11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Diese Daten inklusive Kennzahlen werden ausführlich auf dem Nachhaltigkeitsportal und im Nachhaltigkeitsbericht erläutert (s. Nachhaltige Kreditvergabe).

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Unsere Ziele werden im Nachhaltigkeitsprogramm erläutert.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

Drucker- und Kopierpapier stellen unter den Verbrauchsmaterialien der DZ BANK den vergleichsweise größten Anteil. 2013 konnten wir den Verbrauch von Drucker- und Kopierpapier um rund 20 Tonnen gegenüber dem Vorjahr senken. So verbrauchte jeder FTE rund 6 kg Drucker- und Kopierpapier weniger als 2012 (2012: 43 kg/FTE). Dies ist zum Einen auf die Verwendung von leichterem Papier (75g statt 80g Papier), zum Anderen auf die Realisierung des papierlosen Büros zurückzuführen, deren Einführung Ende 2013 abgeschlossen wurde.
Seit Anfang 2012 nutzen wir ein elektronisches Dokumentenmanagementsystem, um den Ressourcenverbrauch zu senken. Im ersten Schritt erfolgte die Umstellung auf elektronische Rechnungsverwaltung. Anschließend stellten wir im Verlauf des Jahres 2012 die Verwaltung weiterer geschäftspartnerbezogener Daten schrittweise auf das elektronische System um. Unsere Mitarbeiter schulten wir in Workshops sowie mithilfe von Videos und Schulungsunterlagen im Intranet im Umgang mit dem neuen System.
Bereits seit einigen Jahren verwenden wir für Broschüren und Briefpapier nur noch Ware mit FSC®-Mix-Label. Seit 2011 stellten wir auch unser Standardkopierpapier entsprechend um und setzen seitdem anstelle von chlorfrei gebleichtem nur noch Papier aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Quellen ein. Seit 2011 werden unsere Geräte nun von einem externen Dienstleister mit Toner- und Tintenkartuschen bestückt, der diese auch entsorgt.

Als nicht produzierendes Gewerbe verwenden wir kein direktes Material.

Leistungsindikator GRI EN3
Direkter Energieverbrauch aufgeschlüsselt nach Primärenergiequellen.

Direkter Energieverbrauch
Bei der Wärmeerzeugung verwendet die DZ BANK anstelle von Heizöl oder Erdgas umweltfreundliche Fernwärme, so dass an dieser Stelle kein direkter Energieverbauch anfällt. Die Treibstoffverbräuche der Dienstwagen lagen 2013 bei 9.623 Liter Benzin (2012: 14.062) und 723.190 Liter Diesel (647.439 Liter).

Indirekter Energieverbrauch
Bereits 2011 konnten wir das Ziel, unsere CO2-Emissionen um 30 Prozent zu senken, erreichen. Alle großen Standorte - darunter Frankfurt, Berlin, Hannover, Karlsruhe, Stuttgart und München - beziehen seit 2010 Strom aus erneuerbaren Energien. Darüber hinaus heizen wir unsere Standorte mit umweltfreundlicher Fernwärme. Für die Zukunft wollen wir unseren Gesamt-CO2-Ausstoß noch weiter verringern. Bis 2020 wollen wir weitere 15 Prozent CO2 einsparen (Basisjahr: 2012).

Leistungsindikator GRI EN8
Gesamtwasserentnahme aufgeteilt nach Quellen.

Die DZ BANK verwendet ausschließlich Trinkwasser, das durch die regionalen Versorger zur Verfügung gestellt wird.

Leistungsindikator GRI EN22
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

2011 entwickelten wir eine Lösung zur deutschlandweiten Vereinheitlichung unserer Abfallwirtschaft, um das Recycling von Wertstoffen zu erleichtern. Seit Anfang 2012 erfassen wir an unseren Standorten in Deutschland mit relevantem Abfallaufkommen neben Altpapier, Restmüll und Kunststoffen auch zusätzliche Kategorien wie Datenträger oder Leuchtmittel. Davon ausgenommen sind Standorte mit einer Mitarbeiteranzahl von unter 20 Personen. So können wir erstmals detailliertere Aussagen über unser Abfallaufkommen treffen und stufenweise an dessen Reduzierung arbeiten.

