11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Materialeffizienz bei Werner & Mertz  
Die Werner & Mertz Gruppe nutzt an ihren Standorten in Mainz und Hallein pflanzlich basierte Rohstoffe in allen Rohstoffbereichen. Um Biodiversität zu fördern, werden unter anderem Tenside und Seifen basierend auf verschiedenen Pflanzenquellen verwendet, wie z. B. Raps, Sonnenblume, Oliven und Flachs. Dabei gewinnen vor allem Tenside und Seifen aus europäischen Pflanzenölen eine höhere Wichtigkeit.   Es werden zudem auch Rohstoffe wie organische Säuren, Lösungsmittel und Verdicker aus natürlichen Ressourcen für die Produkte verwendet. Darunter auch Rohstoffe, die aus Fermentation von pflanzlichen Ölen und Zuckern wie Rapsöl, Mais und Weizen hergestellt werden, wie z. B. Bioalkohol, Milchsäure, Zitronensäure und Xanthan Gum. Auch bei der Verwendung von Wachsen wird durch die Nutzung von Bienenwachs und Carnaubawachs auf natürliche Ressourcen zurückgegriffen.   Generell hängen die Einsatzmengen der verwendeten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe  sowie die Veränderungen der einzelnen Materialien direkt vom produzierten Sortiment (Artikelmix) ab.  

Konkret setzt Werner & Mertz auf die folgenden qualitativen Maßnahmen zur Reduktion bei der Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen an beiden Standorten:   Wasser und Abwasser an den Standorten
Für den Standort Mainz finden sich die qualitativen Ausführungen sowie Kennzahlen für den Bereich Wasser- und Abwassernutzung in der Umwelterklärung des Jahres 2020 auf den Seiten 30 und 31.

Der Wasserbezug am Standort Hallein wird aus einem eigenen Brunnen sowie aus dem städtischen Leitungsnetz sichergestellt. Ein Großteil der Wassermenge fließt in aufbereiteter Qualität zur Herstellung in unsere Produkte ein. Aus dem auf dem Firmengelände gelegenen betriebseigenen Brunnen fördern wir seit Anfang 2006 täglich bis zu 80 m3 Wasser und stellen daraus voll entsalztes Wasser für die Produktion her. Darüber hinaus entnehmen wir täglich bis zu 15 m3 Wasser aus dem Brunnen zu Kühlzwecken. Dieses Wasser kommt nicht mit Produkten oder anderen Betriebsmitteln in Berührung und wird völlig unbelastet wieder in die Salzach eingeleitet. Die Grundwasserentnahme trägt dazu bei, den ohnehin hohen Grundwasserspiegel im Ortsteil Neualm abzusenken.

Aus dem Produktionsgebäude wird im Wesentlichen das zu Reinigungszwecken genutzte Wasser aufbereitet und danach in die Kläranlage des Reinhalteverbandes abgeleitet. Der Anstieg des Wasserverbrauchs seit 2016 ist auf die aufwendigeren Reinigungs- und Spülvorgänge bei der Schuhpflegeherstellung und -abfüllung zurückzuführen, da es bei diesen Produkten zu häufigeren Massewechseln kommt. Diese Maßnahmen dienen der Sicherstellung der gleichbleibenden Produktqualität am Produktionsstandort.  

Im Jahr 2018 sind neue Auflagen zur Entsorgung des Abwassers aus der Schuhpflegeproduktion hinzugekommen, wodurch das Abwasser in IBC/KTC Containern abtransportiert werden muss. Um stark schwankende Abwasserfrachten zu vermeiden, sind wir verpflichtet, unser Produktionsabwasser zu neutralisieren und täglich in die Kläranlage abzuleiten. Die Abwasserbelastung selbst, beispielsweise durch Tenside, wird kontinuierlich geprüft und von der Behörde überwacht. Die genehmigten Grenzwerte wurden eingehalten.  

Zahlen und Maßeinheiten zur Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen  
Für den Standort Mainz werden in der Umwelterklärung 2020 auf den Seiten 35-36 Maßeinheiten und konkrete Zahlen offengelegt, die darüber Auskunft geben, in welchem Umfang die für die Geschäftstätigkeit wesentlichen natürlichen Ressourcen genutzt werden.  

