11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Bayer nimmt seine Verantwortung für den Umweltschutz sehr ernst. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Belastungen für die Umwelt durch unsere Geschäftstätigkeit zu verringern sowie innovative Produktlösungen zu finden, die der Umwelt nützen. Unsere ökologischen Standards gelten weltweit.

Der verantwortungsbewusste und effiziente Umgang mit Ressourcen wie Rohstoffen und Energie ist heute sowohl ein ökologisches als auch ein ökonomisches Gebot. Ökoeffiziente Prozesse helfen, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig Kosten für Material, Energie, Emissionen und Entsorgung zu senken.

Unser Einsatz von Energieträgern, Wasser und anderen Ressourcen, aber auch unsere Emissionen und Abfälle werden wesentlich durch einige wenige Faktoren bestimmt. Unser Produktportfolio und die Nachfrage nach unseren Produkten bestimmen den Einsatz von Materialien und Energie. Zugleich verbessern wir kontinuierlich unsere Produktionsverfahren, um diese ressourcen-schonender und emissionsärmer zu gestalten. Wie effizient wir unsere Ressourcen einsetzen, messen wir in Relation zur produzierten Verkaufsmenge, die Zwischenprodukte nicht mit einschließt.

Verantwortlichkeiten und Rahmenbedingungen für die Bereiche Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität (HSEQ) werden auf Konzernebene festgelegt, dazu dienen u.a. Konzernregelungen sowie Ziele und Leistungskennzahlen. Die operative Steuerung erfolgt im Bereich Umweltschutz (von z. B. Ressourcennutzung über Emissionen im Bereich Luft, Wasser und Boden bis hin zu Abfall) auf Teilkonzernebene mithilfe von HSEQ-Managementsystemen, Gremien und Arbeitsgruppen.

Details zum Energieeinsatz: http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/energieeinsatz.html
Details zu Emissionen in die Luft: http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/emissionen-in-die-luft.html

Details zu Wassernutzung und Emissionen in das Wasser:http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/wassernutzung-und-emissionen-in-das-wasser.html

Details zu Abfall und Recycling: http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/abfall-und-recycling.html

Details zu Biodiversität:http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/biodiversitaet.html

 

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Unser Einsatz von Energieträgern, Wasser und anderen Ressourcen, aber auch unsere Emissionen und Abfälle werden wesentlich durch einige wenige Faktoren bestimmt. Unser Produktportfolio und die Nachfrage nach unseren Produkten bestimmen den Einsatz von Materialien und Energie. Zugleich verbessern wir kontinuierlich unsere Produktionsverfahren, um diese ressourcenschonender und emissionsärmer zu gestalten.

Die Ziele im Bereich Ressourceneffizienz:

Im Berichtsjahr konnten wir unsere Energieeffizienz, die wir als Gesamtenergieeinsatz in Megawattstunden (MWh) pro Tonne produzierter Verkaufsmenge definiert haben, gegenüber dem Vorjahr von 3,37 MWh / t auf 3,34 MWh / t leicht verbessern. Diese Entwicklung bestätigt den in den Vorjahren festgestellten Trend zur Entkopplung der produzierten Verkaufsmenge vom Energieeinsatz. Dies bringt uns dem Konzernziel näher, die Energieeffizienz bis 2020 um 10 Prozent zu verbessern.

Emissionen in die Luft stammen bei Bayer größtenteils aus der Erzeugung und dem Verbrauch von Strom, Dampf und Prozesswärme. Unser Einsatz für eine höhere Energieeffizienz hilft sowohl Kosten als auch Emissionen zu reduzieren.

Im Rahmen unserer Wasser-Position haben wir unter Anwendung des WBCSD Global Water Tool™ alle Bayer-Standorte identifiziert, die in einer von Wasserknappheit betroffenen bzw. bedrohten Region liegen. Entsprechend unserem Konzernziel sollen diese Standorte bis 2017 ein Wassermanagement mit lokalen Zielen etablieren. Die betroffenen Standorte werden jährlich analysiert und ihre Daten zur Wassernutzung, -qualität und -ableitung ausgewertet. Darüber hinaus werden auch standortspezifische Initiativen untersucht und bewertet, die eine Wiederverwendung des Wassers ermöglichen und damit zur Verringerung des Wasserverbrauchs beitragen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

