11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

In der Zentrale von SBH sind 324 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in überwiegender Büroarbeit tätig – weitere 714 sind in den Betriebsdiensten an 323 Schulstandorten organisiert. Alle Ressourcenverbräuche beziehen sich daher sowohl auf die Zentrale als auch die Schulstandorte.

Für die zentralen Tätigkeiten fallen Energie-, Wasser und Papierverbräuche an. Abfall entsteht durch Papierverbrauch und Allgemeinmüll. Es besteht Mülltrennung von (Umwelt-)Papier, Wertstoffen, Rest- und Sondermüll. Genutzte Tonerkartuschen lässt SBH durch einen Dienstleister austauschen. Den externen Reinigungskräften stellen wir die zu verwendenden und meist biologisch abbaubaren Reinigungsmittel zur Verfügung.

Einzelne Baumaßnahmen werden an ausführende Unternehmen vergeben und durch SBH als Auftraggeber gesteuert. Die zentralen Baustoffe sind Beton, Stahl und Holz. Es können hierzu keine Leistungsindikatoren (Krit. 11-12) genannt werden, da sie nicht zentral erfasst werden.

In der Schulbewirtschaftung entstehen Verbräuche in Bezug auf Strom, Wasser, Wärme und Abfall. Die Mengen werden stark durch die Gebäudenutzer beeinflusst. Die exakten Mengen finden sich in den Leistungsindikatoren zu Kriterium 11-12.

Alle von SBH betreuten Standorte beziehen zu 100 % Ökostrom. An zehn Standorten werden zwischen 20 und 50 % des benötigten Strombedarfs durch Photovoltaik-Anlagen gedeckt, die ca. 167,22 kWp an Strom erzeugen. Bei ca. 70 % der Standorte erfolgt die Versorgung mit Gas, bei ca. 30 % mit Fernwärme. Zudem werden 16 Blockheizkraftwerke und z.B. eine Holzpelletheizung eingesetzt. Es wird hauptsächlich Trinkwasser verbraucht. An Schulen ist die Restmüll- und Altpapierentsorgung bindend. Zunehmend erfolgt auch die getrennte Entsorgung von Wertstoffen und Bioabfall. 

Seit 2019 erfasst SBH den Baumbestand (ca. 56.600 Bäume) auf Schulgrundstücken in einem eigenen Kataster. Ziel ist es, für eine Stabilität des Baumbestandes zu sorgen. Muss ein Baum gefällt werden, ist SBH verpflichtet, an anderer Stelle einen neuen Baum zu pflanzen. Gefällte Baumstämme werden z.B. als Spielgeräte wieder eingesetzt.

Immobilien verursachen ca. 35 % des globalen Endenergieverbrauchs. Umso wichtiger ist die wirtschaftliche Flächennutzung als nachhaltigster Klimaschutz, die SBH immer mitdenkt. Durch hohen Bedarf nach Bildungsräumen müssen jedoch zurzeit durch Neu- und Zubauten weitere Außenflächen versiegelt werden. Bei SBH werden deshalb maximal 39 % Verkehrsflächenanteile (wie Flure) neben Unterrichtsflächen geplant. Beim Modulbau Hamburger Klassenhaus betragen diese sogar unter 20 %. Für die Hauptnutzungsflächen muss zwischen Flächenmanagement und ausreichend Komfort für die einzelnen Nutzenden abgewogen werden. Hier haben wir als Standard eine Fläche von 13 m² pro Schülerin und Schüler festgelegt. Seit 2017 ist dieser Wert durchschnittlich von 14,17 m² auf 14,06 m² im Jahr 2019 für Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien gesunken – dank effizienter gestalteter Neubauten und Sanierungen.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Ein wichtiges Ziel für SBH ist die Einhaltung des Hamburger Klimaplans von 2019. Ab 2020 werden Neubauten deshalb nach KfW40-Standard errichtet und in der Sanierung im Schnitt der KfW70-Standard erreicht. Mit den Umsetzungszielen verknüpfte Maßnahmen werden meist gebündelt mit weiteren Bauvorhaben umgesetzt. Dadurch befinden sich die über 2.300 Gebäude selten auf gleichem qualitativem Stand. Vielmehr versteht SBH es als Aufgabe, Gebäude kontinuierlich ökologisch zu verbessern. Eine hohe energetische Hebelwirkung und ein integraler Planungsansatz sind dabei besonders relevant.  

