11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Etwa ein Drittel der gesamten Endenergie in Deutschland wird für Heizung und Warmwasserversorgung verbraucht. Der Energieverbrauch in den Pflegeeinrichtungen hängt in großem Maße vom Nutzungsverhalten der Betreiber bzw. Bewohnenden ab. Allerdings können durch die Optimierung von Energieerzeugungs- und -verteilungsanlagen sowie ergänzende energetische Maßnahmen wichtige Voraussetzungen für einen effizienten Energie- bzw. Ressourcenverbrauch geschaffen werden.  

Bei der Neubauerstellung kommen zwangsläufig auch zunehmend knapper werdende Primärrohstoffe wie Sand und Kies zum Einsatz. Mit der Errichtung der Gebäude beauftragen wir externe Generalunternehmer. Bislang haben wir kein Monitoring über die exakten eingesetzten Materialien etabliert.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Ressourcenmanagement bei Entwicklung und Bau von stationären Pflegeeinrichtungen 

Um die ökologischen Auswirkungen und damit verbundene Risiken der Bautätigkeiten bei der Entwicklung und dem Bau unsere Pflegeimmobilien zu minimieren, achten wir bereits in der Konzeption und Planung der Immobilien auf einen schonenden und effizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen und einen möglichst hohen Einsatz regenerativer Energiequellen. Im Jahr 2022 werden wir in enger Abstimmung mit den Generalunternehmern geeignete Konzepte erarbeiten, um negative Umweltauswirkungen zu reduzieren.  

Ökologische Baustoffe und -techniken
Wir werden gemeinsam mit einigen Generalunternehmern bis Ende 2022 ein Konzept zu ökologischen Baustoffen und ökologischem Bauen entwickeln. Dieses wird unter anderem folgende Themen umfassen: Wasser- und Energiemanagement auf Baustellen
In Zusammenarbeit mit beauftragten Generalunternehmern werden wir bis Ende 2022 ein Wasser- und Energiemanagement auf den Baustellen erarbeiten. Dazu werden bei 100 Prozent der ab dem 1. Februar 2022 vergebenen Aufträge die Wasser- und Energieverbräuche auf den Baustellen erhoben. Das Wasser- und Energiemanagement soll unter anderem die folgenden Punkte enthalten und umsetzen: Abfallmanagement auf Baustellen Bis Ende 2022 wird auch ein geeigneter Abfallmanagement-Standard entwickelt. Dieser wird unter anderem folgende Themen umfassen: Biodiversität
Um die lokale Tier- und Pflanzenwelt zu schützen, werden wir ein Biodiversitätskonzept entwickeln und dieses spätestens ab Ende 2022 umsetzen. Ein Beispiel hierfür ist der Einbau von Nistkästen bedrohter Tierarten.  

Zertifizierung von Immobilien
Wir erarbeiten und definieren bis Ende 2024 einen systematischen und ökologischen Zertifizierungsansatz nach DGNB-Standards. Als Pilotprojekt, mit dem Ziel, mindestens eine „GOLD“-Zertifizierung durch die DGNB zu erhalten, startet im Jahr 2022 das Objekt „Kalbach“, welches in Holzmodul- und Hybridbauweise errichtet wird.  

Ressourcenmanagement im täglichen Geschäftsbetrieb  

In unserem täglichen Geschäftsbetrieb haben wir bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die dazu beitragen sollen, unseren CO2-Fußabdruck zu senken. Wir erarbeiten in einem fortlaufenden Prozess weitere Möglichkeiten, um einen nachhaltigen und effizienten Bürobetrieb zu erreichen. Zu den bereits umgesetzten bzw. sich derzeit in der Umsetzung befindlichen Maßnahmen zur ökologischen Optimierung zählen unter anderem:

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Carestone ist kein produzierendes Unternehmen. Carestone beauftragt externe Generalunternehmer, Baudienstleister und Fachkräfte aus dem Handwerk und nimmt bislang kein Monitoring der eingesetzten Materialmengen vor. Im Rahmen der Neubauerstellung richten sich die Anforderungen an die zu verbauenden Materialien an die spezifischen Eigenschaften des Baukörpers.