Wir berichten nicht zum Volumen und Gewicht der eingesetzten Materialien. Diese Angaben unterliegen dem Geschäftsgeheimnis.
Die Haupteinkaufsprodukte je Teilkonzern:
HealthCare
Pharma: Zetia (Fertigprodukt), Cell Media Culture (Rohstoff), Betaferon (Interferon-beta-1b) (Bulkware)
Consumer Health:  Supradyn (Fertigprodukt), Naproxen (Wirkstoff), Berocca (Fertigprodukt)
Radiologie: Iopamidol (Wirkstoff), Iod (Rohstoff), Cyclen (Rohstoff)
Animal Health: Moxidectin (Wirkstoff), Avenge (Fertigprodukt), Baycox-Isocyanat (Zwischenprodukt)
CropScience
Packmittel, Hilfsstoffe und Lösungsmittel (z. B. Rapsöl, Sojaöl, Toluol, Ammoniak), komplexe Zwischenprodukte (z. B. mehrfach fluoridierte Pyridine) und Wirkstoffe (z. B. Mancozeb)
Covestro
Wesentliche Grundrohstoffe: Benzol und Phenol, Propylenoxid, Toluol, Azeton und Hexamethylendiamin.

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation.

Im Berichtsjahr konnten wir den Gesamtenergieeinsatz um 2,5 % auf 83,2 Petajoule reduzieren. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen dem Primärenergieeinsatz in Form von meist fossilen Energieträgern für die Eigenerzeugung von Strom und Dampf sowie dem Sekundärenergieeinsatz, der den Zukauf von Strom, Dampf und Kälte sowie den Einsatz von Prozesswärme wiedergibt.

Der Primärenergieeinsatz sank um 5,7 %: von 45.572 Terajoule (TJ) (2014) auf 42.996 TJ im Jahr 2015. Die Reduktion von Erdgas machte dabei den größten Anteil aus, der hauptsächlich durch effizientere Anlagenfahrweise am Standort Uerdingen, Deutschland, erreicht wurde. Der Einsatz von Kohle lag etwa auf dem Vorjahresniveau, der Verbrauch von Flüssigbrennstoffen und anderen Primärenergiequellen konnte hingegen reduziert werden. Der Einsatz von Abfällen lag deutlich über dem des Vorjahres, was im Wesentlichen auf den Einsatz flüssiger Abfälle zur energetischen Nutzung am Covestro-Standort Caojing, China, zurückzuführen ist.
Der Sekundärenergieeinsatz stieg 2015 um 1,1 % von 39.745 TJ (2014)  auf 40.186 TJ. Der Einsatz von Strom sank, dagegen stieg der Verbrauch von Dampf und Prozesswärme an

Weitere Details siehe Energieeinsatz: http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/energieeinsatz.html


 


Leistungsindikator G4-EN6
Verringerung des Energieverbrauchs.

Im Berichtsjahr konnten wir den Gesamtenergieeinsatz um 2,5 % auf 83,2 Petajoule reduzieren. 

Der Primärenergieeinsatz sank um 5,7 %. Die Reduktion von Erdgas machte dabei den größten Anteil aus, der hauptsächlich durch effizientere Anlagenfahrweise am Standort Uerdingen, Deutschland, erreicht wurde. Der Einsatz von Kohle lag etwa auf dem Vorjahresniveau, der Verbrauch von Flüssigbrennstoffen und anderen Primärenergiequellen konnte hingegen reduziert werden. Der Einsatz von Abfällen lag deutlich über dem des Vorjahres, was im Wesentlichen auf den Einsatz flüssiger Abfälle zur energetischen Nutzung am Covestro-Standort Caojing, China, zurückzuführen ist. Der Sekundärenergieeinsatz stieg um 1,1 %. Der Einsatz von Strom sank, dagegen stieg der Verbrauch von Dampf und Prozesswärme an

Ausschlaggebend für den gesunkenen Gesamtenergieeinsatz (Primär- und Sekundärenergiequellen) ist der geringere Energiebedarf an den deutschen Standorten Leverkusen und Uerdingen. Darüber hinaus führte die teilweise Stilllegung von Produktionsanlagen am Standort Belford Roxo, Brasilien, zu einer Minderung des Gesamtenergieeinsatzes.