Für den Standort in Hallein lauten die Maßeinheiten und Zahlen:

Kernindikatoren
im Jahr 2019
2016 2017 2018 2019 Bemerkungen
1. Bereich Materialeffizienz
Summe aller Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe: 2.039 t
0,235 t/t
0,057 t/*
1.915 t
0,248 t/t
0,054 t/*
2.271 t
0,22 t/t
0,058 t/*
2.470 t
0,232 t/t
0,06 t/*
 
2. Bereich Wasser
Gesamter jährlicher Wasserverbrauch: 13.445 m3/t
1,551 m3/t 0.378 m3/*
17.281 m3/t
2,239 m3/t
0,487 m3/*
24.599 m3/t
2,38 m3/t

0,63 m3/*
23.201 m3/t
2,18 m3/t
0,59 m3/*
 
3. Bereich biologische Vielfalt
Flächenverbrauch in m2 bebauter Fläche: 6.617 m2
0,763 m2/t
0,186 m2/*
6.617 m2 0,763 m2/t 0,186 m2/* 6.617 m2
0,641 m2/t
0,170 m2/t
6.617 m2
0,641 m2/t
0,170 m2/t
Anteil bebauter Fläche an der Gesamtfläche 2016, 2017, 2018, 2019 = 50%

Legende:
Zahl A: Angabe der gesamten jährlichen Inputs/Auswirkungen in dem betreffenden Bereich
Zahl B: Angabe des gesamten jährlichen Outputs der Organisation (in Tonnen)
* = 1000 Stück  

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Um die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung sicherzustellen, haben sich unsere Standorte Mainz und Hallein (Österreich) auch für das Jahr 2020 quantifizierbare Umwelt- und Energieziele gesetzt. Um diese Ziele zu erreichen, wurden von jeder Gesellschaft am Standort Maßnahmen zur Zielerreichung festgelegt. Eine Auflistung und Ausführung der Ziele, Maßnahmen und des Zielerreichungsgrads können der Umwelterklärung 2020 (S. 40-45) des Standortes Mainz entnommen werden.  

Die Ziele, Maßnahmen und der Status der Zielerreichung für den Standort Hallein lauten:

Gesellschaft Art des Ziels Ziel Umsetzung Status
W&M Holding GmbH Umweltziel Einsparung eines Anteils von 15% bei Wasser-Glasflaschen Keine weitere Bestellung von Wasser-Flaschen mit stillem Wasser. Sprudel-Wasser in Glasflaschen wird weiterhin bestellt. Restbestand wird verwertet
W&M Holding GmbH Umweltziel Einsparung eines Anteils von 100% bei Säften aus Glasflaschen Keine weitere Bestellung von Säften aus Glasflaschen, kein Ersatz. Der Restbestand der Pago-Flaschen wird verwertet
W&M Holding GmbH Energieziel Senkung des Energieverbrauchs (Heizung) um 2 % im Vergleich zum Vorjahr Mitarbeiter sensibilisieren, Maßnahmen festlegen. In Arbeit
Werner & Mertz Professional Vertriebs GmbH Umweltziel Erhöhung des Anteils der green care Produkte um 20% am Gesamtportfolio Umstellung des Gesamtportfolios In Arbeit
Werner & Mertz Professional Vertriebs GmbH Energieziel Senkung des Kraftstoffverbrauchs im Außendienst um 1% gegenüber dem Vorjahr Durchführung eines ECO Driver Fahrertrainings mit den Außendienstmitarbeitern. Termin für das Fahrertraining ist zu koordinieren
Werner & Mertz Professional Vertriebs GmbH Energieziel Senkung des Energieverbrauchs (Heizung) um 2 % im Vergleich zum Vorjahr Mitarbeiter sensibilisieren, Maßnahmen festlegen Verbrauch eruieren
Erdal GmbH Umweltziel Senkung der Menge an Print Abonnements um 10 % im Vergleich zum Vorjahr Print Abonnements werden auf Sinnhaftigkeit geprüft und falls möglich auf online Abos umgestellt. Es ist eine Abo-Übersicht zu erstellen
Erdal GmbH Umweltziel Senkung der Menge an Ausdrucken um 5 % im Vergleich zum Vorjahr Mitarbeiter sensibilisieren. Verbrauch eruieren
Erdal GmbH Energieziel Senkung des Energieverbrauchs (Heizung) um 2 % im Vergleich zum Vorjahr Mitarbeiter sensibilisieren. Maßnahmen festlegen. Verbrauch eruieren
Werner & Mertz GmbH & Co.KG Umweltziel Einsparung von 1350 LKW Kilometern zur Entsorgung von Abwässern durch Einrichtung einer neuen Abwasseranlage am Standort Hallein 120 Tonnen Schuhpflegeabwässer werden über die neue Abwasseranlage gefahren und nicht mehr zur Entsorgung ins 270 Kilometer entfernte Wilhelmsburg transportiert. In Arbeit (Installation der Abwasseranlage Ende Juni 2020)
Werner & Mertz GmbH & Co.KG Energieziel Einsparung von 1350 LKW Kilometern zur Entsorgung von Abwässern durch Einrichtung einer neuen Abwasseranlage am Standort Hallein 120 Tonnen Schuhpflegeabwässer werden über die neue Abwasseranlage gefahren und nicht mehr zur Entsorgung ins 270 Kilometer entfernte Wilhelmsburg transportiert. In Arbeit (Installation der Abwasseranlage Ende Juni 2020)

Auf die direkten und indirekten Umweltauswirkungen und die damit verbundenen Risiken wurde bereits in Kriterium 10 Bezug genommen.  

