11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Für die Herstellung unserer Produkte sind im Wesentlichen vier Klassen an Ressourcen notwendig:  Indirekt werden ebenfalls Ressourcen für die Bereitstellung der in der Produktion benötigten Energie genutzt (vgl. Kriterium 13).

Rang* Ressource Nutzung Menge [kg/a]
  Holzwerkstoffe/ Massivholz Produktwerkstoff/ Verpackung ca. 14.000 t/a
  Oberflächenmaterialien Folien Produktwerkstoff ca. 120 t/a
  Oberflächenmaterialien Lacke Produktwerkstoff ca. 11 t/a
  Kunststofffolien Verpackungsmaterialien innerbetrieblich und für die externe Logistik ca. 25 t/a


*Der Rang der genutzten Ressourcen hat aufgrund unserer stark wechselnden Produktion bzgl. des Produktportfolios nur eine eingeschränkte Aussagekraft.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Entsorgungsbehältnisse und Lagerstätten werden in unserem Unternehmen nach geltenden 
Bestimmungen angeschafft, errichtet, genutzt und instandgehalten, um jegliche Abwasser- 
oder Bodenkontamination auszuschließen. Entsprechend etablierte und dokumentierte 
Entsorgungsprozeduren werden angewendet und Beschäftigte dafür geschult. Für die 
Entsorgung von Abfällen engagieren wir grundsätzlich professionelle Entsorgungs-
unternehmen, deren behördliche Zulassung jeweils geprüft wird. Die Abfalltrennung und –
entsorgung erfolgt in der Art, dass ein Maximum einer Aufbereitung oder Recycling zugeführt 
werden kann.  Durch dieses Vorgehen können wir sicherstellen, dass die Risiken für die Umwelt in unserem direkten Einflussbereich sehr gering sind.

Den materiellen Ressourceneinsatz für unsere Produkte gestalten wir möglichst 
umweltschonend, indem wir Holzwerkstoffen aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen und 
möglichst hohen Anteilen an recyceltes Holz beziehen. Der Bezug unserer Werkstoffe geht 
einher, mit der stetigen Reduzierung der Materialeinsatzquote, indem wir prozessbedingte 
Materialzugaben kontinuierlich minimieren und Ausschüsse reduzieren. Analog gelten diese 
Entwicklungen für den Ressourceneinsatz für Oberflächenmaterialien.  

Neben dem Rohmaterialeinsatz für unsere Produkte beschäftigten wir uns auch mit der 
Minimierung des Einsatzes von Hilfs- und Betriebsstoffen als Verbrauchsmaterial in unseren 
Prozessen, wie etwa für unsere Verpackungen und innerbetrieblichen und externen 
Transporte. Hierfür sollen zunächst Kennzahlen entwickelt werden, um darauf aufbauend die 
Anlagentechnik, Lagerhaltung und den Transport auf geeignete Maßnahmen zur Reduktion 
des Ressourceneinsatzes zu untersuchen. Eine Vorgabe zur Quantität erfolgt im nächsten 
Jahr. 

Den energetischen Ressourceneinsatz für unsere Fertigung verbessern wir durch diverse 
gebäudetechnische und organisatorische Maßnahmen, um sowohl den Wärmeenergie- als 
auch den Stromverbrauch zu minimieren. 

Schließlich verbessern wir den personellen Ressourceneinsatz qualitativ und quantitativ 
durch Automatisierung u.a. durch Industrieroboter und durch ein hohes Level an 
Investitionen zur Verbesserung der Arbeitsplatzergonomie in allen Bereichen. 

Für die meisten der genannten Bereiche erfolgt derzeit noch keine dedizierte Quantifizierung 
oder zeitliche Definition. Kennzahlensysteme werden die Fortschrittsmessung in all diesen 
genannten Bereichen transparenter gestalten. 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator EFFAS E04-01
Gesamtgewicht des Abfalls. Link

Gesamtgewicht des Abfalls*    
Plastik 9,78 t/a
Restmüll 59,24 t/a
Sondermüll 2,28 t/a
Papier 35,99 t/a
Holz 940,41 t/a
Schrott 16 t/a

*Standort bmu + Standort bmm

Leistungsindikator EFFAS E05-01
Anteil des gesamten Abfalls, der recycelt wird. Link

Kennzahl des Entsorgungsunternehmens und nicht von bmu & bmm direkt beinflussbar.

