11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Die bewusste und schonende Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette ist für die WBM ein wesentlicher Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Deshalb orientiert sich die WBM sowohl bei der Modernisierung und Instandhaltung als auch bei Neubauten ganzheitlich an energetischen, sozialen, wohnungswirtschaftlichen und städtebaulichen Anforderungen, sowie Energieeffizienzstandards (siehe Kriterium 1). 2019 wurden umfangreiche Modernsierungen sowie energetische Sanierungen im Gebäudebestand Südekumzeile, Oranienstraße, Brunsbütteler Damm und Magistratsweg vorgenommen. Durch diese Maßnahmen erwarten wir eine deutliche Reduzierung des Wärmeverbrauchs und den daraus resultierenden CO2-Emissionen in diesen Objekten.
         
Es wird darauf geachtet, dass die aus der Bewirtschaftung resultierende Versiegelung der benötigten Grundflächen möglichst geringe Auswirkungen auf das Ökosystem hat, z.B. durch die Innenentwicklung der Bestände, Umbau oder Dachaufstockungen. Im Zuge unseres Projektes “Grüne Höfe”, fördern wir seit Jahren vielfältige Grünflächen und Biodiversität in unserem Bestand und schonen damit die Umwelt und die natürlichen Ressourcen. Bis 2019 haben wir zusammen mit unseren Mietern 23 Mietergärten insbesondere im Zentrum Berlins geschaffen.  

Bei Neubauvorhaben nimmt die WBM vorzugsweise bereits versiegelte Flächen in Anspruch (z. B. Parkplätze), damit die Bereitstellung von Wohn- und Gewerbeflächen möglichst wenig zu Lasten der Ressource Boden geht.  

Bei der Abfallverwertung setzt die WBM bereits seit Jahren zusammen mit ihren Dienstleistern ein innovatives Behältermanagement um. Dies führte im Bereich des Restmülls zu signifikanten Mengen- und Kosteneinsparungen.

Um die Erreichung der Ziele zu evaluieren wurde auf der Basis der Energieverbrauchswerte von 2018 begonnen die durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen in unseren Bestandsbauten mit Messergebnissen des Verbrauchs vor und nach der Modernisierung zu erheben. Für das Jahr 2019 liegen daher leider noch keine konkreten Verbrauchs- und Emissionswerte vor, die geeignet sind, sie hier zu veröffentlichen. Festzuhalten ist jedoch, dass die Ergebnisse der Energieaudits von 2015 und 2019 für den Stromverbrauch/Mitarbeiter erhebliche Einsparungen aufweisen. So sank der Wert in unserer Zentrale in der Dircksenstraße von 2.173 kWh/MA und Jahr auf etwa 1.899 kWh/MA und Jahr, also um etwa 14,4%. Die Werte für die Karl-Liebknecht-Straße gingen von 1.483 kWh/MA und Jahr auf etwa 1047 kWh/MA und Jahr zurück, also um etwa 41,6%!

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Wesentliche Risiken in Bezug auf die Ressourcen und die Umwelt ergeben sich aus unserer Geschäftstätigkeit überwiegend im Bereich des Neubaus von Gebäuden durch die Versiegelung von Bodenflächen, die ggf. notwendigen Maßnahmen durch eine Grundwasserabsenkung während der Bauphase und durch den Einsatz der Baustoffe, die je nach Art bei ihrer Herstellung mittelbar zu Umweltbelastungen und Emissionen beitragen können. Durch Modernisierungsmaßnahmen werden zwar auch Ressourcen verwendet, jedoch wird durch das Recycling, z.B. von ausgetauschten Heizkörpern, die Ressource FE-Metall wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgegeben. Die Eingesetzten mineralischen Dämmstoffe, die bei Ihrer Produktion ebenfalls Emissionen verursacht haben, helfen jedoch die Emissionen durch entsprechend geringere Energieverbräuche wieder zu kompensieren und darüber hinaus Emissionen einzusparen.

Ein mittelbares Risiko im Rahmen der Bestandsbewirtschaftung stellt der Betrieb von Öl-Heizung dar, welche wir allerdings konsequent und sukzessive gegen andere Energieträger austauschen.

Die Zielsetzung der Ressourceneffizienz ist es, die Nutzung und Ausweitung von erneuerbaren Energien (beispielsweise durch Photovoltaik/Solarthermie) zu schaffen und zu erhöhen sowie die Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Darüber hinaus sind die Erhöhung unserer Neubau- und Modernisierungsstandards sowie weitere Kooperationen und Projekte für innovative Lösungen vorgesehen.  