Im Vergleich zu 2012 gelang uns 2013 eine weitere Reduzierung in den Abfalltypen Papier, Gewerbe und gemischte Verpackungen. Dies ist zum Einen auf eine verbesserte Mülltrennung, zum Anderen auf die Umstellung der Berechnungsfaktoren auf VfU-Umrechnungswerte zurückzuführen.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

In einer Bank haben Drucker- und Kopierpapier den größten Anteil an den Verbrauchsmaterialien. Deswegen hält die DZ BANK ihre Mitarbeiter zu einem sparsamen Papierverbrauch an und verwendet nur Kopierpapier, das nach dem Umweltstandard FSC® (Forest Stewardship Council) zertifiziert ist. Dessen Fasern stammen zu mindestens 50 Prozent aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Um den Ressourcenverbrauch weiter zu senken, haben wir Anfang 2012 ein elektronisches Dokumenten-Managementsystem eingeführt und 2013 auf leichteres Papier umgestellt. Zudem erfassen wir seit 2014 alle Standorte und noch mehr Papiersorten in unserer Umweltdatenbank. Auf dieser breiteren Datenbasis können wir erstmals nun auch den Gesamtpapierverbrauch über alle Standorte hinweg ermitteln: Im Berichtsjahr erreichte dieser 215 Mio. Tonnen. Bis 2013 wurde nur Drucker- und Kopierpapier erfasst.

Außerdem arbeiten wir daran, den Wasserverbrauch an unseren Standorten zu senken. 2014 ist unser Wasserverbrauch auf 81.131 Kubikmeter gesunken (2013: 84.985 Kubikmeter), weil wir aufgrund des feuchten Sommers weniger Wasser für unsere Außenanlagen benötigt haben.

Die DZ BANK hat sich zum Ziel gesetzt, ihren CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 2012 um weitere 15 Prozent zu reduzieren.

Alle großen Standorte der DZ BANK – darunter Frankfurt, Berlin, Hannover, Stuttgart und München – beziehen schon seit 2010 nur noch Strom aus erneuerbaren Energien. Darüber hinaus heizen wir unsere Standorte mit umweltfreundlicher Fernwärme.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI EN16
Gesamte direkte und indirekte Treibhausgasemissionen nach Gewicht.

In unserem Nachhaltigkeitsprogramm haben wir uns auch das Ziel gesetzt, unseren Stromverbrauch und damit unsere energieverbrauchsbezogenen CO2-Emissionen zu verringern. Deshalb haben wir den Strombezug an unseren größten Standorten – Frankfurt, Berlin, Hannover, Karlsruhe, Stuttgart und München – auf CO2-freien Strom aus Erneuerbaren Energien umgestellt. Gegenüber 1.572 Tonnen CO2 im Jahr 2008, vor der Umstellung auf Ökostrom, betrugen die Emissionen 2011 lediglich 98 Kilogramm. 2012 sind unsere CO2-Emissionen aus Strom aufgrund der Abdeckung weiterer Standorte in Deutschland auf rund 558 kg gestiegen. Aufgrund einer gestiegenen Mitarbeiterzahl am Standort Frankfurt, einem erhöhten Abdeckungsgrad von 100% in Deutschland sowie der Orientierung an den Berechnungsfaktoren des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit (VfU) erhöhten sich die CO2-Emissionen aus Strom im Berichtsjahr gegenüber 2012 auf rund 483 Tonnen. Zur Erklärung: die VfU-Umrechnungsfaktoren berücksichtigen auch vor- und nachgelagerte Prozesse in der Grünstrom-Nutzung.
Durch gezielte Maßnahmen streben wir eine weitere Stromersparnis sowie eine Verringerung der CO2-Emissionen an. Seit 2011 erheben wir auch die CO2-Emissionen aus der Reisetätigkeit unserer Mitarbeiter. Zu den direkten Treibhausgasemissionen zählen dort ebenfalls die Emissionen der Dienstwagen. Sie belaufen sich für 2013 insgesamt auf 2.898 Tonnen CO2.

Die CO2-Emissionen der Dienstwagen wurden über den Verbrauch (Treibstoff) ermittelt; die CO2-Emissionen aus Strom und Wärme basieren auf standortspezifischen Daten. Die Standorte, die zu bestimmten Indikatoren keinen Umrechnungsfaktor nennen konnten, legten die VfU-Umrechnungswerte zugrunde.