Aus den Auftragsunterlagen von SBH geht hervor, welche Kriterien bei der Auswahl von Baustoffen zu berücksichtigen sind. Diese sind z.B. an den Primärenergiebedarf und die Schadstoffbelastung geknüpft. Für das Recycling müssen die Stoffe trennbar sein. Standardbauteile überprüft das Sentinel Haus Institut auf ihre Umweltverträglichkeit. Durch Zertifizierungen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) wurden bis 2020 einem SBH-Neubauprojekt der DGNB Gold-Standard bescheinigt. Weitere fünf Projekte befinden sich im Zertifizierungsprozess.  

Bis 2024 stellt SBH alle Hauptabrechnungszähler auf die Fernauslese um – bis 2030 folgen alle Unterzähler. Durch die geplante Einführung einer Energiemanagement-Software lassen sich Verbrauchsauffälligkeiten künftig gezielter analysieren. Anreize für Schulen, eigenständig auf noch mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu achten, liefert das Modell Energie⁴ für Energieeinsparung und Klimaschutz. Das Programm prämiert umweltpädagogische Maßnahmen und sinkende Verbräuche.   Großes Einsparpotenzial liegt im Bereich der Gebäudereinigung. SBH ist hier um einen konstruktiven Dialog mit allen beteiligten Akteuren bemüht, auch weil Dienstleisterverträge nicht direkt über SBH vereinbart werden. SBH hat Möglichkeiten geschaffen, den Abfall auf den schulischen Außenanlagen zu trennen. An einigen Schulen gibt es wiederverwertbare Müllsäcke.  

Auch in der Zentrale spart SBH durch LEDs und Bewegungsmelder Strom. Durch große Bestellmengen beim Büromaterial reduzieren wir Verpackungsmaterial. Der Papierverbrauch ist zwar aktuell noch hoch, aber das Bewusstsein zur Einsparung steigt kontinuierlich. Digitalisierungsprojekte wie die elektronische Rechnungsbearbeitung oder Dokumentenmanagement unterstützen dies. Neue, nachhaltig optimierte Büroflächenkonzepte wurden 2019 mit einem Gestaltungswettbewerb unter Mitarbeitenden erreicht.  

Risiken im Ressourcenmanagement ergeben sich aus der unterschiedlichen Verfügbarkeit einzelner nachhaltiger Baustoffe und den dadurch oft nicht absehbaren Preisauswirkungen. Beispielsweise ist R-Beton für den Hochbau im Hamburger Umland aktuell nur begrenzt erhältlich. Die allgemein hohe Nachfrage nach Holz sorgt für Preissteigerungen, bei denen wir auch die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts genau prüfen müssen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Da SBH als Immobiliendienstleister nicht selber baut, findet aktuell keine Erfassung der eingesetzten Baumaterialien statt.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Stromverbrauch an Schulen:
  Einheit 2018 2019 2020
Ökostrom MWh 46.617 47.191 41.263
Eigenverbräuche aus 11 BHKWs MWh 967 1.593 2.020
Eigenverbräuche aus PV-Anlagen kWh 54.039 55.114 51.682


Wärmeverbrauch an Schulen: An den Schulstandorten wird überwiegend mit Gas (ca. 70%) und Fernwärme (ca. 30%) geheizt. SBH nutzt in Einzelfällen Blockheizkraftwerke sowie eine Holzpelletanlage.    
  Einheit 2018 2019 2020
Wärme klimabereinigt kWh 345.802.527 341.929.046 335.384.303
…davon Gas kWh 211.821.460 194.269.854 225.965.830
…davon Fernwärme kWh 99.814.240 89.005.037 109.418.474
Wärme aus BHKW kWh 15.436.234 14.834.966 4.549.692
Wärmeerzeugung durch Holzpellets kWh 428.438 550.596 467.428
Verbrauch Holzpellets T 83,54 108,58 97,38
 
