11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Mithilfe einer internen gezielten Auswertung, konnte der Verbrauch und die Hauptgruppen an Ressourcen genau ermittelt werden. Für die DePauli AG bildet die Ressourcenschonung eine der maßgeblichen Aspekte und die höchste Einflussmöglichkeit, um nachhaltiger zu agieren.
Als E-Commerce-Unternehmen mit Sitz im Gewerbegebiet Garching-Hochbrück, im Norden von München, verbraucht die DePauli AG folgende Ressourcen:  


Insbesondere der Verbrauch von Papier nimmt bei der DePauli AG einen hohen Stellenwert ein. Das ist zum Großteil bedingt durch Produktverpackungen aus Kartonagen. Darüber hinaus werden viele Prozesse mit dem Medium Papier abgewickelt – zu nennen sind hier Rechnungen, Rücksendeschein etc. Im Marketing, gezielt in der Kundenansprache, kommen Printmedien (Magazine oder Flyer) als wichtiger Branding Factor zum Einsatz.  

Auch Geschäftsreisen und der Fuhrpark mit 35,6 Tonnen Emission sind ein signifikanter Punkt in unserem geschäftlichen Alltag. Vor allem für den internen Einkauf ist es ein wesentlicher Aufgabenteil, zu Orderterminen bzw.  Orderevents (Premium und andere Messen etc.) zu fahren und mit Lieferanten persönlich in Kontakt zu treten.
Desweiterem spielen Reisen zu Weiterbildungszwecken auf Messen und Meetings mit Geschäftspartnern eine wichtige Rolle. Hinzu kommen die saisonal gebundenen Shootings zur Visualisierung unserer Produkte für die Frühjahr/Sommer- sowie Herbst/Winter-Ausgaben unserer Stilmagazine. Ziel ist es allerdings auch hier, bei allen Shootings ebenfalls CO2-Emissionen einzusparen.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Die primäre Vision der DePauli AG bildet eine zukünftige Verflechtung des Unternehmens mit sämtlichen Aspekten der Nachhaltigkeit. Ein zahlenbasierendes Konzept für konkrete Prozesse liegt derzeit noch nicht vor und wird im nächsten Bericht nachgeliefert.   Hierfür sollen in den nächsten Jahren verstärkt der Ressourcenverbrauch von Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Wasser und Strom gesenkt sowie die Kreislaufsysteme optimiert werden. Darüber hinaus sollen folgende weiteren Maßnahmen ergriffen werden:  

Bereits laufende Prozesse:
  Zukünftig geplante Prozesse:
Das Risiko für die DePauli AG, welches sich aus dem Verbrauch von Ressourcen ergibt, ist vor allem die Abhängigkeit von den Stakeholdern, Lieferanten und Kunden. Ansonsten bestehen keine zusätzlichen Risiken

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Ergebnisse der Energiereduzierung können erst im nächsten Bericht erfolgen.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Wasserverbrauch des Gebäudes:  2.200 Kubikmeter

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Müllauflistung:  

Plastikmüll: 255 m3
Papiermüll: 86,4 Tonnen – werden wieder recycelt
Restmüll: 132,5 m3 –  werden aktuell leider noch nicht recycelt
 
Kleiderbügel: Werden gesondert getrennt und zu fast 100% recycelt
Sondermüll: 0,75 Tonnen (technische Altgeräte, vernichtete Akten, sonstige Abfälle) Textilabfälle: Gibt es so gut wie nicht. Da alle Produkte, welche nicht mehr verkauft werden können und aber noch absolut tragbar sind, werden gespendet

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Durch die erstmalige Errechnung unseres gesamten CO2-Abdrucks erhalten wir valide Grundlagen, auf denen wir die Möglichkeit zur Einsparung von Emissionen evaluieren können. Hierfür möchten wir den Scope 3 genauer errechnen. Da dieser allerdings etwas komplexer ist, haben wir uns die Ermittlung für 2022 auf die Agenda geschrieben. Dabei wollen wir uns auf die wesentlichen Emissionen konzentrieren, die wir als Unternehmen selbst direkt beeinflussen können. Dementsprechend sollen zunächst die Punkte ausgeschlossen werden, die für uns organisatorisch bzw. wirtschaftlich nicht realisierbar sind. Dennoch werden wir alles unternehmen, um auch zur Reduzierung dieser ausgeschlossenen Emissionen beizutragen.  

Als E-Commerce-Unternehmen spielen der Stromverbrauch für Rechner und Server, Papier für Verwaltungszwecke, die Verpackung der Ware sowie die Emissionen beim Transport und durch den eigenen Fuhrpark eine große Rolle für die DePauli AG. Hier wollen wir bis 2021 intern mögliche Verbesserungsmöglichkeiten analysieren und ein Konzept dazu erstellen, wie wir hier die Emissionen reduzieren können.  

Erneuerbare Energien setzt das Unternehmen bei der Beheizung der Firmengebäude in Form von Grundwasser-Wärmepumpen ein und spart damit gegenüber der früheren Beheizung über Heizöl ca. 150.000 Liter Heizöl-Äquivalent pro Jahr ein. Der Anteil der Scope1+2-Emissionen beträgt 197,98 Tonnen, 24,2 Tonnen CO² bei Geschäftsreisen kommen hinzu. Dies bedeutet, dass bei 135 Mitarbeitern pro Kopf 1,7t CO² produziert werden.  

Unsere Einflussmöglichkeiten auf die Warenverpackungen der von uns vertriebenen Marken sind momentan sehr gering. Für uns spielt daher die Vermeidung von Retouren eine wesentliche Rolle, um Emissionen durch Transport und Verpackung möglichst gering zu halten. Durch unseren teilweise aus Elektrofahrzeugen bestehenden Fuhrpark konnten wir in den letzten Jahren bereits einen hohen Anteil an Emissionen einsparen. Durch unsere geplanten Nachhaltigkeitsmaßnahmen möchten wir außerdem das Ziel erreichen, 2021 unseren Stromverbrauch um mindestens 5 % zu senken.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Im Scope 1 betragen die Emission 15,4 Tonnen plus 24,6 Tonnen bei Geschäftsreisen.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

 Im Sope 2 betragen die Emissionen 182,58 Tonnen.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

 Wird als Ziel gehandelt und in nächster Zeit erstellt.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Hierzu werden wir im nächsten Bericht berichten.