfolgen wir auch im Bereich der Mitarbeitermobilität einen systematischen Ansatz zur Senkung der CO2-Emissionen: Wir setzen Obergrenzen für den CO2-Ausstoß neu angeschaffter Dienstfahrzeuge und bieten unseren Mitarbeitern gleichzeitig Anreize für die Wahl möglichst klimaschonender Modelle. So konnten wir 2016 den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Fahrzeuge unseres Fuhrparks weiter auf 113 g CO2/km senken. 2016 erhielten wir für die Umstellung unseres Fuhrparks auf emissionsarme Fahrzeuge zum fünften Mal in Folge die „Grüne Karte für glaubwürdiges Umweltbewusstsein“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Bis 2020 werden wir die durchschnittlichen Emissionen unserer Fahrzeuge in Anlehnung an die EU-Regelung für Herstellerflotten auf einen Wert unterhalb von 95 g CO2/km verringern.

Wir berichten unsere CO2-Emissionen in Übereinstimmung mit den GRI Standards. Die GRI-Indikatoren zu Treibhausgasemissionen basieren auf dem „GHG Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard“.

Klimaschutz

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

CO2-Ausstoß des Tchibo Fuhrparks
2012: 3.609 t
2013: 3.455 t
2014: 2.470 t*
2015: 2.540 t
2016: 2.400 t

*Die starke Verminderung des CO2-Ausstoßes resultiert aus einer organisatorischen Veränderung.

Kennzahlen

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

CO2-Emissionen aus dem Energieverbrauch an Standorten
2012: 51.041 t
2013: 51.082 t
2014: 47.307 t
2015: 45.480 t
2016: 44.310 t

Kennzahlen

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Absolute transportbedingte CO2-Emissionen
2012: 69.922 t 
2013: 61.954 t
2014: 59.837 t
2015: 59.477 t
2016: 60.072 t

Mit Dienstreisen verbundener CO2-Ausstoß (ohne Tchibo Fuhrpark)
2012: 1.536 t
2013: 1.696 t
2014: 1.387 t
2015: 1.542 t
2016: 1.348 t

Kennzahlen

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

CO2-Ausstoß des Tchibo Fuhrparks*
2013 vs. 2014: -28,5 %
2013 vs. 2014: -985 t

2015 vs. 2016: -5,5 %
2015 vs. 2016: -140 t

CO2-Emissionen aus dem Energieverbrauch an Standorten
2013 vs. 2014: -7,4 %
2013 vs. 2014: -3.775 t

2015 vs. 2016: -2,6 %

2015 vs. 2016: -1.170 t

Absolute transportbedingte CO2-Emissionen
2013 vs. 2014: -3,4 %
2013 vs. 2014: -2.117 t

2015 vs. 2016: -1 %
2015 vs. 2016: -595 t

Mit Dienstreisen verbundener CO2-Ausstoß (ohne Tchibo Fuhrpark)
2013 vs. 2014: -18,2 %
2013 vs. 2014: -309 t

2015 vs. 2016: -12,5 %
2015 vs. 2016: -194 t

*Die starke Verminderung des CO2-Ausstoßes resultiert aus einer organisatorischen Veränderung.

Kennzahlen