Die Strom- und Wärmeverbräuche für die Zentrale liegen aktuell nicht in aussagekräftiger Datenmenge vor.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

SBH führt regelmäßig energieeinsparende Optimierungsmaßnahmen an den 323 Standorten durch. Eine Aufschlüsselung einzelner Maßnahmen ist jedoch nicht möglich, da sie oftmals gebündelt mit weiteren Baumaßnahmen stattfinden. Zudem beeinflussen das Nutzerverhalten und eine schwankende Auslastung den Energieverbrauch in den Bildungsbauten, so dass ein Einspareffekt durch eine Einzelmaßnahme auch hier nur schwer nachweisbar ist. Die regelmäßig abgefragten Energieverbräuche zeigen aber, dass Sanierungsmaßnahmen und Betriebsoptimierungen zu verringerten Energieverbräuchen führen. Durch den Austausch von alten Leuchtmitteln durch LEDs hat SBH z.B. im Jahr 2018 rund 163 und 2019 etwa 114 Tonnen CO2 (bezogen auf den Jahresdurchschnittsverbrauch) eingespart. Durch Betriebsoptimierungen erreichen wir im Schnitt bis zu 5 % Energieeinsparung pro Schulstandort.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Sowohl in der Zentrale als auch an den Schulstandorten wird nur Kaltwasser, bereitgestellt über die städtische Trinkwasserversorgung, verwendet.

Kaltwasserentnahme an Schulen:

  Einheit 2018 2019 2020
Kaltwasser 494.191 546.773 486.602

Die Wasserverbräuche für die Zentrale liegen aktuell nicht in ausreichenden Datenmengen vor.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Der Abfall in der Zentrale sowie an den Schulstandorten wird über die Stadtreinigung Hamburg entsorgt. Die folgenden Mengen Abfall sind dabei entstanden:

Schulen:  

  Einheit 2018 2019 2020
Restmüll l 63.379.000 63.638.000 64.238.200
Papier l 20.466.600 20.477.600 19.843.200
Biomüll l 6.640 6.760 7.120
Laub k.A. k.A. 15.200

Die angefallenen Abfallmengen innerhalb der Zentrale liegen aktuell nicht in ausreichenden Datenmengen vor.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Gebäude tragen mit 30 % maßgeblich zum globalen Ausstoß von Treibhausgasen bei. Es gilt, Flächen, die nicht gebaut werden, haben den größten Effekt auf den Klimaschutz. Ein nachhaltiges Flächenmanagement ist somit zentraler Bestandteil unserer Tätigkeit.

Mit einer Nutzungsdauer von ca. 50 Jahren ist bei Bildungsbauten das Einsparpotenzial von COâ‚‚ insbesondere in der Bewirtschaftung hoch. In der Bewirtschaftung resultiert der überwiegende COâ‚‚-Ausstoß aus der Heizenergie, nur ein kleiner Anteil z.B. aus Dienstfahrten per PKW. Bis 2020 hat SBH das Ziel, den COâ‚‚-Ausstoß an Schulen jährlich um 1.300 t zu senken, stets übertroffen. Zur Festlegung des Absenkpfads wurde hierbei 2012 als Basisjahr gewählt, da erst ab diesem Jahr Verbrauchsdaten vorliegen. Aktuell erfassen wir innerhalb der Stadt Hamburg zum Monitoring nur die absoluten CO2-Emissionen. Perspektivisch und zur besseren Bewertung sollen die CO2-Emissionen pro Fläche und ggf. pro Schüler ausgewertet werden.