Unsere Poststelle versendet seit 1. Mai 2013 Pakete und Briefe CO2-frei. Die DZ BANK nutzt „GoGreen“ der Deutschen Post, um DHL Express, DHL Pakete und Briefe umweltfreundlich an ihre Empfänger zu senden. Damit gehen täglich rund 80 Kuriersendungen und 2.100 Briefe aus der DZ BANK umweltfreundlich an ihre Empfänger in der ganzen Welt.

Leistungsindikator GRI EN18
Initiativen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und erzielte Ergebnisse.

Unsere Standorte in Frankfurt, Berlin, Hannover, Karlsruhe, Stuttgart und München versorgen wir mit Ökostrom, der ausschließlich aus Erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Windenergie oder Photovoltaik gewonnen wird. Damit beziehen wir an unseren deutschen Standorten zu annähernd 100 Prozent CO2-freien Strom und konnten so das von uns gesetzte Ziel für die Reduktion unseres CO2-Ausstoßes durch Ökostrom bereits 2011 übererfüllen. Gegenüber 1.572 Tonnen CO2 im Jahr 2008, vor der Umstellung auf Ökostrom, betrugen die Emissionen 2011 lediglich 98 Kilogramm. 2012 und 2013 sind unsere CO2-Emissionen aus Strom aufgrund der Abdeckung weiterer Standorte, einer erhöhten Mitarbeiteranzahl am Standort Frankfurt und der Orientierung an Berechnungsfaktoren des VfU in Deutschland auf rund 483 Tonnen gestiegen. Diese Zahl wollen wir in den nächsten Jahren reduzieren. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere konzernweiten CO2-Emissionen bis 2020 um 15% gegenüber dem Basisjahr 2012 zu reduzieren.

2013 erhöhte sich der Stromverbrauch gegenüber 2012 um 4,17 Prozent (1.120.432 kWh). Die Steigerung ergibt sich aus einem erhöhten Abdeckungsgrad von nunmehr 100% in Deutschland und der gestiegenen Mitarbeiterzahl am Standort Frankfurt. Darüber hinaus verwenden wir für die Berechnung unserer Umweltkennzahlen die VfU-Umrechnungsfaktoren. So können beispielsweise auch vor- und nachgelagerte Prozesse in der Grünstrom-Nutzung mit CO2 berechnet werden. Gleichzeitig stieg der Wärmeverbrauch um 16,72 Prozent (2.194.237 kwH). Diese lassen sich auch auf eine Erhöhung des Abdeckungsgrades und einer höheren Mitarbeiterzahl am Standort Frankfurt zurückführen.

Um unsere CO2-Emissionen sowie den Verbrauch von Strom und Wärme in Zukunft zu senken, liegt ein Fokus im Gebäudemangement. 2013 haben wir die energetische Modernisierung der Klimaanlagen fortgesetzt und weitere Maßnahmen, wie die Erneuerung der Heizungsverteiler angestoßen. Außerdem streben wir langfristig eine Zertifizierung des GENO-Hauses, unseres Bürogebäudes in Stuttgart, als Green Office Building an. Weitere langfristige Ziele haben wir uns für das Cityhaus 1 in Frankfurt gesetzt, wo wir bis Ende 2017 die Kühltürme austauschen sowie bis Ende 2021 die Induktionsgeräte für die Büroraumklimatisierung vollständig erneuern wollen. Bei unserem Neubauprojekt „Pavillon Cityhaus II“ in Frankfurt berücksichtigen wir schon bei der Planung die ökologischen Aspekte. Darüber hinaus geben wir beispielsweise unseren Mitarbeitern regelmäßig Umwelttipps und fordern unsere Lieferanten zu einem aktiven Umweltmanagement auf.

CO2-Emissionen, die wir nur indirekt beeinflussen können, versuchen wir weitestgehend zu vermeiden oder auszugleichen – zum Beispiel durch den Erwerb von Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten. 2013 ließen wir hierzu wie in den Vorjahren die CO2-Emissionen des Investmentdialogs, einschließlich An- und Abreise der Besucher, mit Emissionszertifikaten verrechnen.