11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Bis der Kaffee in die Tassen unserer Kunden gelangt, werden entlang der Wertschöpfungskette verschiedene natürliche Ressourcen beansprucht. ETTLI hat die Auswirkungen entlang des Produktlebenszyklus im Blick und nutzt seine Einflussmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen.

Unsere Kaffeebohnen kommen aus Brasilien, Guatemala, Honduras, Äthiopien, Indien, Kenia, Ghana, Mexico und Costa Rica. Kernelemente des ökologischen Landbaus sind der Schutz von Boden, Wasser und Luft sowie der Erhalt der Artenvielfalt. Indem natürliche Ressourcen geschont und eine Kreislaufwirtschaft zur Förderung natürlicher Lebensprozesse angestrebt werden, wirken wir über unseren ökologisch angebauten Kaffee mit staatlichem Biosiegel an einer nachhaltigen Entwicklung mit. Dem Faktor Boden wird speziell auf unseren OHANA Kaffee- und Teefarmen besondere Beachtung geschenkt. Gesunde, humusreiche Böden speichern Kohlendioxid. Sie können Regen besser aufnehmen und tragen so zum Hochwasserschutz bei. Lebendige Böden verhindern außerdem Erosion bei Starkregen und speichern Wasser in Trockenzeiten länger. Ökologisch bewirtschaftete, fruchtbare Böden sind also die Grundlage einer stabilen Ernährungssicherheit. Unsere OHANA-Farmer düngen natürlich und verzichten auf Glyphosat, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und mineralische Stickstoffdünger. Der Boden wird schonend bearbeitet und die Farmer sorgen für eine möglichst permanente Bodenbedeckung. All diese Maßnahmen fördern den Aufbau des Bodens und erhöhen dessen Fruchtbarkeit. Dies ist zentral für ein nachhaltiges Konzept und die Basis für Artenvielfalt, Klima- und Wasserschutz.

Die Hauptquelle für die Heizenergie und den Röster in der Zentrale in Ettlingen ist Erdgas. Im Winter wird die Wärme, die der Röster abgibt, zum Heizen mitverwendet. Am Standort in Ettlingen bezieht ETTLI seit einigen Jahren zu 100 % Ökostrom aus Wasserkraft. Zusätzlich nutzt die Zentrale seit 2008 Solarenergie.

In der Zentrale in Ettlingen kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz: Der Rohkaffee wird in Kaffeesäcken oder Plastik Big Bags angeliefert und gelagert. Jährlich fallen in etwa 3 000 Kaffeesäcke an. Davon wurde 2019 zum Tag des Kaffees in Kooperation mit dem Pilgerhaus Weinheim ein kleiner Teil dazu verwendet, Kaffeesacktaschen zu nähen. Der fertig geröstete Kaffee wird unterschiedlich verpackt. Den Großteil verkaufen wir in Goldfolien. Diese bestehen zu 77,7 % aus Kunststoffen, zu 17,3 % aus Aluminium und zu 5,0 % aus Kaschierkleber. Seit 2016 bieten wir unsere Fairtrade-Kaffeelinie und seit 2018 unsere OHANA Kaffees in Öko-Line Verpackungen und seit 2019 unsere Spezialitätenkaffees in Öko-Line Dosen an. Die Verpackungen bestehen zu 60 % aus braunem Kraftpapier und zu 40 % aus einer Verbund-Barriere-Folie. Die Dosen bestehen zu 49,3 % aus Papier, zu 45,4 % aus Kunststoffen, zu 3,6 % aus Aluminium und zu 1,7 % aus einer Verbund-Barriere-Folie. Die Dosen können in die einzelnen Bestandteile zerlegt werden, was deren Recycling erleichtert. Soweit möglich verzichten wir auf Umverpackungen beim Versand. 70 % unseres Kaffees liefern wir in Mehrwegeimern an unsere Großkunden aus. Um die Eimerreinigung zu optimieren wurde 2019 eine neue Stelle geschaffen. Aufgrund von Verlusten oder Beschädigungen werden dem Kreislauf jährlich 1500 Eimer neu zugeführt. Unsere To-go-Kaffeebecher sind zu 100 % kompostier- und recyclebar. Seit 2019 nehmen wir am Karlsruher Fächer-Becher Mehrwegsystem teil. Die Leistungsindikatoren 11-12 greifen das Thema Materialeinsatz erneut auf. Eine quantitative Erfassung der eingesetzten Ressourcen erfolgt bisher nicht in vollem Umfang.

