11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Unser Kerngeschäft ist der Handel mit Obst und Gemüse aus Europa und Übersee. In der vorgelagerten Lieferkette beansprucht der Anbau von Obst und Gemüse durch Landwirte natürliche Ressourcen wie Boden, Wasser und Biodiversität. Der Transport von Obst und Gemüse von den Anbaugebieten zu den Abnehmern beansprucht fossile Energieträger. Für die eingesetzten Verpackungen werden Rohstoffe und Energie verbraucht.  

Die Verwaltungstätigkeiten der KÖLLA-Niederlassungen benötigen im Vergleich dazu geringere natürliche Ressourcen. Dies sind im Wesentlichen Energie für das Heizen der Büros, Strom für die Büro-Beleuchtung sowie den Betrieb der IT, Kraftstoff für den eigenen Fuhrpark und für Dienstreisen. Weiterhin werden Papier, Büromaterialien sowie Wasser verbraucht.  

Zahlen zum Umfang der Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen sind in den Leistungsindikatoren zu 11 und 12 aufgeführt.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Übergeordnetes Umweltziel der KÖLLA Gruppe ist ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Unsere Ziele fokussieren sich auf wesentliche Bereiche, bei denen wir Umweltwirkungen beeinflussen können.   1. Anbau von Obst und Gemüse
Ziel ist, stets Obst und Gemüse von bester Qualität und höchster Lebensmittelsicherheit zu beziehen. Unser Team der Qualitätssicherung steht dafür in engem Informationsaustausch mit Erzeugern von Obst und Gemüse. Analysen zur Kontrolle der Pestizidrückstände aller Obst- und Gemüseprodukte erfolgen mehrstufig, durch Labore vor Ort, durch das KÖLLA Labor und stichprobenweise durch die Abnehmer. Die einzuhaltenden Grenzwerte sind häufig strenger als die gesetzlichen Anforderungen des jeweiligen Anbaulandes. Die Beratung der Anbaubetriebe durch das KÖLLA Qualitätsmanagement hat auch dafür gesorgt, dass die Mengen der eingesetzten Pflanzenschutzmittel reduziert werden konnten.  

Geplante Umweltschutzmaßnahmen für 2020 und später:

Im Bereich von KÖLLA Overseas ist geplant, mehr Lieferanten mit Rainforest Alliance Zertifizierungen aufzunehmen. Mit Hilfe dieser Zertifizierung verbessern die Anbaubetriebe ihre Umweltwirkungen, auch durch Wassermanagement und weniger Pestizideinsatz.  

2. Verpackung von Obst und Gemüse
Ziel ist, Verpackungen für den Endverbraucher einzusetzen, die vollständig dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden können.  

Die Vermeidung von Verpackungen hat Priorität. Wenn eine Verpackung jedoch notwendig ist, wird sie hinsichtlich ihrer Umweltwirkungen verbessert, durch geringeren Materialeinsatz oder den Einsatz von nachhaltigen Materialien. Seit 2018 wurden innovative nachhaltige Verpackungen getestet und schrittweise eingeführt. In 2019 waren bereits im Einsatz: Lebensmittelgeeignetes Recyclingpapier, kompostierbares Graspapier, Papier aus 100% Pflanzenresten, Schalen aus recyceltem PET und aus Holzschliff, Netze aus gartenkompostierbarer Zellulose, Papierschalen aus Agrarabfällen und kompostierbare Folien aus Bio-Kunststoffen.  

In 2019 wurden nach erster Datenerhebung 4,2 Tonnen nachhaltige Verpackungen in Deutschland genutzt. Insgesamt wurden 375 Tonnen Verpackungen an den Grünen Punkt abgeführt. Der Anteil von Naturmaterialien betrug somit 1,12%.  

Verpackungen für Endverbraucher: KÖLLA Niederlassungen in Deutschland sind als Erstinverkehrbringer nach dem Verpackungsgesetz verpflichtet, ihre ausgegebenen Verkaufsverpackungen an einem dualen System zu beteiligen. KÖLLA hat sich dem Grünen Punkt angeschlossen. Das von uns eingesetzte Verpackungsmaterial wie Papier/Pappe/Karton und Kunststoff wird als verwertbarer Abfall dem Wertstoffkreislauf zugeführt. Das duale System sorgt durch die Getrenntsammlung beim Verbraucher für die anschließende Verwertung und das Recycling der Verpackungen.  