Für die kommenden zehn Jahre wurden neue CO2-Einsparziele ermittelt (gem. Öko-Institut nach GEMIS 4.95). Sie basieren auf einer Gegenüberstellung aller CO2-Einsparprojekte und notwendigen Zubauten:

  In Zahlen sind folgende Einsparungen geplant:


SBH hat 2020 ein Lebenskostenzyklustool entwickelt, das relevante Bauteile anhand ihrer Lebensdauer und Kostenarten bewertet. Ein strategischerer Blick auf den Austausch von Bauteilen wird zukünftig auch positive Auswirkungen auf die CO2-Bilanz haben. Der Hamburger Klimaplan sieht darüber hinaus für öffentliche Neubauten eine Holzbaustrategie vor, der SBH folgt. Es wird ausschließlich zertifiziertes Holz verwendet, soweit dies möglich und wirtschaftlich verhältnismäßig ist. Bisher wurden 19 Holzbauten von SBH errichtet.

Bereits jetzt befinden sich auf Schuldächern mehr als 64.496 m² Gründachfläche. Sie unterstützen das Klima durch die Bindung von CO2 und sorgen für mehr Biodiversität. Ebenso erhält auch die Fassadenbegrünung immer mehr Aufmerksamkeit und wird perspektivisch weiter in den Fokus rücken. Laut Hamburger Koalitionsvertrag sind ab 2020 jeweils 30 % der neu gebauten oder sanierten Schulhofflächen für eine naturnahe Bewirtschaftung aufzubereiten. Dafür erarbeitet SBH zurzeit einen Leitfaden. Ebenfalls erarbeitet wird ein Konzept zur „Kreislaufwirtschaft“, um künftig noch stärker die Verwendung recycelter Materialien voranzutreiben, wie R-Beton oder Laubpellets zur Wärmegewinnung aus eigenen Grünabfällen.

Die Anschaffung von e-Autos, E-Bikes und Diensträdern, sowie die Gestaltung eines Service Points für Radtransporte sind Bestandteil eines noch nicht abgeschlossenen Mobilitätskonzeptes. Hierzu gehören auch Zuschüsse für Abonnements für den öffentlichen Nahverkehr sowie die Möglichkeit bis zu 60 % der Arbeitszeit im Homeoffice zu arbeiten. Der Verbrauch fossiler Brennstoffe kann so deutlich reduziert werden und Mitarbeitende gewinnen gleichzeitig mehr Flexibilität in ihrer Zeiteinteilung.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Da bei SBH keine Produktion stattfindet, erfolgt kein CO2-Ausstoß im Sinne von Scope 1.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Der CO2-Ausstoß durch Strom und Wärme an Schulen wird gem. Öko-Institut nach GEMIS 4.95 ermittelt.

Schulen:
 
  Einheit 2018 2019 2020
Gesamter CO2-Ausstoß t 90.319 82.558 80.538


Der CO2-Ausstoß durch Strom und Wärme innerhalb der Zentrale kann auf der aktuellen Datenmenge nicht ermittelt werden.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.


  Einheit 2018 2019 2020
CO2-Ausstoß durch Dienstreisen t k.A. 3,378 2,255
 
Der CO2-Ausstoß für Dienstreisen (Scope 3) wurde anhand der Vorgaben des GHG-Protocol berechnet.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Bezogen auf das Basisjahr 2012 haben sich die jährlichen CO2-Emissionen von 117.761 t CO2/a auf 92.795 t CO2/a im Jahr 2020 reduziert. Das bedeutet, dass im Betrachtungszeitraum von 2012 zu 2020 sich die CO2-Emissionen um rund 25.000 t CO2/a reduziert haben.

Da für das Jahr 2012 keine aufgeteilten Verbrauchswerte jeweils für den Unternehmensverbund aus SBH und GMH vorliegen, bilanzieren wir, bezogen auf das Basisjahr 2012, die CO2-Emissionen für alle Schulen von SBH und GMH zusammen. Legt man das Verhältnis der CO2-Emissionen, bezogen auf die Gesamtsumme der letzten Jahre, zwischen SBH und GMH dem Wert von 25.000 t CO2/a gegenüber, ergibt sich für die SBH eine CO2-Reduktion von 21.250 t CO2/a und der GMH eine Reduktion von 3.750 t CO2/a im Vergleich von 2020 zu 2012.