In unserer Eigenenergieerzeugung setzen wir zu mehr als 90 % die Kraft-Wärme-Kopplung ein. Diese effizienten Kraftwerke wandeln ca. 80 % der eingesetzten Brennstoffenergie in die Nutzenergien Strom und Wärme um.

Effizientere Produktion: Wir wollen in der eigenen Produktion durch Steigerung der Energieeffizienz und Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung in unseren Kraftwerken sowie durch Entwicklung und Vermarktung neuer klimafreundlicherer Technologien Emissionen von Treibhausgasen reduzieren. Mithilfe eigener Energiemanagementsysteme sowie Produktions- und Prozessinnovationen konnten in den vergangenen Jahren erhebliche Ressourcen eingespart werden. Energieeffizienzprojekte aus dem seit 2008 implementierten Energiemanagementsystem STRUCTese™ führen zu jährlichen Einspareffekten. Berücksichtigt man alle nachhaltigen Einspareffekte seit Einführung von STRUCTese™, so beliefen sich diese 2015 auf 1,55 Mio MWh Primärenergie.

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen.

Der Gesamtwassereinsatz im Konzern sank 2015 um 1,1 % auf rund 346 Mio m3 (2014: 350 Mio m3 ).  Diese 346 Mio m3 setzen sich aus folgenden Bezugsquellen zusammen: Oberflächenwasser 212 Mio m3 (61 %), Bohrungen / Quellen 118 Mio m3 (34 %), Trinkwasserversorgung 10 Mio m3 (3 %) sowie Andere Quellen 6 Mio m3 (2 %)

Weitere Details siehe Wassereinsatz und -verwendung: http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/wassernutzung-und-emissionen-in-das-wasser.html

Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

Im Jahr 2015 stieg die Gesamtmenge des erzeugten Abfalls um 4,9 %, von 896 1.000 t / a 2014 auf 940 1.000 t / a. Während die Menge des nicht-gefährlichen Abfalls um 2,5 % sank, nahm die Menge des erzeugten gefährlichen Abfalls um 11,1 % zu. Diese Verschiebung ist im Wesentlichen auf eine neue abfallrechtliche Bewertung der Wirbelschichtasche aus dem Kraftwerk im Chempark Leverkusen zurückzuführen, die nun als gefährlicher Abfall eingestuft werden muss. Darüber hinaus führten Produktionssteigerungen an den Standorten Wuppertal, Deutschland, und Muttenz, Schweiz, zu höheren Mengen an gefährlichem Abfall.

Die Menge der entsorgten Abfälle ist um 5,6 % gestiegen, von 898 1.000 t / a 2014 auf 949 1.000 t / a. Der Anstieg ist hauptsächlich auf den Bau von neuen Produktionsanlagen am Standort Knapsack, Deutschland, zurückzuführen.

Weitere Details siehe Abfall und Recycling: http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/abfall-und-recycling.html

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Bayer berichtet alle Treibhausgas-Emissionen des Konzerns nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol). Die direkten Emissionen aus eigenen Kraftwerken, Abfallverbrennungs- und Produktionsanlagen (entspricht Scope 1 des GHG Protocol) sowie die indirekten Emissionen, die aus dem externem Bezug von Strom, Dampf und Kälte resultieren (Scope 2), werden an allen Produktionsstandorten sowie an relevanten Verwaltungsstandorten erhoben. Mit der Aktualisierung der GHG-Richtlinien zu Scope 2 wurde 2015 eine duale Berichterstattung eingeführt. Danach müssen die indirekten Emissionen sowohl nach der standortbezogenen (location-based) als auch der marktorientierten (market-based) Methode berichtet werden.

Mit dem GHG-Protocol „Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting & Reporting Standard“ wird das Reporting für alle relevanten indirekten Emissionen, die aus der Wertschöpfungskette resultieren, verbindlich geregelt. Bayer hat nach gründlicher Prüfung neun wesentliche Scope-3-Kategorien identifiziert, die wir im CDP-Bericht http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/cdp-climate.pdf ausführlich darstellen. Dabei werden insbesondere solche Emissionen berücksichtigt, bei denen signifikante Reduktionspotenziale bestehen, wie z. B. bei den verkehrsbedingten Emissionen aus Geschäftsreisen.