Transportverpackungen: Weiterhin kommen beim Transport von Obst und Gemüse Verpackungen aus Holz und Papier oder Kunststoffpfandkisten zum Einsatz. Das Recycling der Holz- und Papierverpackungen wird von den Abnehmern (Supermärkte, Großmärkte etc.) veranlasst. 

Geplante Umweltschutzmaßnahmen für 2020 und später:

Unser Ziel ist, ein Konzept zur einheitlichen Erfassung der Verpackungsmengen für alle KÖLLA-Standorte zu entwickeln. In Deutschland verfügen unsere Standorte bereits über eine Datenbasis, da unsere Verpackungen über den grünen Punkt abgeführt werden. Die Standorte in den übrigen Ländern haben eine derartige Regelung nicht.  

Weiter planen wir, den Anteil der innovativen Verpackungen für den Endverbraucher aus nachhaltigen Materialien schrittweise zu erhöhen.  

3. Logistik
Ziel ist, die Transporte von Obst und Gemüse von den Anbauländern zu den Abnehmern fachgerecht und schnell durchzuführen, um Frische und Qualität der Ware zu bewahren. Dazu nutzen wir im Wesentlichen Schiff- oder LKW Transporte. Das Flugzeug wird so gut wie gar nicht genutzt. Transporte per Bahn sind aufgrund der mangelnden Infrastruktur nicht möglich. Schwerpunkt sind LKW-Transporte.

Unsere Umweltwirkungen verbessern wir durch
optimierte Tourenpläne, direkte Wege ohne Umladen, mit Rückfrachten und möglichst komplett beladenen LKWs. Dadurch können wir den Treibhausgasanteil pro Frachtgut senken.  

Geplante Umweltschutzmaßnahmen für 2020 und später:

Für 2020/2021 ist geplant, für TOP LINE in Karlsruhe eine neue Software einzusetzen, die alle Logistikaktivitäten der KÖLLA Gruppe zentral bündelt und weiter optimiert. Damit werden auch die Umweltwirkungen der Transporte weiter verbessert.      

4. Bürotätigkeiten an den KÖLLA Standorten
Ziel ist, an den Standorten der Verwaltungen umweltschonend zu arbeiten und die Umweltwirkungen stetig zu verbessern.   Geplante Umweltschutzmaßnahmen für 2020 und später:  

Ziel: Treibhausgasemissionen durch Dienstfahrzeuge reduzieren
In 2020 soll eine Strategie zum Aufbau einer nachhaltigen Dienstwagenflotte entwickelt werden, mit der die KÖLLA Gruppe die Fahrzeugflotte schrittweise auf Elektrofahrzeuge und andere umweltfreundliche Antriebe umstellt. Außerdem wird eine Ladestation für Hybridfahrzeuge am Bürogebäude in Kaarst installiert.  

Ziel: Treibhausgasemissionen für Dienstreisen ermitteln
Wir erarbeiten ein Konzept, wie sowohl Dienstreisen mit dem eigenen Fuhrpark als auch Dienstreisen mit privaten PKWs, Mietwagen, Taxi, Bahn und Flugzeug systematisch erfasst und die resultierenden Treibhausgasemissionen ermittelt werden können. Zudem sollen Dienstreisen innerhalb der Gruppe reduziert und durch Webmeetings ersetzt werden. Zudem wollen wir die CO2-Kompensation für Dienstreisen per Flugzeug prüfen.  

Ziel: Weitere Verringerung des Papierverbrauchs in den Verwaltungen
Wir planen die Einführung des Elektronischen Leitz Ordners und den Einsatz eines neuen Warenwirtschaftssystems, wodurch auch der Papiereinsatz reduziert werden soll.  

Weitere Ziele und Maßnahmen werden im Rahmen der geplanten Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt.