Die Landbell GmbH stellt als zertifiziertes und unabhängiges Duales System sicher, dass die von ETTLI in Umlauf gebrachten Verpackungen recycelt und dem Kreislauf wieder zugeführt werden. Für eine fachgerechte Entsorgung der Abfälle des Unternehmens sorgen das privatwirtschaftliche Entsorgungsunternehmen SUEZ und der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

ETTLI ist bestrebt, in den kommenden Jahren weitere Schritte zu tun, um die natürlichen Ressourcen Boden und Wasser zu schützen und zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen. Durch den Verkauf von Kaffee mit staatlichem Biosiegel unterstützt ETTLI die nachhaltige Entwicklung. Ziel ist es, das nachhaltige Kaffeesegment bis 2022 auf 40 % des gesamten Einkaufsvolumens zu erhöhen. Zudem soll der über OHANA selbst entwickelte Chatbot weiter ausgebaut werden. Dieser dient dem Zweck, die Farmen nachhaltiger zu machen, indem ein Austausch mit und unter den Bauern zum Thema Bodenerhalt gefördert wird. Weiterhin möchte ETTLI die umweltschonendste Methode der Kaffeebohnenaufbereitung bestimmen und darauf aufbauend weitere Maßnahmen im Sinne des Umweltschutzes umsetzen.

Auch was die Art und Menge der eingesetzten Materialien angeht, strebt ETTLI Verbesserungen an: In der Rösterei fallen Kaffeesäcke und Kaffeehäutchen an. Ziel ist es, bis 2022 Möglichkeiten zur Verwertung dieser Naturmaterialien zu finden. Als empfindliches Produkt wird der Kaffee in unserer Goldfolie vakuumverpackt. Dabei können wir nicht auf die Verwendung unterschiedlicher Materialien im Verbund verzichten, um für unsere Kunden das beispielhafte Aroma und die hohe Produktqualität sicherzustellen. Allerdings arbeiten wir mit Hochdruck an ressourcenschonenden Lösungen. Im Herbst 2020 möchten wir vollständig auf Goldfolien ohne Aluminium umstellen. Um die Versandmaterialien weiter zu reduzieren, ökologisch sinnvolle Alternativen zu finden und den Recyclinganteil zu erhöhen, finden in der Packerei regelmäßig Verpackungsreviews statt. Die Einsparungen an Umverpackungen sowie der Recyclinganteil sollen künftig systematisch dokumentiert werden, damit weitere Ziele abgeleitet werden können. ETTLI hat mit der Stadt Ettlingen 2019 ein Pilotprojekt „Stadteigenes Mehrwegbecher-System Ettlingen“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, den Verbrauch an To-go-Bechern bis Ende 2020 um 50 % zu reduzieren.

Eine Herausforderung ist, dass wir die Entsorgung der in Umlauf gebrachten Verpackungen nicht kontrollieren können. Damit die eingesetzten Materialien wiederaufbereitet und dem Kreislauf zugeführt werden können, müssen diese sachgerecht entsorgt werden. Wir planen hierfür im Jahr 2020 eine Kampagne zur Sensibilisierung unserer Kunden für die Müllproblematik. In diesem Zusammenhang soll auch auf die Nutzung von Mehrwegbechern aufmerksam gemacht werden.

Bei der vorliegenden Erklärung handelt es sich um die erste Nachhaltigkeitsberichterstattung von ETTLI. Im Zuge dessen wurden konkrete Ziele ausgearbeitet, die künftig verfolgt werden. Eine Übersicht über die Unternehmensziele wird in Kriterium 3 gegeben. Es liegen noch keine quantifizierbaren Ergebnisse vor, über die rückblickend berichtet werden kann.
 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Dieser Leistungsindikator wird bisher nicht umfassend erhoben. Dessen Relevanz sowie die Umsetzbarkeit im Tagesgeschäft des mittelständischen Unternehmens wird bis zum nächsten Nachhaltigkeitsbericht, der für das Jahr 2023 geplant ist, überprüft.   Folgende Materialien wurden 2019 eingesetzt:  

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Angaben zum Energieverbrauch in der Zentrale in Ettlingen für das Jahr 2019:

 
Geschäftsbereich Energiequelle Energieverbrauch [kWh]
Stromverbrauch, gesamt Wasserkraft (Ökostrom) 21 918
Heizenergie, gesamt Erdgas 337 384
Fuhrpark Treibstoffe (Diesel, Benzin) 48 502
Fuhrpark Elektromobilität (Ökostrom) 7 194

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

ETTLI befindet sich aktuell in der Erarbeitungsphase der erstmaligen Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die für diesen Leistungsindikator erforderlichen Daten liegen bisher nicht in ausreichendem Umfang vor. Dessen Relevanz wird bis zum nächsten Nachhaltigkeitsbericht, der für das Jahr 2023 geplant ist, überprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Für die wesentlichen Geschäftstätigkeiten im Kontext des hier beschriebenen Hauptprodukts Kaffee spielt der Wasserverbrauch eine untergeordnete Rolle. Dieser Leistungsindikator wird bisher nicht erhoben. Dessen Relevanz wird bis zum nächsten Nachhaltigkeitsbericht, der für das Jahr 2023 geplant ist, überprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