Materialien, die zur Herstellung und Verpackung verwendet werden, finden direkt bei Carestone keine Anwendung. Demnach findet auch kein Reporting hinsichtlich des Gesamtgewichts oder -volumens derartiger Materialien Berücksichtigung.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Im Berichtsjahr 2021 wurde der Energieverbrauch noch nicht systematisch erfasst. Wir streben an, unsere Energieverbräuche im Geschäftsjahr 2022 so vollständig wie möglich zu erheben.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Die Ermittlung und Senkung des Energieverbrauchs auf Baustellen werden angestrebt. Dazu werden ab 1. Februar 2022 Generalunternehmer dazu angehalten, die Energieverbräuche auf den Baustellen zu erheben.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Die Ermittlung und Senkung des Wasserverbrauchs auf Baustellen werden angestrebt. Dazu werden ab 1. Februar 2022 Generalunternehmer dazu angehalten, die Wasserverbräuche auf den Baustellen zu erheben.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Carestone wird bis Ende des Jahres 2022 einen eigenen Abfallmanagement-Standard für Baustellen entwickeln und einführen.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Gebäude sind einer der CO2-Hauptverursacher in Deutschland. Allein bei der Herstellung von Baustoffen wie Beton, Stahl und Zement zur Errichtung und Modernisierung von Gebäuden entstehen etwa acht Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Unter Berücksichtigung der Bereitstellung von Gebäudewärme und Warmwasser, ist der Gebäudebereich insgesamt für etwa 30 Prozent der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Damit ist davon auszugehen, dass die Baubranche auch erheblich zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele beitragen könnte.

Um dieser ökologischen Verantwortung gerecht zu werden, werden wir gemeinsam mit einigen Generalunternehmern bis Ende 2022 ein Konzept zu ökologischen Baustoffen und ökologischem Bauen entwickeln, das u.a. die Verwendung von Baustoffen mit guter CO2-Bilanz umfasst. Zur Senkung des Energieverbrauchs der Gebäude während der gesamten Nutzungsdauer planen wir 100 Prozent der Neubauten ab dem 1. Februar 2022 unter Berücksichtigung gültiger politischer und ökonomischer Rahmenbedingungen mindestens im KfW-40-Standard errichten. 70 Prozent der geplanten Neubauten sollen den KfW-40 EE-Standard erreichen. Dazu sollen unter anderem folgende Maßnahmen ergriffen werden:

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Eine detaillierte Erhebung der Emissionen findet bisher nicht statt. Carestone strebt an, ab dem Geschäftsjahr 2022 einen CO2-Fußabdruck zu erheben, der auch die Scope 1 Emissionen umfasst.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Eine detaillierte Erhebung der Emissionen findet bisher nicht statt. Carestone strebt an, ab dem Geschäftsjahr 2022 einen CO2-Fußabdruck zu erheben, der auch die Scope 2 Emissionen umfasst.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Eine detaillierte Erhebung der Emissionen findet bisher nicht statt. Die Ermittlung und Senkung des Energieverbrauchs auf Baustellen werden angestrebt. Dazu werden bei 100 Prozent der ab dem 1. Februar 2022 vergebenen Baustellen die Energieverbräuche auf den Baustellen erhoben.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Zur Senkung des Energieverbrauchs der Gebäude während ihrer gesamten Nutzungsdauer wollen wir unter Berücksichtigung gültiger politischer und ökonomischer Rahmenbedingungen 100 Prozent der geplanten Neubauten ab dem 1. Februar 2022 mindestens im KfW-40-Standard errichten. 70 Prozent der neu geplanten Neubauten sollen den KfW-40 EE-Standard erreichen