Mögliche Risiken mit negativen Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosysteme, die beim Anbau von Obst und Gemüse, beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, durch Klimawandel und Wetterextreme oder durch Treibhausgasemissionen entstehen können, sind im Kriterium 2 Wesentlichkeit beschrieben.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

1. Verpackungen für Obst und Gemüse für den Endverbraucher  

KÖLLA GmbH & Co. KG KÖLLA München GmbH KÖLLA Nova GmbH Alinda GmbH Gesamtgewicht der Verpackungen per 31.12.2019: 374,8 Tonnen
2. Papiereinsatz in den Verwaltungen


Standort Kaarst: KÖLLA GmbH & Co.KG, KÖLLA NOVA und KÖLLA Overseas B.V. KÖLLA Bern KÖLLA München Gesamtgewicht Papiereinsatz per 31.12.2019: 3,98 Tonnen Zahlen zu den eingesetzten Materialien liegen aufgrund der erstmaligen Berichterstattung erst vereinzelt vor. Weitere Daten wurden noch nicht erhoben.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Energieverbrauch in den Verwaltungen per 31.12.2019  

Heizenergie
KÖLLA GmbH & Co.KG: 28,41 MWh
KÖLLA Nova GmbH: 10,46 MWh
KÖLLA Overseas B.V.: 8,76 MWh
KÖLLA Bern: ca. 72 MWh
KÖLLA München: 43,3 MWh  

Strom
(Beleuchtung, Klimaanlagen, IT/Server etc.)
KÖLLA GmbH & Co.KG, KÖLLA Nova GmbH, KÖLLA Overseas B.V.: 37,2 MWh
KÖLLA Bern: ca. 36 MWh
KÖLLA München: 169,6 MWh  

Gesamter Energieverbrauch per 31.12.2019 Kraftstoff für Fuhrpark wegen Dienstreisen
Die Erhebung der Kraftstoffverbräuche ist nur mit viel Zeitaufwand möglich und wird noch nicht vorgenommen.  

Zahlen zum Energieverbrauch liegen aufgrund der erstmaligen Berichterstattung erst vereinzelt vor. Weitere Daten wurden noch nicht erhoben.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Daten zur Verringerung des Energieverbrauchs als direkte Folge von Umweltmaßnahmen liegen noch nicht vor, da wir erstmalig eine Nachhaltigkeitsberichterstattung vornehmen.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Wasserverbrauch der Verwaltungen per 31.12.2019  

KÖLLA GmbH & Co.KG: 120,57 m³ Wasserverbrauch (Frischwasser)  
KÖLLA Overseas B.V.: 37,19 m³ Wasserverbrauch (Frischwasser)  
KÖLLA Nova GmbH: 44,41 m³ Wasserverbrauch (Frischwasser)  
KÖLLA München: 174 m³ Wasserverbrauch (Frischwassser)  
KÖLLA Bern: 135 m³ Abwasser  

Gesamter Wasserverbrauch per 31.12.2019 Die Daten basieren auf der Jahresabrechnung der örtlichen Wasserversorgungsunternehmen.  

Zahlen liegen aufgrund der erstmaligen Berichterstattung erst vereinzelt vor. Weitere Daten wurden noch nicht erhoben.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Abfall per 31.12.2019

Zahlen zum Abfallaufkommen liegen aufgrund der erstmaligen Berichterstattung erst vereinzelt vor. Weitere Daten wurden noch nicht erhoben.  

Verpackungen für Obst und Gemüse für den Endverbraucher: Daten dazu sind im Leistungsindikator GRI SRS-301-1 Eingesetzte Materialien aufgeführt.  

Transportverpackungen: Zahlen für diese Abfallmengen können wir nicht ermitteln. Die Entsorgung dieser Verpackungen wird über unsere Abnehmer (Lebensmitteleinzelhandel, Großmärkte, Gastronomie) vorgenommen.  

Abfälle der Verwaltungen:
Die Büroräume der verschiedenen Standorte liegen in Gebäuden, die mit mehreren Firmen gemeinsam genutzt werden. Dadurch findet auch eine gemeinschaftliche Abfallentsorgung in Containern statt. Aufgrund dessen können keine Daten zu Abfallmengen erhoben werden.  