In den Bestandsgebäuden wird der Einsatz von LEDs Standard bei Modernisierung und Instandsetzung. Gleichzeitig tragen intelligente Aufzugssteuerungen, energiesparende, effiziente Pumpen und wassersparende Armaturen zum positiven Gesamtergebnis bei. Die Parameter sind dabei abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen und unseren Zielen (vgl. Kriterium. 3).  

Die WBM brachte im September 2011 die Umsetzung der Kooperationsvereinbarung „Klimaschutzabkommen der zweiten Generation“ auf den Weg. Diese Kooperationsvereinbarung wurde als freiwillige Vereinbarung auf Grundlage eines Rahmenabkommens zwischen dem Land Berlin und dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) verabschiedet. In diesem Klimaschutzabkommen wird festgelegt, dass die durchschnittlichen CO2-Emissionen je Wohnung im Jahr 2020 den Wert von 1,22 t CO2/WE p.a. nicht übersteigen sollen. Mit einer gesamten CO2-Emission von 1,14 t CO2/WE p.a hat die WBM dieses Ziel bereits im Jahr 2018 vorzeitig erreicht. Die CO2-Emission für 2019 beträgt 1,13 t CO2/WE p.a. Folgende Maßnahmen haben dazu beigetragen dieses Ziel zu erreichen*:

  • die Sanierung von Bestandsgebäude nach der Energieeinsparverordnung (EnEV)
  • der damit einhergehenden Anlagenoptimierung
  • der Planung und Errichtung energieeffizienter Neubauten
  • der Erneuerung und Modernisierung von Warmwasseraufbereitungsanlagen und Heizanlagen.

Zusätzlich werden neue Ziele durch eine Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsführung und den Fachbereichen entstehen. Die Deadlines für das Erreichen dieser Ziele werden zielspezifisch gesetzt.

Im Zuge der Digitalisierung der Geschäftsprozesse wird die WBM den Papiereinsatz weiterhin senken, z. B. durch die Digitalisierung von Arbeitsprozessen und -unterlagen. 2019 erreichten wir bereits eine Reduzierung des Papierverbrauches.  

Die Einführung eines umfassenden Umweltmanagementsystems ist in Bearbeitung. Es konnten die Bestandsaufnahme, die Zielformulierung und die Planung der Implementierung für das zukünftige Umweltmanagementsystem nach den anspruchsvollen Kriterien der ISO 14001 abgeschlossen werden. Das Projekt soll bis 2025 abgeschlossen sein. Die daraus zu erwartenden Verbesserungsmöglichkeiten werden Einfluss auf die unternehmensinternen Prozesse und Ressourcen, aber auch auf den Umgang mit dem Gebäudebestand haben.  

Im Rahmen von Schadstoffbeseitigung und -entsorgung befindet sich die WBM im ständigen Dialog mit den Verantwortlichen des Berliner Senats zur Umsetzung des Landesziels „Gesund und asbestfrei Wohnen in Berlin“ und einer „Smart City Strategie Berlin“. Ziel der WBM ist die Sanierung ihres Bestands hinsichtlich asbesthaltiger Bauteile. Bis 2023 wird die WBM eine detaillierte Schadstoffstrategie verabschieden.

* Die vorliegenden Emissionen entstammen internen Berechnungen – die Kalkulation des BBU für unseren CO2-Ausstoß von 2019 liegen noch nicht vor.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Die Branchenergänzung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex - Orientierungshilfe für Wohnungsunternehmen - weist auf S.44 darauf hin, dass dieser Leistungsindikator für Wohnungsunternehmen aufgrund ihrer wesentlichen Tätigkeit, der Dienstleistung zur Bereitstellung von Wohnraum, nicht relevant ist. Eine Erhebung von Materialverbräuchen ist für die WBM von untergeordneter Rolle und findet dementsprechend nicht statt. Der Aufwand einer Erhebung der Materialverbräuche von Dritten, beispielsweise von Auftragnehmern der WBM im Neubaubereich, ist derzeit zu hoch und wird als Kennzahl nicht ermittelt.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

a. 
Fuhrpark – 5 PKW.
b. 
Fuhrpark – 2 Elektroauto.
c. 
Stromverbrauch

Heizenergieverbrauch

Kühlenergieverbrauch - Unser Kühlenergieverbrauch ist in unserem Stromverbrauch integriert.