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums
(= Jahr 2019) verwendet wurden
Eingesetzte Rohstoffe Mainz: 33.878 Tonnen Hallein: 2.470 Tonnen
Eingesetztes Verpackungsmaterial Mainz: 11.918,25 Tonnen
Hallein: 628,59 Tonnen

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Gesamter Brennstoffverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder Vielfachen von Joule, einschließlich der verwendeten Brennstoffarten…
Brennstoffverbrauch aus nicht erneuerbaren Quellen  
Erdgas Mainz: 8.661.333.600 kJ Hallein: 5.451.973.200 kJ


Gesamter Verbrauch von…
Energie gesamt Mainz: 17.701.840 kWh Hallein: 2.558.437 kWh
Strom Mainz:  8.503.560 kWh Hallein: 1.044.000 kWh
Wärme Mainz (Fernwärme): 6.792.354 kWh
Kühlenergie -
Dampf Mainz: 2.405.926 kWh
Das am Standort Mainz bezogene Erdgas geht zu 100% in die Dampferzeugung ein.  

Die Werner & Mertz Gruppe verkauft keine Energie an Dritte.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde:
Reduktion des Energieverbrauchs 8.911 kWh
In die Verringerung einbezogene Energiearten: Elektrischer Strom
Einsparung von 8.911 kWh elektrischer Energie im Gebäude L1 auf dem Werksgelände am Standort Mainz. Dies konnte mit dem Austausch des Beleuchtungssystems in den Hallen durch LED-Beleuchtung erreicht werden.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Kriterium Vorliegende Information
Gesamtvolumen des rückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers Mainz: 114.663 m3
Gesamtvolumen des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers als Prozentsatz der Gesamtwasserentnahme Mainz: 30,82% vom Gesamtwasserverbrauch am Standort Mainz
Am Standort Mainz wird Wasser aus den hauseigenen Brunnen für die Geothermie-Anlage im Verwaltungsgebäude K8 verwendet. Von dem in der Geothermieanlage eingesetzten, nicht verunreinigten Wasser wird der Großteil für die Gewinnung von VE-Wasser zur Nutzung in der Produktion genutzt. Der restliche Teil   wird über einen Venturikanal in den Rhein eingeleitet.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Abfallaufkommen am Standort Mainz 2019
2.694 t Abfälle gesamt
Nicht gefährliche Abfälle – haushaltsähnliche Abfälle – (Restmüll, Wertstoffe, …)
127 t Gemischte Verpackungen (Restmüll)
547 t Kartonage und Papier
129 t Etiketten Trägerpapier
68 t Holzabfälle
41 t Kunststofffolie
18 t Bauschutt
3 t Grünabfälle
Überwachungsbedürftige Abfälle
1.161 t Filterkuchen
63 t Wässrige Waschflüssigkeiten u. Mutterlaugen (Marmormehl)
Gefährliche Abfälle (Sonderabfälle)
330 t Andere org. Lösemittel, Waschfl. u. Mutterlaugen***
8 t Andere org. Lösemittel, Waschfl. u. Mutterlaugen (Produkte)
103 t Tenside, Reaktions- und Destillationsrückstände
2 t Beizlösungen, alkalisch
7 t Säuren, anorganisch
87 t Tenside
*** Spülwasser (Aufgefangen nach Produktwechsel)

Abfallaufkommen am Standort Hallein 2019
412.035 kg Gesamtabfallmenge
0 kg Davon gefährliche Abfälle
Größte Abfallfraktionen
62.230 kg Restmüll
121.950 kg Kartonagen und Papier
33.675 kg Holz-Paletten
10.400 kg PE-Folien
0 kg PE-Container + -Fässer
540 kg Datenschutzpapier
6.500 kg Kunststoff Hohlkörper
22.040 kg Produktionsabfälle
28.620 kg Mischblechschrott + Eisenfässer
5.020 kg Altglas
7.200 kg Grünabfälle
113.860 kg Abwasser Schuhcremeherstellung

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

CO2 wurde an unseren Standorten nur bei der Erzeugung von Heiz- und Prozessenergie durch die Verbrennung von Erdgas im eigenen Kesselhaus emittiert. Seit 2014 werden die CO2-Emissionen aus Erdgas zudem kompensiert. Darüber hinaus sind durch die Wartung von Klimaanlagen in den vergangenen Jahren CO2-Emissionen entstanden. An beiden Standorten wurde ein Energiemanagementsystem eingeführt, werden die Energieverbräuche detailliert bewertet, Aktionspläne zum Energiemanagement erarbeitet und diese in unsere Umweltprogramme integriert. Genaue Ausführungen zu den Emissionen und der Entwicklung dieser in den letzten Jahren an unserem Standort Mainz finden Sie in der aktuellen Umwelterklärung des Jahres 2020 (S. 26-27 und 35-36).  