An den KÖLLA Standorten in Deutschland, England, Spanien und der Schweiz wird Mülltrennung vorgenommen, über separate Container für Papier, Glas, Kunststoff und Restmüll. Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, leere Batterien und Druckertoner mit ins Büro zu bringen. Dort werden diese gesammelt und über KÖLLA fachgerecht entsorgt.  

Im Berichtsjahr fiel kein gefährlicher Abfall an.  

Abfallentsorgungsmethode:
Die Abfälle durch die Verwaltungen werden getrennt gesammelt und fachgerecht durch Abfallbetriebe entsorgt. Papier und Kunststoffe werden der Wiederverwertung zugeführt. Der Restabfall wird über die Entsorger der Müllverbrennung zugeführt.  

Die KÖLLA Gesellschaften in Deutschland sind beim Abfall-Verwertungssystem Grüner Punkt angemeldet. Die Verpackungen für die Endverbraucher aus Papier/Pappe/Karton und Kunststoffverpackungen werden über die Verbraucher entsorgt und der Wiederverwertung zugeführt.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

In 2020 werden wir im Rahmen der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie erstmals Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasen entwickeln und die Erfassung der Treibhausgasemissionen erweitern. 

Verpackungen als Emissionsquelle
Das zum Einsatz kommende Verpackungsmaterial für Obst und Gemüse ist eine wichtige Emissionsquelle.

Verpackungen für den Endverbraucher konnten über unsere Beteiligung am Dualen System (Grüner Punkt) der Weiterverwertung zugeführt werden. In 2019 konnten wir in Deutschland durch das Recycling von Papier/Pappe/Karton, Glas und Leichtverpackungen rund 2.185 Tonnen Ressourcen und 361 Tonnen Treibhausgase rechnerisch einsparen. Die Zahlen wurden gemäß Zertifikat des Entsorgers, basierend auf der Berechnungsmethodik von Fraunhofer UMSICHT erfasst.
 
Der Umstieg auf nachhaltige Verpackungen ist herausfordernd. Ein schneller und vollständiger Austausch der Kunststoffverpackungen gegen umweltfreundliche Verpackungen ist derzeit nicht möglich, da diese zumeist teurer und oft nicht in ausreichender Menge beschaffbar sind. Sie kommen daher noch selten zum Einsatz. Eine weitere Herausforderung ist die aufwändige Datenermittlung für die separaten Papier- und Kunststoffarten und deren Umrechnung in Treibhausgasemissionen.  

Transport von Obst und Gemüse als Emissionsquelle
Obst und Gemüse werden per Schiff oder LKW transportiert, nur in seltenen Ausnahmefällen per Flugzeug. Sowohl bei Schiffen als auch bei LKWs herrscht immer noch die konventionelle Antriebstechnik mit der Verbrennung von fossilen Energieträgern vor. Herausfordernd ist, Transportmittel mit klimafreundlichen Antrieben einzusetzen. Transporte durch die Bahn sind aufgrund der fehlenden Infrastruktur kaum möglich. Die LKW-Flotten der Frachtführer sind erst rudimentär mit Gas- oder Elektroantrieben ausgestattet.
 
Für die Frachten ist eine Erhebung der verursachten Treibhausgasemissionen derzeit nicht möglich, da nicht alle Lieferungen von der eigenen Logistikfirma TOP LINE abgewickelt werden und LKWs nur zu Teilen mit Ware von KÖLLA beladen sind. Die Lieferung erfolgt nicht immer vom Produzenten bis zum Kunden, sondern wird häufig umgeladen und/oder hat Zwischenstopps bei anderen Kunden oder Packbetrieben.   

Ressourcennutzung durch Verwaltung als Emissionsquelle
Als Dienstleistungsunternehmen verbrauchen wir in unseren Verwaltungen in verhältnismäßig geringem Umfang natürliche Ressourcen und erzeugen damit einhergehend eher geringe Treibhausgasemissionen. Doch auch hier wollen wir Treibhausgasemissionen reduzieren.  

Eine Herausforderung ist die Umstellung unserer Dienstwagenflotte auf umweltfreundliche Antriebstechniken. Eine Strategie zum Aufbau einer nachhaltigen Autoflotte wird in 2020 entwickelt.