Leistungsindikator EFFAS E01-01
Gesamter Energieverbrauch. Link

Gesamter Energiebezug* als Summe aller Endernergieträger:
7.582 MWh/a

*Standort bmu + Standort bmm

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Bzgl. der CO2-Emissionen können wir eine Aussage zu Verbrauchswerten auf oberster 
Ebene zu den indirekten Emissionen durch den Bedarf an Wärme, Strom und Kraftstoff für 
unsere Firmenfahrzeuge geben. (vergleiche Leistungsindikatoren Kriterium 13). 

Für die Minderung der THG-Emissionen durch den Strombedarf haben wir außerdem bereits 
umfangreiche Untersuchungen unserer Dachflächen für die Installation von PV-Anlagen 
angestellt. Aus statischen Gründen sowie aufgrund der Absaugtechnik, die - neben der 
statischen Belastung - den Platz reduziert und bei Störfällen auch Staub freisetzt, der die PV-
Anlagen bedecken würde, sind die meisten unserer bisherigen Werkshallen nicht für die 
Installation von Photovoltaikanlagen geeignet.  

Bei der letzten Erweiterung unserer Produktionsflächen wurden die dazu erforderlichen 
statischen Voraussetzungen jedoch berücksichtigt. Gleiches gilt für zukünftige 
Erweiterungen, so dass der Einsatz von Photovoltaikanlagen unter den geänderten 
Bedingungen zukünftig erneut geprüft werden wird.  

Dennoch reduzieren wir THG-Emissionen indirekt, indem wir für einen Standort und damit für 
ca. die Hälfte unserer Produktionsfläche Ökostrom beziehen und eine Umstellung des 
anderen Standortes innerhalb der nächsten 3 Jahre geplant ist. Des Weiteren haben wir mit 
diversen Effizienzmaßnahmen bei unseren Prozessen sowie Erneuerungen der 
Anlagentechnik den Strombedarf bereits optimieren können: 

Eine Quantifizierung der Effizienzmaßnahmen sowie das Definieren von Zielen mit 
Kennzahlen finden aktuell noch nicht statt. Hier ist für das nächste Jahr in einem ersten 
Schritt der Einstieg in ein aussagekräftiges Energiemanagement durch das Messen der 
Verbraucher mit einem Strombedarf größer 100.000 kWh/a geplant. 

Unseren Wärmebedarf decken wir bereits zu 70% über die thermische Verwertung unserer 
Holzspäne aus der Produktion. Des Weiteren optimieren wir den Wärmebedarf durch diverse 
Sanierungsmaßnahmen wie das Umverlegen und Dämmen von Rohrleitungen, den 
Austausch von Fenstern, der nachträglichen Dämmung von Fassaden und der Erneuerung 
und der Dämmung von Dächern der älteren Hallen. Auch hier soll in Zukunft ein Monitoring 
eine gezielte Überwachung der Effizienzsteigerung ermöglichen. Für ein übergeordnetes 
effizientes Management der Wärmeversorgung haben wir uns einen Zeithorizont von 5 
Jahren gesetzt. 

Bei der Mobilität haben wir bereits 4 Elektro- und Hybridfahrzeuge im Einsatz. Für die 
Neuanschaffung von Firmenfahrzeugen wollen wir in Zukunft ausschließlich Elektro- oder 
Hybridfahrzeuge beziehen. 

Eine konkrete Zielformulierung mit Monitoring und Zielüberprüfung findet in den genannten 
Bereichen in den nächsten Jahren durch die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeits-
strategie statt.  In diesem Rahmen werden auch Bezugsgrößen entwickelt, die eine Vergleichbarkeit der Kennzahlen ermöglichen. Nach unseren Ansprüchen muss diese Bezugsgröße die wechselnde Produktion mit einbeziehen, deren Auswirkung nicht nur durch die produzierten Stückzahlen oder verbrauchten Rohmaterialien zu bewerten, sondern weitaus komplexer zu betrachten ist.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator EFFAS E02-01
Gesamte THG-Emissionen (Scope 1, 2, 3). Link

Gesamte THG-Emissionen (Scope 1,2,3)*    
Scope 1: Strom 1.994 t/a
Scope 2: Gas 1.152 t/a
Scope 3: Diesel 97 t/a


*Standort bmu + Standort bmm