Emissionen in die Luft stammen bei Bayer größtenteils aus der Erzeugung und dem Verbrauch von Strom, Dampf und Prozesswärme. Unser Einsatz für eine höhere Energieeffizienz hilft sowohl Kosten als auch Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus wollen wir auf mehreren Ebenen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Wir haben uns ambitionierte Ziele zur Ressourceneffizienz gesetzt und konzernweit geltende Maßnahmen etabliert.

Konzernziel 2020:  Reduktion konzernweiter spezifischer Treibhausgas-Emissionen um 20 % (bis 2020) bezogen auf das Basisjahr 2012 mit 0,98 t CO2/t  

Weitere Details siehe Emissionen in die Luft: http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/emissionen-in-die-luft.html.

Der Anteil erneuerbarer Energien wird durch die Energiemixe unserer Energieversorger bestimmt. In unserem CDP (vormals Carbon Disclosure Project)-Bericht nehmen wir zu diesen Themen detailliert Stellung.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator G4-EN15
Direkte THG-Emissionen (Scope 1).

Im Berichtsjahr nahmen die direkten Emissionen um 9,7 % von 4,02 Mio t CO2-Äquivalenten im Jahr 2014 auf 4,41 Mio t CO2-Äquivalenten im Jahr 2015 zu.

Der Anstieg der direkten Emissionen ist hauptsächlich auf höhere Lachgasemissionen aufgrund einer deutlichen Zunahme der Salpetersäureproduktion am Standort Caojing, China, zurückzuführen sowie durch zusätzliche Emissionen aus der dortigen Verbrennung von flüssigen und thermischen Abfällen. Wesentlich zur Steigerung der direkten Emissionen trug auch der erhöhte Energieverbrauch Dritter am CropScience-Standort Institute, USA, bei. 

Weitere Details siehe Emissionen in die Luft: http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/emissionen-in-die-luft.html.

 

Leistungsindikator G4-EN16
Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2).

Die indirekten Emissionen (Scope 2 market-based) sanken um 4,1 % , von 5,53 Mio t CO2-Äquivalente im Jahr 2014 auf 5,30  Mio t CO2-Äquivalente im Jahr 2015.

Die indirekten Emissionen nach der location-based Methode (Erhebung ab 2015) sanken von 5,03 Mio t CO2-Äquivalente im Jahr 2014 auf 4,94  Mio t CO2-Äquivalente im Jahr 2015.

Die indirekten Emissionen nach der bisherigen Methode (Erhebung bis 2014) sanken von 4,70 Mio t CO2-Äquivalente im Jahr 2014 auf 4,64  Mio t CO2-Äquivalente im Jahr 2015.

Weitere Details siehe Emissionen in die Luft: http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/emissionen-in-die-luft.html .

 

Leistungsindikator G4-EN17
Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3).

Mit dem GHG-Protocol „Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting & Reporting Standard“ wird das Reporting für alle relevanten indirekten Emissionen, die aus der Wertschöpfungskette resultieren, verbindlich geregelt. Bayer hat nach gründlicher Prüfung neun wesentliche Scope-3-Kategorien identifiziert, die wir im CDP-Bericht http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/cdp-climate.pdf  ausführlich darstellen. Dabei werden insbesondere solche Emissionen berücksichtigt, bei denen signifikante Reduktionspotenziale bestehen, wie z. B. bei den verkehrsbedingten Emissionen aus Geschäftsreisen. 

 

Leistungsindikator G4-EN19
Reduzierung der THG-Emissionen.

Gemäß unserem Konzernziel streben wir an, die spezifischen Treibhausgas-Emissionen (Gesamtmenge der Emissionen dividiert durch die produzierte Verkaufsmenge) bis 2020 um 20 Prozent zu senken. 2015 mussten wir einen Anstieg um 6,0 % (davon Scope 2 nach marked-based-Methode berechnet) verzeichnen. 

Die von Currenta betriebenen Abfallverbrennungsanlagen gewannen 2015 knapp 1 Mio t Dampf aus der Verbrennung von über ca. 250.000 t gefährlichen Abfällen aus den Chemparks und einigen Produktionsfirmen von außerhalb. Im Vergleich zur Nutzung fossiler Energieträger können so ca. 200.000 t CO2 pro Jahr weniger emittiert werden.

Weitere Details siehe Emissionen in die Luft: http://www.geschaeftsbericht2015.bayer.de/lagebericht-ergaenzungen/grundlagen-des-konzerns/umweltschutz/emissionen-in-die-luft.html