11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Die größten Effekte auf die Umwelt haben Reisetätigkeiten der Ratsmitglieder und der Geschäftsstelle, größere Dialogveranstaltungen sowie vor allem die Großveranstaltung Jahreskonferenz mit rund 1.000 Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem Ausland. Im Rahmen dieser werden die Gäste jedes Jahr zu der Art ihrer Anreise befragt um die CO2-Emissionen durch den Ankauf von Zertifikaten zu kompensieren. Es wird außerdem grundsätzlich für die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln geworben (weitere Ausführung in Kriterium 12).   Die CO2-Emissionen der deutschen Standorte der GIZ sowie Dienstreisen aller Inlands- und Auslandsmitarbeiter*innen werden nach CDM gold Standard kompensiert.  

Die Geschäftsstelle des RNE verbraucht vor allem Papier, Energie, Wasser und verursacht Abfall (die einzelnen Kennzahlen sind sofern möglich in den EFFAS-Indikatoren aufgeführt). Bei den insgesamt 18 Mitarbeitenden gibt es eine hohe Sensibilität für Energie- und Ressourceneffizienz. Das äußert sich in der Praxis in Form eines papierreduzierten Büros, indem auf überflüssige Ausdrucke verzichtet wird. Es wird nur Papier in 100% Recyclingqualität benutzt und es werden Büromaterialien mit dem Blauen Engel verwendet. Bei Dienstreisen hat das Verkehrsmittel Bahn Vorrang. Dienstreisen werden außerdem auf ihre Notwendigkeit geprüft und gegebenenfalls durch Videokonferenzen ersetzt. Dieser Standard folgt dem Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit der Bundesregierung

Bei der Beschaffung von Kommunikationsmitteln gelten die Standards der GIZ und die von der Beschaffung vereinbarten Rahmenverträge mit den entsprechenden Herstellern. Daher hat die Geschäftsstelle keinen Einfluss auf die Auswahl von Laptops etc. Die Entsorgung der Altgeräte geschieht über AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) green&social IT, die die Geräte aufarbeitet, anstatt sie zu recyceln.

 
 

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Der RNE hat im Bereich Ressourceneffizienz keine quantitativen Ziele definiert. Die kontinuierliche Verbesserung der Ressourceneffizienz ist integraler Bestandteil des Projektmanagements und der allgemeinen Arbeitsabläufe in der Geschäftsstelle.  Im Folgenden werden konkrete Maßnahmen aufgezeigt, um die Ressourceneffizienz in den in Kriterium 11 genannten Bereichen sicherzustellen bzw. weiter zu steigern:   Mit diesen Maßnahmen und qualitativen Zielstellungen begegnet der RNE potenziellen Reputationsrisiken für die Beratungstätigkeit des Nachhaltigkeitsrates. Sie lassen zugleich ein gewisses Maß an Flexibilität zu, um auf die Anforderungen und Gegebenheiten in wechselnden Veranstaltungsorten eingehen zu können.  

Die Umweltziele der GIZ GmbH sehen bis 2020 vor:  
- Reduktion Papierverbrauch pro Mitarbeitende: 10%
- Reduktion Stromverbrauch pro Mitarbeitende: 10%
- Reduktion Heizenergie pro Mitarbeitende: 15%

Basisjahr für die spätere Evaluation ist hier das Jahr 2016.  

Die Unternehmensstrategie 2017-2019 sieht zusätzlich vor:  
- Reduktion CO2-Emmissionen pro Mitarbeitende im Inland: 2,5% p.a.
- Reduktion Wasserverbrauch pro Mitarbeitende: 2 % p.a
 
Die RNE-Geschäftsstelle steuerte im Berichtsjahr nicht aktiv auf diese Ziele hin.