Dampfverbrauch - nicht zutreffend.

g.
BBU (Verband Berlin-Brandenburger Wohnungsbaugesellschaften e.V
).

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Dieser Leistungsindikator wird nicht ermittelt, da direkte Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz und die daraus resultierende Energieeinsparung messtechnisch nicht erfasst werden.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

a.
2.625.844
m3 Trinkwasser insgesamt 2019 im Bestand: 1,18 m3/m2.
Wasserquelle: Grundwasser. 

d.
Das gesamte entnommene Wasser für unsere Verwaltungsgebäude und Bestände kommt aus kommunaler Versorgung. Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels besteht in Berlin kein Grundwassermangel. Es steht somit ausreichend Trinkwasser zur Verfügung. Darüber hinaus würde die Reduktion des Wasserverbrauches bei den Berliner Wasserbetrieben zu einem Mehraufwand zur Sicherstellung der Wasserqualität führen. Es besteht somit keine Notwendigkeit in der Publikation des Leistungsindikators. Der Fokus liegt in der Erhaltung der Wasserqualität.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

a.
nicht zutreffend.

b.
Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle in den Beständen in 2019: 21.348 t, davon:
  • Hausmüll: 20.262,40 t
  • Bioabfall: 1.023 t
  • Wertstoff: 4 t
  • Gewerbeabfall: 46 t
  • Behördenmüll: 4 t
  • Gewerbliche Bioabfall: 0,03 t
  • Laub- und Garten: .0,36 t
  • Sperrmüll- und Elektroaltgeräte: 8 t

c.
Die Abfallentsorgungsmethode wurde nach Informationen des Entsorgungsdienstleisters BSR (Berliner Stadtreinigung) zur Verfügung gestellt. Die WBM verwertet regelmäßig die Wertstoffe Papier, Pappe, Karton und Leichtverpackung/Metalle gemäß des Zertifikates unseres Dienstleistungsunternehmens ALBA Facility Solutions GmbH wurde durch ein aktives Abfall- und Behältermanagement im Rahmen des Recyclingprozesses im Jahr 2019 rechnerisch 2.838 Tonnen Ressourcen und zusätzlich 462 Tonnen Treibhausgase eingespart.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Das aktuelle Hauptziel im Rahmen unserer Treibhausgas(THG)-Emissionen ist die Reduktion unseres CO2-Ausstoßes gemäß dem „Klimaschutzabkommen der zweiten Generation“. Der Ziel- bzw. Referenzwert von 1,22 t CO2/WE p.a., wurde bereits im Jahr 2018 unterschritten Aufgrund der Einheitlichkeit verwendet die WBM für die Berechnung der Treibhausgase (THG) dasselbe Berechnungssystem wie der BBU. Es erfolgt eine Unterscheidung nach den Energieträgern Gas, Öl, Kohle und den Versorgungsarten Fern- bzw. Nahwärme sowie anderer Beheizungsarten wie solche auf Grundlage regenerativer Energien.   Der Wärmeverbrauch erfolgt in getrennter Erfassung nach:

  • Zentraler Beheizung mit und ohne zentraler Warmwasserbereitung bei dezentraler Warmwasserbereitung wird die Erwärmung mittels Elektroenergie angenommen – sowie Einzelbeheizung (z. B. Gaseinzelheizung, Gasetagenheizung, Nachtspeicherheizung, Kohleöfen).
  • Für die Warmwasserbereitung wird nur bei vorhandener Gasheizung der Kennwert wohnungsweise für Gas angesetzt, sonst elektrische Energie.
  • Für dezentral, überwiegend elektrisch erwärmtes Wasser wird ein Energieverbrauch von 20 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr [kWh/(m2a)] unterstellt. Für die Warmwasserbereitung in kombinierten Anlagen wird weiterhin pauschal ein Wert von 40 kWh/(m2a) angenommen. Der Endenergieanteil für Warmwasser wird nicht klimabereinigt.

Für Gewerbeobjekte berücksichtigen wir zusätzlich die Emissionen von Kälteerzeugern, unter der Annahme, dass diese Aggregate keine Kältemittel verlieren.
   
Die Energiemenge für den Heizbedarf wird anschließend klimabereinigt auf die Wohnfläche bezogen und mit dem CO2-Faktor der Wärmeerzeugung multipliziert. Hinzu kommt die bezogene Energie- und CO2-Menge für Warmwasser.  