 
Nichtgefährliche Abfälle in Tonnen, 2019

Abfallart Gewicht [t] Entsorgungsverfahren
Papier, Pappe, Karton 7,6 Recycling
- aufgearbeitetes Papier
Kunststoffabfälle 3,9 Recycling
- stoffliche Verwertung
Verbundverkaufsverpackungen 3,6 Recycling
- stoffliche Verwertung
Organische Abfälle 2,5 Thermische Behandlung
- Herstellung von Strom und Prozessdampf
Textilabfälle 1,5 Thermische Behandlung
- Herstellung von Strom und Prozessdampf
Sonstige Abfälle 1,6 Thermische Behandlung
- Herstellung von Strom und Prozessdampf
Hinweis: Die Abfallentsorgungsmethode wurde auf Basis der vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellten Informationen bestimmt. 

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Unabhängig vom Ursprungsland des Rohkaffees erstreckt sich die CO2-Bilanz im Kaffeehandel von der Verschiffung nach Deutschland über den Transport zur Rösterei, der Verarbeitung und Lagerhaltung in der Zentrale bis hin zur Distribution des verzehrfertigen Kaffees. Um immer klimaneutraler zu arbeiten analysiert ETTLI die Umweltauswirkungen seiner Kaffeeproduktion.

Der Rohkaffee wird in den Hamburger Hafen verschifft und mit dem Lkw nach Ettlingen in die Zentrale weitertransportiert, was unweigerlich mit Treibhausgasemissionen verknüpft ist. Jährlich kommen 12 bis 13 voll beladene Lkws in der Zentrale in Ettlingen an. Auch wenn wir den Lkw-Transport mit Beiladungen vermeiden, sind unsere Einflussmöglichkeiten in der vorgelagerten Lieferkette begrenzt.

Seit 2016 versenden wir den fertig gerösteten Kaffee an unsere Privatkunden zu 100 % klimaneutral mit DHL GoGreen. 2019 konnten wir dadurch entsprechend der Urkunde von DHL GoGreen insgesamt 7,03 Tonnen CO2-Äquivalente ausgleichen. In festgelegten Touren fahren wir den Kaffee an unsere Filialen, Großkunden und Wiederverkäufer aus. Für unsere Filialen und Kunden in Ettlingen und Karlsruhe nutzen wir hierfür Elektroautos. Um die Betriebsabläufe in der Logistik effizienter zu gestalten wurde 2019 eine neue Stelle in der Lagerhaltung und eine neue Stelle im Fuhrpark geschaffen. Ziel ist es, die Abwicklung der Bestellvorgänge sowie die Planung der Liefertouren zu optimieren. Auf diese Weise soll fortlaufend ein positiver Impact auf die CO2-Bilanz generiert werden. Die Auswirkungen sollen für die nächste Erklärung quantifiziert werden.

Der Umstieg auf Ökostrom sowie die Nutzung von Elektromobilität und Solaranlagen hat in den vergangenen fünf Jahren dazu beigetragen, die Klimaauswirkungen durch den Energieverbrauch zu reduzieren. 2019 konnten basierend auf internen Berechnungen durch die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz insgesamt 18 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Dennoch arbeiten wir weiter an neuen Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung. Ziel ist es, die internen Reporting-Standards weiterzuentwickeln sowie Möglichkeiten zur CO2-Reduktion zu erarbeiten und umzusetzen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15): Direkte THG-Emissionen (Scope 1)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Der unternehmensspezifische CO2-Fußabdruck für Scope 1 beträgt 87,1 Tonnen CO2-Äquivalente. Der ökologische Fußabdruck wird unternehmensintern nach den Standards des Greenhouse Gas Protocols errechnet.

Leistungsindikator GRI SRS-305-2: Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Der unternehmensspezifische CO2-Fußabdruck für Scope 2 beträgt 8,8 Tonnen CO2-Äquivalente. Der ökologische Fußabdruck wird unternehmensintern nach den Standards des Greenhouse Gas Protocols errechnet.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3: Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl;
ii. der Emissionen im Basisjahr;
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Der unternehmensspezifische CO2-Fußabdruck für Scope 3 beträgt 32,1 Tonnen CO2-Äquivalente. Der ökologische Fußabdruck wird unternehmensintern nach den Standards des Greenhouse Gas Protocols errechnet.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5: Senkung der THG-Emissionen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

ETTLI befindet sich aktuell in der Erarbeitungsphase der erstmaligen Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die für diesen Leistungsindikator erforderlichen Daten liegen bisher nicht in ausreichendem Umfang vor. Ziel ist es, die Reporting-Standards im Unternehmen bis zum nächsten Nachhaltigkeitsbericht, der für das Jahr 2023 geplant ist, weiterzuentwickeln. Es sollen Möglichkeiten zur CO2-Reduktion erarbeitet und umgesetzt werden.