 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator EFFAS E04-01
Gesamtgewicht des Abfalls. Link

Am GIZ-Standort Potsdamer Platz 10 entstanden im Jahr 2018 durchschnittlich 207 kg Abfälle pro Kopf. Bei einer Hochrechnung auf 18 Beschäftigte in der Geschäftsstelle ergibt dies insgesamt rund 3726 kg Abfall.

Leistungsindikator EFFAS E05-01
Anteil des gesamten Abfalls, der recycelt wird. Link

Zum Anteil des gesamten Abfalls, der recycelt wird, kann der RNE keine verlässlichen Angaben machen, da die Entsorgung vom Vermieter für das gesamte Gebäude zentral erfolgt. Die Mülltrennung erfolgt nach Auskunft des Vermieters nach Papier, Wertstoffen und Restmüll. Es besteht auch die Möglichkeit, Glasabfall abzustellen, welcher dann getrennt entsorgt wird.
Sonderabfälle fallen keine an.

Leistungsindikator EFFAS E01-01
Gesamter Energieverbrauch. Link

Gesamter Energieverbrauch der Geschäftsstelle:
45126 kWh (hochgerechnet auf Basis des durchschnittlichen Verbrauchs pro Mitarbeiter am GIZ-Standort Potsdamer Platz 10)  
Verbrauch pro Mitarbeiter: 2507 kWh  

davon Strom:
9702 kWh (per Ende November) (hochgerechnet auf Basis des durchschnittlichen Verbrauchs pro Mitarbeiter am GIZ-Standort Potsdamer Platz 10)  
Verbrauch pro Mitarbeiter: 539 kWh 

davon Heizenergie:
28242 kWh (hochgerechnet auf Basis des durchschnittlichen Verbrauchs pro Mitarbeiter am GIZ-Standort Potsdamer Platz 10)  
Verbrauch pro Mitarbeiter: 1569 kWh  

davon Kühlenergie:
7182 kWh (hochgerechnet auf Basis des durchschnittlichen Verbrauchs pro Mitarbeiter am GIZ-Standort Potsdamer Platz 10)  
Verbrauch pro Mitarbeiter: 399 kWh

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Emissionen fallen beim RNE vor allem in Form von Reisetätigkeit, der Durchführung von Veranstaltungen sowie der Heizenergie an. Die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle bemühen sich, CO2-Emissionen zu reduzieren. So fahren sie u.a. durch die Teilnahme am Umwelt-Plus-Programm der Deutschen Bahn auf Dienstreisen klimaneutral.  

Nach Auskunft der GIZ GmbH werden sämtliche CO2-Emissionen, die im Zusammenhang mit Dienstreisen und Energieverbräuchen in den Liegenschaften der GIZ entstehen, seit Anfang 2014 durch den Ankauf von Zertifikaten kompensiert. Die GIZ hat sich in Ihrem Umweltprogramm außerdem das Ziel gesetzt, bis 2020 alle verursachten Emissionen (In- und Ausland) durch den Ankauf von CDM-Gold Standard Zertifikaten klimaneutral zu stellen.

Die Umweltstrategie 2017-2019 der GIZ sieht außerdem eine Reduktion der THG-Emissionen der Mitarbeitende an den deutschen Standorten pro Jahr um 2,5% vor. Seit dem Jahr 2014 bezieht die GIZ ihren Strom vollständig aus erneuerbaren Energien (siehe hierzu auch Kriterium 12).

Da die THG-Emissionen bislang nicht separat für den RNE und die Geschäftsstelle erhoben werden, wurden keine spezifischen Maßnahmen festgelegt, die zur Zielerreichung der GIZ Unternehmensziele beitragen.   

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator EFFAS E02-01
Gesamte THG-Emissionen (Scope 1, 2, 3). Link

Eine Auskunft über die THG-Emissionen der Geschäftsstelle des RNE am GIZ-Standort Potsdamer Platz 10 ist leider nicht möglich, da diese Emissionen bisher nicht seperat erhoben und zur Verfügung gestellt werden konnten.