Auf die Umwelt- und Energieziele, Maßnahmen und Zielerreichungsgrad für den Standort Hallein in diesem Bereich wurde bereits in Kriterium 12 Bezug genommen. Nähere Informationen zum Standort Mainz lassen sich der Umwelterklärung 2020 (S. 40-45) entnehmen.  

Als wichtigste Energieträger kommen an unserem Standort in Hallein Strom und Erdgas zum Einsatz. Strom beziehen wir von dem lokalen Anbieter der Salzburg AG, deren Versorgermix seit 2014 komplett aus regenerativen Quellen stammt. Etwa 30 Prozent des Stromverbrauchs sind den Herstell-, Abfüll- und Verpackungsanlagen in der Produktion zuzuordnen. Weitere Hauptverbraucher sind die Druckluftversorgung und die Beleuchtung. Aus den umfangreichen Umbaumaßnahmen und Verlagerungen von Anlagen seit 2015 resultierte ein zusätzlicher Stromverbrauch. Am Standort in Hallein entstehen bilanziell keine CO2 Emissionen durch die Nutzung von Brenn- und Heizstoffen. Für Produktionsprozesse wird thermische Energie benötigt, um Rohstoffe und Vormaterialien zu erwärmen. Dampferzeuger erhitzen Wasser unter Nutzung von Erdgas und produzieren Dampf, welcher durch Rohrleitung an die Prozesse angebunden wird. Unter Berücksichtigung der Nutzung von Ökostrom und klimaneutral zertifiziertem Erdgas, gehen 2019 vom Standort Hallein bilanziell keine CO2-Emissionen aus. 

Als Grundlage für die Berechnungen unserer Emissionen liegen uns Rechnungen, Messungen und sonstige Daten vor. Im Rahmen der Emissionsbetrachtung kommen vor allem Rechnungen von Energieversorgern und eigene Messungen zum Einsatz. Derzeit berichten wir unsere CO2-Emissionen nicht im Verhältnis zu bestimmten Bezugsgrößen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Kriterium Vorliegende Informationen
Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent. Mainz: 483,591 t Erdgas + 0,35 t CO2e NOX + 0,016 t CO2e SO2 Hallein: 296,163 t Erdgas
In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle CO2, NOX, SO2, Kältemittel (z.B. R134a)
Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent 0
Angaben zum Basisjahr der Berechnungen:
Ausgewähltes Basisjahr 2019
Begründung für Wahl des Basisjahrs Jährliche Erfassung aufgrund der EMAS-Forderungen
Emissionen im Basisjahr Siehe oben
 
Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle Quelle: Umweltbundesamt: CO2-Emissionsfaktoren für fossile Brennstoffe (2016) [https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1968/publikationen/co2-emissionsfaktoren_fur_fossile_brennstoffe_korrektur.pdf]
Bitte Angabe von verwendeten Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme hinzufügen:  

Für allgemeine Daten werden die Daten des Umweltbundesamtes, der Gemis Datenbank, Daten des Deutschen Wetterdienstes, Daten von Energieversorgern und Behörden verwendet. Verwendete Standards: ISO 14001, 50001, 9001, EMAS Verordnung. Zur Umweltdatenerfassung und Berechnung wird die Software Quentic verwendet. In Sachen Energiemanagement wird die Software eGem verwendet.  

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Kriterium Vorliegende Informationen
Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent. 556,973 (Emissionen durch die Nutzung von Fernwärme in Mainz im Jahr 2019)
Ggf. das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent Keine Informationen vorhanden.
Ggf. die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle CO2
Angaben zum Basisjahr der Berechnungen:
Ausgewähltes Basisjahr 2019
Begründung für Wahl des Basisjahrs Jährliche Erfassung aufgrund der EMAS-Forderungen
Emissionen im Basisjahr Siehe oben
 
Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle Quelle: Mainzer Fernwärme: Bescheinigung der energetischen Fernwärme nach FW 309-1, 2014-05 [https://www.mainzer-fernwaerme.de/assets/pdf/gutachten_primaerenergiefaktor.pdf]
Zur Berechnung werden die offiziellen Dokumente von Energieversorgern genutzt.  

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Scope 3-Emissionen werden zum derzeitigen Zeitpunkt teilweise erfasst, z. B. Emissionen durch Dienstflüge und Logistikdienstleister. Genaue Daten, die sämtliche Emissionen lückenlos abbilden, werden derzeit nicht erfasst.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Es werden derzeit keine Daten zur Senkung der THG-Emissionen, die die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung sind, erhoben.