Bisher wird an den Verwaltungsstandorten konventionell erzeugter Strom genutzt. Um die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen zu senken, wollen wir die Nutzung erneuerbarer Energien prüfen, wie den Bezug von Ökostrom. Zudem wollen wir mit den Vermietern der Bürogebäude klären, ob der Einsatz von Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung möglich ist.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Direkte THG-Emissionen (Scope 1) - in Tonnen CO2-Äquivalent -

KÖLLA GmbH & Co.KG, KÖLLA NOVA, KÖLLA Overseas B.V., KÖLLA Bern, KÖLLA München:
Summe Scope 1: 38,9 Tonnen CO2-Äquivalent   

Die Berechnung der THG-Emissionen erfolgte mit Hilfe des EcoCockpit Rechenprogramms der Effizienz-Agentur NRW. Die Bilanzierung erfolgte nach der GHG-Methodik und gemäß den Anforderungen an die quantitative Bestimmung sowie an die Berichtserstattung von Treibhausgasemissionen und deren Entzug auf Unternehmensebene nach ISO 14064-1:2012.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2) - in Tonnen CO2-Äquivalent -  

Die KÖLLA Niederlassungen beziehen Strom von diversen Stromversorgern, deren Abrechnungsmethoden sehr unterschiedlich sind. Daten für die gesamte Gruppe können daher noch nicht erhoben werden.  

KÖLLA GmbH & Co.KG, KÖLLA NOVA, KÖLLA Overseas B.V., KÖLLA Bern, KÖLLA München: 
Summe Scope 2: 132,9 Tonnen CO2-Äquivalent   

Die Berechnung der THG-Emissionen erfolgte mit Hilfe des EcoCockpit Rechenprogramms der Effizienz-Agentur NRW. Die Bilanzierung erfolgte nach der GHG-Methodik und gemäß den Anforderungen an die quantitative Bestimmung sowie an die Berichtserstattung von Treibhausgasemissionen und deren Entzug auf Unternehmensebene nach ISO 14064-1:2012.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3) - in Tonnen CO2-Äquivalent -  

Abfall durch Verpackungen für den Endverbraucher
In 2019 konnten wir durch das Recycling von Papier/Pappe/Karton, Glas und Leichtverpackungen für die KÖLLA Standorte in Deutschland, die dem dualen System Grüner Punkt angeschlossen sind, rund 2.185 Tonnen Ressourcen und 361 Tonnen Treibhausgase rechnerisch einsparen. Die Zahlen des Entsorgers basieren auf der Berechnungsmethodik von Fraunhofer Umsicht, basierend auf Daten für 2018. Eine Umrechnung der angefallenen Verpackungsmengen in CO2-Äquivalente kann noch nicht vorgenommen werden, da die Daten für die einzelnen Kunststoff- und Papiersorten noch nicht erhoben worden sind.  

Standort Kaarst: KÖLLA GmbH & Co.KG, KÖLLA NOVA, KÖLLA Overseas B.V.
Frischwasser: 0,153 Tonnen CO2-Äquivalent für 376,17 m³  

KÖLLA Bern

Abwasser: 0,0373 Tonnen CO2-Äquivalent für 135 m³  

Standort Kaarst: KÖLLA GmbH & Co.KG, KÖLLA NOVA

Summe Scope 3: 5,36 Tonnen CO2-Äquivalent   

Weitere Scope 3 Emissionen werden aufgrund des hohen Erhebungsaufwandes noch nicht ermittelt.   Die Berechnung der THG-Emissionen erfolgte mit Hilfe des EcoCockpit Rechenprogramms der Effizienz-Agentur NRW. Die Bilanzierung erfolgte nach der GHG-Methodik und gemäß den Anforderungen an die quantitative Bestimmung sowie an die Berichtserstattung von Treibhausgasemissionen und deren Entzug auf Unternehmensebene nach ISO 14064-1:2012.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Aufgrund der erstmaligen Berichterstattung wurden Zahlen zur Senkung der THG-Emissionen als direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung bislang nicht erhoben.