Die Primärenergiefaktoren für Erdgas, Kohle, Heizöl, Holz und Strom beruhen auf der DIN V 18599 01: 2007-02 (Basis GEMIS). Die endenergiebezogenen CO2-Umrechnungsfaktoren für Erdgas, Kohle, Heizöl und Holz basieren auf den Angaben des Umweltbundesamtes (ProBas - „Prozessorientierte Basisdaten für Umweltmanagement-Instrumente“ und ZSE - „Zentrales System Emissionen“). Für Fernwärme wurden die Faktoren und die CO2-Umrechnungsfaktoren nach Angaben der lokalen Versorger mitgeteilt.  

Die WBM bezog im Rahmen eines Shared-Services-Prozesses 100% der elektrischen Energie aus erneuerbaren Quellen. Der Bezug von Ökostrom bezieht sich somit auf die im Bestand befindlichen Gebäude in Berlin und deren Versorgung mit dem sogenannten Allgemeinstrom für Hausbeleuchtung, Aufzüge, Heizung und ähnliche Infrastruktur.  
Der Erwerb bzw. Handel mit Emissionszertifikaten findet nicht statt, ggf. wird dies aber in der Zukunft notwendig werden.

Des Weiteren verfolgt die WBM folgende Strategie zur Vermeidung von klimarelevanten Emissionen:
           
  • Mit Beginn der zwanziger Jahre wird das Gebäude der Firmenzentrale grundsaniert. Unter anderem erfolgen dort Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs:
    • neu gedämmte Kälteleitungen
    • Moderne Bürohausbeleuchtung
    • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Über selbsterzeugten Photovoltaikstrom mit Speichertechnologie verfolgen wir das Ziel unseren extern erzeugten Stromverbrauch zu minimieren, wenngleich dieser ebenfalls nachhaltig und emissionsfrei erzeugt wurde.
  • Wir haben begonnen unsere Dienstfahrzeugflotte von Verbrennungsmotoren auf Elektroantriebe sukzessive umzustellen, so dass diese dann auch mit selbst erzeugtem Strom fahren können.
  • Weitere klimarelevante Emissionen fallen dann nur noch durch die bezogene Fernwärme an, die durch uns dann nicht mehr beeinflusst werden kann.

Die WBM strebt eine kontinuierliche Ausrüstung unserer Heizungsanlagen mit moderner Steuerungs- und Monitoringtechnik an. Dadurch wird künftig garantiert, dass die Anlagen stehts im Optimalbereich arbeiten und der geringstmögliche Energieverbrauch zu verzeichnen ist.

Im Immobilienbestand verfolgt die WBM mit der Umstellung von Öl- und Gas-Anlagen auf emissionsärmere Wärmeversorgungslösungen einen konsequenten Weg der Reduktion klimarelevanter Emissionen. So erfolgte beispielsweise im Jahr 2019 die Stilllegung und Demontage von 5 Öl-Heizungsanlagen und der Anschluss an das Fernwärmenetz. Darüber hinaus erfolgte die Installation einer zentralen Fernwärme-Heizstation in einem Objekt, welches zuvor mit Gasetagenheizungen beheizt wurde.

Im Rahmen der technischen Bewirtschaftung wird zudem konsequent darauf geachtet, dass schadhafte und fehlende technische Wärmedämmung schnellstmöglich instandgesetzt wird, um unnötige Wärmeverluste zu reduzieren.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

a.
Unsere direkten Emissionen beziehen sich auf Gas- und Kohleetagenheizungen in unserem Wohnungs- und Gewerbebestand. 1.902 t CO2e – 46 kg CO2/M2.

e.
Weitere Informationen sowie Berechnungskriterien entsprechend Kriterium 13. / Klimarelevante Emissionen.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

a.
42.180 t CO2e – 29 kg CO2/m2.

e.
Weitere Informationen sowie Berechnungskriterien entsprechend Kriterium 13. / Klimarelevante Emissionen.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

a.
Unsere Berechnung der Scope 3-Emissionen sind auf Dienstreise und Fuhrpark begrenzet:

Dienstreise: 13 t CO2.
Fuhrpark: 12 t CO2.

e.
Verwendete Berechnung: Kraftfahrt – Bundesamt.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Durch die energetische Modernisierung im Bestand wird kontinuierlich CO2 eingespart (wird nicht in Tonnen quantifiziert).